„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Uni klaut!“

28. Mai 2010 geschrieben von Maren

Wahnsinn.

Sowohl die grenzenlose, blinde Dummheit  der Einsparungsvorschläge an Gesundheit, Bildung und Forschung als auch die Geschwindigkeit und Kraft mit der sich eine Studierendenschaft, eine Universität, ja eine ganze Stadt zusammenrotten kann. Beides Wahnsinn.

Weiterer Aufhänger der Dramatik, die über die bereits thematisierte Privatisierung des UKSH und dessen Folgen noch weit hinaus geht, ist folgendes Bestreben der Landesregierung (offenbar v.a. FDP)

“Ab dem Wintersemester 2011/12 werden deshalb keine neuen Studienanfänger für Medizin in Lübeck immatrikuliert.”

Damit Sterben sämtliche Medizinstudienplätze der Med. Fakultät Lübeck (derzeit über 1.300), stirbt die Universität zu Lübeck, sterben medizinverwandte Studiengänge der Fachhochschule, sterben Arbeitsplätze bei Dräger und weiteren ansässigen Firmen und vielen Zulieferbetrieben (mind. 10.000 Arbeitsplätze direkt bezifferbar).

Kann sich die Region und kann sich unser Land das leisten? Die möglichen Einsparungen schlagen mit einem Vielfachen an Verlusten und Problemen zurück.

Anstatt lange Texte zu schreiben lasse ich das mal für eigenes Nachdenken über die Konsequenzen so stehen.

Die einzig gute Nachricht:  So einfach lassen wir das nicht mit uns machen!

- 25.05.: Vollversammlung der Universität und Demonstration

- 26.05.: Sondersitzung des Senats mit Pressekonferenz; Präsidium und Studierende stehen zusammen

- 27.05.: Spontaner Flashmob von 700 Menschen lässt Kubicki nicht durchkommen und demonstriert lautstark aber friedlich; die Bürgerschaft steht voll hinter der Universität; Aktionsbündnis und Bürgerbegehren auf dem Weg

… to be continued

für mehr seht bitte www.luebeck-kaempft.de

UKSH – Und Keiner Schreit Halt!

17. Mai 2010 geschrieben von Maren

Oder besser: Stadtregierung, Universität, Klinikmitarbeiter und Studierende, wir schreien alle, aber warum hört uns niemand???

http://www.ln-online.de/artikel/2775047/Land_will_Uniklinik_in_L%FCbeck_komplett_verkaufen.htm?search=UKSH

http://www.ln-online.de/artikel/2775580/L%FCbeck_k%E4mpft_um_seine_Uniklinik_-_Verkaufspl%E4ne_sorgen_f%FCr_Emp%F6rung.htm?search=UKSH

http://stadtzeitung.luebeck.de/aktuell/artikel/id/23566

http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=60971

http://www.ln-online.de/artikel/2774998/Schwarz-Gelb_in_Kiel_will_UKSH_verkaufen.htm

Ihr habt geglaubt, es sei ungerecht, durch einen Numerus clausus junge Menschen daran zu hindern, ihren Traumberuf lernen zu dürfen, nur weil es in Deutschland zu wenige Studienplätze gibt und ihr Abi vielelicht gerad nicht gut genug war? Ihr habt vielleicht auch wie ich geglaubt, wenn man einen Studienplatz ergattert hat sei alles gut und dieser durch Engagement und gute Leistungen zu halten? Falsch gedacht! Anscheinend ist nichts gesichert und es gibt wenige Menschen, die mit einer blinden Entscheidung alles oder viel  kaputt machen könne. Das beste Beispiel ist die Privatisierung des UKSH (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein)

Ich kann euch sagen es fühlt sich scheiße an, um seine Zukunft Angst haben zu müssen. Und fast genauso schlimm fühlt es sich an, das letzte bisschen Vertrauen in den gesunden, menschlichen Versand einer Regierung zu verlieren.

