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Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung
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(in Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag und der Deutschen Ärzte Finanz) |
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Wir sind nicht auf der Welt, um unglücklich zu sein. (Klabund) |
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Inhalt (jetzt auch
anklickbar) |
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1. Editorial |
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Hallo, das IMPP hat die Ergebnisse des Physikums bekanntgegeben. Wir haben Euch in der heutigen Ausgabe die entsprechenden Links zu den Ergebnisseiten des Physikums nach alter und nach neuer Approbationsordnung zusammengestellt. Bereits im Juli hatte MEDI-LEARN im Artikel "Physikum - jetzt oder nie" eine Prognose für die Bestehensgrenze abgegeben, die erstaunlich gut mit den offiziellen Werten übereinstimmt.
"Wenn man durch alleinige Schmerzbehandlung in ein zufriedenes und erleichtertes Patientengesicht blickt," dies ist eine Erfahrung, die Dr. Katharina Haase im ärztlichen Alltag nicht missen möchte und die sie uns im heutigen Interview mit Ärzten zum Berufsstart preisgibt.
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Einen Beitrag wert war uns auch die Nachricht aus München, dass die dortigen Studenten ab sofort die Möglichkeit haben, ihr Studium komplett über das Internet zu organisieren. Was sich hinter dem Begriff mediTUM verbrigt, lest Ihr ebenso in der heutigen Ausgabe wie auch die Meldung aus Heidelberg, dass sich auswärtige Universitäten sehr für das Reformstudienmodell heicumed interessieren.
Weiter geht es schließlich mit illustren Artikeln aus dem Bereich Forschung und Wissenschaft zu den Themen Bitterschokolade und Rauchen, Alzheimer und zur Früherkennung des Pankreaskrebses.
Bis zur nächsten Ausgabe,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
PS: Wie sehen die Examina der Zukunft aus? MEDI-LEARN informiert im Herbst 2005 wieder vor Ort - klick hier zur Anmeldung
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Das IMPP hat die offiziellen Ergebnisse des diesjährigen Physikums bekanntgegeben. Wir stellen Euch an dieser Stelle die entsprechenden Ergebnisse des Physikum nach alter und nach neuer Approbationsordnung zusammen. Bereits im Juli hatte MEDI-LEARN im Artikel "Physikum - jetzt oder nie" eine Prognose für die Bestehensgrenze abgegeben, die erstaunlich gut mit den offiziellen Werten übereinstimmte und im Zuge des Examensservice durch die Auswertung der statistischen Eingaben durch Studenten noch treffsicherer wurde.
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Statistische Auswertung nun mit offiziellen Ergebnissen des IMPP
Wir haben die offiziellen IMPP-Ergebnisse bereits in unser Auswertungstool
eingepflegt. Ihr könnt Euch also mit Eurem Usernamen einloggen und Eure dort
eingegebenen Ergebnisse nun mit dem offiziellen Ergebnissen des IMPP (statt wie
bisher mit den vorläufigen MEDI-LEARN-Ergebnissen) vergleichen.
Nachteilsausgleich
Die aus der Wertung genommen Fragen werden zunächst als falsch gewertet. Es gibt
hierfür jedoch einen Nachteilsausgleich, falls Ihr eine oder mehrere dieser
Fragen richtig habt, könnt Ihr hier sehen, was das konkret für Euch bedeutet:
Nachteilsausgleich ALTE AO:
http://www.impp.de/index.php?id=24
Nachteilsausgleich NEUE AO:
http://www.impp.de/index.php?id=25
Aus der Wertung genommene Fragen
Insgesamt wurden 6 Fragen aus der Wertung genommen. In zwei Fällen wichen die
vorläufigen MEDI-LEARN-Lösungen von den offiziellen Lösungen ab. (ausführlich
siehe unten).
Wir danken allen, die an der statischen Auswertung teilgenommen haben. Die vorab
ermittelten durchschnittlichen Ergebnisse stimmen ziemlich genau mit den realen
Ergebnissen überein. Die auf dieser Grundlage gemachten Angaben
hinsichtlich der Bestehensgrenze trafen schließlich auch ein. (ausführlich siehe
unten).
Im folgenden stellen wir die Anzahl der Aufgaben, Noten- und
Bestehensgrenzen und eliminierte Aufgaben für das Physikum nach alter und
anschließend für das Physikum nach neuer Approbationsordnung dar.
1: PHYSIKUM NACH ALTER
AO: Prüfungsaufgaben: 314 Gesamtdurchschnitt: 177,2- (56,4 %)
Bestehensgrenze: 156
Notengrenzen Alte AO: sehr gut (1) 275-bis-314-- gut (2)-235 bis-274-- befriedigend (3) 196-bis-234-- ausreichend (4) 156-bis-195-- mangelhaft (5) 141-bis-155-- ungenügend (6) 0-bis-140--
Folgende Aufgaben wurden eliminiert: ALTE AO Tag 1:
Gruppe A: 27 / Gruppe B 12 Lösungen: AD Gruppe A: 153 / Gruppe B 63 Lösungen: AD Gruppe A: 156 / Gruppe B 66 Lösungen: AD
Alte AO Tage 2: Gruppe A: 42 / Gruppe B 126 Lösungen: AC Gruppe A: 68 / Gruppe B 152 Lösungen: BE Gruppe A: 69 / Gruppe B 153 Lösungen: AD
Gegenüberstellung der vorab ermittelten und der real
erzielten durchschnittlichen Ergebnissen
(vgl.
