Der Winter kehrt zurück!

7. März 2010 geschrieben von Anna

Hallo und einen schönen Guten Tag zusammen!

Der Winter und mit ihm der Schnee sind zurückgekommen. Überraschenderweise, wirklich… und ich muss sagen, trotz meiner großen Liebe zu Schnee und Winter bin ich der Meinung, dass es Anfang März schon eher auf den Frühling zugehen sollte!!!

Dieses Wochenende war wirklich sehr gemütlich… Da ich es am Donnerstag ja doch geschafft hatte, meinen Entwurf für die Einleitung für meine Dissertation an meinen Doktorvater abzuschicken, habe ich mir ein freies Wochenende gegönnt :D Und bin daher zu einer Freundin gefahren und wir haben uns ein gemütliches Mädels-Wochenende gemacht… sehr nett, mal wieder!

Ich hoffe nur, der Entwurf kommt ganz gut hin… Für eine Dissertation in Form eines Papers brauche ich nämlich zuerst ein paper welches in einem Journal veröffentlicht wird und bei welchem ich die Hauptautorin bin. Dazu zusätzlich muss ich beim Promotionsbüro noch weitere 5-10 Seiten als Ergänzung einreichen. Diese Ergänzung besteht aus Einleitung und Diskussion. In der Einleitung muss ich mein Themen- und Arbeitsfeld erstmal erläutern und abstecken. Man kann ja auch nicht erwarten, dass sich alle in den Themen ganz speziell auskennen. Dann kommt das Paper, und zum Schluss kommt nochmal eine Diskussion, in der man erläutert, was die Ergebnisse genau für dieses Arbeitsfeld bedeuten.

Finde ich relativ schwierig zu schreiben, auf der einen Seite muss man potenzielle Prüfer bei der Doktorarbeit so an das Thema heranführen, dass sie es gut verstehen, auf der anderen Seite darf man nicht ins banale abrutschen… Ich bin auf alle Fälle total gespannt, was mein Doktorvater von meiner Einleitung hält und werde davon berichten :D Hoffentlich nur gutes ;)

Ansonsten freue ich mich auf eine hoffentlich entspannte Woche, zwar mit Klausur am Freitag, aber die soll nicht so schwer sein… Nr 3 der Klausuren, die mich noch vom Scheinfrei-Status trennen!!!

Daher werde ich ab Montag doch mal mich intensiver mit dem Thema Reha beschäftigen… in diesem Sinne…

Einen schönen restlichen Tag noch

Sayonara

Anna

Der verhängnivolle Zusammenhang zwischen Studium, Doktorarbeit und mangelnder Kondition

5. März 2010 geschrieben von Anna

Es wird Frühling :D Endlich, endlich lassen sich die ersten Sonnenstrahlen blicken in der Natur… und meine Tulpenzwiebel fängt bestimmt auch bald an zu blühen. Letztes Jahr war ich nämlich als Belohnung für das viele lernen in Amsterdam und habe auch als Andenken Tulpenzwiebeln mitgebracht. Die meisten davon sind bei meiner Mutter im Garten gelandet, eine einzige aber auch im Topf auf meiner Fensterbank….

Bei meiner Besprechung mit meinem Doktorvater gab es Aufschub – nicht unbedingt zu meinem Bedauern ;) Er hat diese Woche eine Diplomandin zu betreuen, daher treffe ich mich nächste Woche mit ihm. Meinen Entwurf sollte ich ihm aber schon schicken. Habe ich natürlich prompt vergessen und erst heute losgeschickt – hoffentlich ist es ihm noch nicht aufgefallen, lalala… nein, ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Betreuung und daher ist das nicht so schlimm, es war halt nur seit Montag fertig und da hätte ich es ruhig schon abschicken können.

