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Medi-Zeitung
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1. Editorial |
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Hallo,
in dieser Onlinezeitung berichtet uns Robert Kapelle über seine Erfahrungen an der Charite. Robert hatte vor einiger Zeit auch den Artikel 'Hände hoch und T-Shirts aus' verfasst, der einen Leser der MEDI-LEARN Zeitung zu einem Leserbrief veranlasst hat: Dr. med. Joachim Stein ist der Ansicht, dass ein U-Kurs auch ohne Diskriminierung durchführbar ist. Ihr findet den Leserbrief samt Diskussionshinweis im heutigen Newsletter.
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Das Thema Hausratversicherung klingt recht trocken, doch bei den Stichworten Laptop und Fahrrad werden sicherlich viele Studenten hellhörig, denen wir die Lektüre des vierten Beitrags von Peter Dahlhausen aus der Serie 'Klartext im Versicherungsdschungel' ans Herz legen möchten.
Um das Herz geht es auch in einer Meldung zum Thema 'Heimdefibrillation', die wir Euch gemeinsam mit dem Aufruf der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin zur Organspende im Bereich der Nachrichten aus Forschung und Wissenschaft präsentieren.
Außerdem empfehlen wir Euch die Rezension des "Fallbuch Chirurgie" aus dem Thieme Verlag, das Fachwissen auf lehrreiche Weise vermittelt und vom Leser aktives Lernen fordert.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
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3. Organisation Flop, Lehre topp: Studieren an der Charité Universitätsmedizin Berlin (CUB)
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Abkürzungen, das ist spätestens seit dem Song „MfG“ der Fantastischen Vier bekannt, sind ein alltäglicher Bestandteil unserer Sprache. Wir Mediziner sind davon in hohem Maße „betroffen“, befinden uns sozusagen im Fortgeschrittenenstadium, denn in der Medizin gibt es ganz besonders viele Abkürzungen. Von A wie Arteria über KHK, der koronaren Herzkrankheit, bis zum ZVK für den zentralen Venenkatheter gibt es eine beeindruckende Sammlung von Kürzeln.
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Organisation Flop, Lehre topp
Studieren an der Charité Universitätsmedizin
Berlin (CUB)
von Robert Kapelle
Wir Berliner Medizinstudenten sind unlängst noch um eines reicher geworden: CUB.
Das steht für die Charité-Universitätsmedizin Berlin. Die Bezeichnung steht für
die Berliner Hochschulmedizin, entstanden aus den medizinischen Fakultäten der
HU (Humboldt-Universität) und der FU (Freie Universität) Berlin. Ursprünglich
hatte die finanzschwache Stadt aus Geldmangel erwogen, eine der medizinischen
Fakultäten ganz zu schließen. Nach ständigem Hin und Her beschloss die
Landesregierung schließlich, das Beste sei, die Fakultäten zu fusionieren.
Herausgekommen ist dabei die CUB mit insgesamt vier Standorten, die sich über
die ganze Stadt verteilen (und einen entsprechenden Fahraufwand erfordern): Die
Charité Mitte, das Virchow-Klinikum, das Universitätsklinikum Benjamin Franklin
und das Klinikum Buch.
Was aber bedeutet es, an der CUB zu studieren?
Als Student des dritten klinischen Semesters möchte ich einen kleinen Einblick
in das Leben an der Berliner Hochschulmedizin geben.
Das Leben hält bekanntermaßen von Zeit zu Zeit die eine oder andere Überraschung
bereit. So auch mein erster Kurstag an der Charité, der nicht nur eine
Überraschung bot.
Um ihre Kurse zu planen und die relevanten Termine zu erfahren, müssen sich die
Studenten in einen speziellen Raum begeben, in dem sämtliche klinischen Semester
ihre Kursplanung einsehen können. Genauer gesagt einsehen müssen, denn eine
andere Möglichkeit, wie beispielsweise das Abrufen per Internet, gibt es nicht.
Die Schwachstelle des Konzeptes ist, dass der besagte Raum etwa die Größe (und
den Charme!) meines Kellers hat und mit Stellwänden reichlich bestückt ist, an
denen die Kursplanungszettel aufgehängt sind. In dieses Kellerabteil passen
gerade einmal zehn Leute gleichzeitig hinein. Wenn sich nun hunderte Studenten
einen Überblick über ihre Termine verschaffen wollen, ist nicht viel Fantasie
nötig, um sich die Szenen vorzustellen, die sich dort abspielen. Als besonderes
Schmankerl haben sich die Verantwortlichen bei der Übersichtlichkeit der
Kursplanungszettel so große Mühe gegeben, dass sie den Verwirrungswert einer
Steuererklärung noch bei weitem zu übertreffen vermögen. Von der Tatsache
einmal abgesehen, dass die Schriftgröße nah an der Schwelle des ohne Hilfsmittel
menschlich Wahrnehmbaren liegt.
„Was, Ihr habt hier einen Kurs?“
Wie durch ein Wunder entkam ich dem Raum ohne allzu große psychische
Folgeschäden. Dann ging es auch gleich auf zum ersten Kurs des Semesters: Innere
Medizin! So dachte ich es jedenfalls. Denn im Krankenhaus angekommen, schaute
uns die für uns zuständige Ärztin mit großen Augen an: „Was, Ihr habt hier einen
Kurs? Davon weiß ich ja gar nichts!“ Offenbar hatte die Verwaltung vergessen,
ihr die Unwesentlichkeit unseres Erscheinens mitzuteilen. Zur Entlastung unserer
Ärztin sei gesagt, dass sie sich von dem Schock unserer Anwesenheit schnell
erholte und sich schließlich ausgezeichnet um uns kümmerte. Eine andere
Seminargruppe wurde unterdessen mit den Worten „Tja, jetzt muss ich wohl fünf
Wochen lang den Kurs mit Euch machen?“ empfangen.
