01.12.2005

Ausgabe 283/05

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Deutsche Ärzte Finanz verlost Aufenthalt in der ewigen Stadt am Tiber
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5319Alarm in der Lunge!
Welche Tricks wenden Bakterien an, um die Makrophagen zu umgehen und die Abwehr zu unterlaufen?....

(in Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag und der Deutschen Ärzte Finanz)

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Wissen, wo der Hammer hängt
3.Anstrengend, aber effektiv
  
4.Kein Blaufilter beim Skifahren!
5.Gefährliche Trickser
6.Pilzgefahr
  
7.Das Nähen ist Studentenjob!
8.Vielzahl neuer Entwicklungen
9.Fragen, fragen, fragen – ihr habt nichts zu verlieren!
  
10.Kein Patient kommt mit einer MC-Frage
11.Interview mit praktizierenden Ärzten
12.Absicherung im Krankheitsfall – was muss ich beachten?
  
13.Freut euch aufs Auge!
14.Abo, Impressum, Mitarbeit
    
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 1. Editorial
  

Hallo,
heute erscheint die Onlinezeitung zum ersten Mal als Sonderausgabe zur Printversion der MEDI-LEARN Zeitung (MLZ). Die fünfte Ausgabe der MLZ ist in den letzten Tagen an alle Abonnenten der Via medici verschickt worden.
Hier im Newsletter findest du nahezu alle Artikel in Kurzform. Der komplette Artikel ist als kostenloses PDF auf den Webseiten von MEDI-LEARN verfügbar. Zukünftig wird es zu jedem Erscheinungstermin der MLZ einen Sondernewsletter geben, in dem alle Artikel kurz vorgestellt werden!

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Bis zur nächsten Ausgabe,
Peter, Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

P.S: Ab 1.12. findet ihr auf den Webseiten von MEDI-LEARN auch einen Adventskalender mit vielen interessanten Gewinnen! Einfach mal reinschauen.
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P.P.S.: 13.12. Marburg, 15.12. Kiel - MEDI-LEARN vor Ort
[Kostenloser Vortrag - zur Anmeldung klick hier]

  

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MEDI-LEARN Repetitorien

Zusatzangebot schafft weitere Kursplätze

Intensivkurs Physikum
[Neue und alte AO]

Beginn ab 02.01.2006

[Kursinfo Zusatzangebot][als PDF]

[Gesamtprospekt als PDF]
 

Zusatzkurs Physikum Neue und Alte AO bei MEDI-LEARN

  

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 2. Wissen, wo der Hammer hängt

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Tipps & Infos zum neuen Staatsexamen

Im Herbst 2006 wird erstmals der Zweite Abschnitt der ärztlichen Prüfung nach der neuen ÄAppO vom 27. Juni 2002 geschrieben. Wird bislang das im klinischen Studienabschnitt geforderte Wissen etappenweise geprüft, werden nach neuer AO das alte Erste, Zweite und Dritte Staatsexamen zu einer einzigen großen Abschlussprüfung zusammengefasst, in Studentenkreisen „Hammerexamen“ genannt. Die Prüfung findet am Ende des Studiums nach dem Praktischen Jahr (PJ) statt und besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil.

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I: Schriftlicher Teil

Im schriftlichen Teil stehen den ehemals 870 Prüfungsfragen des alten Ersten und Zweiten Abschnittes nur noch 320 Prüfungsfragen gegenüber. Für die Bearbeitung stehen 3 Tage mit jeweils 5 Stunden zur Verfügung. Während in den Staats­examina nach alter Ordnung pro Frage im Schnitt 1,5 Minuten zu Verfügung standen, hat sich die Bearbeitungszeit mit 2,8 Minuten pro Frage fast verdoppelt. Es ist jedoch zu erwarten, dass die 320 Fragen weder gleichmäßig auf die Tage verteilt werden noch für alle Fragen die gleiche Bearbeitungszeit gegeben wird.

Was soll ich lernen?