Wie kann man bei einem schon so großen und noch wachsenden Ärztemangel in unserem Land auch nur darüber nach denken, noch weitere Studienplätze zu streichen? Das UKSH ist ein Zentrum der Maximalversorgung, beispiellos in der Umgebung. Wo wenn nicht hier sollen Menschen mit seltenen, schlimmen oder schwierigen Krankheiten noch Hilfe finden? Mit was soll Deutschland noch bestehen können, wenn die aktiven Forschungszentren privatisiert und geschlossen werden? Wie kann man einer Stadt, das nehmen, was sie noch zu etwas macht und sie davor bewahrt zu werden, wie andere Gebiete in Deutschland es schon sind: Ein ländlicher Raum aus dem alle jungen Menschen abwandern, in dem es keine guten Ausbildungsperspektiven und schon gar keine Arbeitsplätze mehr gibt? Wie kann man eine bestehende Stadt der Wissenschaft so aufs Spiel setzen? Wie kann man zulassen, dass eine medizinische Ausbildung für deren Verbesserung noch so viel getan werden könnte und müsste, noch schlechter wird, weil nicht mehr Qualität, sondern nur noch Profit zählt? (und das ist nicht alles nur blindlings ausgedacht. In der vor kurzem an einen privaten Klinikbetreiber verkauften Uniklinik Gießen-Marburg wird uns dies beispielhaft vor Augen geführt)

Und das gilt alles zu großen Teilen auch für Kiel.

Wie schon gesagt, die Regierung steht so ziemlich allein da mit ihrer Meinung. Jeder andere, der aufgrund irgendeines Amtes oder Berufes Einblicke hat (oder sei es nur, weil er/sie Lübecker Bürger ist) widerspricht. Und so werden wir ab nächster Woche auf die Straße gehen und uns wehren. Übung haben viele noch von vor einigen Jahren, als dasselbe schonmal vereitelt wurde. Diesmal gehen die Beschlüsse schnell, eingefahrene Wege. Warum lernt die Regierung denn nichts? Erste Demo ist am 25.5. Und jeder, der Medizin studiert (hat) kann sich ausmalen, dass man eingentlich wesentlich besseres zu tun hat, als seine Zeit mit demonstrieren zu verbringen. Und sollte man in keinem Fall um eine Privatisierung herumkommen, so muss diese so gering wie möglich gehalten werden und an Bedingungen geknüpft werden. Die Universität muss am Leben gehalten werden, und die Qualität von Ausbildung und Behandlung darf möglichst wenig darunter leiden! Einzig und allein mein vielleicht kindliches Gerechtigkeitsbewusstsein klammert sich an das was mir auch alle anderen sagen: “Man kann euch nicht einfach so den Studienplatz wegnehmen. Das geht einfach nicht. Das können die nicht so einfach machen.”

Wie können Menschen, die Leben retten wollen, jemals zu teuer sein??

(Aktuelle Infos unter: http://luebeckkaempft.asta.uni-luebeck.de/wordpress/)

Zwischenbilanz

23. April 2010 geschrieben von Maren

Joah…..Stress…..ich würd mal sagen, der hat nicht lange auf sich warten lassen. Warum hab ich mir bloß eingebildet, es könnte vielleicht anders sein. Mein Umfeld und ich fangen an uns gegenseitig verrückt zu machen und ich versuche, halbwegs nen kühlen Kopf zu bewahren; also alles wie immer :D

Nächste Woche ist schon wieder ein schönes Beispiel: Im Präpkurs steht das Regionentestat Brustsitus an (spannendstes Thema ever find ich übrigens), in Physik ein Praktikumsantestat und in Chemie ne Versuchsvorstellung. Und dann war da ja auch noch die Histo-Zwischenprüfung in 3 Wochen……egal, die ist ja schließlich nicht nächste Woche^^

Histologie ist ganz interessant eigentlich, denke ich, weil es mir endlich die Dinge verrät, die ich mir bisher nicht vorstellen konnte (und vieleicht auch weil ich etwas Glück mit meinem Platzmikroskop hatte, es funktioniert nämlich ohne Beanstandungen!!^^) Es hat nur irgendwie so viel mit “Fisselkram”(das Gewebe X um die Zellen Y ist jetzt außen mehr rot oder blau oder violett als innen, weil…Z^^) zu tun und mit viel Zeichenkunst (bei der man sich manchmal fühlt wie in der Grundschule *hach schön*ich mal ja gern….). Zellkerne sind, wie einigen bekannt sein dürfte, ja oft so lila gefäbt (basophil :D ), könnte man also meine Arbeit für das Fach Histologie über die gefühlt exponentiell sinkende Länge meines lilanen Buntstifts beschreiben? Ich mach mal nen Anfang:

Start: 17 cm; Aktuell: 16,3 cm  :D

Und zum sonnigen Wochenende hab ich noch ein nettes Bildchen:

(wir hatten wieder Anatomie am Lebenden mit Thema “Arm” und konnten Blutabnahmen üben…hab da unfreiwillig ein kleines Andenken mit nach hause genommen… (Bild is von heute) das Gute: ist schon wieder 3 Tage her, und—ich wars nicht :D )

Klappe, die 2.