Nach drei Wochen Innerer Medizin bekam ich dann einen Brief der Verwaltung. In
diesem stand, dass die gesamte Seminargruppe 19c leider bisher nicht zum
Unterricht erschienen sei, und man es nun, nach drei Wochen Grübeln, für möglich
halte, dass der Fehler möglicherweise bei der Verwaltung selbst liegen könne.
Eine Erkenntnis, der ich denn nur zustimmen kann! In dem Aushang im Miniraum
hatte man wohl vergessen, uns darüber zu informieren, dass unsere Seminargruppe
in drei Teile gegliedert wurde. Dort war nur von zwei Gruppen die Rede: 19a und
19b. Trotzdem wurden wir freundlich gebeten, unsere angeblich verpassten Kurse
nachzuholen. Nach zähen Verhandlungen konnten wir uns schließlich darauf
einigen, dass wir bei der Einteilung in zwei Gruppen bleiben würden, da eine
Neuaufteilung mitten im Semester nur weiteres Chaos bewirken würde. Das sahen
schließlich auch unsere Freunde in der Verwaltung ein.
Mag dies alles schon merkwürdig genug erscheinen, konnten die Kollegen in der
Pathologie dieses Verwirrspiel tatsächlich noch weitertreiben. Seit dem
Semesterbeginn hingen Pläne aus, auf denen unsere Kurseinteilung für die
Pathologie nachzulesen war. Als ich eines Mittwochs zum Kurs erschien in der
festen Annahme, von 14 bis 16 Uhr Unterricht zu haben, musste ich feststellen,
dass eine kurzfristige Planänderung (die bedauerlicherweise nicht an die
Studenten kommuniziert werden konnte) aufgetreten war, und dass wir den Kurs nun
von 14 bis 17 Uhr hatten, was meine Tagesplanung völlig durcheinander wirbelte.
Nach dieser Erfahrung noch etwas skeptischer geworden, schaute ich eine Woche
später noch einmal auf den Patho-Aushang, um mich genauestens zu vergewissern,
wo und wann der nächste Kurs stattfinden würde. Als ich dann einen Tag später
termingemäß erschien, bat mich ein begrenzt freundlich wirkender Pathologe um
Verständnis: Eine kurzfristige Planänderung sei aufgetreten, und leider sei es
nicht möglich gewesen, diese den Studenten rechtzeitig mitzuteilen. Ein déjà-vu!
Auf Unvorhergesehenes mittlerweile eingestellt, hatte ich schon im Vorhinein auf
eine genaue Planung meines Abends verzichtet.
Leider entschädigte mich der Kurs nicht im Geringsten für das Chaos der Planung.
In der klinisch-pathologischen Konferenz wurden wir diesmal, wie eigentlich an
jedem Mittwoch, mit den Worten begrüßt: „Na ja, der Kliniker ist schon mal
gegangen, aber ich werde versuchen, es trotzdem so interessant wie möglich zu
machen...“. Die nächsten 45 Minuten bekamen wir dann einen verworrenen Monolog
über Genloci zu hören. Auf die Nachfrage, ob man denn vielleicht in eine
klinisch-pathologische Konferenz auch ein bisschen Klinik einbauen könne, bekam
ich die trockene Antwort: „Das müssen sie verstehen: Die Kliniker haben keine
Lust, sich drei Stunden da unten hinzustellen und immer das Gleiche zu
erzählen.“ Wie bitte? Ist das etwa nicht der genuine Sinn einer Uniklinik? Oder
steht CUB möglicherweise doch eher für Chaos-Universität Berlin!?
Fast jedes Fachgebiet hat einen Experten
Was hält mich eigentlich noch an der Charité, wenn man sich solchen Erlebnissen
ausgesetzt sieht? Nun ja, die Charité hat auch einiges zu bieten: Dem
Organisations- und Verwaltungschaos steht nämlich eine meist äußerst
ansprechende Lehre gegenüber. An den Universitätskliniken sind Professoren
tätig, die richtig was drauf haben und einen entsprechenden Ruf genießen. Ein
Blick in die „Focus Ärzteliste“ zeigt, dass es in nahezu jedem Fachgebiet an den
Berliner Unikliniken einen ausgewiesenen Experten gibt. Die meisten Dozenten
sind inhaltlich überzeugend, didaktisch ausgesprochen gut und engagiert. Und die
flapsige Bemerkung, nicht immer dasselbe erzählen zu wollen, blieb die Ausnahme.
Auch der Ärger über unlesbare Aushänge weicht schnell der Begeisterung, wenn man
jemanden vor sich hat, der die Begeisterung für sein Fach auf die Studenten zu
übertragen vermag. Und wenn man abends die Uni verlässt, so steht man in einer
wahnsinnig großen und aufregenden Stadt, in der einem gar nicht langweilig
werden kann! Berlin hat viel zu bieten, ebenso die Charité. Letztlich sind wir
alle stolz, an der Charité zu studieren, die nahezu jeder in Deutschland kennt
und die eine lange ruhmvolle Historie aufweisen kann. Wenn ich mich heute noch
einmal für eine Uni entscheiden könnte: Ja, ich würde wieder die Charité wählen,
dem Organisationstalent der Verwaltung zum Trotz!
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| Autor(in): Robert Kapelle ([email protected]) |
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4. Leserbrief zum Klopfkurs: Es geht auch ohne Diskriminierung und Zwang!
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Anmerkung der Redaktion: Der folgende Leserbrief erreichte uns zum Artikel 'Hände hoch und T-Shirts aus' von Robert Kapelle, den wir im Onlinebereich und in der MEDI-LEARN Zeitung veröffentlicht haben. Der Autor des Leserbriefes, Herr Dr. med. Joachim Stein, wirft interessante Fragen auf und wir sind an Eurer Meinung interessiert: Welche Erfahrungen habt Ihr diesbezüglich in Eurem Untersuchungskurs gemacht? Zu diesem Thema haben wir im Forum "Klinik" eine Diskussion eröffnet und freuen uns auf anregende Beiträge zum Thema 'U-Kurs im Medizinstudium'. Ihr findet die entsprechenden Links zur weiteren Diskussion am Ende des Artikels im Anschluss an den Leserbrief.
