Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alle denken Ärzte sind überreich
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Locutus001
28.06.2019, 12:02
Es ist schon korrekt, dass im Falle einer Scheidung nicht immer alles so gut geregelt ist, wie man sich das wünschen würde.
Vor allem im Punkt Sorgerecht und Zahlungen besteht hier häufig ein komplett veraltetes System. Welches im Endeffekt für alle ungerecht ist. Aber das ist ein zu großer Themenkomplex um den hier im Forum zu diskutieren und ich denke das gehört hier eher nicht hin.
"Ehe-Geschäfte" finde ich ein bisschen hart. Ich bin selbst verheiratet und es liegt ja an jedem selbst, einen Ehevertrag abzuschließen oder auch nicht.
Und viel wichtiger: Man sucht sich selbst aus wen man da ggf. heiratet :-)
(Anders als beim Kinderzeugen, wo es ja doch auch zu ungewollten Ereignissen kommen kann).
Es gibt tatsächlich auch innerhalb von Europa (Spanien bspw.) schon fortschrittlichere Sorgerechtsregelungen.
Insgesamt - sowohl global betrachtet als auch historisch - bestehen m.M.n. in Deutschland aber ganz gute Vereinbarkeiten mittlerweile.
In den USA, wo viele Eltern 2-3 Jobs arbeiten und Unis eine Menge Geld kosten, halte ich diese Vereinbarkeit bspw. für weniger gut. Auch Japan ist katastrophal. Andere Länder kenne ich nicht genauer, deshalb möchte ich mich da nicht aus dem Fenster lehnen.
Unterhaltstechnisch ist es heutzutage sehr wohl auch so, dass besser verdienende Frauen ihren Männern Unterhalt zahlen müssen. Allerdings hat sich mittlerweile - das ist auch noch gar nicht so lange her - hier auch einiges geändert. Ansprüche bestehen nicht mehr ganz so krass wie das vor 10 Jahren der Fall war.
Dass sowohl Männer, als auch Frauen unter zum Teil (m.M.n.) veralteten Ansichten, welche sich auch in der Rechtssprechung noch wiederfinden, leiden müssen, kann man natürlich nicht abstreiten.
Wichtig ist es m.M.n. hierbei jedoch nicht in dieses stupide Männer vs Frauen und Frauen vs Männer und jeder für sich selbst zu verfallen, wie es leider in den meisten Diskussionen geschieht.
Es geht auch nicht darum, die Liste der echten oder gefühlten Ungerechtigkeiten gegeneinander aufzuwiegen, das ist passiert ja dann oft als Automatismus. "Männer werden da benachteiligt?! Frauen werden überall benachteiligt, ihr dürft gar nichts sagen!"
(Andersrum kommt es bestimmt auch vor ;-P ).
Ich denke die Quintessenz meiner Aussage vom Vorpost ist: Geld ist meiner Ansicht nach weniger relevant als andere Faktoren, für mein persönliches Lebensglück ist das z.B. die Vereinbarkeit von Familie/Freizeit/Beruf (und zu Familie gehört mehr als nur die eigenen Kinder, da gehört auch Zeit für die Partnerschaft dazu, damit die überhaupt hält ;-) ). V.a. als Arzt bewegt man sich im Vergleich zum Durchschnittseinkommen in einem guten Bereich und die Möglichkeit für Teilzeitarbeit besteht meistens auch.
(Hier darf man sich nur nicht veralbern lassen und 80% bezahlt bekommen, aber 110% arbeiten ^.^).
Für mich persönlich schneidet Deutschland hier sehr passabel ab und mir fällt kein Land ein, wo ich mir eine deutliche Verbesserung für mich verspräche (Skandinavien käme da ggf. noch mit am ehesten in Frage, sowohl von der Kultur als auch von den Rahmenbedingungen her).
Oder wie mein Opa sagt: Reich ist nicht der, der viel hat, sondern der, der mit wenig auskommt... Na ja... Ich denke ich persönlich habe sehr viel und bin reich, nur definiere ich das nicht über das Geld, sondern über für mich wichtigere Dinge.
(Dafür nimmt man dann gerne auch weniger Gehalt in Kauf (was ja viele Frauen auch machen, weil die schlau sind!))