Forenbeitrag: Bestehensgrenze Stand 25.8.2005).
Vorab: 180,2 von 320 Fragen = 56,31%,
Real: 177,2 von 314 gewerteten Fragen = 56,4 %
Bestehensgrenze im Forenbeitrag „Bestehensgrenze Stand 25.8.2005“
prognostizierter Bereich: 156 – 161 vs. real: 156
Achtung: für die Herausgenommenen Fragen gibt es
einen Nachteilsausgleich.
Hier kann nachgelesen werden, was das im Einzelfall bedeutet:
http://www.impp.de/index.php?id=24
Abweichungen von MEDI-LEARN:
Alte AO Tag 2: Gruppe A: 58 Gruppe B: 142 MEDI-LEARN: B vs. IMPP: D
Alte AO Tag 2: Gruppe A: 108 Gruppe B: 36 MEDI-LEARN: B vs. IMPP: D
PHYSIKUM NACH NEUER AO Prüfungsaufgaben: 314 Gesamtdurchschnitt: 224,7 (71,6 %)
Bestehensgrenze: 176
Notengrenzen Neue AO sehr gut (1): 280-bis-314 gut (2): 245-bis-279-- befriedigend (3): 211-bis-244-- ausreichend (4): 176-bis-210-- nicht ausreichend (5): 0-bis-175--
Folgende Aufgaben wurden eliminiert: Neue AO Tag 1:
Gruppe A: 16 / Gruppe B 21 Lösungen: AD Gruppe A: 149 / Gruppe B 51 Lösungen: AD
Neue AO Tag 2: Gruppe A: 31 / Gruppe B 117 Lösungen: AC Gruppe A: 52 / Gruppe B 138 Lösungen: BE Gruppe A: 53 / Gruppe B 139 Lösungen: AD Gruppe A: 129 / Gruppe B 21 Lösungen: BD
Achtung: für die Herausgenommenen Fragen
gibt es einen Nachteilsausgleich. Hier kann nachgelesen werden, was das
im Einzelfall bedeutet:
http://www.impp.de/index.php?id=25
Abweichungen von MEDI-LEARN:
NEUE AO Tag 2: 108/37 MEDI-LEARN: A vs. IMPP: C
NEUE AO Tag 2: 55/141 MEDI-LEARN: B vs. IMPP: D
Gegenüberstellung der vorab ermittelten und der real erzielten
durchschnittlichen Ergebnisse
(vgl.
Forenbeitrag: Bestehensgrenze Stand 25.8.2005).
Vorab: 221,96 von 320 Fragen = 69,3 %
Real: 224,7 von 314 gewerteten Fragen = 71,6 %
Bestehensgrenze im Forenbeitrag „Bestehensgrenze Stand 25.8.2005“
prognostizierter Bereich: 171 – 175 Punkte vs. real: 176 Punkte
Wir wünschen allen Teilnehmern einen zufriedenstellenden Vergleich mit den
offiziellen Ergebnissen!
MEDI-LEARN
Weiterführende Links:
* zur statistischen Auswertung von MEDI-LEARN:
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/auswertung
* zur Forendiskussion Bestehensgrenze
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=23129
* Bestehens- und Notengrenzen IMPP:
http://www.impp.de/index.php?id=17
* Lösungsübersichten IMPP
http://www.impp.de/Herbst2005/Loe/Med/VP.html
* IMPP Prüfungsergebnisse im Überblick
http://www.impp.de/Herbst2005/Erg/Med/VP.html
* IMPP: Nachteilsausgleich alte AO:
http://www.impp.de/index.php?id=24
* IMPP: Nachteilsausgleich neue AO:
http://www.impp.de/index.php?id=25
* zum Beitrag "Physikum - jetzt oder nie" aus dem Juli
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/Campus/Examen/Physikum_-_Jetzt_oder_nie
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| Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Seit beinahe einem Jahr könnt Ihr im Auktionshaus von
MEDI-LEARN auf Schnäppchenjagd gehen: Unser
virtueller Flohmarkt für Bücher und Klinikbedarf hat an 365 Tagen im Jahr rund
um die Uhr geöffnet und wartet auf Euren Besuch. Ihr möchtet die nicht mehr
benötigten Bücher des letzten Semesters aus den Regalen räumen oder seid auf der
Suche nach preiswerter Literatur für das neue Semester? Nicht nur für diesen
Fall empfehlen wir Euch einen Besuch im Auktionshaus, aus dem wir hier die
aktuellen Auktionen präsentieren:
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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4. Dr. Katharina Haase im Gespräch Interviews mit Ärzten zum Berufsstart
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Stellensuche, erster Arbeitstag, der erste eigenverantwortliche Bereitschaftsdienst: Der Start ins Berufsleben als Arzt gleicht für viele einem Sprung ins kalte Wasser. Um euch die ersten Schritte in der Arbeitswelt Krankenhaus zu erleichtern, bieten wir euch an dieser Stelle Interviews mit Ärzten, die über ihre Erfahrungen berichten. Heute könnt ihr unser Interview mit Dr. Katharina Haase lesen.