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Klopfkurs - Es geht auch ohne
Diskriminierung und Zwang!
Leserbrief zum Artikel "Hände hoch und T-Shirt aus"
von Dr. med. Joachim Stein
Viele Erinnerungen werden wach, wenn ich Via medici oder jetzt auch Medi-Learn
aufschlage. Auch wenn ich mittlerweile Facharzt bin und kurz vor der
Niederlassung stehe, so lese ich immer wieder gerne die Artikel von Studierenden
und jungen Kolleg(inn)en. Mit Interesse sehe ich daher in der aktuellen Ausgabe
von Via medici die neue Zeitung Medi-Learn und überfliege die Überschriften.
"Hände hoch und T-Shirt aus: der Untersuchungskurs", lese ich dort. "T-Shirt
aus" mag ja angehen, ist für viele Untersuchungen im Bereich des Thorax
zweifellos Voraussetzung, aber "Hände hoch"? Ich werde die ungemütliche
Assoziation von Zwang und Bedrohung einer vorgehaltenen Waffe nicht los und
beginne den Artikel zu lesen.
Der Autor, Robert Kapelle, beschreibt anschaulich, wie die Studierenden seines
Kurses von einem "grimmig dreinschauenden Internisten" auf die Station geführt
und in einen Raum mit einer Liege gebracht werden und - da es die erste Stunde
ist - noch keine Patienten vorfinden, sondern zunächst an sich selbst die
gängigen Untersuchungstechniken kennenlernen sollen. Alles durchaus üblich und
auch mir aus meinem Studium vertraut. Leider ist es auch gängige Praxis, dass der
Dozent "einen der Herren" auffordert, sich als Freiwilligen zur Verfügung zu
stellen - mit Verlaub: Wieso eigentlich? Abgesehen davon, dass bei ganzen zwei
Männern und acht Frauen in der Gruppe bereits diese Aussage die Freiwilligkeit
massiv einschränkt - hätte er diesen Satz nicht einfach weglassen und
schlichtweg fragen können: "Wer von Ihnen wäre denn bereit, einmal exemplarisch
in die Patientenrolle zu schlüpfen?" (oder eine ähnliche Formulierung). Damit
hätte er das Geschlecht des Untersuchten offengelassen. Hätte der Dozent denn
(auf gut Neudeutsch formuliert) "ein Problem damit", wenn sich eine Studentin
als Freiwillige zur Verfügung gestellt hätte? Mit welchem Recht geht er
automatisch davon aus, es sei einem Mann eher zumutbar - ich zitiere eine
Absatzüberschrift - "vor acht Frauen die Hose aus(zu)ziehen", als einer Frau,
insbesondere bei dieser Verteilung von 8:2 in seiner Gruppe? Könnte man bei der
Untersuchung des Thorax noch Argumente an den Haaren herbeiziehen wie die
übliche männliche Badekleidung mit freiem Oberkörper, so bleibt vollends
unverständlich, wieso das Ausziehen der Hose einem Mann eher zugemutet werden
könnte. Ganz abgesehen davon, dass der militärische Befehlston "Hände hoch!",
"Hinlegen!", "Hose aus!" völlig inadäquat erscheint und hier eher von Nötigung
als von Freiwilligkeit gesprochen werden muss. Spätestens bei " Du da, auf die
Liege!" hört die Freiwilligkeit auf! Geht der beschriebene Internist mit seinen
Patienten genauso um? "Bellt" er auch da seine "Befehle"? (Hätte vielleicht eher
Feldwebel werden sollen, der Kollege!)
Leider scheint sich von 1993 (dem Jahr meines Untersuchungskurses an der Uni)
bis heute nichts an der Grundeinstellung geändert zu haben: Intimsphäre? So
etwas gibt es nur bei Frauen! Ein Mann soll sich nicht so anstellen! Dabei lehrt
alltägliche Erfahrung, wie individuell das Empfinden von Privatsphäre, Nacktheit
und Scham ist. In jedem Schwimmbad und an jedem Badesee kann man beobachten, wie
manche Besucher die Umkleidekabinen aufsuchen, andere ein Handtuch umbinden,
während wieder andere, Männer wie Frauen, sich einfach im Freien umziehen. Dies
wird als individuelle Entscheidung des einzelnen respektiert, wohl niemand käme
auf die Idee, einem anderen hier Vorschriften machen zu wollen. Hört dieser
gesunde Menschenverstand an der Krankenhauspforte auf? Kein Wort davon, dass
Ärzte in ihrer Ausbildung lernen müssen, Menschen beiderlei Geschlechts adäquat
zu betreuen (und zu untersuchen), kaum der Hinweis, wie sie mit eigenen Gefühlen
in der Untersuchungssituation umgehen können (beide können in ihrer beruflichen
Rolle einem attraktiven Menschen des jeweils anderen Geschlechts
gegenüberstehen! Und was dann?). Immer noch scheinen manche (vor allem
männliche) Ärzte das Rollenbild männlicher Arzt - männlicher Patient als
allgemeingültigen Standard verinnerlicht zu haben. Die Realität des
beschriebenen Kurses (8 Frauen, 2 Männer) zeigt, wie sich dieses Rollenbild
mittlerweile verändert hat.
