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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gyn trotz OP-Unliebe?



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charmingbaer
11.08.2019, 20:54
Hey,

ich bin jetzt kurz vorm M2 und geh im Herbst ins PJ.
Ich wollte eigentlich immer Gyn und Geburtshilfe machen, habe da auch 2 Famus gemacht ( eine tolle, eine nicht so tolle) und finde es auch von der Theorie her immer noch total spannend und interessant. Mein Problem ist aber, dass sich jetzt im Studium gezeigt hat, dass ich wahnsinnig ungerne im OP bin. Eigentlich muss ich fast immer den OP verlassen, weil ich das Gefühl habe, gleich umzukippen. Also nicht so besonders vorteilhaft für ein operatives Fach ;-).
Ich frage mich, ob es wohl realistisch ist, dass man irgendwie die Facharztweiterbildung durchgezogen bekommt um sich danach niederzulassen und dann ja auch nicht mehr zu operieren. Ich meine natürlich nicht damit, dass ich in der Weiterbildung keinen OP von Innen sehen will und vielleicht ist es ja auch möglich, dass ich mich daran gewöhne und dann zumindest nicht immer das Gefühl habe umzukippen (was glaub ich einfach konditioniert ist) aber wirklich Spaß machen wird es mir wohl wahrscheinlich auch nicht....
Glaubt ihr, dass man dann eher eine wahnsinnig schlechte Zeit hat und das so vermutlich nicht gestemmt und durchgezogen bekommt? Oder meint ihr, das kann man schon so machen ?

Konservative Gynäkologie und Geburtshilfe wäre echt perfekt für mich ;-)

LG!

timothy007
12.08.2019, 10:06
Hallo,

wenn es so schlimm ist, dass du den OP wegen des Gefühls, gleich umzukippen, regelmäßig verlassen musst und sich dieses Problem auch nicht in den Griff kriegen lässt, ist diese Weiterbildung mit lt. WBO immerhin über 300 operativen Eingriffen (inklusive geburtshilflicher Operationen) wohl eher nichts für dich.

Wenn du es aber einfach nur "nicht so toll" findest, im OP zu stehen, es aber körperlich und psychisch für dich durchaus auszuhalten ist, würde ich sagen: Augen zu und durch.

Was ich allerdings nicht realistisch finde, ist der Glaube, unmittelbar nach der Facharztweiterbildung eine Niederlassung anzustreben. Zulassungen in der Gynäkologie gibt es nicht wie Sand am Meer. Es kann dir also gut passieren, dass du nach abgeschlossener FA-Ausbildung noch das ein oder andere weitere Jahr im OP stehst, wenns ganz "schlecht" läuft sogar ohne begleitenden Ausbilder.

davo
12.08.2019, 10:16
Mach den Härtetest: Gyn als 1. PJ-Tertial (damit du die Information früh genug hast um dich gut bewerben zu können), du nutzt jede sich ergebende Chance um in den OP zu gehen. Wenn du das 16 Wochen lang durchhältst ohne zu dekompensieren, wirst du wahrscheinlich auch die FA-WB schaffen. Im Chirurgie-Tertial machst du es genauso. (Wobei es im Idealfall natürlich so ist, dass du das Ganze dann auch noch mit Freude machst... denn fünf Jahre lang jeden Arbeitstag am Limit zu sein stell ich mir ehrlich gesagt nicht so toll vor.)

charmingbaer
12.08.2019, 12:22
Vielen Dank für eure Antworten!

Davo, dein Vorschlag mit dem PJ ist natürlich am besten und am naheliegensten. Leider ist die Verteilung schon durch und ich habe nicht Gyn gewählt, weil ich das einfach schon abgeschrieben hatte... Echt dumm. Jetzt beim Lernen fürs M2 merke ich wieder, dass das einfach das Fach ist, was mich am meisten interessiert, was ich wirklich auch gerne lerne und wo ich mich nicht durchquälen muss.
Ich denke, ich werde zwischen dem M2 und dem PJ noch 2 Wochen "Pseudofamu" dazwischen schieben und da einfach mein Problem offen legen mit der Bitte, dass ich möglichst viel in den OP kann.

