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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seid ihr Vorlesungsgänger?



Tibia
07.11.2003, 20:39
Hallo ihr Lieben!

Also mich würde ja mal interessieren, ob ihr Vorlesungsgänger seid oder doch eher Selbststudium betreibt bzw. ausschlaft ;-)
Ich habe mir in den ersten Wochen fast alle Lehrveranstaltungen angetan, aber nun bin ich am überlegen, ob ich meinen Stundenplan nicht etwas komprimieren könnte, da sie uns die Woche ganz schön vollgestopft haben und ich denke, dass manche Sachen nicht wirklich viel bringen. Außerdem muss noch Zeit für einen Nebenjob bleiben.

Aber wie schaut es bei euch aus? Wie effektiv sind Vorlesungen in euren Augen wirklich??? Wie nützlich sind die Vorlesungsmitschriften?
Ich bin gespannt auf eure Antworten :-winky

Heinz Wäscher
07.11.2003, 21:07
ich nehme es mir ja immer vor, zu den Vorlesungen zu gehen, aber es kommt dauernd was dazwischen...
das Wetter
streikende Busfahrer
zu frühe Uhrzeit
Ineffiktivität der Vorlesungen
lange Fahrtzeit
überfüllte Busse
also kurzum...
ich bi zu faul, um dorthin zu gehen!!!

ich bin für Online-Vorlesungen :-))

beckspistol
07.11.2003, 23:42
nein

gruß - becks

Christoph_A
08.11.2003, 11:36
Bin in 5 Jahren Studium vielleicht in 70 Vorlesungen gewesen,mit Abstand am meisten im 1. Semester. Bringt in Muc nicht viel, da sie mit wenigen Ausnahmen (Präpkursbegleitung,Patho,spez.Patho,Gyn) auch oft nur superschlecht sind. Hab mich da lieber ausgeschlafen und vor den Prüfungen dann selbständig gelernt,fand ich effektiver.

Alles wird gut
08.11.2003, 14:21
Vorlesungen hatten bei uns im Semester auch eher einen gesellschaftlichen als fachlichen Schwerpunkt! War halt schön, die Leute zu treffen. Kaum waren alle beisammen ist man in die Cafeteria gegangen und hat Kaffee bis kurz vorn Herzinfarkt getrunken! :-)
Den Inhalt einer 1,5 stündigen Vorlesung hat man zuhause in 15 Minuten nachgelesen....

beckspistol
08.11.2003, 15:01
genau deswegen gehe ich nicht in vorlesungen - weil mir das geplapper tierisch auf die nerven geht. ich raffe mich ja schliesslich nicht auf dort hinzugehen, um mir das geschwafel der trienen links und rechts von mir anzuhören...

nightingale
08.11.2003, 19:48
Ich, ich gehe da meistens hin :-)

Außer bei absoluter Zeitnot oder wenn die Vorlesungen grottenschlecht sind. Chemie und Biochemie habe ich mir meistens geschenkt.
Aber nie die klinischen Fächer.
Denn nur durch Selberlesen kann ich nicht Medizin studieren.
Es gibt ein Leben jenseits der Kurzlehrbücher...

Christoph_A
08.11.2003, 20:13
@ lucky: Bevor man sich wieder sinnlos mit Kaffeee vollgeschüttet hat,haben wir uns eben gleich zum Fußball/Skifahren/Brunchen oder sonstwas getroffen,da braucht man nicht zuerst kurz in ne rallige Vorlesung schauen :-))
@ nightingale: Leben außerhalb von Kurzlehrbüchern? Wo? Mit den grünen medizin für Idiotenbüchern kommt man bequem überall durch und für den Rest gibts ja die Famulaturen.

Stroke Unit
08.11.2003, 23:47
Ich denke das hängt davon ab ob man ein Vorlesungstyp ist oder nicht. Bei mir ist es halt so wenn ich hingehe brauch ich für die Klausuren eigentlich so gut wie nichts mehr lernen. Durchlesen und wiederholen reicht üppigst aus, also hab ich am Semesterende keinen Streß.

