Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BAFÖG im PJ
Melli1992
09.09.2019, 08:56
Hallo ihr Lieben,
bei mir steht bald das PJ an, daher hätte ich eine Frage an Euch...
Bisher finanziere ich mein Studium rein über BAFÖG (bekomme aktuell den Höchstsatz), daher stellt sich mir die Frage wie es dann im PJ weiter geht.
Hat von euch jemand persönliche Erfahrungen damit, sprich nicht bloß Vermutungen? Wieviel bleibt einem unterm Strich, wie gibt man das am besten an?
Würde mich sehr über eure Hilfe freuen:-stud
Nessiemoo
09.09.2019, 18:49
Am besten macht man das über eine kluge Wahl der Krankenhäuser. Deine PJ vergütung wird von Bafög abgezogen, also letztendlich macht es wenig unterschied. Entweder ein Haus aussuchen wo du wenig kriegst und genau da wohnen bleibst. Ungünstig wäre ein Haus, wo du Wohnen und Essen gestellt kriegst, es aber als eine geldwerte Leistung bescheinigt wird, dann stehst du da mit Pech mit 50 Euro da.
Es gibt aber Häuser die Z.B für PJler einfach für 1 Euro Mittagessen stellen und es nirgendswo dokumentieren, dann hast du da natürlich einen Vorteil. Oder dass du Dienste machst und das wird dann als Minijob zusätzlich bezahlt, nicht als PJ Vergütung. Es gibt viele Modelle, am besten bespricht man das mit aktuellen PJler der jeweiligen Abteilung. Leider waren da die Sekretärinen/ die Abteilungen selber sehr wenig hilfreich.
Absolute Arrhythmie
10.09.2019, 07:13
Bei mir bleiben unterm Strich 250€ Bafög, die 400€ PJ Vergütung werden komplett abgezogen.
agouti_lilac
10.09.2019, 08:14
Bei mir war es damals ähnlich.
Hast du dich schonmal mit Wohngeld auseinander gesetzt? Vielleicht kann dein Antrag bewilligt werden! (Hatte ich nach dem PJ - ich hatte vor dem PJ ein Freisemester genommen und war deswegen zu einem späteren Zeitpunkt über der Förderungshöchstdauer und habe deswegen ein paar Monate Wohngeld bekommen).
Melli1992
10.09.2019, 10:08
Bei mir war es damals ähnlich.
Hast du dich schonmal mit Wohngeld auseinander gesetzt? Vielleicht kann dein Antrag bewilligt werden! (Hatte ich nach dem PJ - ich hatte vor dem PJ ein Freisemester genommen und war deswegen zu einem späteren Zeitpunkt über der Förderungshöchstdauer und habe deswegen ein paar Monate Wohngeld bekommen).
Ja genau so wird es bei mir auch laufen: ich möchte mir ein Freisemester für das Examen / Doktorarbeit nehmen und bekomme dann am Ende natürlich kein Bafög mehr im letzten Semester.
Daher suche ich jetzt nach Möglichkeiten wie ich dennoch unterm Strich mit etwas Geld zum Überleben aus der Sache raus komme....
escitalopram
10.09.2019, 15:08
Ich kann dir nicht helfen, da ich nie BAFöG bekommen habe, aber eigentlich absurd, dass in diesem Land, in dem es offenbar genug Geld für vieles gibt, Fast-Ärzte sich finanzielle Sorgen machen müssen, wie sie das PJ und eventuell ein freies Forschungssemester finanzieren sollen... Drücke die Daumen, dass es klappt!
agouti_lilac
10.09.2019, 15:14
Ja genau so wird es bei mir auch laufen: ich möchte mir ein Freisemester für das Examen / Doktorarbeit nehmen und bekomme dann am Ende natürlich kein Bafög mehr im letzten Semester.
Daher suche ich jetzt nach Möglichkeiten wie ich dennoch unterm Strich mit etwas Geld zum Überleben aus der Sache raus komme....
1.) Wohngeld prüfen
2.) Ich denke, so kurz vor Studienabschluss dürfte es kein Problem mehr sein, für ein paar Monate einen Studienkredit bewilligt zu bekommen.
3.) Bei uns gab es "damals" die Möglichkeit eines Promotionsstipendiums nach dem PJ für ein halbes Jahr. Erkundige dich mal bei deinem Dekanat und/oder Promotionsbüro, ob es so etwas an deiner Uni gibt!
Melli1992
10.09.2019, 16:20
Und als was für eine Art von Einkommen hast du das PJ damals im Bafög-Antrag angegeben bzw. nachgemeldet? Da ich immer im April den Antrag schreibe, das PJ ja aber erst im November beginnen wird im nächsten Jahr muss ich das dann ja quasi nachmelden...
agouti_lilac
10.09.2019, 19:51
Oh, puh, da ging's irgendwie um die Frage, ob es ein Gehalt oder Stipendium ist ... war dann falsch... jedenfalls musste ich das zuviel erhaltene Bafög zurückzahlen.
Wenn privat möglich, kannst du dich in Österreich und der Schweiz umsehen. Es gibt in Österreich genug Krankenhäuser, in denen man €650 brutto bekommt, sehr billig wohnt und sehr billig isst, und das PJ deshalb bei sparsamer Lebensweise selbstfinanzierend ist. Dasselbe in der Schweiz - wobei dort alles unter 450 Franken unter "billig wohnen" fällt und man deshalb bei "billigem" Wohnen ein Krankenhaus finden muss, das 1350-1400 Franken brutto zahlt, um einen ähnlichen Lebensstandard zu haben wie in Österreich mit €650 brutto und billigem Wohnen. So zumindest meine persönliche Einschätzung.
Es gibt auch in Deutschland Krankenhäuser, meist kleinere, die ähnliche Bedingungen bieten, aber im Ausland ist es halt viel einfacher, selbst festzulegen, an welches Haus man kommt, während man in Deutschland immer von der Zuteilung durch die Uni und/oder dem PJ-Portal bzw. der Verfügbarkeit von Restplätzen abhängig ist.
Melli1992
11.09.2019, 16:15
Also Wohngeld würde ich wohl nicht bekommen, da mein Freund (mit dem ich zusammen wohne) theoretisch zu viel verdient...
Leider ist das Ausland aus privaten Gründen keine Option für mich.
Ich schätze ich werde mich mal umhören müssen wie die Krankenhäuser im Großraum Köln das so handhaben mir der Art der "Bezahlung" und Deklarierung von zusätzlichen Leistungen (zb. Mittagessen). Ich schätze da ist es ja auch wichtig als was man das offiziell bekommt
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