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Wo und wann hast Du Dein Medizinstudium absolviert? Von 1996 bis 1998 in Frankfurt/Main; Von 1998 bis 2001 in Heidelberg; PJ bis 2002 in Freiburg
In welchem Fachgebiet bist Du heute tätig und wie sieht der normale Arbeitsalltag aus? Ich war zunächst fürs AiP in Deutschland an einem Lehrkrankenhaus der Uni Mainz beschäftigt (Pneumologie); mehrere Gründe ließen mich aber noch mal die Flucht ins Ausland antreten: Bessere Arbeitsbedingungen! Eine Fremdsprache. Lust auf eine allgemeininternistische Ausbildung; so landete ich in der Inneren Medizin in einem kleinen Regionalkrankenhaus in der französischen Schweiz. Hier bin ich entweder auf Station eingeteilt und kümmere mich um maximal 15 Patienten, arbeite täglich von 8-12 Uhr und von 15-19 Uhr, keine Wochenend- oder Nachtdienste; oder ich mache Ambulanzdienst (im Schichtdienst: entweder nur Tag- oder nur Nachtdienst, oder frei). Nebenbei betreut man auch ambulante Chemotherapien, die Intensivstation mit 6 Betten und die Dialyse (15 Plätze). Insgesamt macht die Arbeit hier sehr viel Spaß! Ich fühle mich nicht überlastet, komme meistens pünktlich raus, sehe Krankheitsbilder von A-Z, und lerne vor allem, selbstständig zu arbeiten – nachts bin ich die einzige Ärztin im Haus und kümmere mich um ca. 80 Patienten, die Intensivstation und die Ambulanz…Hintergrundarzt in wenigen Minuten vor Ort, wenn nötig. Zum Thema Arbeitsklima: sehr angenehm. Die Schwestern sind viel selbstbewusster als in Deutschland, geben einem kritisch, aber freundlich, Rückmeldung, machen Blutabnahmen und Chemotherapien, Verbände und Blutkonserven…was will man mehr?!; Chefs sind sehr angenehm, erklären bereitwillig, wenn man Fragen hat.
Welche Fächer aus dem Studium sind im Alltag immer wieder notwendig? Neurologie, Pharmakologie,
Augenheilkunde...Ganz ehrlich: die Liste könnte ich beliebig erweitern! Wenn man in einer internistischen Ambulanz arbeitet, dann nützt einem fast alles Wissen, das man in den klinischen Kursen angehäuft hat!
Wie bist Du an Deine erste Stelle gekommen?
Zufall…hatte die Qual der Wahl. Nach 2 Monaten Bewerbung auf fünf von sieben Bewerbungsbriefen positive Antworten. Wusste ehrlich gesagt nicht so recht, was ich überhaupt machen will – und dachte mir: Innere ist für den Anfang doch nicht schlecht, oder?! Letztendlich fiel die Wahl dann auf die Pneumologie, weil ich einen Tag mitarbeiten sollte, mir das Klima dort sehr angenehm vorkam und mir ausserdem die Stadt gefiel! Tipps? Man sollte sich einfach so geben, wie man ist - Ehrlichkeit kam bei meinem letztendlichen Chef jedenfalls sehr gut an.
Was ist Dir am Abend vor Deinem ersten Arbeitstag durch den Kopf gegangen? So ganz genau kann ich mich daran nicht mehr erinnern…ich glaube, ich hatte vor allem Angst vor der Arbeitsbelastung – und vielleicht, dem ganzen psychisch nicht gewachsen zu sein. Am meisten gefreut habe ich mich aber darauf, endlich nicht mehr von Assistenten abhängig zu sein (wie im PJ), die keine Lust oder Zeit haben, mir was zu erklären – sondern meine eigene Arbeit zu haben!
Der erste Arbeitstag: wurdest Du „an die Hand genommen“ oder glich der Start ins Berufsleben eher einem Sprung ins kalte Wasser?
Es war wohl eher ein Sprung ins kalte Wasser – aber das steht und fällt mit den
Kollegen, mit denen man auf Station zusammenarbeitet. Ich war mit 2 wenig
mitteilungsbedürftigen Kolleginnen eingeteilt...Überhaupt muss man sagen, dass eines der wichtigsten Fächer an der Uni lauten
müsste: Umgang mit Kollegen und Personalführung! Wenn man sich nicht
entsprechend in den Arbeitsalltag – sei es den Umgang mit Kollegen, Schwestern,
Chefs – eingliedern kann, dann kann das Leben sehr schnell zur Hölle werden. Kleine Tipps wie: Immer mal hier und da ein freundliches Wort, auch wenn man total gestresst ist – die Arbeit der Schwestern würdigen – können dagegen Wunder wirken!
Die ersten Wochen: wann hast Du zum ersten Mal gemerkt, dass Du nun eigene Verantwortung tragen und selbständig Entscheidungen treffen musst? Selbstständig Entscheidungen treffen? Wohl im ersten Nachtdienst nach 3 Monaten. Und ganz besonders bei der ersten Reanimation, die mich, gelinde gesagt, völlig überfordert hat.
Ich hatte aber immer sehr nette Oberärzte, die ich, ohne Angst zu haben, sie könnten genervt sein, nachts anrufen konnte. Aber ganz ehrlich: Entscheidungen treffen lernt man erst mit den Jahren und mit der Erfahrung– vielmehr sollte man sich selbst und seine Fähigkeiten ein- und nicht über- oder unterschätzen lernen! Der Rest kommt dann von ganz alleine.
Kannst Du einen Zeitpunkt nennen, an dem Du Dich erstmalig vollkommen sicher fühltest?