Stroke Unit

Kiki1701
10.11.2003, 12:39
Das kommt immer auf die Qualität der Vorlesung an - und oft auch auf die Uhrzeit! :-))

Mikrobio war bei uns echt klasse, dafür ist man auch gerne mal früh aufgestanden. :-)

Aber die Innere-Vorlesung ist bei uns teilweise echt so elendig verschnarcht, daß man sich echt fragt, warum man im Hörsaal hockt, und nicht gemütlich am Frühstückstisch... :-sleppy

Ganz schlimm sind auch die Arzneitherapeutischen Konferenzen (Spez. Pharma) und die Klinisch-Pathologischen Konferenzen (Spez. Patho) - zwei bis drei Stunden gepflegte Langeweile am Nachmittag... :-(

Für Rechtsmedizin stehe ich allerdings immer gerne auf! :-top

Seaangel
10.11.2003, 12:43
Hallo zusammen,

also Vorlesungen sind fuer mich ueberhaupt nichts. Ich kann mich kaum erinnern jemals in die Vorlesungen gegangen zu sein. Letztes Semester gab es eine Pflichtvorlesung, in der eine Liste rumgegangen ist, da war ich anwesend.
Ansonsten: Ich stehe sehr frueh auf, duese mit meinem Hund spazieren, lerne und arbeite vormittags und gehe zu den Pflichtveranstaltungen. Das wars.
Ich bin zuhause um _einiges_ effektiver als wenn ich an die Uni fahren wuerde. Ich lerne immer direkt vor den Klausuren und das hat bis jetzt immer einwandfrei geklappt.
zudem wuesste ich auch nicht, wie ich Dr-Arbeit, meine zwei Nebenjobs und diverse Hobbys u. ehrenamtl. Taetigkeiten ausueben sollte, wenn ich wirklich das besuchen wuerde, was bei uns auf dem Stundenplan steht.

Auf der anderen Seite scheint es auch das absolute Gegenteil zu geben, die die Vorlesungen einfach zum verstehen des Stoffs brauchen.

Wie auch immer, hatte noch nie ein schlechtes Gewissen weil ich nirgends anwesend bin.

Der einzige Nachteil: Man verpasst oft mal schnell irgendwelche aktuellen Termine oder Veranstaltungen oder Aendernungen, wenn man sich nicht uebers Internet, oder Vorlesungsgaenger regelmaessig informieren laesst.

Liebe Gruesse,

Sea -die heute mal wieder zuhause bleibt

mar7ini
10.11.2003, 15:56
Im 1 vorklin. Semester war ich bei jeder Vorlesung dabei!
Es hat mir nicht sehr viel gebracht, denn gelernt habe ich dann später sowieso mit Büchern und Altklausuren. Ich hatte für nichts Zeit, war immer müde und frustriert und habe entschieden "so kann es nicht weitergehen!"

Ich brauche ca. 1 Stunde Fahrzeit, wenn die Vorlesung also gegen 8:00 anfängt, dann muß ich um 7:00 in der S-Bahn sitzen, was wiederum heißt daß ich gegen 6:00 aufstehen muß. Und das ist nichts für mich. Da schlafe ich lieber aus und lerne dann zu Hause.

Außerdem bringt mir das Zuhören sowieso nicht viel. Ich kann mir Sachen viel besser merken wenn ich sie selbst lese. In einem riesengroßem Saal zu sitzen, mich darüber zu ärgern daß andere Studenten in der Reihe hinter mir gerade dabei sind, die letzen Handymodelle zu vergleichen und gleichzeitig versuche dem Prof zuzuhören ist nichts für mich. Ich nehme von der Vorlesung nicht sehr viel mit. Aber ich kenne auch Leute die damit gut klarkommen und auch Erfolg haben - muß wohl jeder für sich entscheiden!

Martini

MedGarfield
14.11.2003, 23:58
Hallo,

man merkt doch immer ziemlich schnell, welche Vorlesungen gut sind und in welche Zeit man besser nutzen sollte, sei es zum Schlafen, einkaufen oder andere tolle Aktivitäten des täglichen Lebens.