Heute hatte ich den erschreckenden Beweis, was Studium und Doktorarbeit für Auswirkungen auf die Kondition haben können! Denn im Moment haben wir Rehabilitationsmedizin und mussten/durften/sollten da einen Fitnesstest auf dem Fahrradergometer machen. Mir schwante schon übles, habe ich doch immerhin dieses Semester kaum Sport gemacht… und siehe da, bei 150 Watt versagten meine Beine den Dienst… :( Naja, wenigstens mein Blutdruck war in Ordnung und ist nicht über 140 gegangen…

Daher mein fester Vorsatz, im nächsten Semester vielviel mehr Sport zu machen!!!

Zeit hätte ich dafür wahrscheinlich schon. Ich wollte nämlich vor meinem PJ noch ein Freitertial machen um da meiner Doktorarbeit das letzte Finish zu geben, fertig zu machen und das hoffentlich vollständig geschriebene dann im Promotionsbüro einreichen. Oh, wenn dieser Tag erstmal erreicht ist gehe ich erst mal Essen oder muss anderweitig feiern :D

Aber im Moment bin ich recht zuverlässig, mein zum Teil ziemlich schwankender Optimismus hat einen recht guten Pegelstand erreicht…

Hm, dabei wollte ich doch auch mal beschreiben, wie ein richtig schlechter Tag im Labor ablaufen kann… ach, dazu gibt es bestimmt auch noch mal Gelegenheit und Muße… soll man sich lieber nicht herbeiwünschen.

Stattdessen noch ein guter Tip was mir meist hilft, bei längeren und nicht allzu komplizierten Experimenten die Laune zu behalten: Musik hören :D

Da gibt es ja unterschiedliche Meinungen zu. Manche lehnen es strikt ab, andere hören ständig Musik. Ich mag es zumindest bei unkomplizierten Arbeiten ganz gerne. Ich war mal im OP, da hat mich die Musik schon irritiert, aber so im Labor beim pipetieren ist es recht entspannend… Am Besten später abends wenn die Tas schon nach Hause gegangen sind und man das Labor so ziemlich für sich alleine hat…

Aber morgen kein Labor und keine Theorie, sondern Studienexkursion in eine Rehaklinik, daher schon um 7.20 am Hauptbahnhof…. Argh, viel zu früh!!!

In diesem Sinne eine gute Nacht und Sayonara

Anna

Arbeit unter Zeitdruck

28. Februar 2010 geschrieben von Anna

Einen wunderschönen guten Abend zusammen!!!

Es ist Sonntag abend und es stürmt hier. Heute früh dachte ich, es würde gutes Wetter (endlich mal) geben… aber nein. Der strahlend blaue Himmel bezog sich mit grauen Regenwolken und es fing an zu nieseln. Und seit 2 Stunden heult der Wind ums Haus und die Pappeln wiegen sich im Sturm.

Sehr gemütlich und eine sehr gute Hintergrundgeräuschkulisse für mein arbeiten. Nachdem ich gestern einen sehr guten Grund hatte um nicht zu arbeiten (ich hatte Geburtstag und gestern war die Feier :D ) musste ich heute die liegen gebliebene Arbeit erledigen. Da es gestern ein wenig länger geworden ist und ich meine lieben Gäste auch nicht rauswerfen wollte, hat heute der Tag etwas später begonnen. Das aber auch erst mal mit einem ausgiebigen Frühstück. Da ich auch nicht mit einer total chaotischen Bude in die Woche starten wollte (und zudem meine Mitbewohnerin doch sehr gelitten hätte) war erstmal eine größere Putz- und Aufräumaktion angesagt…

Alles in allem hat der ganze Kram so lange gedauert dass ich erst um 18Uhr anfangen konnte mich an meine Doktorarbeit zu setzen. Strategisch seeeeeeeeeeeehr unklug… :P

Denn nächste Woche habe ich mal wieder ein Treffen mit meinem Doktorvater und soll ihm zeigen, was ich in letzter Zeit so gemacht und geschrieben hatte. Und eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen, 5 Seiten an Neuem mitzubringen- de facto sind es jetzt aber erst 3 geworden. Da ich aber vorher nicht gesagt habe wieviel Seiten ich zu schreiben gedenke, wird er es niiiiiiieeeeeeeeeeeee erfahren :D Und 3 gut recherchierte Seiten sollten auch in Ordnung sein.

