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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nadelstichverletzung - BE durch Ärztin (!) verweigert



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anignu
26.11.2018, 09:37
Das Dekanat habe ich informiert, der PJ-Beauftragte weiß ebenso Bescheid... Würde eine Klage gegen die Ärztin etwas bringen oder wie würdet ihr euch verhalten? Ich dachte wirklich, dass ich im falschen Film sitze.

Aber jetzt wird sie sich halt vor dem OA und dem Dekanat verantworten müssen...
Verklag Sie. Auf Schadensersatz (obwohl du keinen Schaden hast), auf unterlassene Hilfeleistung (weil die Hilfe erst eine Stunde später erfolgte und das null Konsequenz für dich hat), auf Schadensersatz für das Magengeschwür (das du offensichtlich aufgrund der Aufregung bekommen hast), gegenüber der Ärztekammer (weil sie ihren ärztlichen Anspruch bzgl. Hilfeleistung nicht erfüllt hat und in der Hoffnung dass ihr die Approbation entzogen wird) usw... Einfach mal bei ALLEN beschwerden und wegen ALLEM verklagen...

Vor dem Dekanat wird sie sich nicht "verantworten" müssen. Dem Dekanat gegenüber wird sie nicht weisungsgebunden sein. Auch der Betriebsarzt ist ihr gegenüber nicht weisungsbefugt.

Der OA wird sie wohl zum richtigen Umgang mit NSV unterweisen. Und das war´s.
Genau so wird es laufen. Dekanat denkt sich "was will der Student jetzt wieder, kennt der die Strukturen nicht, wieso hält er sich nicht an den Meldeweg für diesen Schwachsinn". Der Meldeweg ist ja: AA -> OA -> CA. AA hat offensichtlich nicht funktioniert, OA offensichtlich sehr gut. Damit kann man sich alles weitere sparen. Oder man dekompensiert einfach mal und informiert Gott und die Welt darüber. Kann aber auch sein dass sich das Dekanat in Aktionismus spielt. Manchmal sind ja so Beschwerden ein guter Anlass um irgendwem ans Bein zu pissen dem man schon immer ans Bein pissen wollte oder was durchzusetzen was man schon immer wollte.


Nebenbemerkung: immer dran denken "Dummheit/Faulheit ist häufiger als Boshaftigkeit". Streng diesen Maßstabs geh ich davon aus dass die AÄ es einfach nicht wusste dass sie unbedingt Blut abnehmen soll und dies nicht aus Boshaftigkeit nicht gemacht hat. Ich hab inzwischen meine dritte Arbeitsstelle und der Umgang mit Nadelstichverletzungen war/ist in allen drei Häusern anders! Und selbst im jetzigen Haus wurde der Umgang zweimal umgestellt seit ich hier bin. Auch ich selbst kenn das aktuelle Verfahren nicht genau weil ich seit der letzten Umstellung keinen D13 mit NSV mehr schreiben musste.

escitalopram
26.11.2018, 14:58
Genau so wird es laufen. Dekanat denkt sich "was will der Student jetzt wieder, kennt der die Strukturen nicht, wieso hält er sich nicht an den Meldeweg für diesen Schwachsinn".


Nope, das Dekanat hat sich gemeldet und hat mir bestätigt, dass ich mich richtig verhalten habe. Sie haben sogar mit dem entsprechenden OA gesprochen, damit sowas in Zukunft nicht passiert. :)



Nebenbemerkung: immer dran denken "Dummheit/Faulheit ist häufiger als Boshaftigkeit". Streng diesen Maßstabs geh ich davon aus dass die AÄ es einfach nicht wusste dass sie unbedingt Blut abnehmen soll und dies nicht aus Boshaftigkeit nicht gemacht hat.

Doch, das wusste sie. Steht auch eindeutig in meinem ersten Posting! Ich habe sie mehrmals informiert und ihr sogar die schriftlichen Betriebsarzt-Anweisungen gezeigt!

epeline
26.11.2018, 15:05
Nichts desto trotz ist doch jetzt mal gut mit aufblasen und diskutieren....

