eine TEP, eine TEP, eine TEP…*schnarch* und oh Gott – ein Pharmavertreter

Mhm…eigentlich weiß ich gar nicht so wirklich, was ich Spannendes berichten soll. Da ich überhaupt nichts selber machen darf, bleibt dann natürlich auch nicht so viel im Gedächtnis :(

Am Mittwoch konnte ich ja dann zum Glück mal wieder ausschlafen und kam erst 13Uhr in die Sprechstunde. Gut ausgeruht, kamen eigentlich die nächsten 3 1/2 Stunden nur Patienten zu ihrem Kontrolltermin nach Kreuzbandplastik vor ca. 4 Wochen. Da gibt es dann natürlich große Unterschiede zwischen den einzelnen Patienten was Beweglichkeit, Schmerzfreiheit, Muskelzustand etc. betrifft, aber so richtig spannend ist das natürlich über 3 Stunden lang auch nicht.

Als dann diese Sprechstunde vorbei war, begann die Sprechstunde des Kollegen, der der Schulterspezialist der vier Ärzte dort ist. Da gibt es sogar eine eigentlich recht eigenartige Geschichte zu berichten. Also, Patient kommt mit versorgter Trümmerfraktur der Tibia und der Fibula (ok, das hat jetzt mit Schulter nicht wirklich etwas zu tun, aber spannende Schulterpatienten gab es an diesem Tag einfach nicht) und wird eigentlich in der Uniklinik behandelt, war dort aber irgendwie nicht so richtig zufrieden. Jedenfalls hatte er sich schon die Spannungsblase am Unterschenkel selbstständig ausgedrückt und außerdem hatte er noch eine Schwellung in Höhe des 1. Dtittel des Unterschenkels, wo er sich dann zu Hause auch gleich einmal selber punktiert hat….Was soll man dazu sagen?!??! Der Patient war zwar so ein wenig aus dem medizinischen Bereich, nämlich Pharmavertreter, aber punktiert man sich deshalb gleich selber zu Hause?!? Super schön sah das ganze dann auch nicht aus. Er meinte zwar, er hätte es unter sterilen Bedingungen gemacht, aber dafür sah es dann doch ziemlich entzündet aus.

Am Mittwoch war ich dann in der Sprechstunde mit dem der vier Ärzte, der vor allem die TEP-Versorgung macht und so sahen wir am Vormittag eigentlich nur Patienten zur TEP-Kontrolle, was irgendwie alle ein wenig frustrierte und er sich selber schon wunderte, ob er überhaupt eine normale Sprechstunde haben würde. An dem Tag ereignete sich dann auch nichts weiter erwähnenswertes.  Er hat mir ein paar Dinge im MRT gezeigt, also wieder eins zwei Sachen mehr, die ich jetzt hoffentlich auch in den nächsten MRTs sehen werde, aber ansonsten ist er sowieso eher zurückhaltend und hat dementsprechend auch nicht viel erkärt und leider auch auf Nachfrage nur sehr kurz und knapp geantwortet.

Heute stand für mich dann endlich mal wieder OP-Tag auf dem Programm mit 5 Meniskusläsionen und 5 Kreuzbandplastiken. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, weil ich jedes kleinste Detail erklärt bekommen habe, auch wenn ich zwei OPs mal wieder von außen betrachten musste, weil zwei Prakitikanten aus dem Rehazentrum zum Zuschauen kamen und der OP für so viele dann doch zu klein ist.

Morgen stehen dann scheinbar nur 4 Stunden Sprechstunde auf dem Plan, was mich nicht so ganz motiviert, aber auf jeden Fall werde ich noch mal einen Blick in mein Ortho-Lehrbuch werfen, da ich die ganze Zeit mit dem Chef in der Sprechstunde sein werde und er mittlerweile dann doch auch ganz gern mal Fragen stellt. Das ist für mich nicht ganz so einfach, da ich ja noch keine Vorlesung in Ortho hatte und dann mehr oder weniger auf meinen Erfahrungsschatz der eigenen OPs und aus den letzten Praktika zurückgreifen muss. Ich hab natürlich auch im Vorfeld der Famulatur schon versucht einiges zu lernen, aber so auf Knopfdruck hab ich dann leider so einiges noch nicht parat.

Naja, schauen wir mal, wie’s läuft

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