Ja.aber
ich musste ziemlich nachdenken! Die Situation genau zu schildern, würde den
Rahmen sprengen – aber es war nach 2 Jahren klinischer Erfahrung.
Welche Erlebnisse und Tätigkeiten machen Dir als Arzt besonderen Spass und warum? Welche Tätigkeiten sind Dir eher unliebsam und was gefällt Dir daran nicht? Wenn man durch alleinige Schmerzbehandlung in ein zufriedenes und erleichtertes Patientengesicht blickt – besonders bei jemandem mit Nierenkolik…Wenn man Puzzleteile zusammensetzen muss und aus den Teilchen ein Krankheitsbild entsteht. Unliebsam? Na, mit Sicherheit der ganze Bürokratiekram. Hier in der Schweiz habe ich großes Glück: Mit der Verschlüsselung habe ich nichts zu tun! Das machen Sekretärinnen. Was mich wahnsinnig nervt: In Deutschland wird das alles einfach so auf die
Ärzte abgeladen!
Was war Dein erstes Erfolgserlebnis? Wo hast Du Dir im Job zum ersten Mal „die Finger verbrannt“? Mein erstes Erfolgserlebnis: Eine gelungene Pleurapunktion!
Die Finger verbrannt? Als ich nicht rechtzeitig erkannt habe, dass mein Patient
während des Gesprächs mit der Familie am Patientenbett („Er ist auf dem Wege der
Besserung….alles im grünen Bereich!“) einen Herzstillstand bekam.
Worauf sollten Berufsanfänger noch achten? Versuchen, sich nicht stressen zu lassen – ein wahrhaft schwer zu verwirklichender Tipp.
Aber wenn man ständig genervt ist, hat bald keiner mehr Lust, mit einem zu
arbeiten – und das kann sehr kontraproduktiv werden! Arrogantes Auftreten kommt
nicht gut an – weder beim Chef noch bei den Kollegen noch bei den Schwestern. Und –
Arroganz ist oft nur ein Zeichen von Unsicherheit und mangelnder Kompetenz. Man muss viele Fehler machen, um dazuzulernen – es bringt aber nichts, wenn man sich immer dafür fertigmacht und seine Fähigkeiten anzweifelt – wenn mal was schief gelaufen ist, heißt dass nicht gleich, dass man den ganzen Tag nur Mist gebaut hat!
Womit findest Du vom Berufsalltag die nötige Entspannung und Ablenkung?
Sport, Treffen mit Freunden – besonders zum gemeinsamen Essen und Reden. Und: die Musik.
Würdest Du den Beruf des Arztes noch einmal wählen? JA! Auf jeden Fall. Habe meine Studentenzeit trotz der Lernerei sehr genossen!
Ich finde es toll, dass ich so viele Arbeitsmöglichkeiten habe – sei es
Krankenhaus, Praxis, Gesundheitsamt, Institute usw. – und das alles im In- und Ausland. In welchem Beruf geht das schon?
Vielen Dank für das informative Gespräch!
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| Autor(in): Dr. med. Katharina Haase (über [email protected]) |
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| Titel: |
Checkliste XXL Rheumatologie |
| Autor(en): |
Manger u.a. |
| Verlag: |
Thieme |
| ISBN: | 3137630037 |
| Preis: |
69,95 Euro |
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Checkliste XXL Rheumatologie – oder: Das Lehrbuch im kleinen Format! So oder so ähnlich könnte der Titel des Buches auch lauten. Das 586-seitige Buch gliedert sich in 5 Bereiche. Es richtet sich an Medizinstudenten, Ärzte in der Weiterbildung und Praktische Ärzte. Aber auch Ärzte anderer Fachrichtungen finden sich in dem sehr gut gegliederten Buch schnell zurecht. XXL heißt auch Informationen im XXL Format.
Kurz und prägnant werden die Krankheitsbilder vermittelt, dabei wurde vor allem darauf geachtet, dass auch alle praxisrelevanten Krankheitsbilder besprochen werden - die gesamte Rheumatologie zum raschen Nachschlagen so detailliert wie nötig, so pragmatisch wie möglich. Ein umfangreicher Anhang und ein Sachverzeichnis sind obligat und sorgen für schnellen Zugriff auf die Informationen.
Weiteres Schmankerl ist der einjährige kostenlose Zugriff auf die Internetdatenbank der Checkliste Arzneimittel A-Z.
Eine farbliche Kennzeichnung der einzelnen Bereiche erhöht die Übersicht. Viele erstklassige Bilder unterstreichen die Informationen des Buches und lockern den Textfluss auf. Summa summarum lässt sich sagen: Das Buch sollte in keinem Stationsregal fehlen und bietet eine wertvolle Informationsquelle für die gesamte Rheumatologie.
Das Checkliste-Gewinnspiel
Die Checklisten aus dem Hause Thieme sind seit Jahren ein Garant für Wissen, das auf den Punkt gebracht, jederzeit griffbereit und kompetent zur Verfügung steht. Druckfrisch wurden bewährte Checklisten neu aufgelegt und sind ab sofort im Buchhandel erhältlich. Die Checklisten präsentieren sich ab nun in einem neuen, moderneren Design. Auch inhaltlich wurden sie überarbeitet und aktualisiert. Das Checklisten-Kreuzworträtsel geht weiter. Löst das Rätsel und gewinnt insgesamt 49 druckfrische Checklisten aus dem Thieme-Verlag. Wie? Ganz einfach: Kreuzworträtsel herunterladen und lösen - danach den Lösungssatz Online eintragen und schon bist Du dabei:
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| Autor(in):
Christian Weier (MEDI-LEARN) ([email protected]) |
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Deine Meinung ist gefragt!
