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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chefarzt verweigert Logbuch



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WackenDoc
09.10.2019, 19:29
Wenn es Basiskram ist, kann man mal mit der Frage an den Chefarzt herantreten, was die ÄK wohl dazu sagt, dass man als Weiterbilder nicht einmal DAS liefert.

Kraft.meiner
09.10.2019, 22:22
Meine Frage ist was zu machen und wie soll ich das nachweisen. Alle Nachweise sind im PC und Patientenbriefen und Akten in Arhiv. Ich arbeite nicht mehr dort. Und das Zeugnis haben die unterschrieben. Offenbar geht es um Spiel. Wie soll nun meine Antwort auf diese Provokation sein ? Schlaue Vorschläge ?

Federgt
09.10.2019, 23:13
wenn du die direkte kommunikation gesucht hast und die nicht gefruchtet hat wie du es offenbar beschreibst, bleibt noch immer der rechtsweg. das bedeutet für mich erstmal, sich selbst von einem rechtsanwalt beraten zu lassen. Er kann dir besser auf deine situation zugeschnitten sagen was sache ist als wir alle. Außerdem kann er einen brief aufsetzen und mit nachdruck die unterschrift fordern. manchmal soll das bereits fruchten. als nächstes steht der gang zum gericht an, aber auch hier wird dich ein rechtsbeistand besser beraten.

seht ihr noch andere realistische und die mühe werten wege?

escitalopram
10.10.2019, 07:00
Wie ärgerlich! Hoffe, dass sich die Situation bald klärt! Ich kann dir leider nicht helfen, aber mir ist aufgefallen, dass es auf vielen ÄK-Webseiten unter FAQ den Punkt "Was mache ich, wenn mir mein Chef das Logbuch nicht unterschreibt?" gibt.

milz
10.10.2019, 09:18
Beim Marburger Bund eintreten und Rechtsberatung nutzen.

tarumo
10.10.2019, 10:37
Ja, jetzt weiss jeder, welche Seite das sein soll....


Ich weiß das z.B. nicht und kann dem/der TE daher nicht weiterhelfen. Ich gehe auch davon aus, daß der/die TE nicht alles erzählt hat, offensichtlich hat ja der Chef durchaus was unterschreiben und wenn er was nicht unterschreibt, dann gibt es ggf. gute Gründe dafür.
Diverse Unterpunkte sind z.B. auch Auslegungssache, daher wären gezielte Infos schon hilfreich.

Kandra
10.10.2019, 11:03
Kennst du niemanden mehr in der Klinik der dich mal kurz an den PC lässt damit du dir deine Untersuchungen raussuchen kannst?

Colitis ulcerosa
10.10.2019, 16:44
.......

Feuerblick
10.10.2019, 17:03
Dann bekommt man sie nicht bescheinigt...

Kraft.meiner
10.10.2019, 19:25
Es ist nicht einfach schlau zu sein 🤔🤔🤔

geisterhome
10.10.2019, 19:30
Kannst du nicht bei irgendeinem unterschreiben lassen und einfach einreichen, wer kriegt mit das das nicht die Unterschrift vom CA ist.

Kraft.meiner
10.10.2019, 19:40
No, no, ich habe gearbeitet und das mit meinen Unterschriften in verschiedenen Patientenakten bestätigt.

Colitis ulcerosa
10.10.2019, 20:07
.....

anignu
10.10.2019, 23:36
Letztlich ist es aber doch so: entweder dem Chef ist es eher egal, dann unterschreibt er irgendwas oder er ist eher genauer. Dann musst du halt nachweisen was du gemacht hast. Und das sollte man ja dokumentiert haben. Sich im Nachhinein ohne irgendwelche Dokumentation hinzustellen und zu sagen "Chef ich hab gekündigt und nichts dokumentiert aber unterschreib gefälligst diese Zahlen" kommt halt manchmal nicht gut an.
Wenn du den Chef verklagen willst dass er dir Zahlen unterschreibt, dann muss du diese Zahlen auch wiederum nachweisen. Und wenn du das eh kannst, dann geht mit den Nachweisen zum Chef und er wird es dir unterschreiben. Ist doch total easy, oder? Aber erst jahrelang nichts dokumentieren und sich dann beschwerden dass der Chef die Sachen nicht ohne Nachweis unterschreibt... schwierig