"Ehe-Geschäfte" finde ich ein bisschen hart. Ich bin selbst verheiratet und es liegt ja an jedem selbst, einen Ehevertrag abzuschließen oder auch nicht.
Und viel wichtiger: Man sucht sich selbst aus wen man da ggf. heiratet :-)
(Anders als beim Kinderzeugen, wo es ja doch auch zu ungewollten Ereignissen kommen kann).
Es gibt tatsächlich auch innerhalb von Europa (Spanien bspw.) schon fortschrittlichere Sorgerechtsregelungen.
Das Problem ist oft nicht, wenn man heiratet, sondern zu einem wie sich der Partner verändert. Mit der Zeit entwickelt derjenige oder man selbst Eigenschaften, die alles erschweren. Zweitens sind Kinder oder eine Scheidung/ Trennung nochmal eine ganz neue Sitation, da werden die Karten neu gemischt. Der eigentlich nette und tolle Partner verhält sich vllt nicht mehr so wie man es erwartet. Aber woher sollte man so etwas wissen, war ja noch nie in der Sitation.
Weiterhin hilft ein Ehevertrag nicht so wasserdicht, wie man landläufig gelaubt. Vor Gericht haben oft Regelungen, die darin festgelegt wurden keinen Wert.
DrSkywalker
10.07.2019, 14:44
Nach 5 Jahren Berufserfahrung kann man den FA Allgemeinmedizin machen. Dann gleich eine eigene Praxis und richtig viel arbeiten, am besten auf dem Land. Was man dann schon nach nur 5 Jahren versteuert kann mitunter richtig gut sein. Ich habe viele Praxen gesehen und Zahlen verglichen, da kommt richtig was rum, man muss nur die richtige Praxis und Arbeitseinstellung haben!
Heerestorte
10.07.2019, 14:52
Nach 5 Jahren Berufserfahrung kann man den FA Allgemeinmedizin machen. Dann gleich eine eigene Praxis und richtig viel arbeiten, am besten auf dem Land. Was man dann schon nach nur 5 Jahren versteuert kann mitunter richtig gut sein. Ich habe viele Praxen gesehen und Zahlen verglichen, da kommt richtig was rum, man muss nur die richtige Praxis und Arbeitseinstellung haben!
Mal paar Zahlen zum Vergleich, vom HA bei dem ich famuliert habe.
Praxisgemeinschaft zweier Hausärzte, aber nicht Gemeinschaftspraxis.
Teilen sich nur die Räumlichkeiten.
~900 Patienten pro Quartal, 10% Privatpatienten und er zahlt sich selbst so um 7500€ netto aus.
Meinte, er könnte auch mehr, aber er lässt das auf der Seite für Anschaffungen etc.
Und es war richtig entspannt in der Praxis. Kein Tag, an dem es wirklich stressig war.
Zwei Nachmittage die Woche geschlossen.
Leider taugt mir die Arbeit als Hausarzt aber gar nicht.
Da nehme ich weniger Gehalt in einer anderen Fachrichtung in Kauf, aber habe mehr Spaß dran.
Wobei, wenn ich UCH/Ortho mache, könnte man sich ja noch niederlassen.
Als Orthopäde nagt man sicherlich auch nicht am Hungertuch :-))
DrSkywalker
10.07.2019, 16:24
Mal paar Zahlen zum Vergleich, vom HA bei dem ich famuliert habe.
Praxisgemeinschaft zweier Hausärzte, aber nicht Gemeinschaftspraxis.
Teilen sich nur die Räumlichkeiten.
~900 Patienten pro Quartal, 10% Privatpatienten und er zahlt sich selbst so um 7500€ netto aus.
Meinte, er könnte auch mehr, aber er lässt das auf der Seite für Anschaffungen etc.
Und es war richtig entspannt in der Praxis. Kein Tag, an dem es wirklich stressig war.
Zwei Nachmittage die Woche geschlossen.
Leider taugt mir die Arbeit als Hausarzt aber gar nicht.
Da nehme ich weniger Gehalt in einer anderen Fachrichtung in Kauf, aber habe mehr Spaß dran.
Wobei, wenn ich UCH/Ortho mache, könnte man sich ja noch niederlassen.
Als Orthopäde nagt man sicherlich auch nicht am Hungertuch :-))
Gutes Beispiel! Und dann gibt es eben auch Einzelpraxen, die 1500 Patienten versorgen und sich richtig reinhängen. Dann kann der Verdienst noch wesentlich besser aussehen. Muss eben jeder selber wissen wie er arbeitet.