Das Forum "Bücherplausch" steht für Diskussionen rund um die Lehrbücher zur
Verfügung. |
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[Hier
geht es ins Forum] |
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| Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt. | |  | | | | Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks. |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Veranstaltungsreihe
Der Arbeitsplatz Krankenhaus im Wandel
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Tarifreform im Öffentlichen Dienst, Privatisierungen,
Klinikfusionen: es tut sich etwas in der Krankenhauslandschaft!
Informieren Sie sich in den Veranstaltungen
"Der Arbeitsplatz Krankenhaus im Wandel"
über die
Auswirkungen dieser und weiterer wichtiger gesetzlicher
Rahmenbedingungen auf Ihre Karriere als Ärztin oder Arzt.
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Termine und
Veranstaltungsorte finden Sie in unserem Veranstaltungskalender unter der
Rubrik "Klinik und Karriere": |
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[mehr Info zu den Veranstaltungen - klick hier] |
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(idw) Seit dem Wintersemester 2004 können die Medizinstudenten der TU München auf einen besondere Dienstleistung zurückgreifen: Über das Onlineportal mediTUM.de haben sie die Möglichkeit, ihr Studium komplett über das Internet zu organisieren - ein in Deutschland bisher einmaliger Service.
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Herausforderung neue Approbationsordnung Kleinere Gruppen, Unterricht am Patientenbett und fachübergreifende Blockpraktika: Die neue Approbationsordnung brachte im Oktober 2003 endlich die lange geforderte praxisnahe Ausbildung von Medizinstudenten in Deutschland. Die Universitäten stehen mit dem neuen Modell vor einer logistischen Herausforderung: Kurse und Lerninhalte werden komplett umgestaltet. Dabei dürfen Gruppen bei einer Patientenuntersuchung je nach Kurs nicht mehr als drei oder sechs Studenten umfassen. Dadurch entstehen Hunderte von Kleinstgruppen, deren Praktika mit den verschiedenen Instituten und Kliniken koordiniert werden müssen. Für die Universitäten bedeutet dies einen Organisationsaufwand, der ohne technische Hilfe nicht mehr zu bewältigen ist.
An der Technischen Universität München mit einer der größten medizinischen Fakultäten Deutschlands erweist sich die Umsetzung als besonders komplex: Fast 600 Studenten müssen auf über 3600 Lehrveranstaltungen verteilt werden, abgestimmt mit den klinischen Abteilungen, den Dienstplänen der ausbildenden Ärzte und nicht zuletzt müssen auch die zum Teil weiten Entfernungen der Klinken zueinander berücksichtigt werden.
mediTUM Die Antwort der TU München auf diese Herausforderung heißt mediTUM, ein Projekt, das die komplexen Anforderungen der neuen Approbationsordnung in die Praxis umsetzt. Hierbei geht die TU München neue Wege: Zusammen mit einem privaten Dienstleister untersuchte die Fakultät alle Abläufe, strukturierte sie neu und richtete ein zentrales Helpdesk für Studenten ein. Seit dem Wintersemester 2004/05 bietet die Fakultät auf der Seite www.mediTUM.de einen umfassenden Service im Internet: Online-Kursanmeldung, einen individuellen Stundenplan, Vorlesungsunterlagen und Skripten zum Herunterladen sowie ein Forum, in dem sich die Studenten austauschen. mediTUM.de sucht für die Studenten aus über 100.000 Möglichkeiten den idealen Stundenplan heraus und stellt ihn über das Internetportal nur dem Studenten zur Verfügung. Ein zentrales System überprüft dabei, dass keine Veranstaltungen kollidieren und Studenten und Professoren zeitlich und örtlich aufeinander abgestimmt sind. Sogar Testatscheine werden über das Internet ausgegeben. Damit ist die TU München die erste medizinische Fakultät in Deutschland, die ihren Studenten die Organisation des Studiums vollständig über das Internet ermöglicht. "Mit mediTUM bringen wir die Dienstleistungen für unsere Medizinstudenten auf den internationalen Standard", betont TU-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann. "Die Kleingruppenausbildung entwickeln wir so zum Gütesiegel der Medizinerausbildung an der Technischen Universität München."
Auch die Lehre soll von mediTUM.de profitieren. Zum einen erhält über das Portal jeder Dozent einen personalisierten Stundenplan, zum anderen können erstmals die Studenten per Internet alle Lehrveranstaltungen evaluieren und mit ihrem Votum eine Verbesserung der Lehre erreichen. Bereits im laufenden Semester sind die Ergebnisse des Wintersemesters in die Kursgestaltung mit eingeflossen. "Durch dieses Evaluierungssystem stellen wir sicher, dass die Bewertung durch die Studierenden ständig mit den Dozenten rückgekoppelt wird", berichtet Herrmann.
