05.07.2005

Ausgabe 268/04

Anzeige: Beste Medizinische Fakultät gesucht!
Der Hartmannbund vergibt Ausbildungspreis 2005
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag und der Deutschen Ärzte Finanz)


Wie viele Male schaut der Wille durchs Fenster, ehe die Tat durchs Tor geht.
(Erasmus von Rotterdam, Philosoph)


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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.IMPP-Pretest zum Hammerexamen: Praxisnähere Prüfung in Sicht?
3.Im Herbst zwei unterschiedliche Physikumsprüfungen
  
4.Die aktuelle Via medici mit MEDI-LEARN Zeitung
5.Von freezes, sunspots und ringworms (2)
6.Artikelserie 'Nach dem Studium': Die Bewerbung als Assistenzarzt
  
7.Klartext im Versicherungsdschungel - Teil 6
8.Zwischen den Zeilen: Embryologie verstehen
9.Bieten, Feilschen und Co.: Auktionshaus
  
10.Die Deutsche Mausklinik
11.Augenlicht für Blinde
12.Wenn Schnuffel Husten hat
  
13.Per SMS zum Nichtraucher
14.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
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 1. Editorial
  

Hallo,

es tut sich was in Sachen Examen, und dies gleich in mehrfacher Hinsicht: Das IMPP hat den Vortest zum Hammerexamen durchgeführt, zu dem Ihr erste Infos in diesem Newsletter bekommt. Darüber hinaus finden im Herbst zwei unterschiedliche Physikumsprüfungen statt - auch dazu gibt es heute einen Artikel. Das Thema Examen haben die frisch approbierten Ärzte glücklicherweise hinter sich; für sie gibt in dieser Onlinezeitung aber auch wertvolle Hinweise, nämlich zur Bewerbung als Assistentsarzt.

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Die aktuelle Via medici mit der neuen MEDI-LEARN Zeitung ist jüngst erschienen - welche Inhalte diese Zeitschriften enthalten und wie Ihr sie abonnieren und noch dazu den Patho-Lehrbuchklassiker Riede gratis bekommen könnt, erfahrt Ihr in diesem Newsletter.
Studium, Examen und Bewerbung sind Themen, mit denen man als Student und angehender Arzt beschäftigt ist. Doch wie sieht es eigentlich im Fall des Falles der Berufsunfähigkeit aus? Wie sichere ich mich ab und auf welche Dinge gilt es beim Abschluss zu achten? Peter Dahlhausen von der Deutschen Ärzte-Versicherung verschafft uns wieder Überblick im Versicherungsdschungel.

Schließlich gibt es in einem Quiz 5 Exemplare des Kurzlehrbuches Embryologie (Ulfig, Thieme Verlag) zu gewinnen, das wir Euch durch eine Rezension vorstellen möchten.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Untersuchungskurs - Wie hast Du ihn erlebt? - mehr Infos - klick hier

  

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Prometheus LernAtlas der Anatomie: Band 2 Hals und Innere Organe

Prometheus LernAtlas der Anatomie
Band 2: Hals und Innere Organe erscheint bald!

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 2. Praxisnähere Prüfung in Sicht?
IMPP Pretest zum Hammerexamen

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Am Mittwoch, den 22.06.2005, fand in acht verschiedenen Städten in Deutschland ein Pretest zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach Approbationsordnung von 2002, in Studentenkreisen besser als Hammerexamen bekannt, statt. In der Zeit von 9.00 bis 15.00 Uhr brüteten (hitzebedingt) Studenten in Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Homburg, Leipzig, Mainz, Neuss und Würzburg über Multiple-Choice Fragen im neuen Stil.

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Im MEDI-LEARN Telefoninterview direkt nach der Prüfung sagte uns ein Teilnehmer: „Gerade im zweiten Teil konnte man sehen, ob man die Fragen in den vorhergehenden Heften korrekt beantwortet hatte. Wenn ich merkte, dass ich korrekt gelegen hatte, pushte mich das auf – meine Laune war jedoch im Keller, wenn ich feststellte, dass ich eine Aufgabe falsch gelöst hatte. Dieses Wechselbad an Gefühlen störte meine Prüfungskonzentration im Gesamten doch sehr!“.

Abb.: Aufbau des IMPP-Pretests

Unterstützung
Um die Bearbeitung der Fragen und die Bewertung der Fallbeispiele zu erleichtern, bekam jeder Teilnehmer einen vierseitigen Bogen mit Laborwerten und Referenzwerten. Eine Teilnehmerin sagte nach der Prüfung gegenüber MEDI-LEARN: „Die Laborwerte-Übersicht hat mir die Einordnung sehr vereinfacht. Vielleicht könnte das IMPP die Normbereiche bei zukünftigen Prüfungen direkt in die Fallbeispiele integrieren. Das würde langes Suchen und Blättern vermeiden.“.

Thema Altfragen
Auf die Frage nach Altfragen äußerten sich die Teilnehmer unterschiedlich – eine Studentin aus Neuss erklärte im MEDI-LEARN Interview: „Eigentlich waren kaum neue Themen zu finden – im Prinzip war das Examen aus Altfragen konstruiert, die den jeweiligen Fallbeispielen zusortiert worden sind. Schön war, dass abgedrehte Fragen z.B. zu seltenen Syndromen in der Prüfung nicht zu finden waren.“ Eine Studentin aus Göttingen äußerte sich dagegen folgendermaßen: „Ich habe kaum Altfragen wiedererkannt – besonders unangenehm habe ich die Folgefragen empfunden, in denen ich mit großer Sicherheit einige Fragen am Stück falsch gekreuzt habe, weil zur Beantwortung der Frage das Wissen der korrekten Antwort der Voraufgabe notwendig gewesen wäre.“ Ein Mitstudent untermalte die Aussage mit einem Beispiel: „Wir wurden nach einer Verdachtsdiagnose gefragt – als Antwortmöglichkeiten standen Hepatis A, Hepatis B, Hepatis C, Hepatis D und Hepatis E zur Verfügung. In der Anschlußfrage sollten wir nun sagen, welche Serologie durchgeführt werden sollte – wer die erste Frage korrekt beantwortet hatte, konnte auch die Folgefrage lösen, wer jedoch die erste Frage falsch hatte, beantwortete zwangsläufig auch die Folgefrage falsch. Naja – vielleicht gibt es ja Teilpunkte!“.

Der Gesamteindruck
Der Gesamteindruck aller durch MEDI-LEARN befragten Studenten war jedoch sehr positiv. Besonders die vorwiegend klinischen Bezüge und der Verzicht auf „Kolibrifragen“ zu seltenen Krankheiten scheint bei den Teilnehmern gut angekommen zu sein. Auch das an einigen Standorten freundlicherweise verteilte Balisto erfreute die Testkandidaten.
Laut Aussage des zur Prüfungsaufsicht eingeteilten Personals, das nach MEDI-LEARN Informationen teils aus Mitarbeitern der Landesprüfungsämter und teils aus IMPP-Angestellten bestand, wird am 29. Juni auf der Seite des IMPPs eine „abgespeckte Version“ der Fallbeispiele und der Fragen zum Download zur Verfügung gestellt werden.
Ein Student aus Neuss sagte uns abschließend: „Trotz einiger Pannen im Ablauf der Prüfung, die dafür gesorgt haben, dass es im Prüfungsraum recht laut war, hat es viel Spass gemacht, an dem Pretest teilzunehmen. Wenn das Hammerexamen ähnlich aufgebaut sein wird, ist man in jedem Fall mit Altfragen gut vorbereitet. Im Gesamten habe ich die Prüfung als wesentlich praxisnäher und dadurch auch einfacher empfunden.“


Anmerkung zu weiteren Aktionen:
Forum zum IMPP-Pretest
Wir haben in den MEDI-LEARN Foren ein spezielles Unterforum zum IMPP-Pretest eingerichtet. Hier können Teilnehmer des Pretests ihre Erfahrungen an andere Kommilitonen weitergeben und die Fallbeispiele, die im Testexamen geprüft wurden, diskutieren. Für jedes der 10 Fallbeispiele gibt es ein spezielles Unterforum:
[zum Forum IMPP-Pretest - klick hier]