Eine Schwierigkeit bei der Vorbereitung auf das Hammerexamen besteht darin, dass sowohl im Gesetzestext der neuen AO als auch im Gegenstandskatalog die Prüfungsinhalte symptom- bzw. krankheitsbezogen und fächerübergreifend benannt sind. Derzeit spiegeln jedoch weder das Medizinstudium noch die verfügbare Prüfungsliteratur den Prüfungsstoff in dieser Form wider. In der Tradition der bisherigen Prüfungen war beides bislang nach Fächern gegliedert.

MLZ Ausgabe 05/2005 als PDF
Den vollständigen Artikel findet ihr im PDF der MEDI-LEARN ZEITUNG 5/2005 auf Seite 1. Die gesamte MEDI-LEARN Zeitung ist kostenlos als PDF verfügbar. In der Druckversion ist sie gemeinsam mit der Via medici im Abo erhältlich.

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 3. Anstrengend, aber effektiv

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Intensivkurs 2. Staatsexamen

Eine Reise ins Ungewisse...
Sechs Wochen Medizinisches Repetitorium in Marburg! Warum tue ich das? Nun, mein Ziel ist es, beim Zweiten Staatsexamen besser abzuschneiden. Und das nicht nur in Sachen Noten: Auch meine Ängste und Sorgen vor Prüfungen will ich abbauen können und meine Sprachkünste, die mich in mündlichen Prüfungssituationen das ein oder andere Mal im Stich gelassen haben, sollen ins Trainingslager. Kurzum: Ich wage die zeitliche und finanzielle Investition, weil ich denke, dass die Fertigkeiten, die ich über angeleitete Kurse in Form eines Repetitoriums erhalte, meine Selbstlern-Fähigkeiten überflügeln können.

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Jetzt geht es los!
Die offizielle Begrüßung durch MEDI-LEARN-Geschäftsführer Thomas Brockfeld wird schnell inoffiziell: Aus „Herrn Brockfeld“ wird „Thomas“ und aus „Sie“ wird „Du“. Jeder von uns erhält ein Namensschild und zwei DIN A 4-Kästen. Darin befinden sich zum einen die Unterrichtsskripten für die nächsten sechs Wochen und zum anderen die Tagesklausuren.
Die offizielle Begrüßung durch MEDI-LEARN-Geschäftsführer Thomas Brockfeld wird schnell inoffiziell: Aus „Herrn Brockfeld“ wird „Thomas“ und aus „Sie“ wird „Du“. Jeder von uns erhält ein Namensschild und zwei DIN A 4-Kästen. Darin befinden sich zum einen die Unterrichtsskripten für die nächsten sechs Wochen und zum anderen die Tagesklausuren.
Der Vortrag befasst sich mit Lernplanung und MC-Techniken. „Wie lerne ich eigentlich am besten?“ lautet der zentrale Satz. Wie unser Gehirn nämlich das, was wir uns merken wollen, am besten aufnimmt, darüber haben sich wahrscheinlich die Wenigsten Gedanken gemacht – ich mache da keine Ausnahme.

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Den vollständigen Artikel findet ihr im PDF der MEDI-LEARN ZEITUNG 5/2005 auf Seite 2. Die gesamte MEDI-LEARN Zeitung ist kostenlos als PDF verfügbar. In der Druckversion ist sie gemeinsam mit der Via medici im Abo erhältlich.

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Autor(in): Marlies Lehmkuhl ([email protected])
  
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 4. Kein Blaufilter beim Skifahren!

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Wahlpflichtfach Sportmedizin

Dienstag: strampeln und frösteln
Am Dienstag hatten wir glücklicherweise Gelegenheit, praktische Übungen durchzuführen. Zwei freiwillige Studenten sollten auf einem Laufbandergometer bzw. auf einem Fahrradergometer verschiedene Belastungsstufen bewältigen und wurden dabei auf unterschiedliche Parameter untersucht. So erhielten die Probanden eine Atemmaske und mussten einen Blutlaktattest mit Ohrläppchenblut über sich ergehen lassen. Der Rest der Mannschaft saß auf Bänken und musste wegen der zuvor festgelegten Untersuchungsbedingungen (17° C) frösteln.

