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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 1 Frage A8/B17 - Schweißer mit Lungenbeschwerden



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Unregistriert
09.10.2018, 18:31
Elektroschweißen wird normalerweise für Aluminium benutzt.

Unregistriert
09.10.2018, 18:33
Ich halte die Siderose mit konsekutiver Lungenfibrose (Knisterrasseln) auch für die wahrscheinlichste Diagnose. Laut Amboss führt eine Lungenfibrose in späten Stadien zu einer Verminderung der FEV1 mit normwertigem Tiffeneau. Darum wär ich für E

max0182939
09.10.2018, 18:43
Wie wäre es mit: Fibrose und unter Belastung wird er hypoxämisch -> atmet mehr -> wird gleichzeitig hypokapnisch ohne die Hypoxämie kompensieren zu können?

So wurde mir das heute von einem Lungenfacharzt bestätigt, mit Hypoxämie bei gleichzeitiger HYPOkapnie. C wird die gesuchte Antwort sein.

theophil
09.10.2018, 18:56
Anbei der Link zu Merkblatt 4115, in dem der Siderofibrose ein dorsobasales Knisterrasseln zugesprochen wird: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Berufskrankheiten/pdf/Merkblatt-4115.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Unregistriert
09.10.2018, 19:03
Also laut Amboss steht bei Asbestose "basales Knisterrasseln" und das ergibt Sinn, weil sich der Prozess ja in den Unterlappen abspielt. Und die Silikose in den oberen Abschniten, womit ja das basale Knisterrasseln nicht so zusammen passt oder?

theophilus
09.10.2018, 19:07
Anbei der Link zu Merkblatt 4115, welches der Siderofibrose ein basales Knisterrasseln zuspricht und so wieder als Anhaltspunkt für Antwort B dienen könnte: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Berufskrankheiten/pdf/Merkblatt-4115.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Die Frage ist meiner Ansicht nach gut anfechtbar, da sie in der gestellten Form nicht eindeutig zu lösen ist.

Unregistriert
09.10.2018, 20:05
der hat Mangan inhaliert und eine fibröse Lungenerkrankung und demnach müsste E richtig sein

Unregistriert
09.10.2018, 20:37
Denk ich auch. Die Begründung für die Hypokapnie ist zwar schlüssig, aber da eine Exposition zu Asbest (z.B. als Isolationsstoff von Rohren) auch nicht ausgeschlossen werden kann und ähnliche Symptome machen würde ist es doch einfach nicht eindeutig zu beantworten.

lady_soph
10.10.2018, 13:07
Einmal Butter bei die Fische - wollen wir diese Frage melden?

Absolute Arrhythmie
10.10.2018, 14:34
Einmal Butter bei die Fische - wollen wir diese Frage melden?

Mach doch einfach, dafür brauchst du doch keinen Mehrheitsbeschluss!

Unregistriert
10.10.2018, 20:11
Ich würde mich freuen wenn du die Frage melden würdest <3

LostLittleSoul
12.10.2018, 10:10
Habe die Frage eingereicht

WackenDoc
12.10.2018, 17:54
Wie alt ist der Patient? das ist für die Frage nach einer Asbestose entscheidend.
Als was genau arbeitet er/hat er gearbeitet?
Ausländische Herkunft?

WackenDoc
13.10.2018, 07:56
Am ehesten C bei Manganpneumonie. Sowohl die Berufsgruppe passt als auch die Symptomatik und der Mechanismus der Konstellation wurde ja schon erklärt (zumal er in Ruhe beschwerdefrei ist und nur unter Belastung Probleme hat).

A weist auf eine Asbestose hin. Rohrleitungen wäre zwar grundsätzlich eine Expositionsquelle, Tanks eher weniger, wenn dann wären größere Mengen Asbest z.B. in Schiffsrümpfen zu finden. Die Exposition müsste vor 25 Jahren gewesen sein (Verbot von Asbest 1993, er arbeitet seit 30 Jahren in dem Beruf- 5 Jahre Exposition, eher geringer Mengen. Ich mache jetzt noch nicht soo lange Arbeitsmedizin, aber so eine Konstellation mit Asbestose habe ich noch nicht gesehen. Mal davon abgesehen, entwickelt sich die Asbestose vor allem bei so geringer Exposition sehr langsam. Ausgedehnte Befunde würde man jetzt nicht finden. Vor allem wenn man noch postuliert, dass der gute Mann wenigstens ab und zu beim Betriebsarzt war.

B) weist auf Silikose hin. Schweisser sind aber nicht übermäßig gegen Quarzstäube exponiert, sondern Steinmetze.

Sowohl Asbestexponierte als auch Quarzstaubexponierte wissen eigentlich auch, dass sie exponiert sind. Das Zeug sieht man.

D) passt gar nicht.

E) Wäre von der Exposition grundsätzlich möglich. Aber die beschriebenen Symptome passen nicht so ganz.

Das Ganze zeigt wieder, dass das IMPP unsinnig in´s Detail fragt. Ich wäre ja schon froh, wenn nicht- arbeitsmedizinische Kollegen an so Sachen wie Asbestose, Hautkrebs, Hörstörungen als Berufskrankheit denken. Das sind nämlich die Klassiker, gerade bei Patienten, die vom Arbeitgeber nicht zum Betriebsarzt geschickt werden oder die schon im Rentenalter sind.

WackenDoc
13.10.2018, 07:57
Achso- die Manganbelastung kommt vermutlich dadurch zustande, dass beim Arbeiten in Tanks nicht auf die Grenzwerte geachtet wurde.

WackenDoc
13.10.2018, 07:59
Achso- was der nicht-spezialisierte Arzt zu Schweissern noch wissen können sollte ist, dass diese eine Indikation zur Pneumokokkenimpfung haben.

*milkakuh*
01.11.2018, 10:31
Hier wurden letztendlich Antwort A "beidseitige ausgedehnte Pleuraverkalkungen im Röntgenbild" und C "erhöhte CO-Diffusionskapazität in der LuFu" als richtig gewertet.