Gewinnspiel: Erfahrungsbericht zum Pretest einreichen und (vielleicht) gewinnen
Alle Teilnehmer am Testlauf können ihre Eindrücke und Erfahrungen zum Hammerexamen in Form eines Erfahrungsberichtes zusammenfassen. Die Artikel werden im Onlinebereich von MEDI-LEARN veröffentlicht (auf Wunsch in anonymer Form) und dienen der Information nachfolgender Studenten-Generationen. Unter allen Autoren eines Erfahrungsberichtes verlosen wir wertvolle, frisch aufgelegte Checklisten aus dem Georg Thieme Verlag:
[zum Formular Erfahrungsbericht IMPP-Pretest mit Gewinnspiel]

   
Autor(in): Jens Plasger / Christian Weier (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
Links zum Artikel:

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Formular Erfahrungsbericht IMPP-Pretest mit Gewinnspiel

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Forum IMPP-Pretest
  
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 3. Im Herbst zwei unterschiedliche Physikumsprüfungen

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Am 18. und 19. August 2005 findet deutschlandweit wie jedes Jahr die Physikumsprüfung statt. Im Gegensatz zu den Prüfungen der Vergangenheit werden die teilnehmenden Studenten jedoch auf zwei unterschiedlichen Rechtsgrundlagen an der Prüfung teilnehmen. Kandidaten, die ihr Studium vor Herbst 2003 begonnen haben, absolvieren nach alter Approbationsordnung die "Ärztliche Vorprüfung", Kandidaten, die ihr Studium nach Herbst 2003 begonnen haben schreiben den "Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung“ nach der neuen Approbationsordnung von 2002.

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Das IMPP bestätigt nun gegenüber MEDI-LEARN, dass die beiden Gruppen zum Teil unterschiedliche Fragen bekommen werden. Darüber hinaus erfuhren wir, dass die Prüfungsfragen inhaltlich „teilidentisch sein“ werden. Formal werden die Fragen wie bisher aussehen. So werden auch nach neuer AO MC-Fragen mit je fünf Antwortalternativen von den Kandidaten zu lösen sein.



Abb.: Schematischer Ablauf Physikum Herbst 2005

Die Ablauforganisation der Prüfung obliegt zwar jedem einzelnen Prüfungsämter - es ist jedoch davon auszugehen, dass die beiden inhaltlich unterschiedlichen Gruppen auch in unterschiedlichen Räumlichkeiten schreiben werden, um Verwechselungen zwischen den Gruppen vorzubeugen.

Interessant ist nun die Frage inwieweit das Physikum nach neuer Approbationsordnung, also der "Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung", sich mit den früheren Prüfungen inhaltlich decken wird. Das IMPP äußerte sich gegenüber MEDI-LEARN folgendermaßen: Der inhaltliche Stoff wird weitgehend identisch sein; im neuen Examen werden, wie in der Approbationsordnung gefordert, mehr klinische Bezüge integriert werden. Neue Fragentypen wird es voraussichtlich nicht geben.

Laut Auskunft des IMPPs wird jedoch kein Student in der Prüfung "eine Überraschung" erleben. Im Heft "praktische Hinweise für die Prüfung", das jedem Examenskandidaten mit der Einladung zur Prüfung zugestellt wird, wird der Prüfungsaufbau in Einzelheiten beschrieben sein.

Selbstverständlich wird sich die diesjährige Examensauswertung von MEDI-LEARN am Prüfungstag auf die veränderten Grundlagen einstellen. Das MEDI-LEARN Team wird selbstverständlich beide Fragengruppen bearbeiten und die vorläufigen LÖSUNGEN auf der Webseite veröffentlichen. Wir drücken schon jetzt allen Studenten für das Examen (alt oder neu) im Herbst die Daumen!

   
Autor(in): Christian Weier (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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zum Examensbereich
  
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 4. Die aktuelle Via medici mit MEDI-LEARN Zeitung

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Schon seitdem es die Onlinezeitung von MEDI-LEARN gibt, veröffentlichen wir vorab den Inhalt der neuen Via medici - so auch dieses Mal. Die Ausgabe 03/05 ist soeben erschienen und wartet schon darauf, von Euch in Empfang genommen zu werden. Seit Beginn des Jahres findet ihr die übrigens zwölfseitige MEDI-LEARN Zeitung als Beilage zur Via medici aus dem Georg Thieme Verlag. Falls ihr am Abo der beiden Zeitschriften zu studentenfreundlichen Bedingungen interessiert seid, findet ihr am Ende des Artikels Hinweise. Nun präsentieren wir Euch den Inhalt der aktuellen Ausgaben:

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Inhaltsübersicht der aktuellen Via medici (Heft 3, 2005)

  • Via Perspektiven
    • Weiterbildungsplaner Chirurgie
      Spezialisten in Grün
    • Famulatur in New Delhi und Kalkutta
      Zwischen Tradition und Moderne
    • Studiengebühren für Medizinstudenten
      Widerstand zwecklos?

    • Überleben in der Vorklinik
      Startschuss zum Prüfungsmarathon

    • Offener Studienzugang in Österreich
      Tu felix Austria ...?
    • Die besondere Famulatur in Haiti
      Alptraum in der Karibik
    • Handwerkszeug für Doktoranden (Teil 3)
      Horror vor dem weißen Blatt?

    • Projekt mit Ex-Junkies und Alten in Berlin
      Perle trifft Panther
  • Ars Medici
    • Notfall: Querschnittsverletzung
      Bruch in Leib und Leben
    • Praxisanleitung: Gipstechnik
      Der Patient hat immer Recht
    • Reisemedizin: Impfungen und Malaria-Schutz
      Das große Stechen vor dem Trip
    • Fallorientiertes Lernen: ST-Veränderungen
      Gefährliche Katzenbuckel
    • Anatomische Kasuistik:
      Parathormon-Mangel
      Von Mini-Drüsen und Krabbeltieren
    • Bildgebende Verfahren:
      Abdomen-Sono (1)
      Tiefe Schnitte ohne Schmerz
  • Via Multimedia
    • Buchtipps
      Von Vorbildern
    • Thieme intern: Lernen mit e-Books
      Lehrbücher aus dem Netz

Die neue Via medici gibt es in jeder medizinischen Fachbuchhandlung (5,50 Euro/Heft) oder im Abo (19,95 Euro/Jahr).


A
ktion: Jetzt die Via medici mit der neuen MEDI-LEARN Zeitung abonnieren und den Patho-Lehrbuchklassiker von Riede gratis dazu erhalten (solange Vorrat reicht):

[ mehr Infos für Sparfüchse - klick hier ]

Inhaltsübersicht der MEDI-LEARN Zeitung MLZ
(ist als Beilage in der Via medici enthalten)
Ausgabe 03/2005
* Special zum Thema Berufsstart als Arzt
- Keine zweite Chance für ersten Eindruck: Stellensuche und Bewerbung
- Jede Menge Papierkrieg: die Approbation
- Nach der Approbation ist vor dem Arbeitsbeginn: Facharzt-Ausbildung
-
Information ist alles: Fitmachen für den Karriere-Start
* Wasserfälle wie in der Werbung
PJ auf Guadeloupe
* Uni-Wechsel
Herausforderung und Chance
* Mehr Arbeit, weniger Service
Pflegepraktikum in der Slowakei
* Die Rettung eines Retters
Filmrezension zu 'Kammerflimmern'
* Abwechslungsreicher Alltag
Interview mit Dr. Andreas Jerrentrup
* Problemlösung am Telefon
Das englische Gesundheitssystem

* Lehrbücher im Test
Physiologie

* Künstlicher Patient
OP-Praxis am Dummy erlernen
* Zum Schlafen nach Frankreich
Praktikum bei der WHO


Weitere ständige Rubriken in der MEDI-LEARN Zeitung
:
Das Kreuzwortquiz mit wertvollen Sachpreisen, Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, kurz notierte Pressenews, Linktipps, Artikelhinweise, interessante Diskussionen, Buchtipps
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Digitales Probeheft der MEDI-LEARN Zeitung
Gratis:
Digitales Probeheft der MEDI-LEARN Zeitung

Ihr könnt euch selbst ein Bild von der MEDI-LEARN Zeitung machen, denn wir haben euch 6 der insgesamt 12 Druckseiten als kostenloses PDF zum Download anzubieten.
[ klick hier für das PDF - 1 MB ]


Gratis zum Abo dazu: Patho-Lehrbuchklassiker von Riede

Beide Zeitschriften sind im studentengünstigen Abo zum bequemen Bezug per Post erhältlich. Noch dazu - allerdings nur solange der Vorrat reicht - gibt es den Patho-Lehrbuchklassiker von Riede aus dem Thieme Verlag.