8. April 2010 geschrieben von Maren

“Jetzt wird mal wieder in die Hände gespuckt…”

Und so weiter… Auf ein neues, das 2. Semester wartet. Und wisst ihr was das schönste am 2. Semester ist? Es ist ein Sommersemester! Von “Sommer” wie das mit dem Meer und dem Strand und dem Sonnenschein und den blühenden Blumen und langen Tagen und besserer Stimmung und nicht in tiefem Schneetreiben im Dunkeln zu fuß nach Hause gehen, weil kein Bus mehr durchkommt. Und tatsächlich haben wir das sogar alles hier, Meer und so *freu*.

Naja gut, langläufiger Meinungen zufolge besteht das Medizinstudium aber ja nicht nur und ausschließlich aus Freizeit (^^) und darum will ich auch ein paar Worte dazu verlieren, was lerntechnisch die nächsten Monate hier so ansteht.

Das größte Novum zum letzten Semester ist wohl der Kursus in Histologie und mikroskopischer Anatomie der misamt Kumpel Vorlesung und ner Menge Arbeit am Eingangstor wartet. Ich hab irgendwie ziemlich Respekt vor diesem Fach….den versuch ich aber grade loszuwerden… denn gleich am Anfang schon aufgeben kommt mir ja mal gar nicht in die Tüte. Man beschäftigt sich dort also wie der Name schon sagt mit mikroskopisch kleinen Dingen, wie z.B. unterschiedlichen Zellen, Geweben (z.B. Epithelgewebe oder Knochengewebe), wie die Organe des Menschen im ganz Kleinen so aussehen, den zugehörigen Färbungen wo was wie bunt, rot, blau, braun, rosa oder noch anders aussieht und ner ganzen Menge anderem Klein-Gefiesel. In der Praxis sieht das dann so aus: 2 mal in der Woche erscheint man morgens um 7:30 (nein, lieber noch vorher weil ab 7:30 kommt keiner mehr in den Raum rein) am Mikroskopiersaal, schlägt sich 1,5 Stunden mit der immernoch nich hunderprozentig beherrschten Technik rum, betätigt sich künstlerisch im farbigen Zeichnen und bringt im Laufe des Semesters 2 mündliche Prüfungen hoffentlich erfolgreich hinter sich, wovon die erste zufälligerweise auch noch an meinem Geburtstag ist…. Ich nähere mich der oben genannten besseren Stimmung…..

Sonst gibt es noch weiterhin den Präpkurs, hier geht es jetzt um die inneren Organe (spannende Sache bis jetzt), die Chemie mit Praktikum, in dem wir weiterhin gezielt versuchen werden unbemerkt und in stiller Revolution mit dem Trichter auf der Bürette zu titrieren *harhar* (siehe hierzu die entsprechende Gruppe bei StudiVZ), ein Physikpraktikum, unser Seminar Anatomie am Lebenden, bei dem wir beim nächsten Mal uns gegenseitig Blut abnehmen werden (*gespannt bin*) uuuuund….und das ist das worauf ich mich eigentlich am meisten gefreut habe: einen kleinen 4 Wochen Kurs Notfallmedizin. Da haben wir gestern ein bissl Puppe intubieren und beatmen gelernt. Hab das, wie den Rest des Kursprogramms eigentlich auch (Reanimation mit AED, Immobilisation, Verbände, Lagerung, Helmabnahme) zwar schon öfters gemacht, aber irgendwas neues ist ja fast immer dabei, das Üben macht Spaß und an einem Tag kriegen wir die NEF-Wache gezeigt(als Vorgeschmack aufs NEF-Praktikum in der Klinik). Ich freu mich :)

Nun werde ich mich wieder mit Zell-Zell-Kontakten und Aktinfilamenten beschäftigen gehen *gähn*

Auf bald =)

Davon, dass in Lübeck alles ein bisschen später passiert

8. März 2010 geschrieben von Maren

Ferien sind toll!! – Und wisst ihr auch warum? Man kommt tatsächlich zu so müßigen Dingen wie z.B. den Blog meines Vorklinik-Mitstreiters Frank zu lesen. Und da ist mir was interessantes Aufgefallen. Nämlich dass offenbar das Semester in Berlin weinige Wochen früher beginnt und endet, als bei mir. Der gute Frank hat seine Abschluss-Klausuren z.B schon Ende Januar geschrieben und hat sich am 14. Februar schon über seine wohlverdienten Ferien gefreut, während ich am 16. erst die erste Klausur hatte. Und von der Uni Hamburg ist mir ähnliches bekannt.