Für die Medizinstudenten der TU München ist mediTUM.de bereits im zweiten Semester zur Selbstverständlichkeit geworden. "Früher mussten wir von einem Kliniksekretariat zum anderen laufen, um uns für Kurse anzumelden. Jetzt machen wir das per Internet schnell und flexibel und können uns mehr auf die Studieninhalte konzentrieren", so eine Studentin. Und auch die Dozenten sind zufrieden. "Die computergestütze Kurseinteilung erleichtert uns die Organisation und Durchführung unserer Lehrveranstaltungen und spart so wertvolle Zeit, die wir zusätzlich für die Lehre unserer Studenten zur Verfügung haben", fasst Alexandra Humbert zusammen, Oberärztin in der Gynäkologie des TU-Klinikums rechts der Isar.
Entwickelt wurde die Softwarelösung mediTUM.de von dem Arzt Kirsten Ingmar Heiss, der den Unibetrieb von innen kennt: er ist ehemaliger Medizinstudent und hat sich mit seiner Firma Heiss IT auf IT-Dienstleistungen für Hochschulen spezialisiert.
Weitere Informationen:
"Mehr Praxis im Medizinstudium"
mediTum-Webseite für Studenten
Quelle:
idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. Fabienne Hübener (TU München) ([email protected]) |
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NEU!
Fernstudium
Gesundheitsökonomie für Mediziner |
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Ökonomische Kenntnisse sind für Mediziner
aus dem beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken.
Das berufs- bzw. studiumsbegleitende Fernstudium 'Gesundheitsökonomie
für Mediziner' der FFH Riedlingen und des Hartmannbundes vermittelt Ihnen
das notwenige Rüstzeug.
Vorteile des berufsbegleitenden Angebotes:
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(idw) Das innovative Heidelberger Medizinstudium Heicumed wird zum nachgefragten Modell für die Ausbildung angehender Ärzte an den Universitäten der Europäischen Union: Erstmals wurden jetzt 24 Ärzte aus Bosnien Herzegowina, Kroatien, Slowenien und Ungarn in englischer Sprache als Lehrer für das Heidelberger Curriculum Medicinale (Heicumed) von den Heidelberger Experten im Juli 2005 trainiert.
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heicumed: Lernen, wie man lehrt
Mit ihrem Projekt "DICTUM" fördert die Europäische Union die Anpassung der medizinischen Ausbildung an den westeuropäischen Standard in den neuen Mitgliedsstaaten, zunächst in Bosnien Herzegowina. Nach dem Heidelberger "Crash-Kurs" werden die internationalen Kernteams für die Lehre nun an ihren Medizinischen Fakultäten ein neues Curriculum auf der Basis von Heicumed aufbauen. Im fünfeinhalbtägigen Ausbildungsprogramm "Train the Trainers", das in Fürth im Odenwald stattfand, wurde den Dozenten aus dem Ausland das neue Lehrkonzept vermittelt.
Praktischen Fähigkeiten trainieren und klinische Fälle in Kleingruppen lösen Ende der neunziger Jahre haben Lehrkräfte der Medizinischen Fakultät Heidelberg unter Leitung des damaligen Dekans Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag Heicumed in Zusammenarbeit mit Experten der US-Universität Harvard entwickelt. Ihr Ziel war es, die Ausbildung der angehenden Ärzte praktischer zu gestalten. Außerdem sollte sie sich an der Lösung klinischer Fälle orientieren.
In kleinen Lerngruppen werden medizinische Fallbeispiele bearbeitet, an Modellen werden praktische Fähigkeiten wie Blutabnahme oder Wiederbelebung geübt. Die Studenten erproben ihre kommunikativen Fähigkeiten an Schauspielern, die Patienten mimen.
Mehr als 320 Medizindozenten wurden für Heicumed trainiert Auf höchstem Niveau - wie die Begutachtungen des Studiengangs (u.a. durch den Wissenschaftsrat) und die im bundesweiten Vergleich sehr guten Examensergebnisse in Heidelberg zeigen - bereiten sich die angehenden Mediziner in Heidelberg auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit als Arzt vor. Dieses hohe Niveau wird auch von den Dozenten der Medizinischen Fakultät erwartet. Darum wurde das Programm "Train the Trainer" bereits mehr als 320 Heidelberger Medizindozenten vermittelt.
Zu lernen, wie man richtig lehrt, ist ein Erfolgsrezept für die Medizinerausbildung, das über die Grenzen Heidelbergs hinaus Anklang findet. Im vergangenen Jahr hat sich das Universitätsklinikum Hamburg an die Heidelberger gewandt, um von hiesigen Fortschritten in der Lehre zu profitieren. "Einen besseren Qualitätsnachweis kann man nicht haben", sagt Privatdozent. Dr. Thorsten Steiner, Oberarzt der Neurologischen Universitätsklinik und organisatorischer Leiter der Dozentenschulung. Für 2006 ist geplant, dass die Heidelberger Trainer von Heicumed eine zweite Seminarreihe in Bosnien Herzegowina halten werden.
Weitere Informationen:
www.heicumed.de
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. Annette Tuffs (Uni Heidelberg) ([email protected]) |
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Ulm (nh) - Zu den wichtigsten Zielen bei der Diagnose von Krebserkrankungen zählt es, den Tumor möglichst früh und zuverlässig zu erkennen. Denn: Je früher ein Tumor entdeckt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt ein Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Ulm, bei dem Krebszellen mit Hilfe von Bakteriengift aufgespürt werden. Das Gift ist außerdem in der Lage, die bösartigen Zellen zu zerstören. Diese neue Diagnose- und Therapieform soll beim Bauchspeicheldrüsenkrebs eingesetzt werden.