Was ist aber die Alternative? Es wäre selbstverständlich völlig verfehlt und
nicht minder diskriminierend, würde der Dozent "eine der Damen" auffordern, sich
als Freiwillige zur Verfügung zu stellen. (Täte er dies aber tatsächlich, ich
möchte nicht wissen, wie lange der empörte Aufschrei der Frauenbeauftragten und
ähnlicher Organe auf sich warten ließe "Diskriminierung", "Sexismus" o.ä. -
durchaus zu Recht!). Leider wurden zu wenige Stunden unseres Kurses von Frauen
geleitet, um deren Verhalten als Dozentinnen repräsentativ beurteilen zu können,
ich kann mich jedoch nicht erinnern, dass bei ihnen gezielt "die Herren" oder
aber etwa "die Damen" zum Modellstehen aufgefordert wurden. Vielmehr wurde eine
offene Frage an alle gerichtet, oder wenn sich kein(e) Freiwillige(r) fand, die
Untersuchung theoretisch erklärt. Als ob dies die Dozenten nicht generell so
handhaben könnten! Man braucht schließlich nur einen vorurteilslosen Blick in
unser Grundgesetz zu werfen, um die eindeutige Antwort auf geschlechtspezifische
Diskriminierung - gleich in welcher Richtung - im Artikel 3 zu erhalten: "Alle
Menschen sind vor dem Gesetz gleich". (Art. 3 Abs. 1 GG) "Männer und Frauen sind
gleichberechtigt" (Art. 3 Abs. 2 GG) "Niemand darf wegen seines Geschlechts, ...
bevorzugt oder benachteiligt werden" (Art. 3 Abs. 3 GG). Hier haben wir es
schwarz auf weiß: Die vielzitierte Gleichberechtigung, unter der allzu oft nur
die Beseitigung der Nachteile für Frauen verstanden wird, die es ja auch nach
wie vor gibt, ist keine Einbahnstraße! Die Diskriminierung von Männern aufgrund
ihres Geschlechts ist nicht minder verfassungswidrig! Also: Es gibt, um auf
unseren Kurs zurückzukommen, keine Alternative zur Freiwilligkeit! Niemand darf
gezwungen oder auch nur gedrängt werden, sich als Demonstrationsobjekt zur
Verfügung zu stellen. Wer es freiwillig tut, dessen Menschenwürde muss gewahrt
bleiben (hierbei sind auch anzügliche Bemerkungen über bestimmte Körpermerkmale
selbstverständlich deplaziert und unbedingt zu unterlassen!
Genauso allerdings auch unangemessenes "Handanlegen", wo Selbständigkeit besteht
- ein(e) Patient(in), der/die nicht aufgrund einer körperlichen
Bewegungseinschränkung oder Behinderung hilfsbedürftig ist, kann sich selbst
ausziehen. "Hände hoch" sollte wirklich Polizei und Western vorbehalten
bleiben!). Die Aufforderung darf nicht auf Menschen eines Geschlechts
eingegrenzt werden ( ich habe durchaus schon Stimmen von Kolleginnen gehört, die
dies ebenfalls als diskriminierend empfanden, sich sogar freiwillig hätten
untersuchen lassen, was von den Dozenten jedoch abgelehnt wurde!).
In diesem Zusammenhang kommt mir noch der Gedanke, ob der Internist vielleicht
für seine rüde Vorgehensweise gerade deshalb "einen der Herren" benötigte, weil
er einer Studentin kaum mit "Hände hoch" das T-Shirt hätte ausziehen können,
ohne zumindest in den Verdacht einer nicht medizinisch motivierten Handlung zu
geraten. Höflich darum bitten, das T-Shirt selbst auszuziehen, kann man aber
Männer wie Frauen - schließlich hätte er dies auch bei einer Patientin tun
können, bei der er nicht sagen kann, es möge sich "einer der Herren" zur
Verfügung stellen!!
Würden statt der ungünstigen Kurssituation "auf dem Präsentierteller" kleine
Gruppen gebildet (je 2-4 Personen), in der die Studierenden sich als
Untersuchende und Untersuchte abwechseln könnten, wäre nicht nur der Lerneffekt
viel größer, es sind nach meiner Erfahrung aus den guten Kursstunden dann auch
fast alle bereit, sich selbst untersuchen zu lassen (Männer wie Frauen)!
Dass der Autor zu guter Letzt "dem grimmigen Internisten vergeben" hat, mag eine
edle Tat in guter Absicht sein. Ich hätte an seiner Stelle dem Internisten
bestimmt nur nach einer persönlichen Entschuldigung "vergeben", sonst aber eine
Beschwerde beim Chefarzt der Klinik in Erwägung gezogen, verbunden mit der
Frage, wie der beschriebene Kollege wohl mit Patienten umgeht und wie der Leiter
der Klinik sich unter diesen Umständen die Vorbildfunktion des Kursleiters für
die Studenten vorstellt. Über die fraglichen Erfolgsaussichten bin ich mir dabei
natürlich im Klaren. Gerade wir Ärzte sollten jedoch beim Thema des sensiblen
Umgangs mit möglichst allen Menschen und beim entschiedenen Eintreten für
Gleichbehandlung ohne Unterschied der Hautfarbe, Religion oder Herkunft (und
eben auch ohne Unterschied des Geschlechts!) eine gesellschaftliche
Vorreiterrolle einnehmen, zumindest aber können wir uns in diesem Bereich keine
Schwächen und Nachlässigkeiten erlauben. Häufig wird immer noch beim Stichwort
"Diskriminierung" nur an die Benachteiligung von Frauen gedacht - dass es diese
nach wie vor gibt, soll hiermit nicht geleugnet und nicht beschönigt werden! Es
sollte jedoch endlich ins allgemeine Bewusstsein dringen, dass auch
geschlechtsspezifische Diskriminierung von Männern kein Kavaliersdelikt sondern
eine Menschenrechtsverletzung ist, die nicht geringfügiger eingestuft werden
kann als ihr gegen Frauen gerichtetes Pendant. .