Timothy, es ist eher kein körperliches Problem sondern einfach Psycho. Ich muss sagen, am Anfang konnte ich schon in den OP gehen. Es hat mir keine ultimative Freude gemacht aber es ging, auch steril am Tisch mit den Armen zwischen den Därmen. Das ist irgendwann in meiner ersten Gynfamu umgeschlagen, als ich mich da ziemlich unwohl gefühlt habe und deshalb total angespannt am Tisch stand. Da hab ich dann irgendwann echt Herzrasen bekommen und musste abtreten und seit dem gibt es das Problem. In der zweiten Gynfamu habe ich den OP extrem gemieden und die Famu war einfach nur mega toll. Als normaler Zuschauer ist der OP auch kein wirkliches Problem, nur, wenn ich steril am Tisch stehe, weil ich dann Angst bekomme, umkippen zu können (was noch NIE wirklich passiert ist) und dann steiger ich mich da rein. Das ist also echt psychisch und einfach konditioniert bei mir. Deshalb hab ich die Hoffnung, dass ich das vielleicht nochmal lösen kann.

davo
12.08.2019, 12:27
Ich würde dich davor warnen, zu glauben, dass das, was man am liebsten lernt, auch die beste Fachwahl ist.

Da sind IMHO andere Aspekte (ob man den Arbeitsalltag mag, ob man mit den Arbeitsbedingungen klar kommt, usw.) VIEL wichtiger. Innere find ich z.B. total interessant, aber wenn ich auf einer Innere-Station arbeiten müsste, würde ich binnen kürzester Zeit durchdrehen :-))

Zwischen Examen und PJ hat man gut fünf Wochen Zeit... da kann man problemlos nochmal 1-2 Wochen in ein Fach schnuppern.

charmingbaer
12.08.2019, 12:40
Ja klar, ich mag den sonstigen Arbeitsalltag auch sehr! Habe wie gesagt 2 Famus gemacht und noch ein seperates Kreißsaalpraktikum. Und das Blockpraktikum fand ich auch mega gut. Ich denke, deshalb lerne ich die Themen auch einfach gerne.

Arrhythmie
12.08.2019, 12:47
Also, ich mag Gyn auch ganz gern, hatte es mir auch fürs PJ überlegt, lerne es gern und habe auch Kreissaal etc alles gemacht, aber ich finde zB bis auf Sectios die OP`s ziemlich uninteressant für mich persönlich. Fast alles lap bis auf wenige Ausnahmen. Nichts wo ich irgendwie dafür brennen würde es selber zu machen, außer vielleicht Sectios. Der "Rest" hat mich schon im Blockpraktikum mehr oder weniger genervt. Das hält mich wie gesagt zB von Gyn ab, ebenso noch ein paar andere Dinge.
Im OP bin ich sonst eigentlich gerne. Aber ich mag lieber oberflächennahe Chirurgie, plastische Eingriffe, Wunden etc.

Für PJ Wahlfach dürfte es zu spät sein, hatte irgendwo gelesen dass Du KJP machst. Naja um Chirurgie kommst Du ja nicht herum, da würde ich es austesten.
Aber generell mit Op Unlust in ein operatives Fach, finde ich schwierig....

erdbeersoda
12.08.2019, 12:51
Also so wie du das beschreibst, hört sich das für mich nach einem Problem an, dass man auch mit ner Psychotherapie gut behandeln kann ( Angst vor der Angst).

Abgesehen davon wirst du meiner Erfahrung nach ( ich arbeite auch in der Gyn) nicht so das Problem haben, wenn du in der Facharztweiterbildung möglichst wenig im OP sein willst. Deine anderen Kollegen werden dir dankbar sein, weil sie so öfters zum Zug kommen und ganz ehrlich bescheinigen die meisten Chefs sowieso alle OPs im Logbuch, egal ob man sie gemacht hat oder nicht. Wo du halt nicht drum rum kommst sind die Sectiones in der Geburtshilfe und die Sachen die im Dienst anfallen wie Laparoskopien oder kleinere Sachen wie Abrasiones ( hierbei kannst du aber zumindest sitzen). Ich hatte auch ne Kollegin , die klar gesagt hat dass sie kein Interesse am OP hat und die ist auch recht schnell nach dem Facharzt in die Niederlassung. Man kann sich als Facharzt auch erstmal in ner Praxis anstellen lassen. Und ausserdem kann man in allen Bundesländern zwischen 18 und 24 Monaten Weiterbildungszeit in der Praxis absolvieren. Daher würde ich sagen: mach es. Ist ein tolles Fach und die meisten gehen später sowieso in die ambulante Versorgung.

