Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium mit 36 Jahren beginnen?
Nein, im Gegenteil. Ich bin sogar alleinerziehend mit einem kleinen Kind. Ich werde mich für ein Stipendium bewerben, für das Sommersemester, da ich im ws noch Bafög bekomme, da ich noch im ersten Studiengang immatrikuliert bin. Danach gelte ich als ZweitstudentIn. Dazu muss ich einen Studienkredit aufnehmen und Wohngeld beantragen. Die Höhe des Kredits wird sich dann daran bemessen, ob das Stipendium klappt oder nicht.
Ach ja, hier wünsche ich natürlich viel Erfolg bei dem Vorhaben. Wie man sieht, gibt es die unterschiedlichsten Grundvoraussetzungen. Das stimmt positiv.
Die Sache mit den Pflichtveranstaltungen bzw. Nichtpflichtveranstaltungen wurde mir auch schon persönlich gesagt. Man muss das wohl je nach Dozent abwägen. Danke für die Info.
Heerestorte
26.08.2019, 18:12
Die Sache mit den Pflichtveranstaltungen bzw. Nichtpflichtveranstaltungen wurde mir auch schon persönlich gesagt. Man muss das wohl je nach Dozent abwägen. Danke für die Info.
Das hat nix mit den Dozenten zu tun.
Es gibt Veranstaltungen die Pflicht sind und welche, die nicht Pflicht sind.
Ob da ein Jungassistent oder der Dekan höchstpersönlich vorne stehen, ist dann auch egal.
Dergenthiner
26.08.2019, 18:30
Ich freuen mich, dass du das dir durchgelesen hast und werde es dir natürlich erklären.
Ich wiederhole die Prüfung in 6 Monaten , aber ich kann trotzdem nicht mehr das restliche Halbejahr nutzen. Zumindest ist es bei uns so. D.h. ich werde knsgesamt 4 Jahre für die Vorklinik gebraucht haben.
Meine Freundin hat gar keine finanzielle Unterstützung und hat am Anfang gearbeitet. Aber man muss ja mindestens auf 600-700 euro im Monat kommen, damit man fpr das Nötigste Geld hat. Das ist schon 900 brutto und ziemlich viel Arbeitsstunden. Man braucht aber die ganze Zeit zum lernen. Irgenwann hat sie kapiert:etnweder Arbeiten oder Studieren, beides funktioniert bei ihr nicht. Was aist auch gut verstehe, da auch mene 5-6 Tage im Monat (mein Nebenjob) haben mir unheimlich viel Zeit und Kraft gestohlen.
Mit einrm Stipendium wird es sehr schwierig. Uch hab mich schon mal erkündigt und festgestellt , es sind überall viel Bedingungen , Altersbegrenzung und sehr hohe Konkurenz.
Ich kenne dich nicht, aber was du erzählt hast ( kein Geld, 36, psychische Vorerkrankung) , ich denke mal das wird dir das Studium enorm schwierig machen. Irgend wann ist auch die Motivation vorbei.
Ich habe das erste Jahr super einfach überstanden, kann mir auch nicht erklären , was im zweiten mit mir passiert ist.Es war bei mir wahrscheinlich so, dass die Psyche und der Körper nach einem Jahr Stress einfach nicht mehr mitmachen wollte. Irgendwie mit zunehmendem Alter nimmt man alles anders wahr als bis 26.
Dergenthiner
26.08.2019, 18:53
Ich habe 8 Jahre Wartezeit gehabt und bin Momentan im 6 Semester ( 2 Semester länger wegen Biochemie) und habe Physikum geschrieben. Ja, ich habe ein kleines Kind, was aber kein Problem sein sollte, da ich viel Unterstützung von meinen Eltern bekomme und kann lernen so lange bis ich es aushalte)))
Ich kann nicht sagen , dass mich das Studium an sich quällt, aber mein Gedächtnis ist einfach 👎 Denn nach Semestern mit 6-8 h lernen am Tag immer noch kaum Kenntnisse in der Anatomie zu haben ist sehr deprimierend. Die kann man halt nur stur auswendig lernen und mich macht einfach nur fertig, dass ich die gleichen Sachen zum sechsen Mal wiederhole und es bleibt einfach nichts hängen. Und dazu kommt noch, dass man sich einengt in jeder Hinsicht , wo die gleichaltrigen einfach ihr Leben genießen , weil sie sich für ein einfachres Studium entschieden haben.
