Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stellenangebot - Zweifel
Liebes Forum,
ich bin grade auf Jobsuche und habe mich vor Kurzem in einem Ärztemangel-Gebiet in einer mehrere hundert Kilometer entfernten Stadt vorgestellt (auf eine Stellenausschreibung hin). Es handelt sich dabei um ein Fach, in dem man in meinen Wohnort (Universitätsstadt) und im Ballungsgebiet drumherum ohne Vitamin B als Anfängerin (habe vorher 1 Jahr ein anderes Fach gemacht) kaum die Chance auf eine Stelle hat.
Die Abteilung hat mir soweit gut gefallen, habe dort 1 Tag hospitiert inklusive Vorstellungsgespräch. Die endgültige Zusage habe ich noch nicht, allerdings hat mir der Chef signalisiert, dass es gut für mich aussehe.
Dem CA wäre es am liebsten, wenn "nächste Woche" anfangen könnte. Wir haben uns nun - hypothetisch, denn es ist ja noch keine Zusage da - auf einen möglichen Starttermin Anfang Juli geeignet. Allerdings hat er gleichzeitig gesagt, am besten wäre, ich würde vor den Sommerferien (die Anfang Juli beginnen) schon anfangen wegen der Einarbeitung. Mir wäre, ehrlich gesagt, ein Starttermin im August lieber, zumal ich mir dort erst ein Zimmer suchen und alles andere organisieren müsste. Der CA wirkt aber eher unflexibel gegenüber einem anderen Starttermin.
Was mich noch stutzig gemacht hat: Er meinte, er wolle aber NICHT, dass man nach 1-2 Jahren Einarbeitung das Haus wechsle und hätte am liebsten einen Passus im Vertrag, der gebiete, dass man sich für die gesamte Facharztausbildungszeit im Haus verpflichtet (ich glaube nicht, dass das so einfach umsetzbar ist).
Zudem hat mich irritiert, dass er behauptete, er beherrsche als einer der wenigen in Deutschland einen bestimmten Eingriff. Habe durch Internetrecherche herausgefunden, dass dieser Eingriff noch in etlichen anderen Häusern gemacht wird. Zudem erzählte er im Gespräch von Karriereplanungen von Leuten aus der Abteilung (mit Namensnennung, das fand ich nicht gut, weil ich mir dann vorstelle, das er das dann in Zukunft auch anderen Bewerbern von mir erzählt, falls ich dort anfange).
Ich habe noch etwas Zeit, ehe ich zu- oder absagen muss (vorausgesetzt, sie sagen zu).
Ich habe mittlerweile noch in meiner Region einige Vorstellungsgespräche (auch in Alternativfächern) bekommen und habe einfach Sorge, dass ich wieder einen "Chefreinfall" erlebe (habe ich schon ausgiebig durch).
Was meint Ihr?
Liebe Grüße und Danke
Zilia
Feuerblick
07.06.2019, 12:21
Ein Chef der ganz alten Schule? Muss nicht unbedingt schlecht sein... was er möchte oder nicht, kann dir ja völlig egal sein und wenn du nach einem oder zwei Jahren kündigst, kann er sich auf den Kopf stellen und mit den Zehen wackeln und es würde dich ja trotzdem nicht aufhalten. Verpflichten kann er dich nicht bzw. du wärst schon ziemlich doof, sowas zu unterschreiben.
Interessant finde ich eher, dass er dich sooo schnell einstellen möchte. Braucht er Leute für Dienste? Wie ist denn die Besetzung in der Abteilung? Was sagen die Assistenten über Arbeitsbelastung, Chef, Überstunden etc? Das wäre mir jetzt irgendwie wichtiger als ein etwas verhaltensorigineller Chef... davon hatte ich auch schon welche (einer war gar der Meinung, dass Assistenten eigentlich was zahlen sollten, weil man sie ja ausbilden würde und sie nur Arbeit machen würde... ansonsten war der aber okay), was aber nicht so dramatisch war, weil ich durchaus in der Lage war, mich zu wehren.
Vielen Dank für Deine Nachricht, Feuerblick.
Er hat nach einiger Auseinandersetzung Stellenausschreibungen bewilligt bekommen, weil viele Ärzte in Elternzeit sind. Man kriegt aber keinen Vertretungsvertrag und sondern einen Vertrag über die volle Weiterbildungszeit.