Pflaume
12.08.2019, 15:26
Meine Meinung (als Internist):

1) davo hat recht: Die Frage, ob du am meisten Lust hat, Gyn fürs SteEx zu lernen, hat sehr wenig damit zu tun, ob es das richtige Fach für dich ist.

2) Das Problem, das du schilderst, läßt sich meiner Meinung nach in den Griff kriegen, wenn man das will. Solche Gefühle kann man wieder verlieren oder aktiv therapieren. Therapie üblicherweise sogar mit relativ geringem Aufwand. Es sagt nicht viel über deine grundsätzliche OP-Eignung aus. Wenn du dich aufgrunddessen aber entscheidest, einen OP-freien Beruf ergreifen zu wollen, ist diese Entscheidung auch okay.

3) Die FA-Ausbildung Gyn wird sich nicht ganz ohne OP absolvieren lassen. Allerdings hat man spätestens nach der FA-Ausbildung Gyn die Möglichkeit, auch in der Klinik weitestgehend konservativ zu arbeiten. Die Gynnies bei uns kloppen sich eigentlich eher um OP-Zeiten und sind froh, wenn jemand freiwillig Ambulanz, Kreisssahl und Station übernimmt.

Auch ein weiteres zweiwöchiges Praktikum wird dir nicht zeigen, wie gut du für die Gynäkologie geeignet bist. Wenn du erst mal angefangen hast zu arbeiten, wirst du feststellen (und das ist in jeder Fachrichtung so), dass die Probleme, die du in der Assistenzarzt-Rolle empfindest, zu einem großen Teil ganz andere sind als das, was du vorher erwartet hättest. Als OA verschieben sich die Dinge wieder. Im Zweifel musst du es ausprobieren. Und das kannst du in der heutigen Stellensituation ja auch ohne weiteres machen.

Kann auch sein, dass dir im PJ ein anderes Fach so gut gefällt, dass du dann da landest. Aber auch da gilt wieder: Wie man das Fach als PJler erlebt, ist meistens was ganz anderes, als in der Assistenzarzt-Rolle.

Gesocks
12.08.2019, 17:23
Ließe sich nicht im PJ-Portal noch ein Gyn-Plätzchen organisieren?

davo
12.08.2019, 17:29
Man könnte auch in Österreich völlig problemlos noch einen Gyn-Platz fürs 1. Tertial des Herbstzyklus finden. Aber mit kleinem Kind sind wahrscheinlich beide Varianten schwer realisierbar.

Gesocks
12.08.2019, 17:35
Ah, das hatte ich nicht auf dem Schirm. Vielleicht nochmal bei den PJ-Verantwortlichen quengeln.

davo
12.08.2019, 17:38
Das ist eine echt gute Idee! Bei uns könnte das glaub ich klappen...

ananassaft
12.08.2019, 18:46
Hey,

ich bin jetzt kurz vorm M2 und geh im Herbst ins PJ.
Ich wollte eigentlich immer Gyn und Geburtshilfe machen, habe da auch 2 Famus gemacht ( eine tolle, eine nicht so tolle) und finde es auch von der Theorie her immer noch total spannend und interessant. Mein Problem ist aber, dass sich jetzt im Studium gezeigt hat, dass ich wahnsinnig ungerne im OP bin. Eigentlich muss ich fast immer den OP verlassen, weil ich das Gefühl habe, gleich umzukippen. Also nicht so besonders vorteilhaft für ein operatives Fach ;-).
Ich frage mich, ob es wohl realistisch ist, dass man irgendwie die Facharztweiterbildung durchgezogen bekommt um sich danach niederzulassen und dann ja auch nicht mehr zu operieren. Ich meine natürlich nicht damit, dass ich in der Weiterbildung keinen OP von Innen sehen will und vielleicht ist es ja auch möglich, dass ich mich daran gewöhne und dann zumindest nicht immer das Gefühl habe umzukippen (was glaub ich einfach konditioniert ist) aber wirklich Spaß machen wird es mir wohl wahrscheinlich auch nicht....
Glaubt ihr, dass man dann eher eine wahnsinnig schlechte Zeit hat und das so vermutlich nicht gestemmt und durchgezogen bekommt? Oder meint ihr, das kann man schon so machen ?