Natürlich ist da überhaupt nichts schlimmes dran, denn das Semester ist bei allen gleich lang, kommt uns anscheinend auch ähnlich kurz vor und Arbeit haben wir auch fast die gleiche – auf jeden Fall ausreichend!

Einzig und allein lustig zu erörtern ist die philosophische Frage, ob bei uns in Lübeck wirklich vielleicht die Uhren manchmal ein klein wenig anders ticken und die Brandungswellen zwar zuerst ankommen, aber vieles andere etwas später passiert… :-)

Ich möchte allerdings gar nicht nach einer Antwort hierzu streben, denn wahrscheinlich gibt es sie auch gar nicht, und wenn dann ist sie selbst herauszufinden… Aber einen Gedanken ists mal wert^^

Ferien

8. März 2010 geschrieben von Maren

(Nachtrag vom 24.02.10)

Wooowwww, Ferien!!!!! Ist das schön!!

Man oh man….Die Klausuren in Bio und Physik und die letzten Anatomie-Testate haben in den letzten Wochen doch so ihre Zeit gefordert… und nun bin ich echt froh über die Ferien.

Glücklicherweise ist doch noch alles gut gelaufen. Die “keine Ahnung wie, aber wird schon alles irgendwie werden, hauptsache ruhig bleiben”-Mentalität, die mir bei anderen Medizinstudenten immer aufgefallen war, scheint tatsächlich zu funktionieren. Wobei natürlich ohne die zugehörige Portion Arbeit trotzdem nix läuft.

Und am erstaunlichsten an der Ferien-Tatsache ist, dass sie bereits das Ende des 1. Semesters besiegeln^^ Wer hätte das gedacht, dass das so schnell geht. So retrospektiv betrachtet ist es eigentlich schon jetzt eine coole Zeit. Meine Highlights: eindeutig der Präpkurs, eine Menge netter, engagierter Leute, die klinische Vorlesung mit offenen, echt humorvollen Patienten und ein Orthopäde aus St.Gallen, der uns Anfang Februar mit seiner Vorlesung über die Schulter 45min. Dauerlachkrämpfe bescherte. (Das kann man leider ganz schlecht so lustig wiedergeben wie es war; einfach einmalig). Hier in Lübeck gilt wohl doch nich zu 100% das Sprichwort “Ich studiere Vorklinik” – “Bio, Chemie, Physik….achja und Medizin”.

Obwohl doch schon zu mind. 80 %^^ Ist wohl leider so. Aber wenn ich damit ein ernsthaftes Problem hätte, hätte ich mich ja auch um einen Platz in einem Reformstudiengang bewerben können. Nur Nachteile hat diese Struktur des Studiums hier (Vorklinik-Klinik) sicher nich, denn beim Kontakt mit Patienten und Krankheitsbildern ist einem schon aufgefallen, dass noch viele Grundlagen fehlen, die einfach irgendwann mal geschaffen werden müssen. A propos Grundlagen schaffen; da bin ich doch letzte Woche nach der Physik Klausur beinahe in eine heftige Grundsatzsdiskussion über den generellen Sinn von Physik im Grundstudium verwickelt worden. Uiuiui… Denn ich war wie einige andere auch der Meinung, dass Physik, obwohl ich es nicht besonders gut kann, trotzdem in gewissen Grenzen wichtig ist. Ich will ja nicht Physiker werden, aber ich will schon wissen, was hinter gewissen Dingen (wie z.B.  einem Röntgengerät oder der Dopplersono) dahintersteckt, denn das ist es doch, was das Studium an einer Universität eigentlich ausmacht.

Da es ja überall Haken gibt, was würde ich kritisieren an meinem 1. Semester? Die Vorlesungen in Bio und Physik. Die waren nicht so gut….man könnte fast sagen schlecht xD…Und der Busverkehr!

An Ersterem gibt uns das Studiendekanat allerdings die Möglichkeit etwas zu ändern, in einer Gesprächsrunde mit allen wichtigen Leuten. Klingt sogar nicht nur vielversprechend, sondern wird es auch, denke ich. Die Uni will natürlich ihren Ruf nicht verlieren und so kann ich mich hier über zu wenig Mitspracherecht wirklich nicht beklagen! Naja und die Busse hier…egal, da wird man eben gut zu Fuß, besonders bei Schnee, wenn einfach der Verkehr eingestellt wird^^

Pflegepraktikum mache ich erst im Sommer wieder und so gibt es in den kommenden Wochen bis Ende März auch nur wenig zu erzählen…schade eigentlich.