WackenDoc
11.10.2019, 05:04
Don´t feed the trolls.

escitalopram
11.10.2019, 09:57
Feuerblick hatte mir geraten, das Logbuch jährlich auszufüllen und unterschreiben zu lassen. Die Nachweise/Beweise muss ich einfach ausdrucken, Pat.Infos schwärzen und dann aufbewahren "für mich" oder wie sollte man das am besten machen?

tarumo
11.10.2019, 10:49
Feuerblick hatte mir geraten, das Logbuch jährlich auszufüllen und unterschreiben zu lassen. Die Nachweise/Beweise muss ich einfach ausdrucken, Pat.Infos schwärzen und dann aufbewahren "für mich" oder wie sollte man das am besten machen?

Wenn Du die Patientendaten vollständig schwärzt, wird man es nicht auch nachvollziehen können. Ich würde Anfangsbuchstaben und Geb.-/Untersuchungsdatum schon belassen. Andererseits wird die "Heimnahme" von Patientenunterlagen kaum DSGVO-konform sein. Die Patienten stimmen üblicherweise zwar der Weitergabe der Daten an andere behandelnde Ärzte zu, aber kaum an die Ärztekammer...es gibt also überall Punkte, wo man anecken kann.
Ich empfehle die sichere Aufbewahrung der Unterlagen in den Arbeitsräumen. Wenn der CA akzeptiert und die ÄK auch, braucht es einen ja nicht weiter zu kümmern.
In der Radiologie kann man mit den üblichen EDV-Systemen auch komplette Arbeitsstatistiken erstellen, in denen überhaupt keine Patientendaten auftauchen.

anignu
11.10.2019, 21:16
Die OP-Statistiken (welche OPS-Codes man selbst operiert hat) lassen sich zumindest aus ORBIS, MEDICO und SAP generieren. Oder sagen wir anders: aus den Orbis, Medico und SAP-Programmen mit denen ich gearbeitet hab. Es gibt ja manchmal Krankenhäuser mit maximal abgespeckten Versionen...
So kleinere Sachen wie EKG-Befundung oder Sonos in der Notaufnahme halt oft nicht, weil das "händisch" im System dokumentiert wird. Dafür muss man sich dann halt selbst eine Tabelle machen.

aschenputtel1977
12.10.2019, 12:00
Ist jetzt vielleicht nicht hilfreich, aber ich hatte da auch einen Kollegen, dem kann man nun auch nach all der Weiterbildungszeit nicht wirklich bescheinigen, dass er die und die Sachen gemacht hätte. Er hat sich nämlich lieber immer überall gepflegt rausgehalten, hat pünktlichst Feierabend gemacht und immer fleißig so-getan-als-ob. Da habe ich auch nie verstanden, warum er durchgeschleift wurde, aber das hatte personalpolitische Gründe und die hab ich wohl nicht verstanden. Ich hoffe, er wird niiiiieeeee nicht Facharzt, aber ich fürchte das schlimmste...

tiw28
12.10.2019, 18:03
Ist jetzt vielleicht nicht hilfreich, aber ich hatte da auch einen Kollegen, dem kann man nun auch nach all der Weiterbildungszeit nicht wirklich bescheinigen, dass er die und die Sachen gemacht hätte. Er hat sich nämlich lieber immer überall gepflegt rausgehalten, hat pünktlichst Feierabend gemacht und immer fleißig so-getan-als-ob. Da habe ich auch nie verstanden, warum er durchgeschleift wurde, aber das hatte personalpolitische Gründe und die hab ich wohl nicht verstanden. Ich hoffe, er wird niiiiieeeee nicht Facharzt, aber ich fürchte das schlimmste...

Pünktlich Feierabend zu machen ist also eine negativ zu bewertende Eigenschaft?! Ah ha.