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Während der Untersuchungen konnten wir den Sauerstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß der Freiwilligen direkt am Monitor verfolgen. Zwischendurch wurden verschiedene Vorgehensweisen bei der Leistungsdiagnostik beim Gesunden und Sporttreibenden erläutert und Begriffe wie rektanguläre Belastungssteigerung erklärt.

Mittwoch: Optik und Walken
An diesem Tag wurde alles Mögliche über das Auge und den Sehvorgang erzählt. Warum kann ein Schiedsrichter eigentlich gar nicht sehen, wo ein Tennisball aufschlägt? Warum gibt es Menschen, die auch noch Bälle zurückschlagen können, die ein normaler Mensch niemals treffen würde? Auch wenn am Anfang die Skepsis bei uns relativ groß war, ob Sport nun wirklich so viel mit Optik zu tun hat, wurden wir durch einige Experimente schnell eines Besseren belehrt. Zum Beispiel bekamen wir eine Brille aufgesetzt, welche die Sehschärfe auf ein bestimmtes Maß herabsetzte. Nun sollten wir bei einem rotierenden Tennisball an einer Bohrmaschine entscheiden, in welche Richtung er dreht. Die Trefferquote war ungefähr so hoch wie die Bestehensquote eines Abiturienten beim Physikum. Bei einem anderen Experiment hatten wir verschiedene Skibrillen-Filter und ein Bild mit Mulden und kleinen Hügeln auf einer Ski-Piste sowie ein Testbild vor uns.

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 5. Gefährliche Trickser

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Bakterien nutzen Immunzellen zur Vermehrung

Fresszellen, so genannte Makrophagen, sind effektive Waffen unseres Immunsystems, die eingedrungene Erreger verschlingen und verdauen. Manche Bakterien können diese Abwehr aber unterlaufen und sich sogar in Fresszellen vermehren. Zellbiologen der Universität Bonn haben in einer in der Zeitschrift „Traffic“ (Band 6, Heft 8, August 2005, Seiten 635-653) erschienenen Arbeit gezeigt, mit welchen Tricks die Mikroben arbeiten. Ihr Ergebnis: Die Bakterien verhindern unter anderem, dass die Erreger in den „Magen“ der Makrophagen gelangen, der ihnen Schaden zufügen könnte.

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Alarm in der Pferdelunge!
Gerade ist ein Bakterium mit der Atemluft in die Bronchien gesaugt worden, und schon rückt die Immunabwehr an, um den Eindringling unschädlich zu machen. Angelockt von bakterientypischen Substanzen, welche die Mikrobe wie eine Wolke umgeben, finden die „Makrophagen“ genannten Fresszellen ihren Weg. Sobald sie den Eindringling aufgespürt haben, stülpen sie einen Teil ihrer eigenen Zellmembran wie eine Kapuze über das Bakterium, wodurch ein Membransack entsteht, in dem der Erreger eingeschlossen ist. Dieses „Phagosom“ (von griechisch „phagein“ = fressen) schnürt sich ins Innere des Makrophagen ab und ist nun der Ort, auf den sich das ganze Waffenarsenal der Fresszelle konzentriert: Das Phagosom wird mit Sauerstoffradikalen und Säure geflutet. Andere Membransäckchen, die Lysosomen, verschmelzen mit dem Phagosom und konfrontieren die Mikrobe mit hochreaktiven Verdauungsenzymen. Wenige Stunden nach den ersten Alarmzeichen ist von dem Bakterium nichts mehr zu sehen, die potenzielle Gefahr ist gebannt.