Vllt sehe ich das alles so duster, weil ich grade so ein Misserfolg hatte.
Dergenthiner
26.08.2019, 18:56
Meine gute Bekannte hat mit 32 das Medizinstudium angefangen. Und hat 8,5 Jahre dafür gebraucht. Sie hatte wenigstens einen Mann , der als Facharzt zwei Familien ernähren könnte, so hatte sie keinen finanzielken Druck. Aber auch sie hat vor kurzem gesagt , wenn sie gewusst hätte, was sie erwartet, hätte sie bestimmt was anderes studiert.
Campomaggi
26.08.2019, 19:28
Und noch zur scheinbaren Inkonsistenz seiner/ihrer Angaben: Dergenthiner hat anscheinend 2016 angefangen. Das mit den 8,5 Semestern war ein Zitat meines Beitrags, das er/sie nicht korrekt zitiert hat. Dazu passen dann auch die anderen seiner/ihrer Aussagen (im Januar 2018 schreibt er/sie davon, dass das erste Jahr ok lief, aber er/sie zur Zeit Probleme hat, heute schreibt er/sie, dass er/sie drei Jahre hinter sich hat).
Ah, danke dir! :-)
@Dergenthiner: Au weh, das klingt wirklich katastrophal. Du bist jetzt im sechsten Semester? Gibt es denn Alternativen zum Studium? Evtl. Umschulung über die AA etc?
Das größte Problem scheint dein finanzielles zu sein. Darauf bauen sich dann alle anderen Probleme plus Frust, Verzweiflung und Selbstaufgabe auf. Davor habe ich auch Angst. Allerdings bin ich, entgegen deiner Aussage, nicht gänzlich mittellos.
Eine Anmerkung habe ich... du hast erwähnt, dass alle um dich herum ihr Leben genießen etc. Hast du mal deine Ausgaben überprüft? Vielleicht gibt es da Einsparpotenzial, welches dir finanziell Luft verschafft.
Oder auf die Hinterbeine setzen und das Studium zügig zu Ende bringen. Ob dann aber die Zeit als Assistenzärztin (ich gehe mal von einer weiblichen Gesprächspartnerin aus, da Kinder doch häufiger bei der Mutter bleiben) psychisch weniger belastend wird, ist zweifelhaft.
Danke, dass du deine Situation mitteilst. Solch ein mögliches Szenario muss ich berücksichtigen.
Ich wünsche dir viel Kraft, die richtigen Schlüsse zu ziehen und Entscheidungen zu treffen.
Beste Grüße
Buhles
Meine gute Bekannte hat mit 32 das Medizinstudium angefangen. Und hat 8,5 Jahre dafür gebraucht. Sie hatte wenigstens einen Mann , der als Facharzt zwei Familien ernähren könnte, so hatte sie keinen finanzielken Druck. Aber auch sie hat vor kurzem gesagt , wenn sie gewusst hätte, was sie erwartet, hätte sie bestimmt was anderes studiert.
Sollte sie, wenn ihr Angetrauter Facharzt ist, nicht besser als jeder andere Student über die Anforderungen eines Medizinstudiums Bescheid wissen?
Und heute? Arbeitet sie als Ärztin?
Trendafil
26.08.2019, 19:49
Und, Buhles?
Was ist jetzt dein persönliches Resumée aus den zahlreichen Beiträgen?
Hallo,
ob pro oder contra Studium kann ich noch nicht sagen. Ich muss da noch andere Aspekte mit einbeziehen. Vor allem die Frage was ich mir kurzfristig und langfristig für mein Leben wünsche.
Trotzdem war die Entscheidung hier aktiv zu fragen absolut richtig. Ich habe viele Zweifel ausräumen können, neue Blickpunkte gewonnen und kann etwas weniger emotional an die Sache rangehen.
Danke dafür.
Dergenthiner
26.08.2019, 19:57
Sollte sie, wenn ihr Angetrauter Facharzt ist, nicht besser als jeder andere
Und heute? Arbeitet sie als Ärztin?
Ja sie ist Assistenzärtin in der Geriatrie. Sie beschwett sich ständig, dass sie schon wieder zu viel Stress hat und hofft nur, das sie als Hausärztin in ein paar Jahren arbeiten kann.
Ich werde noch so lange kämpfen wie es geht, im Nitfall bleibe ich bei meinem jetzigen Beruf , wo mir auch das Medizinstudium ohne Physikum was bringen würde.