Unterm Strich kann man als Facharzt schon richtig gut verdienen, das Beispiel oben zeigt es sehr gut.
Heerestorte
10.07.2019, 17:51
Gutes Beispiel! Und dann gibt es eben auch Einzelpraxen, die 1500 Patienten versorgen und sich richtig reinhängen. Dann kann der Verdienst noch wesentlich besser aussehen. Muss eben jeder selber wissen wie er arbeitet.
Unterm Strich kann man als Facharzt schon richtig gut verdienen, das Beispiel oben zeigt es sehr gut.
Mist, ich wollte ja ne Frage an dich dazu formulieren, aber das habe ich dann ganz vergessen :D
Wollte fragen, was du denn für Beispielzahlen hast, vllt von Praxen mit mehr oder weniger Patienten,
oder anderen Fächern und gleich viel Patienten etc.
Christoph_A
11.07.2019, 09:21
Wobei ja nicht nur die reine Scheinzahl die Kohle anschafft, sondern v.a. das, was Du damit machst.
Wir verdienen das meiste an unseren Herzkathetern/EPUs und nicht den Scheinen, die sind bei uns Tagesgeschäft, allerdings solltest Du rechnen, daß man schon mindestens 1000 Patienten pro Nase und Quartal braucht, um gut zu verdienen.
Wir zahlen uns pro Gesellschafter 7k pro Monat aus, der Rest wird dann 1*/Jahr über den Praxisgewinn verteilt, kann man gut von leben. Allerdings muß man in der Niederlassung schon ranklotzen, wenn der Laden laufen soll.
Die Anzahl der Scheine generiert dann ja auch entsprechend die lukrativeren Dinge wie OPs etc. Für nicht mal 15€ Fallpauschale bringt der einzelne Schein bei uns quasi nix, aber je mehr wir schauen, desto mehr Cataracte, CNVs undundund fischen wir halt raus, die dann den Laden laufen lassen.
Thomas24
12.07.2019, 00:37
Eben, die Sprechstunde ist der "Beifang" bzw. das "Screening", den man in Kauf nehmen muss. Von der konservativen Basisversorgung alleine könnten wir beispielsweise weder unseren Personalstamm, noch die apparative Ausstattung, geschweige denn alles was für die Patienten daran hängt wie Service Niveau, kurzfristige Termine, Ambiente, neueste Diagnostik etc. gegenfinanzieren. Das geht nur über die Extrabudgetären Leistungen wie die Ops etc.
Das sieht man ja oft in den Praxen, die einzig und allein von der unterfinanzierten GKV Basisversorgung leben müssen (15 Euro Flatrate pro Quartal als Pauschalpreis sind auch einfach unverschämt frech wenig!), ohne die Möglichkeit einer Querfinanzierung über P Patienten, Gutachten, Selbstzahler, Igel, Extrabudgetäre Leistungen etc. Da wird der Patient unter Hochdruck durchgeschleust, manchmal werden alle möglichen Igel werden (davon einige durchaus sinnvoll, andere eher nicht) angeboten, und bei einigen Kollegen sieht die Inneneinrichtung auch so aus, als ob man mal was reinvestieren könnte (sprich: ganz schön angeranzt...). Von der Bezahlung des Personals mal ganz zu schweigen... Das schafft Zufriedenheit. Beim Arzt, der unter Hochdruck über eine hohe Schlagzahl bei niedrigem Fallwert in einem Hamsterrad gefangen ist, beim Personal, dass sich das Gemotze über mangelnde Termine und "Abfertigungsmentalität" bei gleichzeitig schlechter Vergütung anhören darf und last, but not least, beim Patienten, der Anamnese, Diagnostik und Therapie Empfehlung innerhalb von 5 min verarbeiten darf und dann vom gestressten Personal rausgescheucht wird, während der P Patient hofiert wird. Zeit für Nachfragen, zweite Meinung, mal was ausdiskutieren, der Schwerhörigen Omi und der Begleitperson mal etwas mehr, ausführlicher und langsamer erklären etc? Schwierig... Aber danach beim Heilpraktiker landen, "der sich endlich mal sooo viel Zeit für mich genommen hat"- klar. Der hat halt keine EBM Vorgaben und kann sich Zeit nehmen... gegen Bares eben :D
Nur: ist im System so gewollt und wird in den nächsten Jahren bei der erodierenden Beitragszahlerbasis (Verhältnis von Netto Beitragszahlern zu Personen, die Ansprüche an die Sozialkassen haben) nur noch schlechter werden. Sei´s drum -
Ungarnfan
06.08.2019, 21:09
Hallo zusammen,
wollte man fragen, ob jemand Erfahrungen mit Praxen im europäischen Ausland hat? Vielleicht ist es in anderen Ländern eher möglich, den Patienten angemessen zu behandelt und selbst angemessen bezahlt zu werden. Viele haben ja bereits im Ausland studiert. Möglicherweise kann auch bereits jemand im Speziellen von seinen Erfahrungen in einer hier war mal Werbung berichten. Jede Information ist willkommen.