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Die Rolle von Claudin-4 beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
Die Heilungschancen beim Bauchspeicheldrüsenkrebs sind meist schlecht, da der Tumor nur selten Frühsymptome zeigt und deswegen oft zu spät erkannt wird. Im Rahmen eines von der Deutschen Krebshilfe mit 283.000 Euro geförderten Forschungsprojekts entwickeln Wissenschaftler nun eine innovative Strategie zur Früherkennung und Behandlung dieser Krebsart. Die Arbeitsgruppe um Projektleiter Dr. Patrick Michl, Universitätsklinikum Ulm, hat ein Eiweißmolekül identifiziert, das auf der Oberfläche der Bauchspeicheldrüsenkrebszellen in großer Menge vorkommt: das so genannte "Claudin-4". Dieses Protein ist mit dafür verantwortlich, dass die einzelnen Tumorzellen untereinander Kontakt halten können. "Interessanterweise konnten wir zeigen, dass ein bestimmter Giftstoff, der von einem Bakterium produziert wird, an Claudin-4 andockt und anschließend die Tumorzelle zerstört", erklärt Michl. Das Bakterium gehört zu den Clostridien, die beim Menschen Magen-Darm-Grippe auslösen können.
Gezieltes Verabreichen des Tumorgiftes
Ein Ziel des geförderten Projekts ist es nun, diesen bakteriellen Giftstoff für die Krebs-Therapie nutzbar zu machen. Das Problem dabei: Das Gift - kurz CPE genannt - kann dem Patienten nicht direkt injiziert werden, da auch in gesunden Darmzellen Claudin-4 vorkommt. Somit würden auch die gesunden Darmzellen zerstört und es käme zu erheblichen Nebenwirkungen. Daher entwickeln die Forscher ein neues Verfahren, mit dem der Giftstoff mit Hilfe der Bakterien ganz gezielt in den Tumor gelangt, ohne gesundes Gewebe zu schädigen. Dazu nutzen sie eine weitere Eigenschaft der Clostridien: Diese Bakterien breiten sich bevorzugt in Zellregionen aus, in denen Sauerstoffmangel herrscht. Das ist besonders im Tumorgewebe der Fall.
Harmlose Clostridien transportieren Zellgift in Tumorzellen
Da aber das CPE-produzierende Clostridium für den Menschen schädlich ist, nehmen die Forscher eine andere, harmlose Clostriden-Art zu Hilfe, um das Zellgift zum Tumor zu transportieren. Diese unschädlichen Bakterien würden nach Verabreichung gezielt in das sauerstoffarme Tumorgewebe wandern. Allerdings produziert diese Bakterienart von Natur aus keinen CPE-Giftstoff. "Mittels genetischer Methoden wollen wir daher diese Bakterien dazu bringen, das Gift zu herzustellen und spezifisch im Tumor freizusetzen", erläutert der Projektleiter das Vorhaben.
Fortschritte in der Tumordiagnostik
Der zweite Teil des Forschungsprojekts dient der Tumor-Diagnostik. Das Ziel ist es, Tumoren der Bauchspeicheldrüse mit Hilfe des CPE-Giftes früher als bisher möglich zu entdecken. Die Arbeitsgruppe von Dr. Michl arbeitet hierbei mit Dr. Bernd Neumaier, Abteilung für Nuklearmedizin, ebenfalls Universitätsklinikum Ulm, zusammen. Die Wissenschaftler nutzen zur Früherkennung die Vorliebe des CPE-Giftstoffs, an Claudin-4 zu binden: "Wenn nur ein kurzes Stück des giftigen CPE-Moleküls mit Tumorzellen in Kontakt kommt, dockt dieser Teil zwar an Claudin-4 an. Die Krebszellen werden aber nicht mehr zerstört", erklärt Michl.
Um die bösartigen Zellen, an denen CPE bindet, anschließend im Körper sichtbar zu machen, koppelt das Forscherteam radioaktiv-leuchtende Marker an das ungiftige CPE-Fragment, bevor es injiziert wird. Diese Marker können dann mittels bildgebender Verfahren wie der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) sichtbar gemacht werden. Da in dem umliegenden gesunden Gewebe deutlich weniger Claudin-4 als im Tumor vorkommt, leuchten die Krebszellen entsprechend stärker. "Mit diesem neuartigen Verfahren könnten auch andere Tumoren, die Claudin-4 in großem Maße aufweisen, bereits in einem früheren Stadium erkannt werden, als es bisher möglich ist", erläutert Michl. Dazu zählen beispielweise Prostata-, Brust- und Eierstockkrebs.
Info-Kasten: Bauchspeicheldrüsenkrebs
Jährlich erkranken in Deutschland über 13.000 Menschen neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das Pankreaskarzinom, wie der Tumor in der medizinischen Fachsprache genannt wird, ist auch heute noch die Krebserkrankung mit der höchsten Sterberate. Die Operation ist bisher der einzig mögliche Heilungsweg. Bei den meisten Menschen ist jedoch zum Zeitpunkt der Diagnose die Krebserkrankung schon so weit fortgeschritten, dass Ärzte den Tumor nicht mehr operativ entfernen können. Die Deutsche Krebshilfe gibt einen blauen Ratgeber "Bauchspeicheldrüsenkrebs" heraus, den Betroffen und Interessierte kostenlos anfordern können: Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn. Außerdem kann die Broschüre im Internet unter
www.krebshilfe.de heruntergeladen werden.