Vor allem in Englisch… argh. Da ich mein Paper auch auf Englisch schreiben muss versuche ich, auch sonst alles gleich in Englisch zu schreiben. Unter anderm auch mein Laborbuch. Manchmal wenn ich nicht aufpasse, fange ich auf Englisch an, mache dann auf Deutsch weiter und wechsele am Ende doch wieder ins Englische.

Aber die 3 Seiten sind auf Englisch, wenn auch nicht ein besonders gutes… aber ich muss wohl sowieso noch eine verbesserte Version schreiben, so lange bis es gut genug ist um es zu veröffentlichen…

Also noch ein laaaaaaaaaaaaaaanger Weg :) Aber heute war es ziemlich interessant… mehr dazu das nächste Mal :D

Einen schönen restlichen Abend, Nachmittag oder Morgen noch

Sayonara

Anna

Ein perfekter Tag im Labor!

27. Februar 2010 geschrieben von Anna

Hallo und einen wunderschönen guten Abend zusammen!!!

Der Schnee ist fast getaut in den letzten Tagen… und langsam zeigt sich das erste Grün in Hannover. Ich habe letztlich auch schon ein paar Weidenkätzchen blühen sehen. Sehr schön, der Frühling kann kommen nach diesem langen Winter :)

Ach ja, in 3 Wochen ungefähr bin ich scheinfrei offiziell, juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu :D

Das heißt nicht das die Arbeit vorbei wäre, im Gegenteil. Das Freitertial was ich habe ist dann für meine Doktorarbeit reserviert, ich möchte echt unbedingt vor dem PJ noch fertig werden. Und das ist nochmal echt viel Arbeit…

Und was war noch diese Woche los? Ich hatte Geburtstag :) Immerhin, 25 Jahre bin ich jetzt alt. Damit bin ich mir sehr erwachsen vorgekommen, bis ein Arzt meinte: Was noch soooooooooo jung?! Naja, bis zum PJ ist noch etwas Zeit, wenn man es genau nimmt 6 Monate.

Und weil ich vor 2 Tagen Geburtstag hatte, werde ich dieses Mal nicht jammern sondern nur positive Sachen schreiben ;) Daher hier die Schilderung eines optimalen Labortages:

Ich bin um 8.30 ausgeschlafen und wach im Labor, wundersamerweise sind die anderen Doktoranden auch schon da und haben frischen Kaffee gekocht. Ich mache mir einen Kaffee und einen guten Plan für den Tag. Nein- den Plan habe ich schon gestern ausgearbeitet. Dann bereite ich alles vor, taue die Sachen auf und schaue nach der Zentrifuge. Diese ist frei, den ganzen Tag- und ich muss mit niemandem andern konkurrieren.

Zum Schluss werde ich pünktlich ohne Verzögerung fertig und kann mich mit meiner Freundin um 17Uhr in der Stadt treffen… :)

Also, so sieht es natürlich nicht immer aus, aber mehr dazu beim nächsten Mal

in diesem Sinne

Sayonara

Ein entspanntes Wochenende…

21. Februar 2010 geschrieben von Anna

Hallo alle zusammen und einen schönen guten Abend J

Es ist Sonntagabend in Hannover und ich schaue gemütlich nach draußen. Es hat wieder geschneit und gefroren, so dass ich im Licht der Straßenlaterne ein schönes Panorama aus Parkbänken und verschneiten Bäumen sehe. Sehr gemütlich, ein bisschen noch wie die Vorweihnachtszeit…

Ansonsten habe ich mir an diesem Wochenende noch die Zeit vertrieben mit Olympia Winterspiele im Fernsehen gucken. Ich muss ja sagen, als Favorit hat sich bei mir lustigerweise Curling herausgestellt. Auch wenn es nach nicht sehr viel sportlichem Einsatz aussieht, die Scheibe übers Eis zu schubsen und mit Schrubber-ähnlichen Haushaltsgeräten das Eis zu bearbeiten, bei des Spielen ist die Taktik doch entscheidend und daher ist es wesentlich interessanter, solch ein Spiel zu verfolgen als zu sehen, wie sich jemand mit den Ski einen Abhang hinunterstürzt.