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Via medici Ausgabe 3/05

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Abo und Riede gratis dazu

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Digitales Probeheft der MLZ
  
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 5. Von freezes, sunspots und ringworms:
Dermatologie-Famulatur in Brisbane, Australien (2)

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Die nächste Patientin ist Mrs. Pescott, eine ebenfalls ältere Dame in den 60ern. Sie ist wegen der Ergebnisse ihrer Biopsien erschienen, die in der Regel als Stanze unter lokaler Anästhesie erfolgen und der Diagnosefindung und -sicherung dienen. Greg schaut in den Computer. Die Pathologieergebnisse können für ganz Queensland per Intranet abgerufen werden.

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Minor OP´s führen die Assistenzärzte selbst durch
 „The spot on the right side of your nose has shown a skin cancer, a nodule BCC.“ Die andere Biopsie der linken Wade zeigt ein „superfizielles BCC“ und die Biopsie des Dekolleté nur einen „Sunspot.“  Mrs Pescott ist verängstigt, doch Greg kann sie beruhigen: „We´ll send you to Minor OP’s.“ Das sind die kleinen, lokal operativen Eingriffe, die von den Assistenzärzten auch selbst durchgeführt werden. Größere Operationen hingegen gehen zu den plastischen oder Allgemeinchirurgen, bei denen allerdings Wartezeiten von bis zu einem halben Jahr in Kauf genommen werden müssen. Für das BCC auf der Nase, das einen charakteristischen perlartigen Randsaum aufweist, ist eine Exzision notwendig, zu tief sitzen die entarteten Zellen für einen wirksamen „freeze.“ Für das superfizielle BCC an der linken Wade wird ein „shaving“ vorgeschlagen, bei dem die oberflächliche Hautschicht abgeschabt wird oder ein „scraping“, bei dem mit einem scharfen Löffel ausgekratzt wird. Greg entscheidet sich für letzteres. Der Eingriff ist bereits für die nächste Woche vorgesehen.

Next is Mr. Elvers
Seine Akte ist besonders dick. Anders als in Deutschland werden in diesem Krankenhaus alle Arztbehandlungen in einer einzigen Akte aufgeführt und abgeheftet. Bei einigen stationären Aufenthalten und zusätzlichen internistischen Erkrankungen wie Diabetes kommt man schnell auf drei oder vier, zu bersten drohenden Ordnern. Der Vorteil aber ist, dass man sich viele wichtige Informationen schon im Voraus erarbeiten kann und so nicht allein auf die Angaben des Patienten angewiesen ist. Der Akte zufolge wurde bei Mr. Elvers im Jahr zuvor eine Bypass-Operation durchgeführt. Er wartet in Raum sieben. Doch zunächst gibt uns Kathy, heute Consultant, einen Wink. Wir sollen mit in den „Treatment-Room“ kommen: Victoria hat einen interessanten Patienten. Zusammen mit Greg, Angela und Roland bereitet Victoria sich auf ihre Facharztprüfung vor. Die Ausbildung zum Dermatologen dauert hier fünf Jahre. Es ist schwer, in das Trainingsprogramm hineinzukommen. Dafür ist eine gute Ausbildung garantiert.

Dermatologie ist nicht gleich Dermatologie
Umfasst sie in Deutschland zusätzlich noch die Allergologie, Phlebologie, Venerologie und Andrologie, konzentriert sie sich in Australien nur auf die Dermatologie im engeren Sinne plus einige venerologische Krankheitsbilder. Der interessante Patient sitzt entkleidet hinter dem Vorhang. Er ist 25 Jahre alt und von Beruf Bäcker. Seit einiger Zeit hat er an seinen Beinen, besonders auf dem Fußrücken, aber auch vereinzelt am linken Arm und auf dem Bauch rote Flecken mit einer leichten Verdickung beobachtet. Der Patient wirkt beunruhigt. Greg und Angela begutachten ihn kritisch, die Finger streichen über die verdickten roten Erhebungen. Auf dem besonders großen Fleck über dem Bauchnabel wird mit einem Kuli­kringel die mögliche Entnahmestelle für eine Biopsie markiert. Auch ich beginne, die von mir bisher gelernten Krankheitsbilder mit möglichen Verdachtsdiagnosen durchzugehen. Die Frage nach einem Jucken verneint der junge Mann. Er habe überhaupt keine Beschwerden, sei von seiner Freundin darauf aufmerksam gemacht worden. Er selbst achte ja nicht auf so etwas.

Auch HIV ruft Hauterscheinungen hervor
Victorias Medikamenten-Anamnese ergibt nur ein L-Thyrox für die Schilddrüse und „Herbal Supplements“ als Nahrungsergänzung. Bisher haben auch keine ernsten Erkrankungen vorgelegen, eine Appendektomie vor fünf Jahren, vor drei Monaten eine Grippe. Victoria möchte eine Serologie auf HIV und Syphilis durchführen. Durchaus plausibel: Insbesondere HIV kann in sehr frühen Stadien merkwürdige Hauterscheinungen hervorrufen und sollte ausgeschlossen werden. Auf die Frage, wie er denn mit dem Beruf zurechtkomme und ob er Allergiker sei, erklärt der Mann, dass der Beruf zwar stressig sei, ihm aber Spaß mache. Auch Allergien habe er keine nennenswerten, lediglich auf braunes Pflaster und Penicillin reagiere er allergisch. Auf weiteres Nachfragen gibt er den Konsum von täglich
20 Zigaretten an.

Roland untersucht währenddessen die Kopfhaut. Die Vielzahl von Ärzten und die Fragerei verunsichern den Mann sichtlich. Kathy meldet sich zu Wort: „Angela, was denkst Du?“ Angela vermutet Granuloma anulare, weil die Hauterscheinungen typisch dafür aussähen: leicht infiltriert mit Randsaum und ohne spürbaren Juckreiz. Auch ich erinnere mich, dieses Krankheitsbild zwei Wochen zuvor in der Kinderklinik gesehen zu haben.

Differentialdiagnosen arbeitet man am besten kategorisch nach System durch
Kathy stimmt dem Vorschlag zu und wendet sich an Greg: „Welche weitere diagnostische Maßnahme würdest Du veranlassen?“ Jetzt erlebe ich, wie auch er mal ein wenig nervös wird! Er schlägt einen Glukosetoleranztest vor, weil Granuloma anulare überwiegend im Kindesalter vorkomme und bei Erwachsenen vor allem im Falle von Diabetes mellitus gehäuft auftrete. Kathy ist zufrieden. Wie wir dem Anforderungsschein entnehmen können, hat auch Victoria richtigerweise schon daran gedacht. Die letzte Frage geht an Roland: „Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage?“ Wie Roland mir gezeigt hat, ist es bei Differentialdiagnosen am besten, ein bestimmtes System nach Kategorien abzuarbeiten. Er sagt, dass es bei diesem Mann klinisch ziemlich offensichtlich sei. Man könne aber bei derartigen Hautveränderungen auch an eine Sarkoidose, eine Necrobiosis lipoidica, manchmal auch an eine Mykose wie Tinea corporis oder an CDLE (Cutaner diskoider Lupus erythematodes) denken. Kathy weiß dem nichts mehr hinzuzufügen. Während sich Victoria nun ihrem Patienten wieder alleine zuwendet, gehen wir nun endlich zu dem wartenden Mr. Elvers.