Realistisch gesehen, ist 1/4 der Vorklinik auch schon geschafft, und wenn die Zeit weiter so rennt, dann ist es wirklich bis zum Physikum gar nicht mehr so lange…

Aaaalso: Nächste Station: Physikum!

Daisy

10. Januar 2010 geschrieben von Maren

Ich wollte nur mal kurz die Gelegenheit ergreifen, und etwas übers Wetter reden :D Glaubt man den Nachrichten, ist der Lübecker-/Ostsee-Raum ja quasi eine einzige riesige Schneelawine, alles von jeglicher Zivilisation abgeschnitten und ich theoretisch mittendrin^^Ach Hochwasser haben wir auch noch 1-2 m, die sind sogar tatsächlich da.

Zugegeben: Obwohl es ganz gut stürmt, Ich habe diese Schneelawine noch nicht gefunden… Wobei ein bisschen chaotisch ists natürlich schon alles, wenn es hier oben mal so lange und viel schneit, aber das ist auch eine gute Gelegenheit den Kommilitonen aus anderen Teilen Deutschlands mal zu demonstrieren, dass es hier nicht zwangsläufig IMMER regnen muss =)

Hierzu vll ein kleiner, ganz hübscher Bildvergleich:

DSCN1888kleinDer Blick von meinem Balkon im Oktober. Mittig über den Bäumen sieht man die Spitze des Universitätsturms. (hach…*schön find*)

DSCN1905kleinUuund der gleiche Blick vorgestern Abend, nachdem ich aufm Heimweg schon ziemlich eingeschneit bin. Man sieht: Uniturm fast nicht mehr zu sehn^^

…und genauso schnell ist Weihnachten auch wieder vorbei

6. Januar 2010 geschrieben von Maren

:-(

(Das wollt ich dazu zunächst mal loswerden…)

Wie soviele andere Kommilitonen vermutlich auch, habe ich so ungefähr seit Mitte Dezember eine “Das-will-ich-alles-über-Weihnachten-erledigen-To-Do-Liste” aufgestellt. Die war so gefühlt mindestens einige Kilometer lang. Das ging los mit “Lernen für Anatomie, Biologie, Physik….. ” ging weiter mit Aufräumen und tausend andere Dinge erledigen und endete mit “Endlich mal wieder Freunde treffen!!!”

Und nein, ich hab nicht tatenlos rumgesessen, hab tatsächlich sogar einiges geschafft, aber mal ehrlich: Lernen ist natürlich mal wieder zu kurz gekommen. So steh ich nun vor einem riesen Berg Arbeit, das nächste Testat ist schon morgen. Oh mann…. Aber irgendwie habe ich mittlerweile auch gelernt, die Dinge etwas entspannter zu sehen, nach dem Motto:”Keine Ahnung wie, aber wird schon werden..” Wenigstens bin ich für morgen so einigermaßen vorbereitet und bisher hats ja auch jede Woche geklappt.

Heute haben bei uns in Lübeck die ersten Veranstaltungen wieder begonnen. War schön, die ganzen Leute wiederzusehen nach den zwei Wochen, der Alltag der letzten zweieinhalb Monate hat doch schon fast ein wenig gefehlt.

In unserer Kliniker-Vorlesung, immer Mittwochs, (ist offiziell das “Praktikum der Berufsfelderkundung”), war heute ein Chirurg zu Gast, der Chefarzt der Schlosspark-Klinik Berlin, und hat ne Stunde lang etwas über Hernien und die Operationstechniken erzählt. Viel neues war das nicht, weil wir das alles schon vor Weihnachten zu den Rumpftestaten gelernt haben, aber das hat ihm wohl keiner vorher gesagt^^ Allerdings gab es auch einige interessante Fotos, Filmchen und Erzählungen aus der Praxis, jenseits der Lehrbücher. Das macht alles immer wesentlich anschaulicher und gefällt mir an der Kliniker-Vorlesung generell ziemlich gut. Und er hat uns zum Praktika machen und Famulieren herzlich in sein Haus eingeladen, auch nicht schlecht.^^

Das solls erstmal für den ersten Eintrag in 2010 gewesen sein. Ich hoffe, es wird ein gutes Jahr :D

Euch ein frohes Neues und schöne Grüße aus dem (tief) verschneiten Lübeck!