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Autor(in): Frank Luerweg (Adresse der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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 6. Pilzgefahr

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Vergiftungen mit Folgen

Auch in diesem Jahr warnt die Informationszentrale gegen Vergiftungen am Universitätsklinikum Bonn vor dem hochgiftigen Knollenblätterpilz. Immer wieder überschätzen Hobbysammler ihr Wissen und nehmen versehentlich giftige Pilze zu sich. Rund 25.000 Notrufe erreichen die Giftzentrale jedes Jahr. Gerade jetzt im Herbst steigt der Anteil der Pilzvergiftungen wieder stark an. Die stellvertretende Leiterin der Informationszentrale gegen Vergiftungen an der Bonner Universitäts-Kinderklinik Dr. Carola Seidel mahnt alle Pilzsammler eindringlich zur Vorsicht: „Am besten ist es, die selbst gesammelten Pilze von einem Sachverständigen bestimmen zu lassen“.

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Folge von Verwechselungen
Viel zu oft wird jedoch der Rat von Sachverständigen nicht eingeholt. Die Folgen davon sind Vergiftungen aufgrund von Verwechslungen. Wichtigstes Beispiel dafür ist der Knollenblätterpilz. Nicht alle seiner Arten sind gefährlich. Der harmlose gelbe Knollenblätterpilz ist jedoch für den Laien und Hobbysammler kaum von seinem Verwandten, dem hochgiftigen grünen Knollenblätterpilz zu unterscheiden. Obwohl die gelbe Art im Internet und in vielen Büchern aufgrund dieser Verwechslungsgefahr als ungenießbar oder sogar giftig gekennzeichnet ist, kommt es immer wieder zu schweren Vergiftungen.

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Autor(in): Christian Weier ([email protected])
  
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Giftzentrale der Uni Bonn
  
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 7. Das Nähen ist Studentenjob!

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Chirurgie-Tertial in Houston, Texas

Amerika! Schon immer hatte mich dieses Land fasziniert, und so war es für mich nahe liegend, einen Teil meines Studiums in den Staaten zu verbringen. Ich wollte mehr über die medizinische Ausbildung in den Staaten erfahren und herausfinden, ob es für mich eine Alternative zum Arztdasein in Deutschland darstellen kann. Nicht zuletzt, so dachte ich mir, würde es sich auch in meinem Lebenslauf ganz gut machen, Eigenschaften wie Flexibilität und Offenheit, Mut und Neugierde unter Beweis stellen.

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Bewerbung in Houston
Will man jedoch nicht ein halbes Vermögen ausgeben, nur um eine Famulatur oder – wie ich – ein PJ-Tertial in den Staaten zu verbringen und ebenso wenig die Strapazen von USMLE (United States Medical Licensing Examination) und TOEFL (Test of English as a Foreign Language) auf sich nehmen, so bleiben in den Staaten nicht allzu viele Alternativen offen. Es gibt in einigen Städten Schulen, in die man ohne Schwierigkeiten hineinkommt: In Houston, New Orleans, New York und Pittsburgh. Diese solltet ihr euch also einmal näher ansehen. Ich entschied mich für eine Bewerbung in Houston, das ist die preiswerteste Schule. Auf den Seiten meiner Heimatuniversität gab es zudem den Hinweis, dass Dr. Matthias Löbe, ein Herzchirurg des Deutschen Herzzentrums, der mittlerweile in Houston arbeitet, PJ-Tertiale und Famulaturen anbietet. Ich schrieb ihm also schon ein Jahr vor meinem PJ eine E-Mail. Er antwortete prompt und ich erhielt über die dortige Koordinationsstelle für ausländische Studenten die nötigen Bewerbungsunterlagen. Diese kann man sich auch auf der Homepage www.bcm.tmc.edu herunterladen, wenn man sich durchklickt zu den „Clinical Electives for International Students“. Hier findet man auch den „Academic Calendar“, aus dem man entnehmen kann, wann diese Wahlkurse stattfinden. Wichtig ist, dass sie sich mit unserem PJ-Tertial decken! Genaueres über Fehlzeiten und was passiert, wenn man dort ein Tertial früher anfängt oder später beendet als hier, kann man dem Merkblatt „PJ im Ausland“ des LPA entnehmen.