Dies war der zweite Teil des Famulaturberichtes 'Dermatologie in Australien' von Yvonne Bernsdorf. Wer den ersten Teil noch einmal nachlesen möchte, findet [hier den Beginn der Artikelserie].

   
Autor(in): Yvonne Bernsdorf ([email protected])
  
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Preis des Hartmannbundes für Ausbildung an den Medizinischen Fakultäten

  • Die beste medizinische Fakultät ist gesucht
  • Studenten können online ihre Uni bewerten
  • Unabhängige Jury kürt schließend den Sieger

Jede Medizinstudentin, jeder Medizinstudent in Deutschland ist aufgerufen, sich an dieser Umfrage zu beteiligen. Eure Stimme ist gefragt!

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 6. Artikelserie 'Nach dem Studium':
Die Bewerbung als Assistenzarzt

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Spätestens zu Beginn des zweiten Tertiales des Praktischen Jahres beginnt man damit, sich über die Zeit nach dem PJ Gedanken zu machen- gezwungenermaßen oder aus freien Stücken. Viele haben zu diesem Zeitpunkt ziemlich genaue Vorstellungen, wo „die Reise hingehen“ soll. Wenn man die Richtung kennt, kann man sich der Bewerbung widmen- und schon stellen sich neue Fragen.

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Die Bewerbung als Assistenzarzt
von Trojan Urban (MEDI-LEARN)

Wann sollte man anfangen, sich zu bewerben?
„Vorfühlen“ kann man, besonders im PJ, jederzeit. Möchte man auf einer der PJ –Stationen später als Assistenzarzt tätig sein, so empfiehlt es sich, einen Ansprechpartner zu wählen und ihm dieses Ansinnen darzulegen. Das kann ein Oberarzt oder auch der Chef persönlich sein. In einem kurzen Gespräch wird meist das weitere gewünschte Vorgehen erklärt, das von Klinik zu Klinik verschieden sein kann. Will man auf einer Station oder in einem Krankenhaus arbeiten, in dem man vorher noch nicht tätig war, ist es empfehlenswert, im letzten Tertial des PJs mit der Bewerbung zu beginnen. Man hat noch Zeit bis zum eventuellen Arbeitsbeginn und ist „in der Materie“, was dem Bewerber bei einem Vorstellungsgespräch durchaus zugute kommen kann.

Was muss die Bewerbung enthalten ?
Wenn man nun eine konkrete Stelle „angepeilt“ hat, muss eine Bewerbungsmappe angefertigt werden. Diese sollte am besten aufklappbar und dreiseitig sein. Das Wichtigste, das man sich vergegenwärtigen muss, wenn man mit seiner Bewerbungsmappe Erfolg haben möchte, ist die Tatsache, dass der erste Eindruck sehr viel ausmacht. Darum sollten Eselsohren in oder Flecken auf den Papieren genauso tabu sein wie Rechtschreibfehler. Auch beim Bewerbungsfoto sollte nicht gespart werden: Auf dem Bild sollte man natürlich aussehen und selbstverständlich freundlich lächeln; ob man eine Farb- oder Schwarz-Weiß-Aufnahme wählt, bleibt jedem selbst überlassen. Eine Bewerbungsmappe setzt sich zusammen aus den Elementen Anschreiben, Lebenslauf, Deckblatt und Zeugnissen / Nachweisen. Das Anschreiben sollte auf keinen Fall den Umfang einer DIN-A4 –Seite überschreiten. Hier wird dargelegt, wer man ist, wie man auf die Klinik aufmerksam geworden ist und warum man glaubt, ein für diese Klinik geeigneter Mitarbeiter zu sein. Man sollte seinen Werdegang darlegen und sich nicht in Unwichtigem verlieren, man „ wirbt für sich“.

Der tabellarische Lebenslauf enthält Daten zu Person, Schulbildung, Studium und Nebentätigkeiten; wer ungewöhnliche Hobbys hat, kann diese hier erwähnen (die „üblichen“ Hobbys wie Lesen, Schwimmen und Fahrradfahren gehören hier nicht hinein). Das Deckblatt wird über den Zeugnissen und Nachweisen eingeordnet; hier werden die eigene Adresse und die Adresse des Klinikums plaziert. Kleiner Tipp: Die Klinikumsadresse mit der Überschrift „ Bewerbungsunterlagen für...“ versehen und das ganze in „Kapitälchen“ schreiben- sieht toll aus. Schließlich wird das Bewerbungsfoto auf das Deckblatt geklebt. Die Zeugnisse und Nachweise werden chronologisch eingeordnet: Man beginnt mit der zuletzt erhaltenen Urkunde (z.B. Approbation) und arbeitet sich bis zum Abi-Zeugnis vor. Erst danach folgen Nachweise über Famulaturen und PJ, die jedoch nicht unbedingt nötig sind. Wichtiger sind qualifizierte Arbeitszeugnisse, zum Beispiel von Tätigkeiten als Nachtwache oder studentischer Hilfskraft. Hier gilt als Leitsatz: Alles, was man in Lebenslauf oder Anschreiben als Nebentätigkeit angibt, muss belegt werden.

Tipps zum Vorstellungsgespräch
Die Bewerbung ist verschickt, und mit etwas Glück wird irgendwann wird dem Bewerber eine Einladung zum Vorstellungsgespräch postalisch überbracht. Nun stellen sich wieder viele Fragen ein. Was die Kleidung betrifft, kann man sagen, dass man mit einem Anzug und einer Kombination nichts falsch machen kann; bei den Herren sollte hier auf eine gedeckte Krawatte geachtet werden. Für die Damen gilt ebenso wie für die Herren: Was im Staatsexamen getragen wurde, kann im Vorstellungsgespräch auch nicht verkehrt sein. Man sollte bescheiden, aber nicht unterwürfig auftreten, das heoßt Blickkontakt zum Gesprächspartner suchen und ihm, sofern er spricht, regelmäßig „ Rückmeldung“ durch Kopfnicken oder Gesten geben. So wird dem anderen bedeutet, dass ihm die uneingeschränkte Aufmerksamkeit gilt. Im Gespräch sollte man nicht die Arme über Brust oder Bauch verschränken, da dieses teilweise als Zeichen des Mißtrauens und der Ablehnung gedeutet werden kann. Übertriebene „Rückmeldung“, zum Beispiel durch zu häufiges Nicken, sollte auch vermieden werden, da es aufgesetzt wirken kann.

Wertvolle Hilfe zur Verbesserung der eigenen Präsentationsfähigkeiten gibt der Bewerberworkshop der Deutschen Ärzte-Versicherung. Es ist besonders wichtig, das Gespräch im Fluß zu halten. Ein Vorstellungsgespräch beginnt meistens mit einigen Floskeln (z. B. „ Wie war Ihre Anreise?“), worauf dem Bewerber dann Informationen über die Klinik und den Arbeitsplatz gegeben werden. Doch bald schon muss Aktivität gezeigt werden: Man sollte in der Lage sein, seine eigenen Stärken und Schwächen zu benennen, die Berufsziele zu formulieren und Fragen zu stellen; hierzu wird man in beinahe jedem Gespräch aufgefordert. Über diese Tatsachen kann und sollte man sich vorher Gedanken machen. Oft kommt auch zum Beispiel das wissenschaftliche Profil der Klinik zur Sprache, über das man sich vorher kurz informieren sollte; keine Sorge, man muss kein Experte auf dem Gebiet sein. Ist eine Promotion in Arbeit oder abgeschlossen, sollte man in der Lage sein, das Wichtigste zu Versuchen und Ergebnissen frei reproduzieren zu können. Und immer daran denken: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird... Sollte dennoch nach dem Gespräch eine Absage erfolgen, erhält der Bewerber die Bewerbungsmappe meistens zurück; ansonsten sollte man um Rücksendung bitten, da sie zu großen Teilen wieder eingesetzt werden kann (Kostenfaktor!). Übrigens: Die Anfahrtskosten zum Vorstellungsgespräch trägt die Klinik, wenn sie nicht ausdrücklich darauf hinweist, dass dies nicht möglich ist- daran denken, die Fahrkarte aufzuheben und im Sekretariat kopieren zu lassen!