Etwa 8 Dienste pro Monat je 12 h. Dienstfähigkeit frühestens nach 3 Monaten (+ X) je nach Fähigkeit. Er hat behauptet, dass es ansonsten kaum Überstunden gäbe und bei 3 Nachtdiensten hintereinander von 12 Stunden bereits die Wochenarbeitszeit nahezu abgedeckt sei.
Der Dokumentationsaufwand in der Klinik ist sehr hoch, weil sich das Haus zu wenig Kodierer leistet, war mein Eindruck und das hat mir auch jemand von den Assistenten gesagt.
Es waren recht wenig Assistenten vor Ort, als ich da war, Arbeitsbelastung scheint recht hoch und Rotationsmechanismus teilweise unklar.
Man darf/muss früh viel machen, was ja an sich nicht schlecht ist. Kenne ich schon.
Feuerblick
07.06.2019, 13:02
Okay... acht 12-Stunden-Dienste im Monat finde ich relativ viel. Wenig Assistenten, hohe Arbeitsbelastung, ein Chef, der behauptet, dass trotz dieser Bedingungen wenig Überstunden anfallen (jaja, vermutlich werden sie nicht dokumentiert)... ich persönlich würde diese Stelle nicht antreten. Nicht, weil der Chef komische Ideen hat, sondern weil ich den Eindruck habe, dass diese Klinik keine guten Bedingungen bietet.
Danke für Deine Einschätzung Feuerblick! Es gibt auf jeden Fall noch mehr Assistenten als an diesem Tag waren wegen Z. n. Dienst etc. Leider habe ich das vergessen zu fragen :-wand:-wand
Ich würde zunächst einmal unbedingt mit mehreren Assistenzärzten sprechen. ALLES von den Assistenzärzten verifizieren lassen (Zahl der Dienste, Zeitpunkt der Dienstfähigkeit, Zahl der Überstunden, durchschnittliche Wochenarbeitszeit, usw.). Chefs sagen viel.
Ich hatte ein zum Teil ähnliches Erlebnis, das mich sehr nachdenklich gemacht hat - Stellenangebot in einer sehr beliebten Großstadt, in der es an Bewerbern für Assistenzarztstellen nicht mangelt, ich sollte unbedingt sofort unterschreiben, alles ist ganz toll, Rotationen super durchdacht, sehr engagiert in der Lehre, einmalige Chance, usw. Hat etwas an einen Gebrauchtwagenhändler erinnert. Klang zu gut um wahr zu sein. Hat sich dann herausgestellt, dass es an dieser Abteilung einen hohen Turnover an Assistenz- und Oberärzten gibt, dass man immer wieder von heute auf morgen auf anderen Stationen und/oder in der Ambulanz einspringen muss, weil kaum vorausgeplant wird und sich ständig etwas ändert, die Arbeitsbelastung ist überdurchschnittlich hoch, Lehre kaum vorhanden, usw. Seither glaube ich niemandem mehr irgendwas, lasse mir immer die Dienstpläne zeigen, rede immer mit den Assistenzärzten, usw.
Die Tatsache, dass es den angesprochenen Eingriff auch an mehreren anderen Kliniken gibt, ist für mich ein red flag - entweder der Chefarzt hat einfach keine Ahnung, oder er hat dich dreist angelogen. Beides nicht gerade gute Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Auch das mit nächste Woche anfangen klingt für mich ganz stark nach red flag - das heißt, dass er sofort wen braucht, hoffnungslos unterbesetzt ist, dich unter Druck setzen will zu einer überstürzten Entscheidung, statt dich sorgfältig drüber nachdenken zu lassen. Und dass er dich dann vertraglich zwingen will, auch dort zu bleiben, ist IMHO noch gefährlicher, denn das heißt, dass es viel Turnover gibt, dass die Leute wieder weg wollen sobald sie die Abteilung kennen.
Um welches Fach handelt es sich denn? Irgendwo anders wird es doch sicher noch bessere Alternativen geben...
Locutus001
07.06.2019, 13:34
Ich glaube nicht, dass so ein Passus rechtskräftig wäre.
Aber generell würde ich auf so einen Passus nicht eingehen.