Danke euch.
Dr.Bundy
01.12.2019, 11:10
Hallo zusammen,
wollte man fragen, ob jemand Erfahrungen mit Praxen im europäischen Ausland hat? Vielleicht ist es in anderen Ländern eher möglich, den Patienten angemessen zu behandelt und selbst angemessen bezahlt zu werden. Viele haben ja bereits im Ausland studiert. Möglicherweise kann auch bereits jemand im Speziellen von seinen Erfahrungen in einer hier war mal Werbung berichten. Jede Information ist willkommen.
Danke euch.
Als Hausarzt in der Schweiz hast du so ein gutes Einkommen, dass du über Deutschland nur noch lachen wirst. Unter 10.000€ netto wird es wohl nix geben, ich schätze mit 15.000€ fängt man als Internist in einer Praxis an und das Gehalt geht sehr schnell auf 20.000€. Ein Freund, der eine niedergelassene Praxis übernommen hat und ca. 3 Jahre nach der Facharztprüfung ist, ist z.b. schon auf über 20k.
Dazu kommt noch eine sehr freundliche Verwaltung des Staates im Gegensatz zu Deutschland.
McLaren422
01.12.2019, 12:22
bitte aber nicht die Lebenshaltungskosten unterschätzen. Ich hab nicht selten gehört, dass viele wieder nach Deutschland zurück sind, weil sie dort einfach (wenn mans an der Kaufkraft festmacht) finanziell mehr Spielraum hatten. Deutschenfeindlichkeit ist in der Schweiz aber gratis. Mitunter gibts noch viele andere Dinge, die sehr komisch ablaufen. Hier kann mans nachlesen:
https://www.aerzteblatt.de/forum/89771/Als-Arzt-in-die-Schweiz-Keine-Illusionen-haben
Bitte versteht mich nicht falsch, es ist durchaus möglich und sinnvoll, in die Schweiz zu gehen (sei es dauerhaft oder nur kurzzeitig) aber bitte denkt nicht, dass es das Paradies auf Erden ist, wo alles ach so viel besser ist wie in Deutschland. Ich traue mich zu sagen, dass es auf diesem Planeten kein Paradies für Ärzte gibt, man muss wohl oder übel akzeptieren, dass es in Deutschland immer noch recht gut ist, wenn mans mit dem Ausland vergleicht.
SKandinavien (Dänemark, Schweden, Norwegen) wäre noch ne denkbare Alternative.
geisterhome
01.12.2019, 18:47
SKandinavien (Dänemark, Schweden, Norwegen) wäre noch ne denkbare Alternative.
In Schweden und Norwegen verdient man nicht wirklich gut. In Norwegen Oberarzt im Krankenhaus 80.000 bis 100.000 Euro brutto.