MLZ Ausgabe 05/2005 als PDF
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Autor(in): Nadja Schneider (Adresse der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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 8. Vielzahl neuer Entwicklungen

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Highlights vom Europäischen Kardiologen-Kongress

Auf dem Kongress der Europäischen Kardiologengesellschaft (ESC) in Stockholm trafen rund 25.000 Kardiologen zusammen. Es wurde eine Vielzahl aktueller Erkenntnissen und neuer Entwicklungen präsentiert, die für Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten von wichtiger praktischer Bedeutung sind.

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Gefordert wurde auf dem ESC-Kongress der differenzierte Einsatz von Stents. Neue, Medikamenten-beschichtete Gefäßstützen („Drug eluting stents“, DES) ersetzen in der Behandlung von Gefäßverengungen immer häufiger die herkömmlichen Metallgitter, weil sie das Risiko neuerlicher Gefäßverschlüsse deutlich senken. Doch weil DES wesentlich teurer sind als nichtbeschichtete Metallstents, sollten sie differenziert eingesetzt werden.
So kommt die BASKET-Studie (Basel Stent Kosteneffektivitäts Trial), die 826 Patienten sechs Monate lang untersucht hatte, zu dem Ergebnis: „In einem Real-World-Setting ist der Einsatz von DES bei allen Patienten gegenwärtig nicht kosteneffektiv. Allerdings scheint der Einsatz von DES bei bestimmten Hochrisiko-Patientengruppen kosteneffektiv zu sein, zumindest bis die Kosten von DES signifikant reduziert werden.“
Bei etwa zwei Drittel aller koronaren Interventionen mit Indikation zur Stent-Implantation sei der Einsatz eines kurzen Stent für den Behandlungserfolg ausreichend und mit einer niedrigen Restenoserate verbunden, nämlich bei der Behandlung von Gefäßen mit einem Durchmesser von mehr als 2,7 Millimetern. „Die differenzierte Verwendung von kurzen DES oder herkömmlichen Stents ergibt Vorträgen auf dem ESC zufolge ein akzeptables Langzeitergebnis für alle behandelten Koronarstenosen, und zwar bei deutlich niedrigeren Behandlungskosten als beim routinemäßigen Einsatz von DES“, sagt Prof. Fleck.

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Autor(in): Christiane Limberg (Adresse der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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 9. Fragen, fragen, fragen – ihr habt nichts zu verlieren!

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Famulatur in der Neurochirurgie in Freiburg

Janine Ender hat eine Famulatur in der Neurochirurgie an der Uniklinik Freiburg absolviert. Im Interview schildert sie uns ihre Erfahrungen.
Wie war die Betreuung der Famulanten?
Jeder Famulant wurde einer Station zugewiesen. Dort wurde ich hauptsächlich von den beiden Assistenzärzten betreut. Ich durfte bei allem dabei sein, was sie auf Station gemacht haben: Visite, Aufklärungen und verschiedene kleinere Eingriffe.

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Ich beiße mir bis heute in den Hintern, dass ich nicht mit mehr Nachdruck gefragt habe, ob ich mal einen ZVK legen, lumbal punktieren oder gar ein Minibohrloch machen darf. Ich hätte nämlich gedurft, nur ergab sich dann leider keine Möglichkeit mehr gegen Ende meiner Famulatur. Wie gesagt: erstmal muss man zeigen, dass man was drauf hat und wenn man das Vertrauen der Ärzte genießt, darf man solche Sachen machen. Fragen, fragen, fragen! Man hat nichts zu verlieren.
Als Famulant hat man eigentlich Narrenfreiheit, deswegen durfte ich in den OP gehen, wann immer ich wollte. Die Betreuung war wirklich ausgezeichnet: Die beiden Assistenten meiner Station waren supernett, haben mir sehr viel erklärt und gezeigt und hatten eigentlich immer ein offenes Ohr für mich. Im OP habe ich jeden mit Fragen gelöchert, der mir über den Weg lief und so aussah, als würde er mir Fragen beantworten wollen! Besonders positiv möchte ich dabei den leitenden Oberarzt, Dr. Rosahl, hervorheben, der mir wirklich immer meine Fragen beantwortet hat. Selbst bei schwierigen Operationen hat er sich bisweilen die Zeit genommen, mir am Bildschirm die Topographie zu erklären.