Tjaja, was gibt es ansonsten noch zu berichten? Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, entgegen meinen guten Vorsätzen habe ich dieses Wochenende kaum etwas für meine Doktorarbeit zustande gebracht, gar nichts ist sogar noch die treffendere Bezeichnung L Nach einem eingeplanten Pausen-Samstag konnte ich mich heute überhaupt nicht aufraffen, an die Arbeit zu gehen. Eigentlich schön blöd, da ich übernächste Woche mich mit meinem Doktorvater treffen muss um ihm zu zeigen, wie weit ich mit Schreiben gekommen bin… Und bisher habe ich da nicht allzu viel geschafft, leider leider…

Ich setze jetzt alle Hoffnungen in das nächste Wochenende… Da habe ich dann hoffentlich genug Zeit um alles so fertigzumachen das man zumindest sieht, dass ich gearbeitet und was zusammenbekommen habe. Langsam habe ich nämlich wirklich das Gefühl, das ich mich beeilen sollte. Im August gehe ich ins PJ, und bis dahin möchte ich alles fertig bekommen. Ich habe – wie bestimmt jeder Doktorand – schon genug abschreckende Geschichten gehört von Doktorarbeiten die seit Jahren in Schreibtischschubladen von Instituten vor sich hin schlummern und von ihren Besitzern vergessen worden. Absolut erschreckende Vorstellung wenn man bedenkt, wie viel Arbeit in den Arbeiten steckt. Die Vorstellung, das mir das passieren könnte – absolut erschreckend!!!

Aber nein, bevor ich jetzt allzu pessimistisch werde… Die meisten kriegen ihre Doktorarbeit letztendlich irgendwie hin. Und hoffentlich nächstes Jahr kann ich dann auch meine Arbeit abschließen und mir den Doktorhut stolz aufsetzen. Daher für nächste Woche gute Vorsätze und auch gute Taten und Ergebnisse!!!

In diesem Sinne eine gute Nacht ;)

Sayonara

Anna

Die Schwierigkeit, anderen Leuten von seiner Doktorarbeit zu erzählen

19. Februar 2010 geschrieben von Anna

Hallihallo alle zusammen,

einen schönen Abend/Morgen/Mittag etc… Ich habe für dieses Wochenende einen Plan. Mal abgesehen für die übliche Arbeit (nächste Woche Freitag Prüfung in Allgemeinmedizin und noch nicht allzu viel gelernt, in 10 Tagen treffen mit meinem Doktorvater und Beurteilung meiner verfassten Texte für die Doktorarbeit). Ich werde dieses Wochenende KOCHEN!!! Und zwar etwas leckeres, gesundes. Am Besten mit viel Gemüse und Fleisch, vielleicht asiatisch? Musste mir nämlich in letzter Zeit so einige Kommentare über meine Ernährung als zukünftige Medizinerin anhören :P bevorzugt von Laborkollegen. Und da diese Woche Pizza und Schokoriegel und Cup Noodels (seeeeeeeeeehr praktisch fürs Labor) ziemlich oft dran waren, werde ich mir dieses WE auch stoffliche statt nur geistige Nahrung zuführen.