Feuerblick
26.11.2018, 15:21
Nur weil ein PJler mich über irgendwas „informiert“, heißt das nicht, dass ich ihm glaube. Der kann mir viei erzählen. Und wenn ich es meine anders zu wissen (du hast ja gelesen, dass es überall unterschiedlich gehandhabt wird), dann glaube ich erstmal mir selbst und nicht einem PJ-Studenten, der das irgendwo gelesen oder gehört hat oder mir erzählt, dass der Betriebsarzt gesagt hat... (btw. Betriebsärzte haben nicht selten auch NULL Ahnung) :-nix
Wenn du ihr gegenüber so aufgetreten bist wie hier im Thread... ich hätte dich auch stehenlassen. Soviel Drama hätte ich auch nicht ertragen.

anignu
26.11.2018, 16:37
Nope, das Dekanat hat sich gemeldet und hat mir bestätigt, dass ich mich richtig verhalten habe. Sie haben sogar mit dem entsprechenden OA gesprochen, damit sowas in Zukunft nicht passiert. :)
Das ist das was sie dir sagen. Weil sie es sagen müssen. Sollen sie jemandem der sich so aufführt wie du tatsächliche ihre Meinung sagen? Damit du dann als nächstes zum Präsident der Uni und zum Staatsminister läufst?

Nur weil ein PJler mich über irgendwas „informiert“, heißt das nicht, dass ich ihm glaube.

Wenn du ihr gegenüber so aufgetreten bist wie hier im Thread... ich hätte dich auch stehenlassen.
Völlig richtig.

qvk60
26.11.2018, 17:56
Nope, das Dekanat hat sich gemeldet und hat mir bestätigt, dass ich mich richtig verhalten habe. Sie haben sogar mit dem entsprechenden OA gesprochen, damit sowas in Zukunft nicht passiert. :)


Und morgen: "Ich darf in meinem PJ-Krankenhaus nur noch Essen austeilen und es redet niemand mehr mit mir - wen kann ich verklagen?"

par
26.11.2018, 18:05
Hast Du dich eigentlich nach Ablauf der "kritischen Periode" einmal in Ruhe z.B. beim Essen / zum Dienstende mit der Assistenzärztin kurz hingesetzt und sie direkt angesprochen, was sie sich dabei gedacht hat und dass Du Dir z.B. Sorgen gemacht hast und es Dich deswegen sehr gestresst hat?
Einfach, entspannt, deeskalierend und verständnisorientiert? Menschen sprechen auf so etwas an.

freak1
26.11.2018, 19:13
Er wird in seinem ersten Job so richtig Spaß haben - Wenn er sich so verhält wie scheinbar im PJ wird er entweder in der Probezeit rausgeschmissen oder danach rausgemobbt.

Inb4 entsprechende Threads in ein paar Monaten/Jahren - Wen kann ich verklagen weil ich so oft die doofen Dienste am Freitag habe??? :-winky

Philip_MHH
26.11.2018, 19:26
Sozialkompetenz kann man halt nicht durch MCQ Prüfungen testen...Vielleicht lernt er ja im PJ noch mehr als nur Medizin. Es wär ihm zu wünschen.

Muriel
26.11.2018, 19:27
Neeeeee, er wird ja keine Dienste machen, da er schlauer als alle anderen ist und mit seinem Abschluss etwas Vernünftiges machen wird.

Philip_MHH
26.11.2018, 19:31
Ach stimmt, so war das ja :) Wobei ich da echt drauf gespannt bin, vielleicht eröffnen sich da ja auch uns minderbemittelten Patientenversorgern noch ungeahnte Möglichkeiten

Kackbratze
26.11.2018, 19:49
Das Ganze ist nur passiert, weil es eine Ärztin (!) war. In einer Klinik, die nur aus Männern bestehen würde, gäbe es solche Probleme garnicht! Gut, dass das Dekanat da einschreiten wird!

AK92
26.11.2018, 19:56
Das Ganze ist nur passiert, weil es eine Ärztin (!) war. In einer Klinik, die nur aus Männern bestehen würde, gäbe es solche Probleme garnicht! Gut, dass das Dekanat da einschreiten wird!

Wir geben jetzt alle im Chor unseren Senf dazu :D

morgoth
26.11.2018, 20:05
Ein Freund von mir fragt sich in dem Zusammenhang rein hypothetisch, wie man als Privatmann wahlweise den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, alternativ das Den Haager Kriegsverbrechertribunal anrufen kann.

par
26.11.2018, 20:14
Aus dem dt. Fest- oder Mobilfunknetz?