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 10. Kein Patient kommt mit einer MC-Frage

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Erste Erfahrungen mit der neuen Approbationsordnung

Im Wintersemester 2003 ist die neue Approbationsordnung (AO) für alle Studienanfänger der Medizin in Kraft getreten. Seitdem gibt es viele Neuerungen beim Studieren, was einiges erleichtert, aber auch einige Probleme aufwirft. Zu den grundlegendsten Veränderungen gehören sicherlich das verlängerte Pflegepraktikum, die klinischen Bezüge, die schon in den ersten zwei Jahren verpflichtend sind, und das vorklinische Wahlpflichtfach.

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Das Pflegepraktikum
Das Pflegepraktikum dauert nun nicht mehr 60 Tage, wie nach alter AO, sondern 90 Tage. Auch kann es nicht mehr nach 14 Tagen unterbrochen werden, sondern sollte mindestens 30 Tage umfassen, darf also insgesamt nur in drei Abschnitte unterteilt werden. Daraus ergibt sich eine gewisse Unhandlichkeit in der „Ferienplanung“, denn das Praktikum muss nach wie vor innerhalb der vorlesungsfreien Zeit bzw. vor Studienbeginn absolviert werden.
Wer Nachprüfungen in den Semesterferien absolvieren muss, sollte zu Beginn des Praktikums im Krankenhaus vorsichtig anzufragen, ob man eventuell die Wochenenden freigestellt werden kann. In der Regel ist die Pflegedienstleitung dahingehend recht kooperativ, da nicht die Arbeitstage, sondern die Praktikumstage insgesamt zählen (also auch die freien Tage!). Erweist sich eine Klinik als äußerst unkooperativ, immer daran denken: Ihr arbeitet unentgeltlich!

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 11. Interview mit praktizierenden Ärzten

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Operationen statt Bundeskanzleramt
Auf welch interessanten und beeindruckenden Wegen man zum Beruf des Mediziners kommen kann, beweist diese Ausgabe unserer Interview-Reihe mit praktizierenden Ärzten. Dr. med. Thomas Raddatz (Chirurg) stand uns Rede und Antwort berichtet unter anderem von seiner Leidenschaft Chirurgie.

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Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit).
Ich bin am 12. Oktober 1948 in Berlin geboren. Mein Abitur habe ich 1968 gemacht und habe dann an der FU Berlin Germanistik, Geschichte und Dokumentationswissenschaften studiert. Meine Magisterarbeit habe ich 1974 abgegeben und war von 1969-72 freier Mitarbeiter des Senders RIAS Berlin. 1974 habe ich dann das Studium der Humanmedizin an der FU aufgenommen und 1981 mit Promotion zum Dr. med. abgeschlossen. Mein Dissertationsthema: „Ultraschalluntersuchungen der Placenta und fetaler Körperstrukturen im Verlauf der Schwangerschaft“ bei Prof. Hoffbauer, Universitäts-Frauenklinik Berlin-Charlottenburg. Ich war von 1982-88 chirurgischer Assistenzarzt in Warburg, Kassel und Herford und Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Thoraxchirurgie am Klinikum Kassel 1988-89. Seit 1989 bin ich niedergelassener Chirurg in Vellmar bei Kassel. Meine Tätigkeitsschwerpunkte sind ambulante Operationen und Unfallmedizin.

MLZ Ausgabe 05/2005 als PDF  
Den vollständigen Artikel findet ihr im PDF der MEDI-LEARN ZEITUNG 5/2005 auf Seite 10. Die gesamte MEDI-LEARN Zeitung ist kostenlos als PDF verfügbar. In der Druckversion ist sie gemeinsam mit der Via medici im Abo erhältlich.

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Autor(in): Dr. Thomas Raddatz (Adresse der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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 12. Absicherung im Krankheitsfall – was muss ich beachten?