Habe ich eigentlich schon mal darüber gejammert, dass kaum jemand ohne langschwafelige Erklärungen das Thema meiner Doktorarbeit versteht? Ich meine, bei einer klinischen Doktorarbeit ist das ganz simpel, man kann einfach sagen : Ich vergleiche 2 verschiedene OP Methoden in der Chirurgie oder ich teile Fragebögen zu einem Thema aus. Und wenn man mich fragt, z.B. Verwandte oder Freunde, dann sage ich meist so was wie „Ich beschäftige mich mit der Funktion von Membrandomänen bei der Endozytose von…“ bis dahin komme ich meist, dann werde ich unterbrochen. Hä? Was ist eine Membrandomäne? Was ist Endozyose? Und dann geht das Erklären los. Und da die meisten Leute jetzt auch nicht soooooooo brennendes Interesse an zellbiologischer Grundlagenforschung haben, höre ich dann bald auf mit erklären. Manchmal versuche ich jetzt auch die Sparversion und sage, ich beschäftige mich mit Zellen und erkläre, wie Stoffe rein- und wieder rauskommen und wie das funktioniert. Dabei ist es echt spannend :D

Während man früher gedacht hat, die Zellmembran ist einfach nur eine Art Hülle aus Fett in der noch ein paar Rezeptoren drinhängen weiß man nun, dass die Zellmembran auch Bereiche mit verschiedenen Funktionen und Aufgaben hat und dass diese sich vor allem in ihrer Proteinzusammensetzung unterscheiden. Und von den Bereichen aus werden dann z.B. verschiedene Sachen endozytiert und verschiedene Stoffwechselprozesse finden statt. Hm, vielleicht schreibe ich beim nächsten mal was darüber, wie man überhaupt so eine Zellmembran untersuchen kann? Ich arbeite da nämlich mit einer ziemlich interessanten, aber leider  auch sehr zeitaufwändigen Methode dran.

So, aber jetzt: Freitagabend – Freizeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeit!!! Zwar nichts spektakuläres vor, nur ein Abend im Kino, aber ich freu mich J Sherlock Holmes – ich glaub man darf den Film nicht mit dem Originalbuch vergleichen, aber zumindest mag ich viktorianische Kulissen sehr gern, und den Hauptdarsteller auch…

Soooo, einen schönen Freitagabend

Sayonara

Anna

Eine Wochenendfahrt die ist lustig…

15. Februar 2010 geschrieben von Anna

Einen wunderschönen Rosenmontag zusammen :D

Hier in Niedersachsen feiert man das ja nicht so sehr… eigentlich kaum, jedenfalls in Hildesheim oder Hannover nicht! Habe es nur daran gemerkt, dass die Schulkinder alle mit gefärbten Haaren oder Kostümen rumgerannt sind. Ah, und das irgendein guter Geist in der Praxis wo ich grad mein Allgemeinmedizinpraktikum mache, eine riesige Schachtel mit Berlinern mitgebracht hat. Glücklicherweise die mit Glasur, die mit Puderzucker mag ich nicht so gerne…

Pünktlich zum Rosenmontag gibt es auch hier 2 Besonderheiten: Zuallererst ist dies ein Nachtrag :D Und als Zweites wird es wenig „Doktorarbeit“ enthalten. Warum?!?

Jaaaaa, dieses Wochenende war zufällig und nicht geplant internetfrei. Geplant war eine Rostockfahrt mit Freunden. Unterkunft konnten wir praktischerweise in dem Ferienwohnungskomplex der Eltern eines Mitfahrenden bekommen. Die Wohnungen waren auch sehr schön, gemütlich und strandnah – jedoch gab es kein Internet!!! Und vor allem ohne Vorwarnung für 3 Tage war das absolut ungewohnt und überraschend. Meinen blog gemütlich mit Blick auf den vereisten, schneebedeckten Ostseestrand zu schreiben war somit nicht möglich. E-mails bearbeiten, das gute alte Studivz oder youtube gab es somit auch nicht. Selbst wenn ich es gewollt hätte, hätte ich an diesem Wochenende nichts für die Doktorarbeit machen können. Noch nicht mal paper nachlesen und nach neuen suchen auf pubmed war möglich!

