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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizin studieren trotz sozialer Inkompetenz



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LinaInverse
12.11.2018, 00:24
Deine Frage war, ob jemand so einen Studenten kennt bzw. einen Arzt, der "sozial inkompetent" ist. Kenne 2 Freunde , einer der hat Mathematik studiert und einer der hat Physik studiert (sind beide älter als ich), und Leute die so was machen haben einfach einen anderen Charakter als Leute die von Anfang an Medizin studieren. Beide sind extrem kompetent, aber haben eine Vorgehensweise, die relativ "autistisch" ist, und verstehen oft die Feinheiten der zwischenmenschlichen Kommunikation nicht. Oder sie beachten sie absichtlich nicht weil sie schneller vorankommen wollen. Der Physiker ist nun Oberarzt in der Radiologie in der Schweiz, und der Mathematiker ist immer noch Student so weit ich weiss. Beide sind extrem intelligent und wissen auch wo sie Mängel haben. Beide haben sich etliche "Feinde" gemacht oder angeeckt, entweder in Gruppenarbeiten oder weil sie Dozenten hatten die (ihrer Meinung nach) Quark erzählen. Es sind sehr direkte und sorgfältige aber auch penible Typen. Solche Menschen sind sehr gerne gesehen, wenn es ernst wird oder komplex, aber eher nicht, wenn man einfach nur dem Tagesgeschäft nachgehen möchte. Beide haben mir schlussendlich erzählt dass es wichtig ist in der Medizin, dass man "eine angenehme Person wird zur Zusammenarbeit".

Beide hatten/haben aber auch eine persönliche Motivation, nach dem ersten Beruf noch Medizin zu machen, und wenn du diese nicht hast, dann ist Medizin vielleicht nichts für dich. Hinzu kommt auch, dass das Studium sehr lange dauert im Vergleich zu anderen Studiengängen, was für eine Person mit Familienplanung auch eine Rolle spielen kann. Eine 30 jährige Ärztin hat sicher mehr Probleme bei der Partnersuche als eine 23 jährige Softwareentwicklerin.

Kackbratze
12.11.2018, 13:06
Es sind sehr direkte und sorgfältige aber auch penible Typen. Solche Menschen sind sehr gerne gesehen, wenn es ernst wird oder komplex, aber eher nicht, wenn man einfach nur dem Tagesgeschäft nachgehen möchte.

Damit sind alle Allgemeinmediziner Waschlappen die ungenau arbeiten.


Der Physiker ist nun Oberarzt in der Radiologie in der Schweiz, und der Mathematiker ist immer noch Student so weit ich weiss. [...]Beide haben mir schlussendlich erzählt dass es wichtig ist in der Medizin, dass man "eine angenehme Person wird zur Zusammenarbeit".

n=2 mit Arzt-n=1. Hochvalide Gruppe für diese Aussage.

Ich dachte immer, gerade die Empathie ist doch der wichtigste Aspekt des Humanmediziners....je nach Thread scheint das ja zu variieren, wenn es darum geht, dass ein 1er-Abiturient einen Studienplatz will oder ein 3,3er...

Warum wird die Grundidee eines Praktikums im Krankenhaus so wenig aufgenommen? Lieber zig Foren vollspammen und vollspammen lassen als einmal den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und echte Eigeninitiative zum Erfahrungsgewinn zeigen.

...und in 3 Jahren sehen wir den "Die Vorklinik ist so gemein und Patientenfern"-Thread mit den Zweifeln, ob sich das Alles überhaupt lohnt.
Einfach mal den eigenen Horizont erweitern und nicht per Internet fremde Erfahrungen als die Eigenen einplanen.


P.S.

Eine 30 jährige Ärztin hat sicher mehr Probleme bei der Partnersuche als eine 23 jährige Softwareentwicklerin.

#metoo

LinaInverse
12.11.2018, 13:16
Praktikum
Das Krankenpflegepraktikum hat mit der Realität des Arzt Berufes praktisch nichts zu tun. Wenn man wahre zwischenmenschliche Probleme im Beruf hat, dann wechselt man einfach die Stelle. Ist keine grosse Sache. Und funktioniert in der Medizin nicht anders.


Erfahrung
Das ist genau der Sinn des Forums, Erfahrungen auszutauschen und eventuell Dinge zu erfahren, auf die man von alleine nicht kommen kann. "Wieso machst du es und erfährst es nicht selber?" ist weder hilfreich noch hat es etwas mit der Frage des OPs zu tun.

Kackbratze
12.11.2018, 13:26
Man kann im Krankenhaus nur Pflegepraktika machen? Interessant. Wir haben hier genug Abiturienten und Schüler, die im ärztlichen Bereich ein Praktikum machen.
Tellerrand, Eigeninitiative und selber denken...