[Deine Meinung zum Thema Untersuchungskurs]
[ - Diskussion
in den Foren - ]
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| Autor(in): Dr. med. Joachim Stein ([email protected]) |
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In einem totalitären Staat sollen ein Russe, ein Franzose und ein deutscher enthauptet werden. Als Erster ist der Russe dran. Der Henker fragt ihn: "Wie willst du sterben, mit dem Gesicht nach unten zur Erde oder mit dem Gesicht zum Himmel gewandt?" Der Russe antwortet: "Mit dem Gesicht nach unten." Er wird unter das Fallbeil gelegt, der Henker drückt auf einen Knopf und das Fallbeil saust herunter.
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Aber, welch ein Zufall, 5 cm vor dem Hals des Russen bleibt es stecken. Daraufhin wird der Russe begnadigt.
Als Zweiter ist der Franzose dran. Auch er wird gefragt wie er denn sterben möchte und antwortet: "Ich möchte die Sonne sehen. Legt mich mit dem Gesicht zum Himmel unter das Fallbeil!" So wird er dann auch unter das Fallbeil gelegt, der Henker drückt auf den Knopf und wieder, welch ein Zufall, bleibt das Fallbeil stecken. Auch der Franzose wird begnadigt. Zuletzt soll unser Freund aus "good old Germany" sterben! Der Henker fragt natürlich auch ihn: "Wie willst du sterben, mit dem Gesicht nach unten zur Erde oder nach oben zum Himmel. Darauf antwortet der Deutsche empört: "Ist mir scheißegal! Bring erstmal das Fallbeil in Ordnung!"
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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6. Klartext im Versicherungsdschungel 4: Laptop, Fahrrad und Hausrat
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Zu welchen Uhrzeiten ist ein Fahrraddiebstahl an der Uni abgesichert? Worauf legen Versicherer bei Laptops Wert? Worauf
sollten Aquarianer und Wasserbettenbesizer achten?
Gegenstände, die eine Hausratversicherung umfassen kann, gibt es viele und
zahlreiche Bedingungen gilt es beim Abschluss einer Hausratversicherung zu berücksichtigen: Peter Dahlhausen widmet sich in der vierten Folge den Absicherungen von persönlichem Hab und Gut.
Diesen Artikel präsentieren wir Euch im Rahmen der Serie 'Klartext im Versichungsdschungel', deren ersten Teil zum Thema 'Haftpflichtversicherung' Ihr
hier
findet.
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Artikelserie "Klartext im Versicherungsdschungel" - Folge 4
Versicherungen für "Hab und Gut": Hausrat, Laptop und Fahrrad
von Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung)
Versicherungen gehören zum studentischen Alltag. Zumeist wird jedoch
bei diesem Thema nur die Preisfrage diskutiert, was bei den üblicherweise
schmalen Budgets nicht verwunderlich ist. MEDI-LEARN geht jedoch mit der
Artikelserie "Klartext im Versicherungsdschungel" einer ganz anderen
Fragestellung nach: Was sind denn die wichtigsten Versicherungen für
Medizinstudenten und angehende Ärzte? Und worauf muss ich bei Abschluss einer
Versicherung achten? Wo steckt der Teufel im Detail der
Versicherungsbedingungen? Auf welche Leistungen kann man getrost verzichten,
welche sind unabdingbar?
Zur Beantwortung dieser Fragen haben wir mit Peter Dahlhausen von unserem
Kooperationspartner Deutsche Ärzte-Versicherung einen sachkundigen Autor
gewinnen können, der in 9 Kapiteln für
Klartext im Versicherungsdschungel sorgt.
Die Themen im Überblick:
1. Ein absolutes Muss: Die Haftpflichtversicherung [zum
Artikel - klick hier]
2. Recht haben und Recht bekommen: Die Rechtsschutzversicherung [zum
Artikel - klick hier]
3. Per Gesetz verordnet: Die KFZ-Versicherung [zum
Artikel - klick hier]
4. Versicherungen für "Hab und Gut": Hausrat, Laptop und Fahrrad
5. Versicherungsschutz auf Auslandsreisen
6. Berufsunfähigkeitsversicherung: Auf die Bedingungen kommt es an!:
7. Krankenversicherung: Pflicht und Kür
8. Unfallversicherung: Gefahren lauern nicht nur in der Uni
9. "Muss - Soll - Kann" - Der Versicherungs-Check-Up für junge Mediziner.
Die Hausratversicherung
Die Hausratversicherung sichert den gesamten Hausstand (alle Ge- und
Verbrauchsgegenstände), wenn dieser bei Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus
nach Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm und Hagel zerstört oder beschädigt
wird oder dabei abhanden kommt.
Viele Studenten werden nach dieser Definition nun vielleicht müde lächeln und
abwinkend sagen: "Das lohnt sich doch bei meiner Bude nicht" oder "Ich wohne in
einer WG, da funktioniert das nicht". Doch sind auch Fahrräder und Computer über
die Hausratversicherung versichert. Und hier horcht mancher Student doch auf,
denn das Diebstahlrisiko ist hier besonders hoch.
Fahrradversicherung
In Deutschland werden jedes Jahr rund 500.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet.
Die Bundesregierung spricht in ihrem Fahrradverkehrsbericht von einem jährlichen
Schaden von 150 Millionen Euro. Die Aufklärungsquote liegt jedoch unter 10 %.
Daher ist die Nachfrage nach Versicherungsschutz verständlich.
Generell zählen Fahrräder als Hausrat und sind somit über die
Hausratversicherung unter anderem gegen Einbruchdiebstahl aus einem
geschlossenen Gebäude mitversichert. Wer dennoch den einfachen Diebstahl
(Entwendung außerhalb eines geschlossenen Gebäudes) absichern möchte, kann dies
über die Vereinbarung einer speziellen Klausel zur Hausratversicherung
vornehmen. Allerdings ist hier der Versicherungsschutz zeitlich eingeschränkt.