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. med. Eva M. Kalbheim (Deutsche Krebshilfe e. V.) ([email protected]) |
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(idw) Warum erkrankt ein Mensch im Alter an Alzheimer, ein anderer aber nicht? Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben darauf jetzt eine mögliche Antwort gefunden. In Zusammenarbeit mit Forschern in Dänemark und den USA haben sie entdeckt, dass ein von Nervenzellen gebildetes Molekül, in der Fachsprache sorLA (engl. für: sorting protein-related receptor) genannt, die Entstehung der Eiweißablagerungen im Gehirn beeinflusst, die charakteristisch für die Alzheimer Krankheit sind.
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Die Arbeit von Olav M. Andersen und Prof. Thomas Willnow (beide MDC) sowie Anders Nykjær (Universität Aarhus, Dänemark) hat jetzt die amerikanische Fachzeitschrift PNAS* (doi: 10.1073) veröffentlicht.
Die Ablagerungen oder Plaques im Gehirn von Alzheimer Patienten bestehen aus Eiweißbruchstücken, Amyloid-beta Peptide genannt, die aus dem Amyloid-Vorläufer-Protein (engl. Abk. APP) entstanden sind und sich im Laufe vieler Jahre im Gehirn ablagern. Diese Plaques zerstören die Nervenzellen betroffener Menschen, was zu einem unheilbaren geistigen Verfall führt. Schätzungen zufolge leidet die Hälfte der Menschen über 85 Jahre an dieser Erkrankung. Weshalb APP in Bruchstücke wie das Amyloid-beta Peptid gehackt wird, ist zurzeit noch völlig unbekannt.
Wie Prof. Willnow und seine Kollegen nun zeigen konnten, bindet sorLA, das als Transportprotein in Nervenzellen arbeitet, normalerweise an APP und verhindert so dessen Abbau in das Amyloid-beta Peptid. Genetisch veränderte Mäuse, die kein sorLA mehr bilden können, zeigen entsprechend vermehrte Amyloid-beta Peptid Bildung. Bei ihnen wird verstärkt APP zerstückelt. Daraufhin untersuchten die Forscher Gehirne verstorbener Alzheimer-Patienten und von Menschen, die nicht an Alzheimer erkrankt waren. Sie stellten fest, dass die Nervenzellen der Alzheimer-Kranken kein sorLA gebildet hatten, die der Nicht-Betroffenen aber sehr wohl. Das deutet darauf hin, dass das Gehirn mancher Menschen kein oder sehr wenig sorLA produziert und dass die ungebremste Produktion von Amyloid-beta Peptid in diesen Patienten ein Risikofaktor zur Entstehung von Alzheimer sein könnte. Als nächstes wollen die Forscher deshalb jetzt nach Substanzen suchen, die die Produktion von sorLA in solchen Menschen fördert, die kein oder sehr wenig sorLa bilden, und hoffen, dass es in Zukunft möglich sein wird, die Entstehung der gefährlichen Ablagerungen im Gehirn zu vermindern.
Weitere Informationen:
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
http://www.mdc-berlin.de/index.htm
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Barbara Bachtler (MDC Berlin-Buch) ([email protected]) |
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(idw) Der Konsum von Bitterschokolade bietet Rauchern eine gewisse Blutgefäß-schützende Wirkung, berichten Schweizer Herzspezialisten auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Stockholm. Nach dem Verzehr von 40 Gramm schwarzer Schokolade mit einem Kakaoanteil von 74 Prozent wiesen die Studienteilnehmer im Vergleich zur Kontrollgruppe (weisse Schokolade) eine verbesserte Herzfunktion auf.
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Der Konsum von Bitterschokolade bietet Rauchern eine gewisse Blutgefäß-schützende Wirkung, berichten Schweizer Herzspezialisten auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Stockholm.
Nach dem Verzehr von 40 Gramm schwarzer Schokolade mit einem Kakaoanteil von 74 Prozent wiesen die Studienteilnehmer
im Vergleich zur Kontrollgruppe (weisse Schokolade) eine verbesserte Herzfunktion
auf.
Besserung der Gefäßinnenwände ("Endothelfunktion"), ein insgesamt verbesserter antioxidativen Status, sowie ein verringertes Zusammenkleben von Blutplättchen und damit eine bessere flussabhängige Gefäßregulation
waren feststellbar. Das berichtet Dr. Frank Hermann, Kardiologe am Universitätsspital in Zürich. Die positive Auswirkung auf den Blutfluss, so zeigten Ultraschall-Untersuchungen der Unterarm-Arterie, hielt über acht Stunden an.
Der günstige Einfluss der Bitterschokolade sei vermutlich darauf zurückzuführen, dass die im Kakao enthaltenen Antioxidantien vom Typ der Polyphenole oxidativen Stress verringern können, berichtet Dr. Hermann.
Untersucht wurden 25 gesunde Raucher mit durchschnittlich 26 Jahren, wobei eine Untergruppe Bitterschokolade, und die Kontrollgruppe weiße Schokolade erhielt. Bei den Studienteilnehmern, die weiße Schokolade gegessen hatten, konnten die günstigen Einflüsse nicht beobachtet werden.
Weitere Informationen:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
http://www.dgk.org/
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Christiane Limberg (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) ([email protected]) |
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