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„Krankenversichert? Bin ich über meine Eltern. Ist mit meiner studentischen Krankenversicherung erledigt!“ Doch schon als Medizinstudent sind gewisse Ergänzungen unbedingt empfehlenswert.
Im Ausland
In den Semesterferien, während der Famulatur oder auch im PJ gehören Reisen in das Ausland zum studentischen Alltag. Hier ist der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung unerlässlich.

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Jeder Student besitzt zwar eine eigene Krankenversicherung. Diese gilt jedoch, wenn sie über eine gesetzliche Krankenkasse besteht, nur für Deutschland bzw. auch für die Länder, mit denen die Bundesrepublik Sozialversicherungsabkommen getroffen hat. Aber dabei werden meist nicht alle Kosten übernommen, da viele Ärzte dort Ausländer nur als Privatpatienten behandeln oder Leistungen in Rechnung stellen, die von der deutschen Kasse später nicht oder nur teilweise übernommen werden. Mit vielen Ländern, die von Medizinstudenten für Urlaubsreisen, eine Famulatur oder ein PJ ausgewählt werden, fehlen aber auch diese Sozialversicherungsabkommen. Das bedeutet im Klartext, dass das Kostenrisiko alleine beim Studenten liegt!
Aber so eine Auslandsreisekrankenversicherung ist keine Vollkaskoversicherung: Versichert sind nur ärztliche Behandlung bei akuten Erkrankungen, Unfällen und stationäre Behandlung sowie schmerzstillender Zahnbehandlung. Leistungen zu Vorerkrankungen oder für absehbare Behandlungen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Anders als bei der gesetzlichen Versicherung in Deutschland tritt der Patient in Vorleistung und die Versicherung erstattet nachträglich die Rechnungen.

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Autor(in): Peter Dahlhausen, Deutsche Ärzte Finanz (Adresse der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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 13. Freut euch aufs Auge!

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Blockpraktikum in der Ophthalmologie
Der erste Tag nach den Semesterferien: Die meisten sehen, mehr oder weniger gut erholt, ihrem Schicksal ins Auge und stellen sich dem Uni-Alltag. In meinem Fall bedeutet das: Kittel an, die Augenklinik ruft. Start: Acht Uhr morgens, Treffpunkt Hörsaal. Klingt ja noch ganz human. Moment, Hörsaal? Na ja, vielleicht zur Frühbesprechung mit den Ärzten, denke ich mir. Aber ist die nicht immer früher? Okay, beruhige ich mich. Sicher ist sicher, dann gehe ich halt vorsichtshalber früher hin.

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Den ersten Eindruck gleich verpatzt
Mein Plan stand, doch die begrenzte Rücksicht des Busfahrers an diesem Morgen ließ mich den Bus verpassen und so kam es, dass aus 7.30 Uhr 7.45 Uhr wurde. Na ja, immerhin bin ich im richtigen Gebäude, dachte ich mir. Die Tür des Hörsaals war geschlossen, Stimmengemurmel drang an mein Ohr. Oh nein, Panik! Gleich am ersten Tag mal wieder zu spät, typisch für mich. Voller Hektik reiße ich die Tür auf und schaue er-schrocken in 30 Augenpaare, die zu weiß bekittelten Körpern gehören und sich in Reih und Glied über mir auftürmen. Ich war mitten in die Frühbesprechung getrabt und stand direkt neben einem Oberarzt, der mir auch sogleich anriet, doch lieber noch mal draußen zu warten. Na, bravo! So viel zum ersten Eindruck. Kann ja nur besser werden, dachte ich. Etwas später kam die Ärzteschar heraus. Inzwischen waren auch die anderen Praktikanten angekommen, die Oberärztin begrüßte uns persönlich. Danach wurden wir in der Klinik verteilt.

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Den vollständigen Artikel findet ihr im PDF der MEDI-LEARN ZEITUNG 5/2005 auf Seite 12. Die gesamte MEDI-LEARN Zeitung ist kostenlos als PDF verfügbar. In der Druckversion ist sie gemeinsam mit der Via medici im Abo erhältlich.

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Autor(in): Linda Vilz (Adresse der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
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 14. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Wollny, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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