So sind hier nur Diebstähle, welche sich zwischen 6 Uhr und 22 Uhr ereignen,
ersatzpflichtig - bzw. wenn das Fahrrad vor diesem Zeitpunkt (22 Uhr) in
Gebrauch genommen wurde.
Ob sich dieser Versicherungsschutz im Rahmen der Hausratversicherung nur für
hochwertige Fahrräder eignet oder auch für "Rostlauben", entscheidet der Blick
in die Versicherungsbedingungen. Wird nämlich nach Neuwert erstattet, dann gilt
bei Verlust, dass ein Fahrrad in gleicher Art und Güte neu gekauft werden kann.
Einen allumfassenden Versicherungsschutz bietet nur eine separate
Fahrradversicherung, die jedoch aufgrund hoher Schadenquoten nur wenige
Versicherer anbieten. Hat man einen Versicherer gefunden, sollten die
Bedingungen ganz genau geprüft werden. Versichert ist in der Regel nur der
Zeitwert des Fahrrades und auch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung ist
oftmals erforderlich. Hinzu kommen hohe Anforderungen an die Beschaffenheit des
Fahrradschlosses. Die Anforderungen sollten mit dem Versicherer direkt
besprochen werden.
Laptopversicherung
Die Versicherung eines stationären Computers im Rahmen der Hausratversicherung
ist relativ unproblematisch. Gegen einen Mehrbeitrag sind oft sogar
Überspannungsschäden, die dem PC schnell zusetzen können, mitversichert.
Problematischer ist die Versicherung eines Laptops, denn dessen spezifisches
Merkmal ist ja die Mobilität - und diese läuft genau gegen die Systematik der
Hausratversicherung.
Die Versicherer sind deshalb bei Laptops sehr restriktiv. Es gibt, wenn
überhaupt Versicherungsschutz angeboten wird, zahlreiche Einschränkungen. So ist
der Diebstahl außerhalb der eigenen Wohnung zumeist nur als "Raub unter
Androhung körperlicher Gewalt" abgedeckt. Wem z.B. der Laptop in der Bibliothek
gestohlen wird, weil man gerade mal ein Buch aus einem Regal holen wollte, der
geht leer aus. Auch die von Herstellern oder dem Handel zum Teil angebotenen
Laptopversicherungen bieten stets nur begrenzten oder sehr teuren Schutz im
Bezug auf das Diebstahlrisiko.
Wie heißt es immer so schön: Man kann alles versichern. Aber im Falle des
Laptops gibt es auch eine andere Empfehlung: Den Laptop, ganz gleich ob in der
Uni, unterwegs oder in der eigenen Bude / WG, stets unter persönlicher Aufsicht
zu halten bzw. immer an sicherem Ort, am besten verschlossen, aufzubewahren,
wenn er nicht gebraucht wird!
Wasserbetten und Aquarien
Und zum Schluss noch ein Hinweis an die Aquarianer. Was haben Wasserbetten und
Aquarien gemeinsam? Beide sind entspannend - und beide können hohe Wasserschäden
verursachen. Dem finanziellen Schaden kann man im Rahmen der Hausratversicherung
vorbeugen!
Zu allerletzt noch zwei Tipps. Erstens: Wenn Eure Eltern eine
Hausratversicherung besitzen, dann gilt diese i.d.R. auch, wenn sich Sohn oder
Tochter zum Studium an einem anderen Ort aufhalten. Allerdings nur für
Hausratgegenstände, die für diesen Zweck aus der versicherten Wohnung entnommen
werden (sog. Außenversicherung). Die Entschädigung für die Außenversicherung ist
meist auf 10% der Hausratversicherungssumme, höchstens jedoch 12.000 Euro,
begrenzt. Diese Grenze kann allerdings nach Absprache mit dem Versicherer auch
angehoben werden. Und zweitens: Fragt mal Euren Vermieter, ob Eure Bude nebst
Inhalt vielleicht in seiner Hausratversicherung mitversichert ist - bei
"Untervermietung" ist das durchaus üblich.
Der Surf-Tipp: Eine praktische Berechnungshilfe zur Ermittlung der individuellen
Hausratversicherungssumme gibt es unter www.axa.de.
Weitere Infos zur Hausratversicherung:
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| Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) ([email protected]) |
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Wer wird Deutscher Medimeister 2005?
Die Deutsche Ärzte Finanz drückt allen Teams die Daumen! |
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Medimeisterschaften 2005
vom 10. bis 12. Juni
in Magdeburg
Nachdem die Deutsche Fußballmeisterschaft bereits entschieden ist, sind wir
gespannt darauf, wer in Magdeburg im Juni den Titel des
Medimeisters gewinnen wird.
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Wir drücken allen Teams die Daumen und wünschen Spielern und Fans viel
Spaß, gutes Wetter und eine tolle Stimmung!
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Deutsche Ärzte Finanz
Hauptsponsor der 4. Medimeisterschaften 2005 in Magdeburg |
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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Murphy`s Gesetze im täglichen Leben'
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[zu den Foren]
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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Fallbuch Chirurgie – 140 Fälle |
| Autor(en): |
Stefan Eisoldt |
| Verlag: |
Georg Thieme Verlag |
| ISBN: | 3-13-132211-X |
| Preis: |
19,95 |
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Das Fach Chirurgie - ein im wahrsten Sinne des Wortes zweischneidiges Schwert: Die einen mögen es, die anderen mögen es auch gerne bleiben lassen, eines ist allen gleich: In der Prüfung und auch im ärztlichen Alltag stellt dieses Fachgebiet immer noch eine der Hauptdisziplinen der Medizin dar und man kommt als Student nicht daran vorbei, sich grundlegendes Wissen anzueignen. Wissensaneignung aus Büchern kann durch Lehrbücher im konventionellen Sinne oder aber durch die Fallbücher aus dem Thieme Verlag erfolgen, aus der wir Euch heute den Band Chirurgie vorstellen möchten.