LinaInverse
12.11.2018, 13:34
OP hat ja selber nachgedacht (wenn es kein Troll ist, was auch sein könnte) und deswegen hier geschrieben. Wenn du ausser "machs doch selber" keine Antwort hast, wieso schreibst du dann überhaupt? Was genau nützt das ausser dass du dich an den Reaktionen der Leute aufgeilen kannst?
Praktika sind völliger Unsinn und sollten komplett verboten werden. Selten habe ich so viel vergeudete Zeit erlebt und zwar von allen beteiligten Seiten.
In der Realität geht man, wenn man eine Stelle annimmt, nicht mit leeren Händen hin, sondern hat auch etwas zu bieten (ansonsten wird man nicht eingestellt) und muss sich dementsprechend auch niemandem unterordnen oder sonst "ständig runterbuttern" lassen.

Kackbratze
12.11.2018, 13:54
Mit der Einstellung wundert es mich nicht, dass junge Assistenzärzte meinen, sie könnten gleich einen Whipple operieren...und Praktika grundsätzlich als verlorene Zeit anzusehen...dann braucht man ja auch kein PJ oder so. Ist ja auch verlorene Zeit.

Wie lange arbeitest Du schon? Ich habe das scheinbar überlesen.

Schubbe
12.11.2018, 13:55
Kenne 2 Freunde , einer der hat Mathematik studiert und einer der hat Physik studiert (sind beide älter als ich), und Leute die so was machen haben einfach einen anderen Charakter als Leute die von Anfang an Medizin studieren. Beide sind extrem kompetent, aber haben eine Vorgehensweise, die relativ "autistisch" ist, und verstehen oft die Feinheiten der zwischenmenschlichen Kommunikation nicht.

Das halte ich für ziemlichen Schwachsinn und sehr voreingenommen. Die Aussagekraft deiner Feldstudie wurde ja bereits bemängelt.

Was macht denn eine Vorgehensweise autistisch? Dass die betroffenen alles verstehen wollen, strikt nach Protokoll handeln oder etwa weil sie Lehrmeinungen hinterfragen?

LinaInverse
12.11.2018, 14:01
Mit der Einstellung wundert es mich nicht, dass junge Assistenzärzte meinen, sie könnten gleich einen Whipple operieren...und Praktika grundsätzlich als verlorene Zeit anzusehen...dann braucht man ja auch kein PJ oder so. Ist ja auch verlorene Zeit.

Und was hat das mit dem Thread zu tun und der Frage des OPs?

LinaInverse
12.11.2018, 14:07
Das halte ich für ziemlichen Schwachsinn und sehr voreingenommen. Die Aussagekraft deiner Feldstudie wurde ja bereits bemängelt.

Was macht denn eine Vorgehensweise autistisch? Dass die betroffenen alles verstehen wollen, strikt nach Protokoll handeln oder etwa weil sie Lehrmeinungen hinterfragen?

Man braucht einen gewissen antisozialen Charakter um in Gebieten wie Mathematik und Physik erfolgreich zu sein, denn der grösste Teil dieser Studiengänge absolviert man an einem Tisch zu Hause mit 8 Stunden oder mehr pro Tag mit Übungszetteln. Das ist für einen psychisch gesunden Menschen mit einem überdurchschnittlichen Sozialleben nicht zu schaffen.
Dies bedeutet nicht dass "Allgemeinmediziner ungenaue Waschlappen" sind oder zwingend ungenau arbeiten. Es ist lediglich eine Tendenz, die man nicht abstreiten kann wenn man jemals mit solchen Leuten befreundet ist/war oder sonstige Beziehungen zu ihnen hat. Diese Tendenz hat Vor- und Nachteile. Für einen 08/15 Mediziner, was praktisch alle sind, ist es eher ein Nachteil.
OP fragt spezifisch danach weil er vermutet dass er sozial inkompetent ist bzw. einen leicht antisozialen Charakter haben könnte.

Feuerblick
12.11.2018, 14:34
Und was hat das Studium von Mathematik und Physik bzw. der antisoziale Charakter einzelner Studenten dieser Fachrichtungen nun genau damit zu tun, dass hier jemand fragt, ob er/sie Medizin studieren soll, weil er/sie sich für sozial inkompetent hält, darauf sogar irgendwie stolz zu sein scheint und Teamarbeit offenbar verabscheut?

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Bis auf vermutlich ein paar seeehr nerdige Einzelkämpferberufe braucht man in jedem Job die Fähigkeit, sich auch mal unterzuordnen und im Team zu arbeiten. Das kann man durchaus lernen, wenn man will. Wenn man sich selbst allerdings cooler findet, weil man mit anderen Menschen nichts anfangen kann und auch gar nicht will, dann wird man leider irgendwann im Leben entweder scheitern oder sehr, sehr einsam enden. Kann man machen... muss man aber nicht.
Diese Entscheidung kann und darf aber jeder erwachsene Mensch für sich selbst treffen. Die Folgen muss er dann eben auch tragen.

