Oder besser: Stadtregierung, Universität, Klinikmitarbeiter und Studierende, wir schreien alle, aber warum hört uns niemand???
http://www.ln-online.de/artikel/2775047/Land_will_Uniklinik_in_L%FCbeck_komplett_verkaufen.htm?search=UKSH
http://www.ln-online.de/artikel/2775580/L%FCbeck_k%E4mpft_um_seine_Uniklinik_-_Verkaufspl%E4ne_sorgen_f%FCr_Emp%F6rung.htm?search=UKSH
http://stadtzeitung.luebeck.de/aktuell/artikel/id/23566
http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=60971
http://www.ln-online.de/artikel/2774998/Schwarz-Gelb_in_Kiel_will_UKSH_verkaufen.htm
Ihr habt geglaubt, es sei ungerecht, durch einen Numerus clausus junge Menschen daran zu hindern, ihren Traumberuf lernen zu dürfen, nur weil es in Deutschland zu wenige Studienplätze gibt und ihr Abi vielelicht gerad nicht gut genug war? Ihr habt vielleicht auch wie ich geglaubt, wenn man einen Studienplatz ergattert hat sei alles gut und dieser durch Engagement und gute Leistungen zu halten? Falsch gedacht! Anscheinend ist nichts gesichert und es gibt wenige Menschen, die mit einer blinden Entscheidung alles oder viel kaputt machen könne. Das beste Beispiel ist die Privatisierung des UKSH (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein)
Ich kann euch sagen es fühlt sich scheiße an, um seine Zukunft Angst haben zu müssen. Und fast genauso schlimm fühlt es sich an, das letzte bisschen Vertrauen in den gesunden, menschlichen Versand einer Regierung zu verlieren.
Wie kann man bei einem schon so großen und noch wachsenden Ärztemangel in unserem Land auch nur darüber nach denken, noch weitere Studienplätze zu streichen? Das UKSH ist ein Zentrum der Maximalversorgung, beispiellos in der Umgebung. Wo wenn nicht hier sollen Menschen mit seltenen, schlimmen oder schwierigen Krankheiten noch Hilfe finden? Mit was soll Deutschland noch bestehen können, wenn die aktiven Forschungszentren privatisiert und geschlossen werden? Wie kann man einer Stadt, das nehmen, was sie noch zu etwas macht und sie davor bewahrt zu werden, wie andere Gebiete in Deutschland es schon sind: Ein ländlicher Raum aus dem alle jungen Menschen abwandern, in dem es keine guten Ausbildungsperspektiven und schon gar keine Arbeitsplätze mehr gibt? Wie kann man eine bestehende Stadt der Wissenschaft so aufs Spiel setzen? Wie kann man zulassen, dass eine medizinische Ausbildung für deren Verbesserung noch so viel getan werden könnte und müsste, noch schlechter wird, weil nicht mehr Qualität, sondern nur noch Profit zählt? (und das ist nicht alles nur blindlings ausgedacht. In der vor kurzem an einen privaten Klinikbetreiber verkauften Uniklinik Gießen-Marburg wird uns dies beispielhaft vor Augen geführt)
Und das gilt alles zu großen Teilen auch für Kiel.
Wie schon gesagt, die Regierung steht so ziemlich allein da mit ihrer Meinung. Jeder andere, der aufgrund irgendeines Amtes oder Berufes Einblicke hat (oder sei es nur, weil er/sie Lübecker Bürger ist) widerspricht. Und so werden wir ab nächster Woche auf die Straße gehen und uns wehren. Übung haben viele noch von vor einigen Jahren, als dasselbe schonmal vereitelt wurde. Diesmal gehen die Beschlüsse schnell, eingefahrene Wege. Warum lernt die Regierung denn nichts? Erste Demo ist am 25.5. Und jeder, der Medizin studiert (hat) kann sich ausmalen, dass man eingentlich wesentlich besseres zu tun hat, als seine Zeit mit demonstrieren zu verbringen. Und sollte man in keinem Fall um eine Privatisierung herumkommen, so muss diese so gering wie möglich gehalten werden und an Bedingungen geknüpft werden. Die Universität muss am Leben gehalten werden, und die Qualität von Ausbildung und Behandlung darf möglichst wenig darunter leiden! Einzig und allein mein vielleicht kindliches Gerechtigkeitsbewusstsein klammert sich an das was mir auch alle anderen sagen: “Man kann euch nicht einfach so den Studienplatz wegnehmen. Das geht einfach nicht. Das können die nicht so einfach machen.”
Wie können Menschen, die Leben retten wollen, jemals zu teuer sein??
(Aktuelle Infos unter: http://luebeckkaempft.asta.uni-luebeck.de/wordpress/)