Darum sage ich dir, du musst dir ganz genau überlegen , warum du Medizin studieren willst. Mit 42 (im besten Fall ) 4500 brutto zu haben soll bestimmt nicht die Hauptmotivation sein
Trendafil
26.08.2019, 19:59
Eine direkte Entscheidung wollte ich mit der Frage auch nicht provozieren, sondern eher ob du was aus den Beiträgen mitnehmen konntest und wie du das jetzt so empfindest/siehst.
Es eröffnen immer so viele Themen und die meisten melden sich nach ihrem Eingangspost nicht mehr. Da ist es mal schön, nachzuhören, ob jemand was aus dem Geschriebenen ''gemacht'' hat. Also ob man zumindest darüber nachgedacht hat.
Hallo davo,
danke für die Info. Ich hatte mir die Studienordnung kurz angesehen. Ich meine da allein am Montag einen 12 Stunden Tag bemerkt zu haben. Kontrolliere ich gleich noch einmal.
Na, 12h-Tage gibts in Würzburg in der Vorklinik nicht. Du hast im 1. Semester morgens die Vorlesungen und nachmittags Praktika - die sind Pflicht, in den folgenden Semestern kommt auch der eine oder andere Pflichttermin morgens dazu. Es kann sein, dass du verlöchterte Tage hast - morgens um 8.15 eine Pflichtveranstaltung und dann gehts erst nachmittags wieder weiter. Alles net so dramatisch.
Na, 12h-Tage gibts in Würzburg in der Vorklinik nicht. Du hast im 1. Semester morgens die Vorlesungen und nachmittags Praktika - die sind Pflicht, in den folgenden Semestern kommt auch der eine oder andere Pflichttermin morgens dazu. Es kann sein, dass du verlöchterte Tage hast - morgens um 8.15 eine Pflichtveranstaltung und dann gehts erst nachmittags wieder weiter. Alles net so dramatisch.
Diese Lückentage sind allerdings der Grund, wieso man ein längeres Pendeln nicht empfehlen kann. Alle anderen fahren in der Zeit nämlich nach Hause und du bist der Depp der die Zeit irgendwo totschlagen muss.
Hockeychaot
27.08.2019, 10:57
Kann aber auch sehr gut sein, nämlich wenn man die Zeit in der bib tot schlägt, anstatt ein Schläfchen zu machen.
Kann aber auch sehr gut sein, nämlich wenn man die Zeit in der bib tot schlägt, anstatt ein Schläfchen zu machen.
Musst du so machen, Schlafen kann man nämlich in der Regel nirgends ;)
Ich habe 10 Jahre gependelt und kann das leider niemandem empfehlen. Ohne Ruhepause nutzen einem nämlich auch die vielen Stunden in der Bib nichts.
Trendafil
27.08.2019, 16:24
Hab ''nur'' ein halbes Jahr gependelt und das reichte dann auch schon.
Es ist natürlich Typsache, aber ich fand Bahn und Busfahren nicht so entspannend. Im Gegenteil ich war danach so geschafft, dass ich mich sehr selten noch zum Lernen hingesetzt habe.
3,5h Pendlerweg.
Espressa
27.08.2019, 22:21
Ich hab den ganzen Thread nicht gelesen, aber spontan würde ich abraten.
Da stehen dir 11-12 Jahre Ausbildung bevor, am Ende bist du 47-48 Jahre alt. Klar, kannst dich dann niederlassen und noch zwanzig Jahre den Beruf ausüben, aber die ganze Zeit vorher lebst du relativ fremdbestimmt und unflexibel (Uni, später Dienste...), die Hälfte davon ohne Einkommen, mit nur Ausgaben, das würde ich in diesen doch „guten Jahren“ nicht wollen.
Es gibt auch eine gute Welt abseits der Medizin, um jeden Preis muss es nicht sein.
Hockeychaot
28.08.2019, 04:14
Es ist doch Quatsch, in so eine Überlegung die FA Ausbildung mit in die Ausbildungslänge einzuberechnen, schließlich verdient man in der Zeit schon gutes Geld und ist nicht irgendein prakti, sondern arbeitet als Arzt.
Das ganze auch recht selbstbestimmt, weil man ja in ungefähr weiß, in welchen Kliniken man verheizt wird und wo es etwas entspannter ist.
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