Viel Glück bei euren Bewerbungen!
Trojan Urban (MEDI-LEARN)



In der nächsten Onlinezeitung geben wir Euch Hinweise für die Stellensuche.


[klick hier zum redaktionellen Bereich 'nach dem Studium']

   
Autor(in): Trojan Urban (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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Redaktioneller Bereich 'nach dem Studium - Assistenzarzt'

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Termine und Veranstaltungsorte finden Sie in unserem Veranstaltungskalender unter der Rubrik "Klinik und Karriere":

[mehr Info zu den Veranstaltungen - klick hier]

  

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 7. Klartext im Versicherungsdschungel (6):
Die Berufsunfähigkeitsversicherung

- zurück zum Inhalt -

  

Fast jeder Mediziner und auch immer mehr Studenten schließen frühzeitig eine Versicherung gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit ab.

Heute gibt Peter Dahlhausen einen profunden Überblick zu einer Versicherungsform, die heutzutage beinahe als Pflichtversicherung einzustufen ist. Zwar ist sie nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben, es sei jedoch jedem angeraten, sich über diese Form der Absicherung ausführlich zu informieren.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen!


Artikelserie "Klartext im Versicherungsdschungel" - Folge 6
Berufsunfähigkeitsversicherung - Auf die Bedingungen kommt es an
von Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung)


Versicherungen gehören zum studentischen Alltag. Zumeist wird jedoch bei diesem Thema nur die Preisfrage diskutiert, was bei den üblicherweise schmalen Budgets nicht verwunderlich ist. MEDI-LEARN geht jedoch mit der Artikelserie "Klartext im Versicherungsdschungel" einer ganz anderen Fragestellung nach: Was sind denn die wichtigsten Versicherungen für Medizinstudenten und angehende Ärzte? Und worauf muss ich bei Abschluss einer Versicherung achten? Wo steckt der Teufel im Detail der Versicherungsbedingungen? Auf welche Leistungen kann man getrost verzichten, welche sind unabdingbar?

Zur Beantwortung dieser Fragen haben wir mit Peter Dahlhausen von unserem Kooperationspartner Deutsche Ärzte-Versicherung einen sachkundigen Autor gewinnen können, der in 9 Kapiteln für Klartext im Versicherungsdschungel sorgt.

Die Themen im Überblick:
1. Ein absolutes Muss: Die Haftpflichtversicherung [zum Artikel - klick hier]
2. Recht haben und Recht bekommen: Die Rechtsschutzversicherung [zum Artikel - klick hier]
3. Per Gesetz verordnet: Die KFZ-Versicherung [zum Artikel - klick hier]
4. Versicherungen für "Hab und Gut": Hausrat, Laptop und Fahrrad [zum Artikel - klick hier]
5. Versicherungsschutz auf Auslandsreisen [zum Artikel - klick hier]
6. Berufsunfähigkeitsversicherung: Auf die Bedingungen kommt es an!
7. Krankenversicherung: Pflicht und Kür
8. Unfallversicherung: Gefahren lauern nicht nur in der Uni
9. "Muss - Soll - Kann" - Der Versicherungs-Check-Up für junge Mediziner

Berufsunfähigkeitsversicherung:
Auf die Bedingungen kommt es an!


Mittlerweile ist sie längst zu einer Art von "Pflichtversicherung" geworden: Die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV). Was Fachleute aus der Versicherungsbranche seit vielen Jahren empfehlen, wird heute von den meisten Ärzten genauso gesehen und gehandhabt: Fast jeder Mediziner und auch immer mehr Studenten schließen frühzeitig eine Versicherung gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit ab.

Was bedeutet das denn überhaupt, "berufsunfähig"?
Der Begriff "berufsunfähig" spricht für sich: Wer seinen Beruf ganz oder teilweise nicht mehr ausüben kann, der ist berufsunfähig. Berufsunfähigkeit kann durch Krankheiten oder Unfälle ausgelöst werden. Mit zunehmendem Alter überwiegen Krankheiten (vor allem am Bewegungsapparat, Herz-/Kreislaufsystem, Krebs, psychische Erschöpfung), in jungen Jahren sind es eher Unfälle (z.B. beim Sport).

Nicht das "ob" ist die Frage, sondern das "wie"
Die private Vorsorge ergänzt in idealer Weise auch die spätere Grundversorgung der Mediziner über seine Pflichtmitgliedschaft im sogenannten ärztlichen Versorgungswerk. Leistet das Versorgungswerk beispielsweise i. d. R. erst dann, wenn der Arzt gar nicht mehr in der Lage ist, ärztlich tätig zu sein und seine gesamte ärztliche Tätigkeit einstellt, so springt die private BUV bereits bei einer Teil-Berufsunfähigkeit von z.B. 50% ein. Angesichts dieser "Verzahnung" von gesetzlicher und privater Vorsorge erübrigt sich die Frage, ob überhaupt eine BUV abgeschlossen werden sollte. Die Frage lautet viel mehr, wie diese BUV gestaltet sein muss, um den Bedarf eines Medizinstudenten bzw. angehenden Arztes genau zu treffen.

Risiko oder Kapital?
Eine grundsätzliche Frage bei Vertragsabschluss ist die Entscheidung der Tarifform, mit der die Berufsunfähigkeit abgesichert werden soll. Die Versicherungswirtschaft unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Varianten:

Selbständige BUV
Hierbei wird ausschließlich das Berufsunfähigkeits-Risiko versichert. Tritt ein Leistungsfall ein, wird die vereinbarte Berufsunfähigkeits-Rente fällig, tritt keine Berufsunfähigkeit ein, wird keine Leistung fällig. Das bedeutet, dass der zu zahlende Beitrag als Risikoprämie "verbraucht" ist und in der Regel auch keine Auszahlung am Ende der Vertragslaufzeit fällig wird. Spezialisten bieten allerdings auch hier Tarifsysteme an, die eine zusätzliche Auszahlung zum Ablauf des Vertrages vorsehen.

BUV in Verbindung mit einer Risiko Lebensversicherung
Hier ist gleichzeitig auch ein Todesfallschutz vorgesehen. Zwar sind auch bei dieser Vertragsform die Beiträge am Ende "verloren", wenn der Vertrag "schadensfrei" bleibt, dennoch lassen sich die existentiellen Risiken Berufsunfähigkeit und Tod mit dieser Kombination zu preisgünstigen Konditionen absichern. Auch hier halten Spezialanbieter Produkte bereit, die eine zusätzliche Auszahlung am Ende des Vertrages vorsehen.

BUV in Verbindung mit einer Kapital oder einer Fondsgebundenen Lebens-/ Rentenversicherung
Hier wird die BUV mit einem Sparvorgang kombiniert, der dem Arzt am Ende der Vertragslaufzeit eine zusätzliche Kapitalzahlung oder Altersrente bringt, unabhängig davon, ob Berufsunfähigkeit bestand oder nicht. Mit dem Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes haben sich allerdings die Rahmenbedingungen für steuerliche Behandlung sowohl der Kapitalauszahlung, als auch der Altersrente erheblich verändert.

Man sieht: Beratung ist schon bei der Wahl der "richtigen Tarifvariante" unerlässlich. Bei einer Beratung sollte man unbedingt auch danach fragen, inwiefern die Angebote an sich ändernde berufliche und private Lebensverhältnisse angepasst werden können. Merke: Berufsunfähigkeit ist ein Risiko, das mit der Karriere wächst!