Weihnachten naht…

15. Dezember 2009 geschrieben von Maren

… und damit auch die Rettung!! Denn ab dem 18.12. ist Weihnachtsfrei. Zeit zum Durchatmen und alles für die Klausuren in Bio und Physik aufholen, was neben Anatomie wegen Unwichtigkeit liegen geblieben ist^^

Echt ey, wer schonmal Medizin studiert hat der weiß ja, wieviel Arbeit das ist. Ich weiß es jetzt auch. Toll^^ Naja, aber schließlich habe ichs mir auch nicht anders ausgesucht.

Im Moment versuche ich mich mit einer ausgewachsenen Grippe (nein, Schweinegrippe ists glaub ich nicht :D ) irgendwie möglichst optimal ausreichend auf das 4. Anatomie-Testat am Donnerstag (also übermorgen) vorzubereiten. Na mal sehen was das so gibt…. besser einfach nicht dran denken….*in Gedanken panisch im Kreis lauf*

Bisher gefällt mir der Präp-Kurs im Großen und Ganzen aber sehr gut, außer dass die 5 Stunden bis 19 Uhr doch sehr anstrengend sind, jede Woche mit der Testat-Aufregung überall im Raum. Zudem sind wir meistens auch mit eine der letzten Gruppen, die fertig wird, weil wir 6 alle ziemlich genau arbeiten und auch alles verstehen wollen. Ich bin also unter Gleichgesinnten gelandet, was gut ist und mir eindeutig lieber ist als andersherum, aber das lässt die Uhr natürlich auch nicht langsamer laufen.

Das muss es für heute leider erstmal gewesen sein, ich denke mit Muskelkarten im Bett bin ich doch etwas sinnvoller aufgehoben…

Allen Lesern eine schöne Vorweihnachtszeit! *mit Kamillentee zuprost*

mein Leben nach dem ersten Anatomie-Testat

27. November 2009 geschrieben von Maren

… ist bunt und schön. (metaphorisch betrachtet^^)

Seit gestern abend. Soll heißen: alter Schwede bin ich froh, dass ich das geschafft hab!!! Das mit dem bunt ist auch fast nur bildlich zu verstehen, denn es regnet zur Zeit fast nur hier in Lübeck. Aber das soll am Sonntag besser werden, ich bin voller Hoffnung :)

Dann ist am Mittwoch zusätzlich auch noch die Terminologie-Klausur geschrieben worden (Gefühl ist ganz okay, nun warten aufs Ergebnis). Tja und eben das erste mündliche Testat im Präparierkurs – was ein Ereignis (Thema war Allg. Anatomie+Haut; fast logisch eigentlich). Und wenn das gesamte eigene Umfeld seit Wochen ansteigende Panik aufkommen lässt, ist das irgendwie echt nicht leicht, sich da nicht mitreißen zu lassen, meine Güte. Zumal ich wegen dem Wochenendseminar in Psychologie gegenüber den anderen um einiges mit lernen im Rückstand war. Aber irgendwie habe ich mein Hirn doch noch auf den letzten Metern einigermaßen halbwegs vorbildlich vorbereitet bekommen. Und alles ist gut gegangen; und zum Glück bei den meisten anderen auch *sehr erleichtert bin* Die ganze Situation ist doch eine sehr ungewohnte, obwohl mündliche Abprüfungen ja eigentlich nichts sooo unbekanntes mehr sein sollten. Im Präparierkurs ist halt alles anders^^

Gerade in der allgemeinen Anatomie hat man ständig das Gefühl viel zu detailiert und gleichzeitig doch nur viel zu oberflächlich vorbereitet zu sein. Das wird jetzt anders, denn jetzt gehts richtig los, spezieller, nächste Woche mit der hinteren Rumpfwand. Ich bin gespannt. Aber jetzt ist erstmal Wochenende!!

Meine Tischdozentin sowie auch unser Tischtutor (aus dem 3. Semester) sind, (und da bin ich megafroh drüber) nach bisheriger Einschätzung wirklich ziemlich super. Schließlich hängt auch von ihnen ab, dass man den Kurs auch effektiv zum Dazulernen nutzen kann, dass er interessant ist und ja, auch dass er Spaß macht.

Und nachdem das nun überlebt wäre, werde ich morgen erstmal wieder richtig einkaufen gehen; in Ruhe :D Wie schön……

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende und vorallem einen schönen 1. Advent!!! (Jaaa, es ist schon wieder soweit) *erste Kerze anzünd*