Wenn Dir August besser passt, dann schlag ihm vor, dass Du ab Oktober anfangen könntest, aber bereit wärst etwas früher, vielleicht schon ab August zu beginnen :-P
Nachher verbiegst Du Dich für einen Job, den Du dann doch nicht willst, daher solltest Du auf die Sachen die Dir wirklich wichtig sind bestehen. Es sei denn Du bist sehr verzweifelt und brauchst den Job dringend ;-)
Wenn Du vorher schon gearbeitet hast und Dienste für Dich kein Problem sind, dann kannst Du ja theoretisch auch schnell anfangen mit Diensten.
Ansonsten würde ich auch eine gewisse Einarbeitungszeit vorher besprechen, bevor ich Dienste anfange.
Und ja, wenn ein Umzug ansteht, sollte man sich fragen wie viel Zeit man dafür braucht und dann noch ne Woche extra einplanen.
Ja, der Eingriff wird vielleicht auch an anderen Häusern durchgeführt! Aber er ist der einzige der den wirklich richtig beherrscht!!! ;-) haha :-)
Bevor man wo anfängt, weiß man leider nie woran man dann am Ende wirklich ist.
8 12h Dienste im Monat joa... das sind zwei Dienste pro Woche. Voll vergütet oder Überstundenausgleich?
Ist ja auch nicht ganz uninteressant wie die Dienste ablaufen. Gibt da ja viele unterschiedliche Möglichkeiten der Besetzung. Bei den einen ist ein Arzt ganz alleine und nen Oberarzt im Hintergrund. Bei den anderen sind mehrere Kollegen vor Ort und vielleicht sogar zwei Ärzte (ein erfahrenerer + ) unterwegs.
Musst Du wissen ob das für Dich in Ordnung ist.
Danke für Eure Nachrichten!
Das Fach? Ich sag nur Wertheim-Meigs/Misgav-Ladach.
Es ist immer ein OA oder eine OÄ präsent in dem Haus, auch in den Diensten (frühestens nach 3-4 Monaten). Bisher habe ich noch keine Berufserfahrung in dem Fach.
Naja, ich muss aus finanziellen Gründen spätestens ab September was haben.
Und Hals über Kopf einen Zweitwohnsitz anlegen ist auch nicht so einfach für mich.
Wenn das dann ein Reinfall wird, wäre das übel für mich.
Wegen der Dienste: Eher Freizeitausgleich.
Feuerblick
07.06.2019, 16:08
Und in deiner Umgebung oder in weniger unterversorgten Gebieten gibts in dem Fach keine Stellen? Kann ich mir kaum vorstellen...
Doch, in meinem Ballungsgebiet gibt es schon Stellen, aber für Anfänger eher nur unter der Hand ("Vitamin B"). Ohne Connections gibt es erst Stellen mit 1-2 Jahren Berufserfahrung. Das übliche Dilemma.
Feuerblick
07.06.2019, 16:18
Aber zwischen Ballungsgebiet und unterversorgte Gebiete in Hintertupfingen gibts doch auch noch was, oder?
Rhiannon
07.06.2019, 19:33
Aber zwischen Ballungsgebiet und unterversorgte Gebiete in Hintertupfingen gibts doch auch noch was, oder?
Ja, uns zum Beispiel. :-)) Misgav-Ladach können wir auch, Stelle hätten wir wg Schwangerschaft auch gerade wieder frei und wie sind zwar ländlich, aber in guter Pendelreichweite zu diversen Großstädten.
Feuerblick
07.06.2019, 19:45
Und deine Gegend ist eine echt schöne Gegend, wenn ich das richtig im Kopf hab. :-)
Also alles was du schreibst würde mich doch sehr davon abhalten dort anzufangen.
Ich hatte bisher immer Glück mit meinen Stellen - vernünftige Vorstellungsgespräche mit einem ehrlichen Ansprechen von Vor- und Nachteilen sowie der eigenen Anforderungen (was sich dann auch bei den angetretenen Stellen so bewahrheitet hat). Vielleicht liegt das ja am Fach, aber manchmal frage ich mich, wieso andere immer an solche Soziopathen geraten...
Ansonsten hospitieren - oder in der Probezeit noch nicht umziehen und bezahlt für vier Wochen hospitieren ;-)
Colourful
08.06.2019, 09:39
Für Gynäkologie muss man doch nicht mehr durch das ganze Land ziehen. Hier gibt es eine Großstadt in Hessen, da kriegst du sicherlich mitten in der Stadt eine Gyn-Stelle. Und ja, die sind auch ausgeschrieben.