Am Anfang steht die Gesundheitsprüfung
Eine Berufsunfähigkeits-Rente kommt einen Versicherer teuer zu stehen. Da kommen schnell viele 100.000 Euro zusammen. Deshalb erfährt die Risikoprüfung bei der Antragstellung einer besonderen Aufmerksamkeit. Der Versicherer behält sich vor, seine zukünftigen Kunden im wahrsten Sinne des Wortes auf "Herz und Nieren zu prüfen". Dazu wird nicht nur gefragt, ob denn die gewünschte Berufsunfähigkeits-Rente der Höhe nach angemessen ist, d.h. zu dem Einkommen passt - das ist die sogenannte finanzielle Risikoprüfung, nach der z.B. Medizinstudenten zu Recht oft nicht mehr als 1.000 EUR versichern dürfen. Daneben stehen die eigentlichen Fragen zum Gesundheitszustand, zu Vorerkrankungen, chronischen Erkrankungen, dauerhaften Schädigungen, körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen.

Bei diesen Fragen ist unbedingt auf wahrheitsgemäße und vollständige Beantwortung zu achten. Wenn im Antrag risikorelevante Tatbestände wie z.B. Hinweise auf Herz-/Kreislauferkrankungen oder Störungen des Bewegungsapparates auftauchen, wird der Versicherer Rückfragen bei behandelnden Ärzten durchführen, um das Risiko genauer beurteilen zu können. Möglicherweise bietet er dann Versicherungsschutz mit einem Zuschlag oder auch einem Ausschluß für die benannte Krankheit an. Daher ein ganz wichtiger Tipp: Nichts verschweigen oder verharmlosen. "Falschaussagen" können später den Versicherungsschutz gefährden, wenn eine Berufsunfähigkeits-Rente beantragt wird. Dann wird nämlich die "Krankenakte" aufgerollt und wenn sich herausstellt, dass schon bei Antragstellung eine die jetzige Berufsunfähigkeit begünstigende Erkrankung vorlag, diese aber bewußt verschwiegen wurde, dann kann es u.U. zu einer Leistungsverweigerung des Versicherers kommen.

Fallstricke im Kleingedruckten: Die Versicherungsbedingungen
Mindestens genauso wichtig wie der Preis, der sich über die gewählte Tarifform, die gewünschte Absicherung und den Gesundheitszustand ermittelt, sind allerdings die Bedingungen eines solchen Vertrages, genauer die Frage: Wie definiert sich Berufsunfähigkeit? Was so einfach klingt, ist es in Wirklichkeit nicht.

Kann mich ein Versicherer zum Beispiel in einen anderen Beruf verweisen? Muss ich ggf. als Gutachter arbeiten? Kann man von mir bestimmte Operationen verlangen? Sind bestimmte Risiken als Auslöser von Berufsunfähigkeit ausgeschlossen? Wird die Berufsunfähigkeits-Rente dauerhaft gezahlt oder werde ich laufend überprüft?

Der Service-Tipp
Um den Kunden bei Vertragsabschluss mehr Sicherheit zu geben, haben unabhängige Institute die BU-Bedingungen der Versicherer unter die Lupe genommen und bewertet. Tipp: Lassen Sie sich die Bewertung Ihrer Versicherung vor dem Abschluss zeigen. Zur Hilfe hat die Stiftung Warentest eine Checkliste entwickelt, die beim Abschluss eines Vertrages zurate gezogen werden kann. Diese Checkliste kann gegen 2,50 Euro Gebühr unter www.finanztest.de abgerufen werden oder gratis bei der Deutschen Ärzteversicherung über [email protected] Stichwort "BUZ-Checkliste".

Weitere Infos zur Berufsunfähigkeitsversicherung:
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Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) ([email protected])
  
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 8. Zwischen den Zeilen "Embryologie verstehen"

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Titel: Kurzlehrbuch Embryologie
Autor(en): Norbert Ulfig
Verlag: Georg Thieme Verlag
ISBN:3131395818
Preis: 19,95
Medizinlehrbuch

Hinweis: Im Rahmen eines Quiz verlost der Thieme Verlag 5 Exemplare des Buches. Den Link zum Gewinnspiel findet Ihr am Ende der Rezension.

Die Embroylogie, die Lehre von der vorgeburtlichen Entwicklung, ist nicht nur für die profunde anatomische Ausbildung und das Verständnis zahlreicher physiologischer Abläufe wichtig, auch für die klinische Ausbildung, z.B. in der Geburtshilfe, bildet sie unverzichtbare Grundlage.

Das Kurzlehrbuch fasst die Embryologie auf rund 160 Seiten zusammen. Zahlreiche Abbildungen vereinfachen das Verständnis der komplexen Inhalte.

Wie in allen anderen Kurzlehrbücher von Thieme, ist der berühmte „Rote Faden“ Thema und Leitmotiv dieses Buches. Am Anfang jeder Lerneinheit findet sich der „Lerncoach“, der Tipps gibt, was von dem jeweiligen Thema wichtig ist, wo die Besonderheiten liegen und was man sich wie einprägen sollte. Im Haupttext sind die wichtigen Sachverhalte durchgehend farblich unterlegt, und der „Check-up“ am Kapitelende hilft bei der Wiederholung. Dieser Aufbau hilft, Faktenwissen nicht einfach nur auswendig zu lernen, sondern auch zu durchdringen und wirklich zu verstehen. Wer sich vorlesungsbegleitend die Zeit nimmt, das Buch in Ruhe zu studieren, wird nicht nur im Physikum die Früchte seiner (Lern-)Arbeit ernten. Auch in der klinischen Ausbildung wird man das eine oder andere Mal auf dieses Buch und sein Wissen zurückgreifen. Studenten in der klinischen Ausbildung können natürlich auch nachträglich ihr Verständnis für die Embryologie suchen und finden. Die 19,95 EUR für das Buch sind sowohl für Vorkliniker als auch für Kliniker sinnvoll angelegtes Geld.

Fazit: Der Ulfig "Embryologie" ist die gelungene Fortsetzung der Kurzlehrbuchreihe aus dem Georg Thieme Verlag und sehr zu empfehlen.

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Autor(in): Christian Weier (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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 9. Bieten, Feilschen und Co.: Auktionshaus

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Seit beinahe einem Jahr könnt Ihr im Auktionshaus von MEDI-LEARN auf Schnäppchenjagd gehen: Unser virtueller Flohmarkt für Bücher und Klinikbedarf hat an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet und wartet auf Euren Besuch. Ihr möchtet die nicht mehr benötigten Bücher des letzten Semesters aus den Regalen räumen oder seid auf der Suche nach preiswerter Literatur für das neue Semester? Nicht nur für diesen Fall empfehlen wir Euch einen Besuch im Auktionshaus, aus dem wir hier die aktuellen Auktionen präsentieren:

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 10. Die Deutsche Mausklinik

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Ob Blutanalysen, Knochendichtemessungen oder Verhaltenstests - selten werden Patienten so umfassend begutachtet wie in der Deutschen Mausklinik am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit. In der unter Federführung des NGFN (Nationales Genomforschungsnetz) entstandenen Klinik werden mutante (genetisch veränderte) Mäuse unter standardisierten Bedingungen charakterisiert, um Modelltiere für genetisch bedingte menschliche Krankheiten zu finden und so diese Krankheiten besser zu verstehen.

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Die Deutsche Mausklinik - Spitzenforschung made in Germany
Gut zwei Jahre nach dem Einzug der ersten mutanten Mauslinien in die Mausklinik hat sich die weltweit einmalige Einrichtung einen festen Platz im Wissenschaftsbetrieb geschaffen: Das richtungweisende Konzept der von Professor Martin Hrabé de Angelis (GSF) initiierten und geleiteten Klinik wurde nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature Methods (Juni 2005) offiziell vorgestellt.