Die Fachgebiete Traumatologie und Abdominalchirurgie nehmen mit zahlreichen Fällen verständlicherweise den größten Teil in diesem Buch ein, doch auch die weiteren chirurgischen Disziplinen (z.B. Kinderchirurgie, Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie aber auch chirurgische Notfälle) sind mit einer anschaulichen Fallzahl vertreten, sodass mit dem Fallbuch alle Gebiete abgedeckt sind, die einem in der Prüfung begegnen könnten.
Mit dem Stichwort „Prüfung“ wären wir auch schon beim wichtigsten Thema, denn dieses Buch – ob allein oder in der Lerngruppe zu mehreren – ist eine sehr gute Möglichkeit, sich aktives und in der Prüfungssituation gefordertes Wissen anzueignen: Zu Beginn wird man durch ein gut formuliertes und geschildertes Fallbeispiel in die Materie eingeführt. Sogleich folgen Verständnis- oder Wissensfragen, auf die man dann zunächst seine Antworten suchen kann. Im Lösungsteil des Buches findet man dann ausführlichere und gut erklärende Antworten auf die Fragen, die meist in Satzform und nicht als Stichworte geschrieben wurden. Ergänzt wird die Darstellung durch einen prägnanten kurzen Lerntext, der das wesentliche zur jeweiligen Krankheit nochmals gut zusammenfasst und die Lerneinheit aus Fallbeispiel, Verständnis- und Wissensfragen und Erläuterungen geschlossen abrundet.
Das Buch kann man aktiv-lernend oder auch passiv-wiederholend gut nutzen: Im Frage-Antwortspiel tastet man sich zunächst an den Sachverhalt heran und vertieft dann das Wissen durch den ergänzenden Lerntext und Kommentierungen – ein durchdachtes didaktisches Konzept.
Die Abbildungen und Schemata in diesem Buch nehmen sich etwas zurück und man wünscht sich an der ein oder anderen Stelle vielleicht mehr davon, sie sind aber insgesamt gut ausgewählt und lassen erkennen, was laut Text zu erkennen sein sollte.
Wer sich aktiv und mit Spaß auf eine chirurgische Prüfung vorbereiten möchte, findet in Ergänzung zu Lehrbuch und Vorlesung im Fallbuch Chirurgie mehr als 140 klinische Fälle zum Üben und Lernen. Die Fallbeispiele machen neugierig auf das Fachgebiet und führen den Leser langsam, aber anschaulich und vor allem sicher zum theoretischen Lernstoff hin, ohne durch eine Fülle von Details das wesentliche Wissen, das es für die Prüfung parat zu haben gilt, aus dem Auge zu verlieren.
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| Autor(in):
Jens Plasger ([email protected]) |
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Deine Meinung ist gefragt!
Das Forum "Bücherplausch" steht für Diskussionen rund um die Lehrbücher zur
Verfügung. |
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| 9. Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin ruft zur Organspende auf
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Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) unterstützt die Aktion "Als Geschenk das Leben - Organe spenden & schützen". In dem bundesweiten Projekt fordert sie Menschen zur Organspende auf. Medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, Fachzeitschriften, Verbände, Arztpraxen und Medien haben sich für diese Initiative zusammengeschlossen. Sie wird begleitet durch Broschüren, Plakate für Arztpraxen, Flyer sowie einen Internetauftritt unter www.als-geschenk-das-leben.de.
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Als Geschenk das Leben Anfang des Jahres konnte im Transplantationszentrum Köln bei Professor Dr. med. Manfred Weber, 1. stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, einem 54-jährigen Mann eine Niere erfolgreich transplantiert werden. Acht Jahre hatte dieser auf die Spenderniere gewartet. Dies ist kein Einzelfall. In Deutschland hoffen derzeit rund 12.000 Patienten auf ein Spenderorgan. Herz, Leber oder Niere eines anderen Menschen könnten ihr Leben retten. Doch es fehlt an Spendern. Obwohl viele Menschen zur Organspende bereit wären, besitzen sie keinen Organspendeausweis. Nur dieser erlaubt es Ärzten, Organe zu entnehmen, um diese anderen Menschen einzupflanzen.
Das Projekt "Als Geschenk das Leben" informiert die Bevölkerung über Organspende und ruft dazu auf, sich als Spender zur Verfügung zu stellen. Auf der Internetseite www.als-geschenk-das-leben.de finden Betroffene, Ärzte und Interessierte Informationen zum Thema Organspende. So kann hier beispielsweise ein Organspendeausweis heruntergeladen werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hat die Aktion gemeinsam mit der Medical Tribune, dem Deutschen Hausärzteverband (BDA), der Gesellschaft für Nephrologie, der Deutschen TransplantationsGesellschaft, der Deutschen Stiftung Organtransplantation, dem Bundesverband der Organtransplantierten sowie dem Radionetzwerk "mir geht's gut!" und ZDF.newmedia ins Leben gerufen.
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Inneren Medizin. Die DGIM sieht es als ihre Aufgabe an, Wissenschaft und Forschung in diesem Bereich zu fördern. Die DGIM veranstaltet jährlich den "Internistenkongress" in Wiesbaden und fördert die wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung von Ärzten.
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| Autor(in): AG der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AGWMF) ([email protected]) |
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Schluss mit
der Theorie!
Hier wird der Klinikalltag lebendig! |
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Fallbuch Neurologie mit 90
Fallbeispielen |
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* Die 90 wichtigsten Fälle aus dem Alltag der Neurologie:
Von der Migräne über die Fazialisparese bis hin zur
Muskeldystrophie – alles was man wissen sollte.
* Intensives Training von problemorientiertem Vorgehen: Reines
Lehrbuchwissen reicht für eine mündliche oder praktische Prüfung meist nicht
aus. Gefragt ist hier fall- und problemorientiertes Vorgehen.