Hausarzt mit durchschnittlicher Patientenzahl max. 150.000 euro brutto. Lebenshaltungskosten sind grade in Norwegen extrem. In Schweden gibt noch etwas weniger, dafür sind die Lebenshaltungskosten geringer, aber immer noch locker über deutschem Niveau
Also ist es in Dtl. doch noch am schönsten (auch wenn die Hälfte vom Einkommen direkt vom System einbehalten wird). :-heul Ärztemangel sei Dank hat man nach dem FA wenigstens die freie Auswahl bei der Stellensuche.
ehem-user-31-01-2020-1555
01.12.2019, 20:53
Einmal das, und es gibt ja genug Ärzte in Deutschland bei denen es wirklich gut läuft. Das das nicht bei jedem so ist, sollte doch klar sein. Für kein Geld der Welt würde ich auswandern. Fremdes Land als Ausländer, Fremdsprache lernen, man kennt keine Leute, Vorurteile, Wetter noch kälter als hier, Greta Thunberg etc. Man hat in Deutschland schon ganz gute-natürlich nichtoptimale- Möglichkeiten. Als Urlaub: jederzeit
geisterhome
02.12.2019, 08:53
Einmal das, und es gibt ja genug Ärzte in Deutschland bei denen es wirklich gut läuft. Das das nicht bei jedem so ist, sollte doch klar sein. Für kein Geld der Welt würde ich auswandern. Fremdes Land als Ausländer, Fremdsprache lernen, man kennt keine Leute, Vorurteile, Wetter noch kälter als hier, Greta Thunberg etc. Man hat in Deutschland schon ganz gute-natürlich nichtoptimale- Möglichkeiten. Als Urlaub: jederzeit
Also mal zum Wetter, seit Anfang November liegt auch in Süd-Norwegen mehr oder weniger durchgängig Schnee.
Einmal das, und es gibt ja genug Ärzte in Deutschland bei denen es wirklich gut läuft. Das das nicht bei jedem so ist, sollte doch klar sein. Für kein Geld der Welt würde ich auswandern. Fremdes Land als Ausländer, Fremdsprache lernen, man kennt keine Leute, Vorurteile, Wetter noch kälter als hier, Greta Thunberg etc. Man hat in Deutschland schon ganz gute-natürlich nichtoptimale- Möglichkeiten. Als Urlaub: jederzeit
Gut, dass es genug Ärzte gibt, die genau so denken wie du.
Als Hausarzt in der Schweiz hast du so ein gutes Einkommen, dass du über Deutschland nur noch lachen wirst. Unter 10.000€ netto wird es wohl nix geben, ich schätze mit 15.000€ fängt man als Internist in einer Praxis an und das Gehalt geht sehr schnell auf 20.000€. Ein Freund, der eine niedergelassene Praxis übernommen hat und ca. 3 Jahre nach der Facharztprüfung ist, ist z.b. schon auf über 20k.
Dazu kommt noch eine sehr freundliche Verwaltung des Staates im Gegensatz zu Deutschland.
Sprichst Du aus Erfahrung? Würde mich wundern, woher die Zahlen kommen...
Und JA, ICH arbeite niedergelassen in der Schweiz :D
Verstehe ich das richtig? 7.500 € netto x 12 = 90.000 € netto pro Jahr.
Muss er davon noch Vorsorge oder ähnliches leisten oder ist das mit dem Netto-Gehalt eines Angestellten vergleichbar?
Mal paar Zahlen zum Vergleich, vom HA bei dem ich famuliert habe.
Praxisgemeinschaft zweier Hausärzte, aber nicht Gemeinschaftspraxis.
Teilen sich nur die Räumlichkeiten.
~900 Patienten pro Quartal, 10% Privatpatienten und er zahlt sich selbst so um 7500€ netto aus.
Meinte, er könnte auch mehr, aber er lässt das auf der Seite für Anschaffungen etc.
Und es war richtig entspannt in der Praxis. Kein Tag, an dem es wirklich stressig war.
Zwei Nachmittage die Woche geschlossen.
Leider taugt mir die Arbeit als Hausarzt aber gar nicht.
Da nehme ich weniger Gehalt in einer anderen Fachrichtung in Kauf, aber habe mehr Spaß dran.
Wobei, wenn ich UCH/Ortho mache, könnte man sich ja noch niederlassen.
Als Orthopäde nagt man sicherlich auch nicht am Hungertuch :-))
freestyler
14.12.2019, 20:51
Verstehe ich das richtig? 7.500 € netto x 12 = 90.000 € netto pro Jahr.
Muss er davon noch Vorsorge oder ähnliches leisten oder ist das mit dem Netto-Gehalt eines Angestellten vergleichbar?
Mit 900 Scheinen ist das ein Netto nach allen Abzügen. Hier in der Gegend sind durchschnittlich 1200 Scheine normal und wenn man es gut anstellt bleibt ein 5 stelliger Betrag übrig.
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