Insgesamt glaube ich aber, dass mir ein Wochenende ohne Internet und Arbeit auch nicht geschadet hat, und ich kann nach dieser kurzen Pause um so motivierter ans Arbeiten gehen ;)

Aber jetzt noch ein paar Bemerkungen zu Rostock: Als Allererstes ist mir aufgefallen, dass die Bäcker dort viel günstiger sind als hier in Hannover. Es sah jetzt aber auch nicht schlechter aus… Es gibt recht viele interessante Kirchen, wenn ich auch jedem raten kann, sie sich – wenn man es irgendwie vermeiden kann – nicht um 20.30 bei -8°C anzusehen. Des weiteren ist wohl auch in Rostock das Streusalz ausgegangen, was den langsamen Bummel durch die hübsche, wieder aufgebaute Altstadt noch gemütlicher und langsamer werden lässt.

Der Strand ist auch sehr hübsch, auf Baden habe ich verzichtet gestern ;) Und kulinarische Spezialitäten konnte ich auch nicht probieren, wir haben selber gekocht, das aber sehr lecker (absolut genial: Spaghetti mit Fenchel und Lachs – hört sich abgefahren an, schmeckt aber total gut)

Auf alle Fälle ist Rostock eine Reise wert, wenn man sich auch nicht gerade den tiefsten Winter aussuchen muss…

So, das war der Nachtrag für letzte Woche, ich hoffe ich konnte alle fürs herumfahren am WE motivieren und wünsche eine gute Nacht (alternativ Guten Morgen, Mittag oder Abend).

Sayonara

Anna

Ah, Erkältung… wenn man es NICHT braucht…

12. Februar 2010 geschrieben von Anna

Uaaaaaaaaaaaaaah, guten Tag alle zusammen!

Ich muss zugeben, bisher war die Woche sehr wechselhaft… Abgesehen dass die öffentlichen Verkehrsmittel am Montag wirklich gestreikt haben und ich daher bestimmt mindestens 2 Stunden durch Schnee und Eisregen stampfen musste, hatte dieser kleine Spaziergang die Konsequenz, dass ich mir die Erkältung des Jahrhunderts eingefangen hatte. Blöd, sehr blöd. Denn zeitgleich damit hat am Mittwoch mein Praktikum in Allgemeinmedizin begonnen. Also habe ich immer in den kurzen Pausen zwischen 2 Patienten die Zeit genutzt, um mir die Nase zu putzen, viel Wasser zu trinken und Hustenbonbons zu lutschen. Damit ich nicht meine Erkältung weitergebe, habe ich bestimmt auch eine Flasche Desinfektionsmittel verbraucht in dieser Woche…

Da ich immer nach Hildesheim fahren muss, kann ich im Moment leider gar keine Zeit im Labor verbringen L Aber um 19.30 dort aufzuschlagen abends halte ich für etwas übertrieben. Aber in meinem jetzigen Zustand wäre mir Labor echt lieber. Denn ein absolut unbestreitbarer Vorteil an einer Doktorarbeit im Labor – sowie der Laborarbeit allgemein – ist der sehr entspannte Dresscode. Natürlich hat man immer die weißen Kittel um sich gegebenenfalls vor fleckenmachenden oder noch unangenehmeren Sachen zu schützen. Aber ansonsten bevorzuge ich möglichst alte, gut eingelaufenen Turnschuhe, eine gemütliche Jeans und undefinierbare Pullover. Meine Zellen interessiert ja schließlich nicht, wie ich aussehe oder ob meine Nase läuft…