Konservative Gynäkologie und Geburtshilfe wäre echt perfekt für mich ;-)

LG!


Ich glaub dass du dich dran gewöhnst. Körperlich und psychisch. Seien wir mal ehrlich, auch wenn viele schreiben dass die meisten Chefs eh alles unterschreiben und die meisten Gynies sich drum kloppen, du also erlöst wirst von deinen KollegInnen - du wirst innerhalb dieser 3-4 Jahre viele, viele Tage im OP stehen und zumindest assistieren, wenn nicht sogar operieren. Bei uns gibts auch Leute die lieber gehen und welche die weniger gern gehen, aber im Endeffekt wird man fair eingeteilt und gut ists. Und auf die 1000. TLH assistieren haben auch die OP-geilsten nicht die riesige Lust.
Ich dachte anfangs auch ich muss wegen OP auf Gyn verzichten, ich bin immer (tatsächlich) umgekippt. Sicherlich teilweise anfangs rein körperlich, aber ist schnell psychisch geworden (anfangs wars halt bei 4h-OPs, später selbst bei den 20 Minuten Sectios). Mit mehreren prophylaktischen Sachen funktionierts, letztendlich haben maßangefertigte ATS am meisten geholfen, damit ging immer alles gut und mittlerweile kann ich auch ohne problemlos stundenlang stehen. Also ich bin ziemlich sicher dass du das auch hinkriegst.

Ich find Gyn halt grad so schön weil es so abwechslungsreich ist. Ein Tag OP, ein Tag Kreißsaal, ein Tag Sprechstunde, ein Tag Station....täglich Stationsarbeit würde mich umbringen, aber ein Tag pro Woche geht voll klar. Dann schaffst du einen Tag OP pro Woche. Aber einer wirds vermutlich schon sein, ja. Andererseits findest du sicherlich keinen Beruf/kein Fach der dir 24/7 Spaß macht.

charmingbaer
12.08.2019, 19:00
Hey,

wow, vielen Dank für eure Antworten!
Das stimmt, ich aheb ein kleines Kind und bin deshalb hier gebunden. An unserem Uniklinikum sind eigentlich immer noch PJ-Platze frei, also rein vom Platzangebot wäre das Wechseln sicher kein Problem. Ich habe aber bei der Anmeldung unsere PJ-Frau im Dekanat mal gefragt, ob ich ggf noch wechseln könnte, falls wir im PJ umziehen (was wahrscheinlich so sein wird) und da meinte sie schon, dass sie da Schwierigkeiten mit hätte... Aber fragen würde ja nichts kosten. Ich muss mir nur gut überlegen, ob ich das wirklich machen soll.
Gewählt habe ich KJP als Wahlfach und das wäre meine Alternative, falls ich Gyn nicht mache. Da war ich nur mal 2 Wochen in der Famu und ich wollte es gerne noch ein bisschen besser kennen lernen. Ich denke, ich werde es mir noch ein paar Tage überlegen.

Danke auch nochmal besonders an erdbeersoda und ananassaft ( haha, passt gut zueinander ;-) ) für eure Erfahrungen aus erster Hand, die mir doch ziemlich Mut machen!

Trendafil
12.08.2019, 20:16
Also es hieß doch eigentlich, dass man bis 5 Wochen vor PJ Antritt noch problemlos umbuchen kann?
Oder gehört Essen nicht zu den PJ-Portal Unis? Das habe ich gerade nicht mehr auf dem Schirm.

Und ganz ehrlich? Meiner Meinung nach wäre es schon sinnvoll, sein PJ im Fach zu verbringen, wo man sich noch etwas unsicher ist. Gerade dazu ist das PJ ja unter anderem da.

Wie verhält sichs denn bei Dir, allgemein mit chirurgischen Tätigkeiten außerhalb des Ops?
Also Wundversorgung, Abszesse spalten und co?

charmingbaer
12.08.2019, 20:58
Nein, Essen ist nicht beim PJ-Portal dabei und macht sein eigenes Ding...