Oops!
26.11.2018, 21:01
Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen:

warum schießt ihr euch alle so auf den TE ein?
Könnt ihr euch vielleicht an eure erste Nadelstichverletzung erinnern?
Wie ging‘s euch da?

Und ja, manchmal kennt der PJler die Dienstanweisung besser.
Unverzüglich BE beim Indexpatienten meint nicht „später, irgendwann mal, vielleicht“ sondern zeitnah.

Ist dies so, dann wird die Pat. aufgeklärt, gezapft und das Ding geht seinen Gang.
In den vorgesehenen Zeiträumen dem gestochenen PJler Blut abzunehmen, heißt nix anderes als PEP ist nicht erfolgt, weil Indexpatient wurde nicht gezapft und wir gucken mal, ob wir AK nachweisen.
Keine Ahnung, ob jeder hier weiß, wie man sich dabei fühlt?!

Umgekehrt wird ein Schuh draus:
Der PJler sticht sich zum ersten Mal - geht damit in der Meldekette erste zur AÄ, die blockt ab, dann zum OA - der klärt es.
Meldung muss (soweit ich das erinnere) auch ans PJ-Büro gemacht werden. Es ist nicht eine Kann-Meldung, sondern er muss es melden.

Dass die AÄ nicht gemacht hat, wozu sie verpflichtet war - das ist erstmal Fakt.
Warum, ist bislang nicht geklärt.
Dass der PJler sich jetzt mal auskotzt - soooo wenig nachvollziehbar find ich das nicht.

Wie habt ihr euch gefühlt oder für den Fall, dass euch das noch nie passiert ist: wie würde es euch gehen?

Dass es sich hier weiter hochschaukelt, ist eher unschön, finde ich.

My 2 Cents...

par
26.11.2018, 21:10
Dass die AÄ nicht gemacht hat, wozu sie verpflichtet war - das ist erstmal Fakt.
Warum, ist bislang nicht geklärt. Diesbzgl. war mein Beitrag tatsächlich ernst gemeint.

OhDaeSu
26.11.2018, 21:11
Hahaha wie die Geier! Der größte Triumph nach 40 Jahren bis zum Facharzt: Schadenfreude als Sozialkompetenz verkaufen.

Feuerblick
26.11.2018, 21:18
@Ooops: Ich kann dir versichern, dass ich NICHT daran gedacht hätte, irgendwen zu verklagen oder da so ein Theater zu machen. Ich habe den D-Arzt aufgesucht und durch den wurde alles weitere initiiert. Kein Drama, keine Panik, gar nichts. Kommt vor und gut... Und mir ist auch niemand bekannt, der in solch heillosen Aktionismus gepaart mit Panik verfallen wäre. :-nix

Es geht nicht um die Sache an sich sondern um das große Drama, das daraus gemacht wird. Und weißt du, warum die Assistenzärztin so reagiert hat? Vielleicht ging ihr der PJ ja schon länger mit seiner altklugen Art auf den Keks? Könnte ja durchaus sein.

Außerdem sehe ich das Problem nicht. Die Assistenzärztin hat nicht gemacht, was sie „sollte“ (wobei wir ja schon herausgearbeitet haben, dass das mit dem „Sollen“ relativ ist) und der OA als nächster Ansprechpartner hat reagiert. Wo also ist das Drama?
Mit der Stationsärztin hätte man das, gerne mit dem OA dabei, ja nochmal besprechen können. Aber in alle Richtungen melden und fragen, ob man jemanden verklagen soll... echt jetz?

Ich bin ja nun wirklich jemand, der PJlern rät, für ihre Rechte einzustehen. Aber bisschen die Verhältnismäßigkeit wahren sollte man doch. Aber das ist die heutige Mentalität. Immer gleich nach dem Anwalt schreien statt erstmal das Ganze nach Abflauen der ersten Wut zu klären.

OhDaeSu
26.11.2018, 21:28
Und weißt du, warum die Assistenzärztin so reagiert hat? Vielleicht ging ihr der PJ ja schon länger mit seiner altklugen Art auf den Keks? Könnte ja durchaus sein.

Achso und die PEP bewusst zu verzögern, weil der PJler einem irgendwie nervig vorkommt, erscheint dir legitim? Machst du das mit Patienten auch so oder gilt diese Verfahrensweise nur für Studenten und Auszubildende?