| Prüfer | : Stephan |
| Uni | : Leipzig |
| Fach | : Gynaekologie |
Das folgende Prüfungsprotokoll wurde von einem Studenten
bei uns in die Datenbank eingetragen:Prüfungsprotokoll mündliche Prüfung des 2. Staatsexamen Humanmedizin am 30.04. und 02./03.05.2012
Prüfer Gynäkologie: Prof. Dr. med Holger Stepan (Uniklinik Leipzig, Geburtshilfe)
→ fragt sehr ruhig und bleibt feundlich, auch wenn man etwas falsches gesagt hat, er fragt jedoch sehr ins Detail nach und möchte manchmal ganz bestimmte Worte hören
Tag 1
Thrombozytopenie (ab welcher Thrombozytenzahl Definiert, ab welcher Thrombozahl wird es kritisch, wann muss transfundiert werden, Bei Sepsis zeigt die sinkende Thrombozahl an, dass die Erkrankung in ein kritisches Stadium geht)
Tag 2
Zwillingsschwangerschaft (Eine Frau kommt zu ihnen, sagt dass sie mit Zwillingen in der 15 SSW ist, und möchte wissen welche Risiken auf sie und auf die Kinder zukommen könnten. Was sagen sie der Frau? - Unterscheidung der Risiken zwischen Eineiig und Zweieiig mit Differenzierung
diamniot/dichoriot, diamniot/monochoriot, monoamniot/monochoriot, wie findet man dies heraus, Prognose für Zwillinge); Infektionskrankheiten in SS welche zu Frühgeburtlichkeit führen können; intrauterine Infekt. mit Parvovirus B 19 mit Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten; Ovarial-CA (Frühzeichen, Spätzeichen, Tumormarker)
Allgemeines:
zur Untersuchung unseres Patienten und zum Schreiben der Epikrise waren 3- 3 ½ h Zeit. Wichtig: nicht zu viel Zeit mit der Untersuchung verbringen und die Epikrise soweit möglich vorschreiben-das handschriftliche schreiben dauert sehr lange- insbesondere der klin. Untersuchung (wir haben uns an eine Vorlage der Uni Ulm gehalten, welche man bei Leipzig-Medizin herunterladen kann) Wir durften keinerlei Befunde sehen, aber nach Laborwerten, Röntgenbefunden etc fragen – doch dafür und insbesondere für die Auswertung dieser blieb eigentlich keine Zeit. Ich habe mir Laborwerte und die aktuellen Medis mit nach Hause genommen und sie nicht in meiner Epikrise und Patientenvorstellung erwähnt. Sie haben mir aber geholfen auf bestimmte Fragen vorbereitet zu sein (Leberzirrhose usw bei erhöhten Leberenzymen, niedrigem Albumin und Cholinesterase...., Hep. B bei Lamivudintherapie) Ich würde euch empfehlen: haltet auch an die klinische Untersuchung, die Aufnahme-Medis und das vom Pat. anamnestisch berichtete und vormuliert nur Differenzialdiagnosen, welche euch wirklich wahrscheinlich erscheinen. Eine gründliche Untersuchung ist empfehlenswert. Verzichtet lieber auf ewiges nachboren, wenn ihr Vorerkrankungen des Pat. nicht genau eingrenzen könnt. Es ist nicht so schlimm, wenn ihr bei der Eigenanamnese „vermutlich“ hinschreibt, oder Dinge fehlen. Ich habe aber Z.B. eine Narbe am Pateientenknie nicht entdeckt, was der Chirurg nicht besonders gut fand.... Ihr werdet eher nach Inhalten und folgenden Schlüssen aud eurer Anamnese gefragt: Pulsstatus, warum ihr keine Leberhautzeichen bei vergrößerter Leber gesucht habt, warum ihr die Narben nicht mit auf euren Untersuchungsbogen geschrieben habt. Generell würde ich empfehlen MAX.!!! 1 ½ h beim Pat. zu verbringen. Bei mir war die Zeit bei dieser Aufteilung zum schreiben schon zu knapp. Als Vorsitzender war OA Lange sehr auf Korrektheit des Ablaufs bedacht. Ich hatte einen komplexen Hämatologischen Pat. (Z.n. Magenkarzinom, Z.n. Ulcusperforation, Z.n. MMUD Stammzelltransplantation bei tAML mit GVHD am Intestinaltrakt und der Haut und enteritische Infektion mit atypischen Keimen (CMV)), gefragt hat er aber breit und wenig Hämatologisch (bei mir war es „nur“ die DD der Thrombozytopenie), er meinte er wolle uns so fragen, dass wir auf unsere ersten Dienste auf der Notaufnahme vorbereitet sind, seine Art zu fragen ist manchmal ein wenig verwirrend und er möchte bestimmte Dinge hören: Nicht verwirren lassen! Ihr wisst es bestimmt ;)
Prüfungsbewertung:
meine Note: 2 mündlich, 2 schriftlich
Es gab für alle eine Kollektivnote mit der Begründung wir wären alle gleich gut gewesen. Sprich: alle vier bekamen eine 2. Schade fand ich, dass sich die Prüfer keinerlei Mühe gegeben haben, auf die persönlichen Leistungen einzugehen. Wir haben nicht einmal erfahren, ob die gestellten Verdachtsdiagnosen bei unseren Patienten nun richtig waren oder nicht. Nach 8 h mündlicher Prüfung hätte ich mir persönlich gewünscht zu erfahren, was ich gut und was ich schlecht gamacht habe. Dass ist aber sicher Typsache. Bevor wir vor die Tür gebeten wurde, wurde gefragt, ob jemand seine Note einzeln mitgeteilt bekommen möchte, oder ob er mit einer Mitteilung bei Anwesenheit der anderen Prüflinge einverstanden ist. Wer gerne die Chance auf eine persönliche Rückmeldung habe möchte, sollte die Chance auf alleinige Mitteilung auf jeden Fall nutzen! Ansonsten könnt ihr zufrieden mit einer Kollektivnote die Prüfung verlassen.