Wundversorgung etc mache ich sehr gerne. Ich bin auch Krankenschwester und habe z.T. in der Angio gearbeitet und da auch große, unschöne Wunden gerne versorgt, das ist also kein Problem.

erdbeersoda
12.08.2019, 21:03
Ich find Gyn halt grad so schön weil es so abwechslungsreich ist. Ein Tag OP, ein Tag Kreißsaal, ein Tag Sprechstunde, ein Tag Station....täglich Stationsarbeit würde mich umbringen, aber ein Tag pro Woche geht voll klar. Dann schaffst du einen Tag OP pro Woche. Aber einer wirds vermutlich schon sein, ja. Andererseits findest du sicherlich keinen Beruf/kein Fach der dir 24/7 Spaß macht.

Kommt halt ganz auf die Klinik drauf an und wie die Assistenten eingeteilt werden. An einigen Unikliniken kommt man bis kurz vor dem Facharzt kaum in den OP, weil als Zweitassistenz zb meistens PJler und Famulanten eingesetzt werden ( und die Erstassistenz macht ein anderer OA oder ein FA). Bei uns zb wäre man vielleicht nur alle 3-4 Monate für 2-3 Tage im OP eingeteilt wenn man sagen würde, dass es einem nicht so wichtig ist. Im Dienst muss man natürlich schon assistieren und in der Geburtshilfe sectionieren, aber da steht man ja in der Regel nicht den ganzen Tag oder die ganze Nacht im OP und die OPs im Dienst sind ja meistens kürzere Geschichten. Große onkologische OPs fallen da ja nicht an.
Ich würde aber auf jeden Fall auch Gyn als PJ Fach nehmen, wenn du es dir gut vorstellen kannst - das bringt dir auch viel, wenn du dann tatsächlich dort anfangen solltest.

Medibini
13.08.2019, 10:48
Mir ging es ähnlich wie dir.
Ich wollte immer Gyn machen, aber ich kann halt einfach nicht so gut im Op stehen.
Im Pj war ich dann in der Frauenheilkunde und vor allem in der Geburtshilfe. Das fand ich auch wirklich super. In einer Sectio durfte ich auch erste Assistenz sein und das war wirklich gut, aber zum Glück auch eben schnell vorbei.
Aber mir hat die Gyn wieder gezeigt, dass Op einfach nicht mein Ding ist. Außerdem habe ich einfach gemerkt, dass ich auch nicht das Verlangen danach habe selbst zu operieren. Also nicht nur der Assistent zu sein, sondern dann irgendwann auch selbst die Entscheidungen zu treffen und das wird man wohl irgendwann in der Facharztausbildung wohl machen müssen.
Ich glaube auch einfach nicht, dass man sich in der Facharztausbildung gänzlich aus den großen Onko-Ops raushalten kann bzw. sollte. Einfach weil es einem ja schon ein tieferes Verständnis einbringt und man auch als niedergelassener irgendwie Ahnung haben sollte was da ggf. auf die Patientin zu kommt und nur lesen ist eben doch etwas anderes. Ist zumindest meine Meinung.
Deswegen habe ich mich jetzt nach der Approbation gegen die Gyn entschieden. Ich glaube einfach nicht, dass ich das min. 5 Jahre durchstehen würde.

Arrhythmie
13.08.2019, 14:22
dass Op einfach nicht mein Ding ist. Außerdem habe ich einfach gemerkt, dass ich auch nicht das Verlangen danach habe selbst zu operieren. Also nicht nur der Assistent zu sein, sondern dann irgendwann auch selbst die Entscheidungen zu treffen

Das ist, denke ich, ein sehr wichtiger Punkt. Ich hab mir auch immer gern offene Bäuche als Assistenz "angeschaut", fand es cool etc., aber mir war relativ schnell klar, dass zumindest die Allgemeinchirurgie oder UCh/Ortho, usw. nichts für mich ist. Anschauen tu ich es gerne, ich assistier auch gern aber das wars. Selber machen muss ich das nicht.
Ich mag lieber oberflächennahe Eingriffe. Das würd ich dann gern auch evtl. selber machen. (Wunden, Plastische Geschichten etc.)