Das klingt alles nicht besonders gut. Ärzte sind gefragt, da muss man kein drittklassiges Angebot annehmen.
Relaxometrie
08.06.2019, 11:16
Dem CA wäre es am liebsten, wenn "nächste Woche" anfangen könnte. Wir haben uns nun - hypothetisch, denn es ist ja noch keine Zusage da - auf einen möglichen Starttermin Anfang Juli geeignet. Allerdings hat er gleichzeitig gesagt, am besten wäre, ich würde vor den Sommerferien (die Anfang Juli beginnen) schon anfangen wegen der Einarbeitung. Mir wäre, ehrlich gesagt, ein Starttermin im August lieber, zumal ich mir dort erst ein Zimmer suchen und alles andere organisieren müsste. Der CA wirkt aber eher unflexibel gegenüber einem anderen Starttermin.
Ich empfinde es als Unverschämtheit, null Rücksicht auf wesentliche Belange des Mitarbeiters zu nehmen. Habe ich aber auch schon mehrfach durch. Jeder mitdenkende Mensch müsste wissen, daß man bei einem Umzug viel zu tun hat und für die grundlegenden Dinge (Einwohnermeldamt, Telefon/ Internetanschluß (wenn erforderlich) einrichten, KFZ ummelden, neue Wohnung finden, die neue Wohnung funktionsfähig machen, die alte Wohnung aufgeben.....) ein paar Tage braucht, an denen man am besten eben nicht arbeitet, um diese Dinge erledigen zu können.
Parallel zum Jobstart kommt es doch viel schlechter an, wenn man andauern superpünktlich oder sogar früher gehen muß, um noch Dinge zu erledigen, die sich einfach nicht abends oder am Wochenende erledigen lassen.
Weil man aber ja nicht weiß, wann man eine passende Wohnung findet, kann es natürlich auch doof laufen, wenn man z.B. auf einen Jobstart in z.B. drei Monaten setzt (um den Umzug und alles geschafft zu haben) und dann doch noch keine Wohnung gefunden hat.
Wenn der Wohnungsmarkt in einer neuen Gegend entspannt ist, würde ich vermutlich hoch pokern und den Starttermin nach hinten schieben, um den Umzug vor Jobstart hinzubekommen.
Bei angespanntem Wohnungsmarkt kann es blöderweise dann aber besser sein, erstmal eine Übergangsbleibe zu nehmen (Wohnheim, möbliertes Zimmer, WG) und sich mit der weiteren Wohnungssuche Zeit zu lassen.
Was mich noch stutzig gemacht hat: Er meinte, er wolle aber NICHT, dass man nach 1-2 Jahren Einarbeitung das Haus wechsle und hätte am liebsten einen Passus im Vertrag, der gebiete, dass man sich für die gesamte Facharztausbildungszeit im Haus verpflichtet
Wenn der Chef durch gute Lehre, gute Weiterbildungsbedingungen, gute Personalpolitik und noch durch einen fairen Führungsstil glänzt, bleiben die Assis von ganz alleine. Wenn er nichts davon bietet, kann er die Assis leider leider nicht durch komische Verträge an sein Haus binden :-kotz
Zudem hat mich irritiert, dass er behauptete, er beherrsche als einer der wenigen in Deutschland einen bestimmten Eingriff.
Schön für ihn.
Fazit: die Stelle klingt direkt mal so wenig erstrebenswert, daß man dem Chef schon dankbar dafür sein muß, daß er alles direkt so anspricht, daß man gar nicht mehr dort arbeiten möchte.
Ich empfinde es als Unverschämtheit, null Rücksicht auf wesentliche Belange des Mitarbeiters zu denken..
Fazit: die Stelle klingt direkt mal so wenig erstrebenswert, daß man dem Chef schon dankbar dafür sein muß, daß er alles direkt so anspricht, daß man gar nicht mehr dort arbeiten möchte.
Sehr schöner Testbericht, danke! :-)
Ich würde zunächst einmal unbedingt mit mehreren Assistenzärzten sprechen. ALLES von den Assistenzärzten verifizieren lassen (Zahl der Dienste, Zeitpunkt der Dienstfähigkeit, Zahl der Überstunden, durchschnittliche Wochenarbeitszeit, usw.). Chefs sagen viel.
Ja, Ja, Ja, genau, stimmt, unbedingt!!! Diesem Kommentar kann ich so uneingeschränkt wie selten zustimmen!