* Fragen zum Patienten – wie in der Prüfung: Mit den Büchern dieser
Reihe lernen und trainieren Sie Fall für Fall die Vorgehensweise des
Arztes am konkreten Patientenbeispiel.
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Mehr Sicherheit in Studium und mündlicher Prüfung! |
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| 10. Wirksamkeit von Defibrillatoren für zu Hause noch nicht belegt
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Soll ich einen Defi kaufen? - Diese Frage stellen sich viele Hochrisikopatienten und ihre Angehörigen. Eine Antwort auf diese Frage war bisher schwer zu erhalten, weil es wenig Erfahrung mit Defibrillatoren gibt, die für Laien geeignet sind: Es handelt sich dabei um die Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED). Jetzt haben Experten der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung eine Stellungnahme erarbeitet, die den gegenwärtigen Stand der Kenntnisse wiedergibt und behandelnden Ärzten und Patienten die Entscheidung zum Einsatz von AED erleichtern soll.
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Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und Deutsche Herzstiftung legen Positionspapier vor "Unbestritten ist, dass sofortige Defibrillation die beste Möglichkeit ist, den plötzlichen Herztod, der für rund 100.000 Todesfälle jährlich verantwortlich ist, zu verhindern", sagt Professor Hans-Joachim Trappe, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Mitglied der Expertengruppe. Der plötzliche Herztod wird nahezu immer durch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen ausgelöst, die zum Zusammenbruch des Kreislaufs führen. Es sind krankhaft schnelle Herzschläge (Kammertachykardien), die das Herz mit einer Frequenz von 150 bis 300 Schlägen pro Minute schlagen lassen. Dieses Herzrasen geht oft innerhalb von Sekunden bis Minuten in eine völlig ungeordnete elektrische Erregung über, das Kammerflimmern. Das Herz zuckt nur noch und kann keine Leistung mehr erbringen. Der Kreislauf bricht zusammen, die Gehirnfunktion erlischt. Nur ein Elektroschock kann das Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Dieser Schock kann durch halbautomatische Elektroschockgeräte (AED) abgegeben werden. Die AED unterscheiden sich von den herkömmlichen im Rettungsdienst eingesetzten Defibrillatoren. Sie sind in der Handhabung einfach und bestehen aus dem Defibrillator und zwei Flächenelektroden, die auf dem Brustkorb aufgebracht werden müssen. Alle Schritte, die zu tun sind, werden über eine Sprachsteuerung durch Ansage mitgeteilt. "Die Defibrillatoren können von geschultem, nicht-medizinischem Personal, z. B. von Feuerwehrleuten, Sicherheitskräften, Begleitpersonen von Flugzeugen und Schiffen oder Aufsichtspersonal in öffentlichen Einrichtungen sicher und wirkungsvoll bedient werden", so Trappe. Dabei sei das Zeitintervall zwischen dem Herz-Kreislauf-Stillstand und der Defibrillation entscheidend. Diese müsse in den ersten vier bis fünf Minuten erfolgen. Wichtig für den Erfolg sei auch, dass Wiederbelebungsmaßnahmen, vor allem Druckmassage, durchgeführt würden. Voraussetzung ist eine gründliche Ausbildung in der Anwendung des AED und in der Technik der Wiederbelebung. Deshalb fordert die Expertengruppe eine Ausbildung von acht Stunden und alle sechs Monate Auffrischungskurse von zwei Stunden. Kurzkurse sind nach Ansicht der Experten als unzureichend abzulehnen.
Die Frage, ob öffentliche Plätze und Einrichtungen mit AED ausgestattet werden müssen, ist nach Ansicht der Herzspezialisten zurzeit noch nicht entschieden. Pilotprojekte wie zum Beispiel das Projekt im Frankfurter Flughafen, das von der Ruhr-Universität Bochum, der Deutschen Herzstiftung und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie durchgeführt wird, sollen neue Erkenntnisse bringen.
Es ist bekannt, dass sich die meisten Herz-Kreislauf-Stillstände zu Hause ereignen und dass eine Defibrillation durch geschulte Angehörige (Home-AED-Programm) sicher und schnell durchgeführt werden kann. Besonders für Risikopatienten nach Herzinfarkt, bei Patienten auf der Warteliste zur Herztransplantation oder bei Betroffenen mit angeborenen Herzrhythmuserkrankungen (ARVC/D, Brugada-Syndrom) erscheint ein Defibrillator zu Hause attraktiv. Jedoch ist die Wirksamkeit der Geräte für zu Hause bisher nicht bewiesen worden. Eine von Eisenberg (1989) vorgelegte Studie zur häusli-chen AED-Anwendung zeigte keinen Vorteil. Inzwischen haben sich allerdings die Geräte deutlich weiterentwickelt. Eine kleine Studie von Snyder (2002) zeigte, dass sechs von acht Patienten, die zu Hause mit einem AED defibrilliert wurden, überlebten. Obwohl Defibrillatoren zu Hause prinzipiell sinnvoll erscheinen, ist unklar, ob Angehörige im Notfall wirklich unverzüglich handeln würden. Deswegen fordert die Expertengruppe Studien, die klären können, ob ein Defibrillator zu Hause tatsächlich zu einer Verbesserung der Überlebenschance führt. Die Arbeitsgruppe stellt fest: "Zum jetzigen Zeitpunkt sind AED-Programme für zu Hause nicht zu empfehlen." Wenn sich Hochrisikopatienten und ihre Angehörigen trotzdem entschließen, einen Defi anzuschaffen (Preis ca. 1.500 Euro), dann müssen sie darauf achten, dass die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg erfüllt wird: eine intensive Ausbildung in der Handhabung des AED. Sonst ist die Anschaffung sinnlos. Das vollständige Positionspapier zur "Automatisierten Externen Defibrillation" ist abrufbar unter www.dgk.org/Leitlinien.
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| Autor(in): Pierre König (Deutsche Herzstiftung e.V.) ([email protected]) |
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