Die meisten Volkskrankheiten haben auch eine genetische Komponente. Maus und Mensch gleichen sich genetisch zu 95 Prozent, sodass mutante Mäuse ideale Modelltiere für zahlreiche menschliche Krankheiten sind - Diabetes, Osteoporose, Asthma, Alzheimer oder auch Depression sind nur einige Beispiele. Entscheidend für die Forschung an mutanten Mäusen ist, dass auch wirklich alle Auswirkungen der Genveränderung erfasst werden - zum einen, um potentielle Modelltiere überhaupt zu erkennen und zum anderen, um der Funktion der veränderten Gene auf die Spur zu kommen. Die Mausklinik wurde geschaffen, damit eine standardisierte Phänotypisierung, also die Erhebung sicht- und messbarer Parameter in großem Stil möglich ist. Am Ende der Untersuchungen steht die gläserne Maus: Über 240 Parameter kennzeichnen jeden vierbeinigen Patienten, der das gesamte Programm durchlaufen hat.

Die Klinik besteht aus insgesamt elf individuellen Labormodulen, in denen die Mäuse im Primärscreen zahlreichen nicht-invasiven Tests unterworfen werden: von Verhaltenstests über Stoffwechselmessungen bis hin zu einer molekularen Phänotypisierung wird kein relevanter Bereich ausgespart. Die verwendeten Geräte und Untersuchungsmethoden entsprechen weitgehend denjenigen, die auch für menschliche Patienten zum Einsatz kommen, sie wurden nur an Größe und Anforderungen der Mäuse angepasst. Der Vielzahl der Untersuchungen stellt die beteiligten Wissenschaftler vor große logistische Herausforderungen, deshalb wurde ein innovativer Workflow etabliert, in dessen Verlauf die einzelnen Mauslinien nach einem festen Schema im Wochenrhythmus in neue Module vorrücken. Die Reihenfolge der Untersuchungen wurde so optimiert, dass alle Tests an denselben Tieren vorgenommen werden können, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Sollten besonders interessante Ergebnisse darunter sein, können die Tests in sogenannten Sekundär- und Tertiär-Screens noch bedeutend ausgeweitet werden.

Um die verschiedenen Untersuchungen durchzuführen, arbeiten in der Mausklinik zahlreiche Spezialisten aus verschiedenen Universitäten, Kliniken und aus der GSF Hand in Hand: "Die enge Zusammenarbeit von Experten aus verschiedenen Bereichen der Mausphysiologie, -genetik und -pathologie mit Klinikern ermöglicht ein hohes Maß an interdisziplinärem wissenschaftlichen Austausch, der mitentscheidend für den Erfolg der Klinik ist", erklärt Valérie Gailus-Durner (GSF), die Koordinatorin der Mausklinik. Weltweit einzigartig ist, dass in der Mausklinik nicht nur Mauslinien aus dem Forschungsbereich des NGFN aufgenommen werden, sondern dass jeder interessierte Wissenschaftler "seine" Mauslinie auf der Basis einer wissenschaftlichen Kollaboration untersuchen lassen kann.

Mittlerweile wurden etwa 50 mutante Mauslinien in die Klinik eingeschleust, und bei fast allen wurden zahlreiche Abweichungen von nicht-mutanten Kontrolltieren gefunden. Wie effektiv die Screens arbeiten zeigt die Tatsache, dass neue, bisher nicht bekannte Phänotypen sogar bei Mauslinien entdeckt wurden, die bereits längere Zeit vor dem Entstehen der Klinik etabliert waren. Somit hat sich die Mausklinik bereits jetzt als erfolgreiche Forschungseinrichtung erwiesen - jeder gefundene Effekt einer Mutation hilft bei der Aufklärung der Genfunktionen und kann die Grundlagen für die Entwicklung neuer Behandlungs- und Diagnosemethoden menschlicher Erkrankungen schaffen.

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

   
Autor(in): Michael van den Heuvel (GSF) ([email protected])
  
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 11. Augenlicht für Blinde

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Sehhilfen sind oft die letzte Hoffnung, wenn das Augenlicht schwindet. Forscher des Instituts für Werkstoffe der Elektrotechnik der RWTH Aachen arbeiten unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wilfried Mokwa an der Herstellung einer Prothese, die sogar Blinden wieder das Sehen ermöglichen soll. Das sogenannte Retina-Implantat soll Patienten mit unheilbaren Netzhauterkrankungen in Zukunft etwas Sehkraft wiedergeben.

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Augenlicht für Blinde

Bei Patienten, die an der Erbkrankheit Retinitis Pigmentosa leiden, sterben die lichtemp-findlichen Zellen der Netzhaut langsam ab. Diese Zellen sind verantwortlich für die Auf-nahme und Weitergabe von visuellen Reizen an die Sehnerven, welche diese ans Gehirn weiterleiten. Doch wenn die Netzhaut keine Reize mehr passieren lässt, können auch die Sehnerven keine Informationen mehr empfangen. Erste Anzeichen dieser Erkran-kung sind der Verlust des Farb- und Kontrastsehens, Nachtblindheit und - da die Netz-haut von außen nach innen abstirbt - ein gewisser Tunnelblick, also eine Verengung des Blickfelds. Im Verlauf vieler Jahre führt dies zur vollständigen Erblindung. Die Krankheit ist bisher unheilbar. In der Bundesrepublik Deutschland leiden ungefähr bis zu 40.000 Menschen daran. Weltweit sind es etwa 3 Millionen.

Umgehung der zerstörten Netzhaut
Eine Besonderheit der Krankheit liegt darin, dass nur die lichtempfindlichen Zellen der Retina zerstört werden. Die dahinter liegenden Nervenzellen, die die Informationen ans Gehirn weiterleiten, bleiben bis zu 30 Prozent erhalten. Könnten die visuellen Reize also die beschädigte Netzhaut - zum Beispiel über ein Kabel - umgehen, wären die Betroffe-nen wieder in der Lage zu sehen. Das Ziel der Wissenschaftler ist es, ein Implantat zu entwickeln, das die visuellen Reize direkt an die Nervenzellen weitergibt. "Das Implan-tat wird schemenhaftes Sehen, das Erkennen von Umrissen und Schwarz/Weiß- Unter-schieden ermöglichen", erläutert Professor Mokwa.

Hightech-Brille und Implantat lassen Bilder entstehen
Seit 1996 wird an der RWTH Aachen an der Sehprothese gearbeitet. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut in Duisburg, der Universität in Gießen sowie drei mittelständi-schen Unternehmen entwickeln die Wissenschaftler der RWTH im Rahmen der dritten Phase des Projekts "Retina-Implant - EPI-RET- 3" die Sehhilfe für einen ersten Einsatz im Menschen weiter. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und For-schung (BMBF) gefördert. Die Prothese besteht aus zwei Teilen, einer Hightech-Brille und einem Implantat, das ins Auge eingepflanzt wird. Das Implantat wird am Institut für Werkstoffe der Elektrotechnik I der RWTH Aachen hergestellt.

In die Brille - jedes handelsübliche Gestell ist damit auszurüsten - wird eine kleine Videokamera und ein Encoder eingebaut. Der Encoder rechnet die Bildinformation der Kamera in Signale um, die die Nerven "verstehen". Dann sendet er die Signale und die Energie, die für den Vorgang gebraucht wird, drahtlos an einen Empfängerchip, der in die Augenlinse implantiert wird. Von hier werden die Bildsignale über winzige Kabel auf eine Mikrokontaktfolie übertragen. Diese implantierte Folie liegt direkt auf der Netzhaut und stimuliert über Elektroden die Nervenzellen, die zum Sehnerv führen: Der Mensch sieht, was die Kamera filmt. Dieser Vorgang ähnelt der Technik eines Herzschrittma-chers, der den Herzmuskel elektrisch stimuliert, damit er sich zusammenzieht.

Als Hirn des Retina-Implantats kann der Encoder bezeichnet werden. Er wandelt, wie zuvor die Netzhaut, die Bildsignale in Echtzeit in elektronische Impulse um. Außerdem ist der Encoder lernfähig. "Mit Hilfe des Patienten wird der Encoder für dessen individu-elle Bedürfnisse optimiert", erklärt Professor Mokwa. Indem in die Software des Implan-tats eingegeben wird, was der Encoder richtig oder falsch erkannt hat, lernt er, die Bild-signale beim nächsten Mal korrekt umzusetzen.