Die Tatsache, dass es den angesprochenen Eingriff auch an mehreren anderen Kliniken gibt, ist für mich ein red flag - entweder der Chefarzt hat einfach keine Ahnung, oder er hat dich dreist angelogen. Beides nicht gerade gute Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Das seh ich völlig anders. Ich hab schon genug Chefs erlebt die ernsthaft glauben, dass niemand sonst einen bestimmten Eingriff kann. Weltweit. Und wenn man ihnen dann sagt "der und der macht diesen Eingriff auch" dann kommt zur Antwort "vielleicht, aber nicht so gut oder falsch". Das ist teilweise in deren Selbstverständnis von Göttergleichheit. Auch Chefs kleiner/kleinster Kliniken glauben dass sie deutschlandweit bekannt sind, weil sie so geil sind, dass sie Chefs sind. Für mich ist das einfach nur ein Beispiel einer ganz "normalen" Chef-Selbstüberschätzung. Trifft man regelmäßig. Daher trifft auch die erste Aussage so genau zu: die Chefs haben teils NULL Ahnung von Diensten, Überstunden, Arbeitsbelastung usw. null. null. null... Mir hat mal eine Bewerberin gesagt "aber der Chef hat mir da was völlig anderes erzählt". Stimmt. Aber der hat auch null Ahnung von Diensten. Ich hab ihr dann die tatsächlichen Dienstpläne der letzten Monate gezeigt, wir haben zusammen mal die Dienste durchgezählt und sie hat gemerkt dass ich recht hatte. Nicht der Chef. Weil es ihn nicht interessiert.
Ja, der Eingriff wird vielleicht auch an anderen Häusern durchgeführt! Aber er ist der einzige der den wirklich richtig beherrscht!!! ;-) haha :-)
Genau das.
Ich empfinde es als Unverschämtheit, null Rücksicht auf wesentliche Belange des Mitarbeiters zu nehmen.
Er will dass der Mitarbeiter möglichst früh anfängt. Das will JEDER Chef. Er hat eine genehmigte Stelle und will dass die schnellstmöglich besetzt wird. Soweit so normal. Und darauf antwortet man normalerweise mit "ich kann frühestens am ... anfangen" und dann gibts zwei Möglichkeiten: entweder man bekommt die Stelle oder auch nicht.
Bei jedem meiner Jobwechsel hab ich gesagt: die Kündigungsfristen sind so und so und ich hab klargestellt dass ich erst kündigen werde, wenn ich einen von der Klinik unterschriebenen Vertrag in der Tasche hab. Insofern war klar, wenn die mich wollen müssen die mir bis zu einem gewissen Stichtag den Vertrag vorlegen, dann kündige ich bei der anderen Stelle und ich komme. Fertig. Klare Ansagen. Und natürlich hätte mich der Chef früher haben wollen. Sehr viel früher. Drei Monate früher. Ging aber nicht. Und ich hab nicht akzeptiert aufs Blaue zu kündigen und ich hab auch gelernt dass eine mündliche Zusage nicht viel zählt. Der schriftliche Vertrag zählt.
Und noch was: natürlich will ein Chef dass ein Assistenzarzt möglichst lange bleibt. Am Besten für immer. Denn vor allem am Anfang hat man mit dem Assistenzarzt viel Arbeit im Sinne von Einarbeitung. Und wenn das dann mal Richtung maximaler Nutzen geht, soll der Assistenzarzt natürlich möglichst nicht gehen. Soweit so normal. Das sind immer die Phantasien der Chefs. Und wenn sie könnten würden sie es auch verbieten. Aber es gibt halt auch Tarifverträge und Gesetze. Und im Gesetz steht nicht drin "dein Chef ist dein Gott", sondern so Dinge wie "die maximale Arbeitszeit am Tag beträgt ... Stunden". So what! Scheiß drauf was er will.
Die beiden Dinge die mir bzgl. der Stelle auffallen ist dass der Chef schon an bissl Selbstüberschätzung leidet und sich diesbezüglich auch nicht zurückhalten kann und dann das mit den Diensten. Das hätte ich noch deutlich genauer die Kollegen gefragt. Wie laufen Dienste ab, wieso 12h, wieso so viele, wer ist dann noch im Haus, was hat man da zu tun. Das ist bissl wenig Input bisher.
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