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Prüfungsprotokolle - Physikum detail

Prüfer : Brehm
Uni : Marburg
Fach : Biochemie

Das folgende Prüfungsprotokoll wurde von einem Studenten
bei uns in die Datenbank eingetragen:


1. Purin zeichnen, erste Schritte der Purinsynthese, Vergleich mit Pyrimidinsynthese, Glucose-6-Phosphat-DH (Funktion, was passiert bei defekt, Glutathion mit Aufbau und Funktion), HMW Produkte, Wie viele DNA Moleküle sind in 1 Zelle -> 46 Chromosomen wegen Doppelhelix eigentlich doppelt so viele, T-loop Telomere, Telomerase (reverse Transkriptase), Topoisomerase mit Mechanismus

2. Succinat zeichnen, Citratzyklus von succinat bis Oxalacetat, welche chem. Reaktionen, wo kommt diese reaktionsabfolge noch vor-> ß-Oxidation, Carnitin-Shuttle, FS Aktivierung mit Zwischenschritten, Praktikum VNTRs, Vaterschaftschftstest homo/ heterozygot

Hat quasi drei mal die Gleiche Eingangsfrage gestellt, nur jeweils zu einem anderen Themenkomplex (Prüfling eins: Was sind Kohlenhydrate, Prüfling zwei: Was sind Proteine, Prüfling drei: Was sind Fette?)

Bei mir waren es die Proteine. Habe dann gesagt, über Peptidbindungen verknüpfte Aminosäuren und hab dann noch angefangen mit Funktionen von Proteinen in unserem Körper. Hat mich da dann unterbrochen und mich gefragt, ihm eine Peptidbindung zwischen zwei Aminosäuren zu zeichnen. Dann ging es lang um Proteasen (Wie heißen Enzyme, die Peptidbindungen spalten? Kann man die irgendwie in Gruppen unterteilen? Beispiele für Proteasen aus den einzelnen Gruppen? Was für eine Art Spaltung ist die Reaktion?) Dann hatten wir es noch eine Weile von Trypsin und wie es kommt, dass das Enzym nicht das Pankreas abbaut (Wieso ist das Enzym inaktiv, wenn das Propeptid noch nicht abgespalten wurde? Wer spaltet das Propeptid ab?) Dann Wechsel zu Molekularbiologie. Seine erste Frage: „Warum sollte man den Knollenblätterpilz nicht essen?“ Von dort aus zu NAPolymerasen.
Welche gibt es? Welche wird wie von Amanitin gehemmt? Welche bildet welche RNA?
Dann zur Initiation der Transkription. Promotorelemente, Transkriptionsfaktoren und Carboxyterminale Domäne. Als letztes ging es dann nochmal zu den Transkriptionsfaktoren. Mit was für Motiven binden diese an die DNA (also Zinkfinger, Leucin-Zipper und Helix-Turn-Helix habe ich erwähnt) Wollte bei den ersten beiden noch relativ genau auf die Struktur und den Mechanismus hinaus, das mussten wir aber eher zusammen erarbeiten, da ich nicht so wirklich Ahnung davon hatte. War aber überhaupt kein Problem.
Ein erfahrener Prüfer, der einen auch mal erzählen lässt wenns passt, aber einen Plan hat, was er alles wissen will. Hat in seinem Heft immer Stichpunkte stehen die er dann ggf. abhakt.

Einstiegsfrage: Was sind Kohlenhydrate? (hab dann erstmal so allgemeines erzählt) Dann wollte er Oxalacetat gezeichnet haben und wollte wissen in welchen Reaktionen das alles beteiligt ist (Citratcyclus, Gluconeogenese und Aminosäure-SW). Er ist dann auf Gluconeogenese eingegangen und wollte die ersten beiden Schritte erklärt haben und wo in der Zelle das stattfindet und wie Oxalacetat dann das Mito verlässt. Dann hat er gefragt woran es liegt, dass die Schritte der Glykolyse irreversibel sind (hab dann das gesagt was in der dualen Reihe steht, damit war er aber nicht einverstanden..wollte iwas mit Massenwirkungsgesetz hören: Also wenn die Substrate in vitro in ausreichend hohen Konzentrationen vorhanden wären könnte auch aus Pyruvat direkt PEP gebildet werden).

Dann gings weiter zu Molbio: Leider hat er mich da nur die Topoisomerase gefragt und wollte auch eigentlich nur wissen wo die medizinische Relevanz hat (Antibiotika und Zytostatika..wollte aber nichtmal Namen dazu hören..hätte ich auch nicht gewusst :) ) Ich war dann so enttäuscht über die Frage,weil ich echt gerne mehr über Molbio erzählt hätte, dass ich einfach alles rausgehauen hab was ich zu Topoisomerasen weiß :D Das hätte ich mir wahrscheinlich sparen können, weil im Endeffekt wollte er glaub ich wirklich nur Antibiotika und Zytostatika hören.
Auch ein netter Prüfer, der einen unterstützt und versucht einem zu helfen. Die Prüfung bei ihm hatte eher was von einem interessierten Gespräch als von einer Prüfungssitution. Er schaut auch eher ernst aber nicht unfreundlich sondern konzentriert.
Struktur eines nukleotid nennen. Ribose zeichnen und zeigen was bei desoxyribose anders ist. Purinsynthese. Habe ihm erklärt welches Atom woher kommt. Und gesagt dass hier die Atome direkt an PRPP gehängt wird. Musste ihm sagen was PRPP überhaupt ist. Dann wollte er wissen was zuerst an das PRPP kommt. Glutamin-Stickstoff. Welches? Seitenkette. Und welche Enzym. Keine Ahnung. Egal wie oft er die Frage wiederholte. Ich wusste es einfach nicht.
Dann sollte ich ihm die pyrimidinsynthese grob erklären.
Dann kamen wir zu Glucose-6-p-DH-Mangel. Joa hab dem erklärt wo das Enzym vorkommt und dass man das nadph für glutathion-regenerierung braucht, sonst kommt es zur hämolyse. Er wollte wissen wieso, also wieso die erys zugrunde gehen und die anderen nicht. Mit seiner Hilfe kam ich darauf dass bei anderen Zellen noch woanders nadph gebildet wird. Er wollte wissen wo. Keine Ahnung. Er hat versucht mich hinzuführen. Hatte das malat-Enzym aber absolut nicht im Kopf.
Telomere. Was sind sie. Wie werden sie gebildet. Habe es ihm erklärt. Aber er war mit meiner Formulierung unzufrieden, ließ mich meine Antwort immer und immer wieder wiederholen. Und war nie zufrieden, obwohl er wusste dass ich das richtige meine. -.-
Dann wollte er den T-Loop hören, wie und wieso es gebildet wird. Auch da waren ihm meine Formulierungen zu unpräzise.
Eig ein netter Prüfer. Aber er bohrt halt mega nach. Will komisches detailwissen. Und wartet auf exakte Formulierungen und ist mit weniger nicht zufrieden, was ziemlich nervig werden kann. Glaube der will aber einfach sichergehen dass man es richtig verstanden hat und nicht nur auswendig gelesen hat. Dennoch nervig.

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