Und bei einer klinischen Doktorarbeit hat man die ganze Arbeit, sich Patienten zu organisieren und muss telefonieren, Termine machen etc… Die einzige Arbeit die ich bisher in dieser Hinsicht hatte, war einen Antikörper nachbestellen zu müssen. Ah, halt, ich vergaß: Die wöchentlichen Kämpfe ums konfokale Mikroskop. Für alle die sich nicht mit solchen Sachen rumschlagen müssen: Ein konfokales Mikroskop kann, im Gegensatz zum normalen Mikroskop, auch Schnittbildaufnahmen machen. Also so ähnlich wie ein CT JSehr praktisch, man kann dann seine mit Fluoreszenzfarben gefärbten Stellen sehr gut darstellen und sich genau die Schnitte heraussuchen die man braucht. Und besagtes Mikroskop ist seeeeeeeeeeeeeeeeeeehr beliebt. Also muss man sich am Besten mindestens eine Woche vorher anmelden und gut planen… Ganz katastrophal vor Ferien und Feiertagen: Jeder will sich noch seine Präparate anschauen bevor sie verblassen, und man muss echt auf kriminelle Zeiten ausweichen. Einmal vor Weihnachten habe ich um 20 Uhr abends angefangen… ging dann auch noch dementsprechend lange…

Ah, es wird wieder Zeit für inhalieren und eine große Tasse Kamillentee… und eine Wärmflasche…  Und dann sollte ich noch ein bisschen weiterfeilen, welches Bild von den Fluoreszenzaufnahmen am schönsten geworden ist J

Daher, bis bald und erkältet euch nicht ;)

Sayonara

Anna

?

Neue Erfahrungen… z.B. Kalligraphie

8. Februar 2010 geschrieben von Anna

Einen wunderschönen guten Morgen, guten Abend oder gute Nacht zusammen J

Auf mich trifft jetzt wohl am ehesten „Gute Nacht“ zu, denn es ist schon recht spät – und auch ein Student möchte ausgeschlafen sein… obwohl, das gemütliche 11-Stunden-Schlaf-Pensum vom Wochenende werde ich wohl in der Woche nicht erreichen…

Und morgen sogar noch früher als gewöhnlich aufstehen, grrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!!! Die üstra (Hannovers Bahn- und Busunternehmen) streikt und lässt ALLE Bahnen und Busse ausfallen, den ganzen Tag. Abgesehen von Solidarität mit den Bahn- und Busfahrern von Hannover die vermutlich wirklich zu wenig Geld bekommen ist es echt nervig und stellt mich vor organisatorische Probleme: Ich gehöre weder zu den Studenten die direkt an der Uni wohnen, noch zu den wenigen Exemplaren die ein Auto ihr Eigen nennen können. Und mit Bus und Bahn fahre ich gemütlich ca. 25 Minuten. Zu Fuss ist das natürlich absolut illusorisch, also werde ich wohl morgen mit meinem (übrigens nicht verkehrstauglichem) Fahrrad die vereisten Fahrradwege unsicher machen und hoffen, dass alles gut geht … also wenn ihr nächste Woche nichts von mir hört, dann liege ich vermutlich mit 2 gebrochenen Armen im Krankenhaus und beklage mein jämmerliches Schicksal ;)

Aber dieses Wochenende habe ich echt eine interessante, wenn auch anstrengendere Erfahrung gemacht als mein normales Leben zwischen Studium und Doktorarbeit normalerweise beinhaltet: Ein Freund mit dem ausgefallenen Hobby „Kalligraphie“ hat eine Art kleinen Workshop organisiert und seine japanische Kalligraphie-Lehrerin eingeladen. Und da habe ich am Anfang noch gedacht: Ah, nett und entspannend, ein bisschen mit Pinsel und Tusche rumkleksen… aber von wegen!!! Es war anstrengender als an der Doktorarbeit rumzubasteln und Kekse zu essen!!! Nach den ersten 3 Stunden war ich heilfroh, eine Kuchenpause zu haben. Es ist zuerst nämlich sehr wichtig, WIE man den Pinsel hält, es gibt auch unzählige Arten einen Strich zu setzen, und wenn man unkonzentriert ist, rächt es sich gleich: Besagter Strich wird dann krakelig oder anders ausgedrück „nicht harmonisch“. Alles in allem war es eine interessante, spaßige Erfahrung. Als Hobby für mich aber eher ungeeignet, und japanische Schulkinder die das insgesamt 9 Jahre als reguläres Unterrichtsfach haben, verdienen mein vollstes Mitleid… Da übe ich mich doch lieber in einer ganz besonderen Art von Kalligraphie: So unleserlich wie möglich meine Unterschrift hinzuschmieren um später die berüchtigte „ärztliche Handschrift“ zu erlangen… Bei manchen Unterschriften im Krankenhausalltag kann man sich vorstellen, dass die Leute seeeeeeeeehr lang geübt haben J