Bekomme aber meistens ein schlechtes Gewissen, wenn ich gar nicht mehr in die Vorlesung gehen. Deswegen gehe ich selbst immer noch hin, solange sie nicht um 8 Uhr morgens ist. Das finde ich einfach zu früh ;-)

Außerdem lernt man doch in der Vorlesung immer noch nette Mitstudenten kennen ;-)

Vystup
15.11.2003, 15:53
am anfang des semesters versuche ich es immer mal mit in die vorlesung gehen, es muss dann aber schon eine verdammt gute vorlesung sein, um mich auf dauer bei der stange zu halten.

Lava
16.11.2003, 18:59
In der Vorklinik war ich eigentlich bei den meisten Vorlesungen. Jedenfalls bei den "wichtigen". Im 4. Sem habe ich dann mitbekommen, dass einem manchmal die Vorlesungen doch wesentlich weniger bringen, als man glaubt, andere hingegen sehr hilfreich sein können. Das Problem ist, dass man 1.) nicht wissen kann, welche gut ist und welche nicht, wenn man nicht hingeht (logisch, oder?) und 2.) man meist auch erst beim Lernen für die Klausur merkt, obs Sinn gemacht hat oder doch nicht.

Ich hab einen Kompromiss geschlossen und höre mir an, was mir Spaß macht (U-Kurs Vorlesungen), was gut zu sein scheint (Pharma) und was nicht allzu früh ist (MiBi). Patho ist komplett gestrichen - um 7 Uhr morgens bekommt mich niemand aus dem Bett. Ich in sogar gewillt, schön fleißig selber Patho zu lernen!! Ich weiß nur nicht, was ich lernen soll.... das ist ein weiterer Nachteil, den man hat, wenn man nie in die VL geht... :-?

Faust601
16.11.2003, 19:35
Bei uns war es relativ häufig so, dass es ausdrücklich hieß, dass in Klausuren nur das drankommt, was auch in der Vorlesung behandelt wurde. Das war für mich eigentlich schon ein guter Grund in die Vorlesung zu gehen. Denn so ist die Gefahr relativ gering, dass man sich verzettelt und viel zu viel Unnötiges lernt.

Außerdem fand ich persönlich meistens, dass ich mir den Stoff besser merken konnte, wenn ihn mir schon mal jemand erzählt hatte, bevor ich mich damit selbst beschäftigte. Natürlich waren einige Vorlesungen besser als andere, aber im Großen und Ganzen denke ich eigentlich schon, dass ich bisher davon profitiert habe, in die Vorlesungen zu gehen.

Und mittlerweile stellt sich das Problem bei mir eh nicht mehr, denn in der Klinik haben wir nun fast nur noch Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht. :-((

hamtaro
18.11.2003, 13:57
Och, das kommet immer auf den jeweiligen Prof an. Wenn die Vorlesung interessant ist, was leider zu selten der Fall ist :-), gehe ich auch mal gerne hin.
Ansonsten erarbeite ich mir das ganze lieber Zuhause. Da sprart man ernorm viel Zeit

coni
02.12.2003, 20:30
Moin Moin!

Tja, in Hannover sind leider, leider viele Klinik-VL mit der neuen StuO und dem im Zuge dessen eingeführten niegelnagelneuen Tertialsystem die meisten VL Pflichtveranstaltungen geworden, so richtig mit Unterschriftenliste! Sehr zu meinem Leidwesen! Ist aber ganz lustig zu sehen, wie manche Kommilitonen krampfhaft versuchen, alle Powerpoint-Präsentationen mitzuschreiben und sich tgl. einen Schreibkrampf abholen... Sitze entspannt in den VL und lasse das ganze so über mich ergehen. Das einzige, was ich mitschreibe, sind die Überschriften, um das ganze dann nachzlesen. Pharma ist allerdings ok, denn die Veranstaltungen sind "freiwillig" (die machen bewusst keine Anwesenheitskontrollen) und das Kurs-Curriculum gibts im Internet. Trotzdem schreiben viele immer noch zwanghaft mit, lässt aber bei den mesietn schon nach... Aber: manche können so besser, andere so.

alex1
04.12.2003, 16:41
Was sind Vorlesungen?