Warten auf… einen Antikörper!
1. September 2010 geschrieben von AnnaHallo alle zusammen,
ich warte. Hoffentlich nicht auf Godot, das hat ja bekanntlich länger gedauert
Nein, ich warte im Moment auf einen Antikörper. Ich hatte ja schon (letztes Mal glaube ich?) berichtet, dass ich ein Experiment wiederholen will. Es gibt nämlich einen Antikörper, der das selbe Protein färbt mit Fluoreszenz, aber eben nicht nur in der Zelle sondern auch an der Zellmembran-  und gerade diese Struktur interessiert mich ganz besonders
Auf alle Fälle müssen mein Doktorvater und ich aber noch warten, bis wir vom Chef den Einkauf dieses Antikörpers genehmigt (sprich unterschrieben) bekommen. Der ist Ende dieser Woche wieder da, also Daumen drücken!
Ah ja, mir ist letztlich doch ein gutes Argument eingefallen warum man eine exerpimentelle Doktorarbeit machen sollte (neben Idealismus, Forschergeist und einer kleinen Spur Masochismus…): Der absolute Vorteil im Gegensatz zu einer klinischen Doktorarbeit ist, das einem die Patienten nicht weglaufen können!!! Kein stundenlanges telefonieren mit Patienten und Jonglieren mit Stundenplänen. Keine Schwierigkeiten, Testpersonen zu akquirieren für noch nicht ausgereifte Testverfahren, kein “Ah, ich brauche noch mindestens 7 Patienten die das haben – kennst du noch wen?”.
Stattdessen nur ich, meine Laborbank und die guten alten 3T3 Fibroblasten-Zellen. Die haben wenigstens keine anderen Termine außer mich… und ihre Einwilligung braucht man auch nicht unterschrieben zurück
Zum Thema Patienten und Einwilligung: PJ ist sehr nett, Zugänge legen klappt immer besser, und mit etwas nachlesen im Herold läuft es auch mit der Inneren… An dieser Stelle möchte ich mal die Gelegenheit nutzen, um auf ein kürzlich neu entdecktes Buch hinzuweisen: Doc’s Coach von M. Hofer ist (für 30€) ein unglaublich PRAKTISCHES Buch für Famulanten, PJler und auch Assistenzärzte. Von schwierigeren Dingen wie Liquorpunktion bis hin zu Basics wie Blut abnehmen oder Zugänge legen werden alle ärztlichen Tätigkeiten mit Bildern und guten Hinweisen super erklärt. Extrem hilfreich!!! Und mein neues Lieblingsbuch
Das war jetzt ziemlich viel Werbung, aber ich bin sehr angetan von dem Buch… da oft Erklärungen auf Station kurz kommen und es heißt “mach mal”, kann man hier das “richtig machen” lernen.
So, das wars für heut
Sayonara
Anna