Perfektes Sehen mit Implantat nicht möglich
Eine Einschränkung in der Anwendung der Sehprothese besteht darin, dass die Betrof-fenen vermutlich niemals perfekt sehen können. Die Anzahl der Elektroden auf der Netzhaut ist auf etwa 200 bis 300 beschränkt. Wird dem Auge mehr Energie zugeführt, wird es zu warm, was zur Zerstörung des Auges führt. Aus diesem Grund ist die Ener-giezufuhr limitiert. Somit ist auch die Auflösung der übermittelten Bilder begrenzt: Es werden nur Umrisse wahrgenommen werden. Außerdem wird die Implantation der Sehprothese nur bei vollständig Erblindeten durchgeführt werden. Das Risiko, durch die Operation eine Restwahrnehmung zu zerstören, ist zu groß.

In fünf bis sieben Jahren zur Marktreife
Die dritte Phase des Forschungsprojekts hat gerade begonnen. Anfang 2006 werden die ersten Kurzzeituntersuchungen an Patienten durchgeführt. In ungefähr fünf bis sie-ben Jahren soll das Implantat zur Marktreife geführt werden. Dies geschieht mit Hilfe und Förderung von drei Hightech-Firmen, von denen zwei aus Nordrhein-Westfalen stammen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist zwar noch lange nicht abge-schlossen, doch die Wissenschaftler sind optimistisch, dass in einigen Jahren Blinde dank eines Retina-Implantats wieder etwas sehen können.

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

   
Autor(in): Thomas von Salzen (RWTH Aachen) ([email protected])
  
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 12. Wenn Schnuffel Husten hat

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Alle guten Dinge sind drei! Nach dem Erfolg der Jahre 2000 und 2003 öffnete auch in diesem Jahr am 06.06. das Teddybär-Hospital Bochum seine Türen. Kindergartenkinder aus der Umgebung waren eingeladen mit ihren Kuscheltieren dir Ruhr-Uni zu besuchen und ihre Tiere im Teddybär-Hospital behandeln zu lassen.

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Mein Teddy hat eine Blinddarmentzündung
Egal, ob Hase mit Windpocken, Papagei mit gebrochenem Flügel oder Meerschweinchen mit Appendizitis- alle Plüschpatienten wurden sorgfältig untersucht und behandelt. Als Dr. ted. – Facharzt für Teddymedizin - arbeiteten Medizinstudenten aller Semester, nicht nur in normalen Behandlungszimmern, sondern auch im OP, der Gipsstation und in der Röntgenabteilung.

Auch in der Apotheke herrschte Hochbetrieb
Natürlich gab es auch in der Apotheke einiges zu tun. Hier wurden Hustensaft und Augentropfen verabreicht und verschriebene Wechselverbände und Pflaster verteilt. Um eine Assoziation zwischen Medikamenten und Süßigkeiten zu vermeiden, wurde auf die Herausgabe letzter in der Apotheke bewusst verzichtet.

Eine Tapferkeitsmedaille war selbstverständlich
Gummibärchen für die Kinder und eine Tapferkeitsmedaille von Rippenspreizer für die Plüsch-Patienten gab es an der Abmeldung, von der die Kinder noch zur Besichtigung eines echten Krankenwagens aufbrechen konnten, um dann mit vielen neuen Eindrücken und einem gesunden Teddy den Heimweg antreten zu können .

Den Kleinen die Angst vor dem Arzt nehmen
Unser Ziel, den Kleinen auf spielerische Art und Weise die Angst vor dem Arzt zu nehmen, scheint wir erreicht zu haben - und das hat nicht nur den Kleinen Spaß gemacht . Das Teddybär-Hospital Bochum wurde von Mitgliedern des Deutschen Famulantenaustausches (dfa) und der Fachschaft der Ruhr-Univsersität organisiert und mit viel Begeisterung geleitet.

   
Autor(in): Janica Schewtschenko ([email protected])
  
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Homepage Fachschaft Bochum
  
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 13. Per SMS zum Nichtraucher

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(idw) - In einer weltweit einzigartigen Studie haben neuseeländische Wissenschaftler jungen Rauchern geholfen, mittels SMS Nachrichten zum Nichtraucher zu werden: Das Erfolg versprechende Programm STOMP (Stop Smoking with Mobile Phones Trial) wurde von der Clinical Trials Research Unit (CTRU) an der University of Auckland entwickelt. Es richtet sich speziell an junge Raucher, die besonders häufig zu Zigaretten greifen, sich aber nur selten herkömmlichen Nichtraucherprogrammen anschließen. Die Zahl der Studienteilnehmer, die nach sechs Wochen aktiver Unterstützung durch SMS mit dem Rauchen aufgehört hatte, war doppelt so hoch wie die in einer Kontrollgruppe der Studie ohne technischen Support.

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Per SMS zum Nichtraucher
Laut Dr. Anthony Rodger von der CTRU ist die SMS-Methode sehr viel versprechend, gerade junge Erwachsene zu erreichen und ihnen dabei helfen zu können, mit dem Rauchen aufzuhören. Eintausendsiebenhundertfünf Raucher aus Neuseeland nahmen am STOMP Projekt teil. Sie alle teilten den Wunsch, mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Die Hälfte von ihnen wurde einer aktiven Gruppe zugeordnet, die regelmäßig und intensiv über SMS betreut wurde. Zum Projekt gehörte ein fest vereinbartes Ziel, bis wann der Teilnehmer mit dem Rauchen aufhören möchte. Zusätzlich konnte jeder Teilnehmer einen Monat lang kostenlos SMS Nachrichten versenden.

Die SMS-Intervention umfasste regelmäßige persönlich zugeschnittene Textnachrichten, die zum Nichtrauchen ermuntern sollten bzw. in entscheidenden Momenten für Ablenkung sorgten, wenn die Versuchung zum Rauchen groß war. "Wir glauben, die Methode hat auf verschiedenen Ebenen funktioniert", so Rodgers. "Die freien SMS Nachrichten wirkten wie Kaugummi für die Finger und sorgten für Ablenkung indem die Teilnehmer Nachrichten an Freunde und Familienmitglieder verfassten. Darüber hinaus verschickten wir personalisierte Nachrichten zu Fragen wie dem Umgang mit dem Verlangen nach einer Zigarette, der Vermeidung von Gewichtszunahme aber auch zu Themen von allgemeinem Interesse, wie Sport, Musik und Mode."

Per SMS konnten die Teilnehmer auch jederzeit Hilfsnachrichten anfordern, die sie in ihrem Bestreben, Nichtraucher zu werden, unterstützten. Umfragen und Rätsel sorgten für zusätzliche Ablenkung. Viele Teilnehmer haben sich im Verlauf der Studie auch SMS Partner gesucht. Diese Teilnehmer hatten sich in der Regel einen ähnlichen Stichtag zum Aufhören gesetzt und konnten sich so gegenseitig unterstützen.

Laut Dr. Rodgers zeigten sich die Behandlungserfolge unabhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder Wohnort. Auch sechs Monate nach Abschluss der Studie blieb die Quote der Neu-Nichtraucher hoch. Weitere Untersuchungen sind Rodgers zufolge jedoch erforderlich, um die Fortschritte im Nichtraucherprogramm besser überwachen zu können. Auch die Bandbreite der Nachfolgeuntersuchungen soll verbessert werden, um die Erfolgsquoten über einen längeren Zeitraum mit anderen Nichtraucherprogrammen vergleichen zu können. Zukünftige Studien sollen zudem den Einsatz neuerer Multimedia Telefone beinhalten, die zusätzliche Möglichkeiten der Einflussnahme und Ablenkung bieten.

Das Institut Ranke-Heinemann
Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Verwaltungsstelle aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland und Österreich, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Weitere Informationen:
Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neueseeländischer Hochschulverbund
Pressestelle
Friedrichstr. 95
10117 Berlin
Email: [email protected]

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

   
Autor(in): Sabine Ranke-Heinemann ([email protected])
  
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 14. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Peter Wollny, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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