Schubbe
12.11.2018, 14:41
Man braucht einen gewissen antisozialen Charakter um in Gebieten wie Mathematik und Physik erfolgreich zu sein, denn der grösste Teil dieser Studiengänge absolviert man an einem Tisch zu Hause mit 8 Stunden oder mehr pro Tag mit Übungszetteln. Das ist für einen psychisch gesunden Menschen mit einem überdurchschnittlichen Sozialleben nicht zu schaffen.


Informiere dich bitte bevor du solchen Blödsinn verzapfst. Natürlich sitzt man in diesen Fächern im Studium an Übungsaufgaben, und ja, natürlich sind die Aufgaben extrem schwer. Das Ziel ist es aber auch, dass du mit deinen Kommilitonen über diese Aufgaben sprichst und gemeinsam eine Lösung findest (so haben wir das zumindest im Studium gemacht und so kenne ich es auch von vielen Kollegen). Auch in der Forschung arbeitet man nicht 8h am Tag alleine im Keller, sondern in einer größeren Gruppe und diskutiert die Probleme und findet gemeinsam Lösungen.

Irgendwer muss natürlich am Ende die Zahlen schubsen, aber dafür gibt es eben Bachelor- und Masterarbeiten und später Dissertationen. Was im Rahmen dieser Arbeiten niedergeschrieben wird ist aber nur ein Bruchteil dessen, was eigentlich gemacht wurde und vieles ist letztendlich Teamarbeit.

In der Wirtschaft ist es sicherlich nicht anders, aber da habe ich dann tatsächlich keine Erfahrungswerte. Im Medizinstudium sind mir schon einige Einzelkämpfer über den Weg gelaufen, die auch aktiv den Erfolg anderer sabotieren haben oder anderweitig negativ aufgefallen sind.

Was du hier verallgemeinerst ist schlichtweg nicht haltbar und trägt auch zur Diskussion nichts bei.

LinaInverse
12.11.2018, 14:54
Was du hier verallgemeinerst ist schlichtweg nicht haltbar und trägt auch zur Diskussion nichts bei.

Du liegst komplett daneben, und dass Studenten aus strengen STEM Fächern charakterlich anders ticken als junge Mediziner ist nicht falsch.
OP liegt von seinem Gemüt her viel näher an Studenten aus diesen Gebieten, und macht es sich, wie andere und ich selber auch schon gesagt habe, dadurch sicher nicht das Leben einfacher in der Medizin, wo es oft mehr Vorteile hat, wenn man mit dem Strom geht.
Man kann sich übrigens das Team bzw. die Leute mit denen man zusammenarbeitet, auch selber aussuchen. Spätestens wenn man fertig ist mit dem Studium.

Kackbratze
12.11.2018, 14:59
Du verschweigst weiterhin, woher dein Erfahrungsschatz stammt.

LinaInverse
12.11.2018, 15:02
Du verschweigst weiterhin, woher dein Erfahrungsschatz stammt.


Ich denke du willst dich durch deine Beiträge nur selber profilieren und hast nicht vor etwas zum Thread beizutragen. Wären die Mods hier halbwegs ehrlich, würden sie deine Beiträge einfach konsequent entfernen.

Feuerblick
12.11.2018, 15:06
Ja, das ist eine beliebte Masche - sehr beliebt auch unter Trollen übrigens. Wenn man auf Fragen nicht antworten will, dann lenkt man ab.

Und nein, warum sollte man Kackbratzes Beiträge konsequent entfernen? Er verstößt nicht gegen Forenregeln.

Schubbe
12.11.2018, 15:10
Die Frage ist berechtigt. Entweder legst du deine Quellen offen und zeigst du woher du deine Mutmaßungen hast, oder du disqualifizierst dich noch weiter.

LinaInverse
12.11.2018, 15:13
Die Frage ist berechtigt. Entweder legst du deine Quellen offen und zeigst du woher du deine Mutmaßungen hast, oder du disqualifizierst dich noch weiter.

Eine Quelle ist nicht dazu gedacht um ein Argument zu untermauern oder zu bestätigen, sondern lediglich um auf den originalen Autor/Entdecker hinzuweisen. Wenn du nicht fähig bist, selber zu denken und zu argumentieren ohne auf die Argumente von vermeintliche Autoritäten zurückzugreifen, bist du schlichtweg kein intelligenter Mensch und komplett inkompetent.

Schubbe
12.11.2018, 15:16
Meine Damen und Herren, ich präsentiere den Quell der Weisheit :D

Feuerblick
12.11.2018, 15:18
War das nicht die „allwissende Müllhalde“? :-))

Schubbe
12.11.2018, 15:20
Die Gelehrten streiten sich noch, so zumindest mein letzter Stand.