So, um morgen sportlich in den Tag zu starten können, werde ich jetzt ins Bett wandern, bin schon gespannt wie viel meiner Kommilitonen mir morgens gähnend auf dem Fahrrad begegnen werden …

Sayonara

Anna

Zeitmangel Zeitmangel …

4. Februar 2010 geschrieben von Anna

Hallihallo und einen wunderschönen guten Mittag zusammen!!!

Ich leide gerade an einem absoluten Mittagstief – 14,37 Uhr, also klassische Zeit dafür – und habe mir daher grad gedacht: was soll’s, lernen kannst du im Moment sowieso nicht, da kannst du doch auch gleich noch ein bisschen bloggen…

 

Naja, diese Woche ist sowieso eher lernen für Klausur am Freitag (schon morgen, uaaaaaaaaah) angesagt als an der guten alten Doktorarbeit weiterschreiben.

Um auch wirklich gut und vor allem kontinuierlich/diszipliniert zu lernen habe ich meine Nachmittage in die Unibibliothek der MHH, meinem seit 5 Jahren heißgeliebten Daueraufenthaltsort, verlegt. Einziges Problem: Absolut ungelüftet und ohne die Möglichkeit, die Fenster aufzumachen oder die Heizung herunterzudrehen. Also sitze ich hier ,bei Minusgraden draußen, in der Bib im T-shirt.

 

Trotzdem, was ich an diesem Wochenende mal dringend machen sollte ist eine Skizze mit den Dingen die in meine endgültige Diss kommen sollen. Der Termin mit meinem Doktorvater ist noch gute 3 Wochen hin, aber das geht ja dann meist schneller als man wünscht. Und ich muss uuuuuuuuuuuunbedingt mich mal wieder mit meinen Papern beschäftigen und mir ein paar raussuchen die in die Diss reinsollen. Hierbei stellt sich mir immer wieder die Frage: Wie viele Paper überhaupt? Klar, ne bestimmte Anzahl ist schon sinnvoll, aber in manchen Veröffentlichungen ist eine so riesige Liste an Zitaten dran dass es aussieht, als hätte man einen Großteil  nur drangehängt um seine Leserschaft zu beeindrucken.

Das möchte ich nun auch nicht erreichen. Daher werde ich es wohl so machen, dass ich eine wohldosierte Menge an anderen Papern zitiere und wenn es nicht reicht wird mein Doktorvater es mir hoffentlich sagen…

 

Ah, und man stellt sich ja des Öfteren (zumindest ich) die Frage, ob man später mal mit seiner Doktorarbeit was anfangen kann. Ich muss mal rumfragen bei Ärzten, ob die Arbeit später nur in der Schublade landet oder noch gebraucht werden kann. Hm. Ich möchte ja sowieso zumindest neben der klinischen Arbeit im Labor noch forschen… Von der reinen Forschungstätigkeit habe ich mich bereits wegen echt mieser Bezahlung, schlechten Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Einseitigkeit schon verabschiedet. Aber wenn man nebenbei noch Forschen könnte als Arzt würde mir das echt Spaß machen. Und da könnte ich dann auch hoffentlich meine Laborerfahrung anbringen… Mal sehen :D

 

Ah, ich sehe, die Zeit rast schon wieder. Es ist daher Zeit für einen Kaffe, ein wenig frische Luft und dann meine aktuelle Lektüre: Sozial- und Arbeitsmedizin…

 

Sayonara und bis bald

Anna