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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sammelthread Fragen-Anfechten Stex H2019



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tab12345
16.10.2019, 20:11
Wurde denn jetzt das was hier gepostet ist auch alles eingereicht? Vielleicht gucken ja die die so viel zusammengefasst haben nochmal hier rein vor 12 uhr und äußern sich dazu ;)

leonieleoniee
16.10.2019, 20:31
ich habe alle Punkte, die ich hier nach Tagen geordnet gesammelt gepostet habe, eingereicht. Ausnahmslos alle.

Jeder hat was von. Und ich brauche gerade jeden Punkt -.-

tab12345
16.10.2019, 20:56
Danke für die Antwort, ich habe 2 Fragen eingereicht, die auch hier noch nicht aufgelistet waren, ich drück dir die Daumen!

Hospitalisierung
16.10.2019, 23:21
Habe jetzt auch folgende 12 Fragen mitsamt Folgefragen (+/++) angefechtet. Vielleicht klappt ja die ein oder andere. Drücke Euch Allen nochmal fest die Daumen!


1.A.28
1.A.40
1.A.45
1.A.53
1.A.63
1.A.66
1.A.76+
1.A.80
1.A.105++
3.A.3
3.A.29
3.A.101

Iri_schka
16.10.2019, 23:28
Ich habe auch folgende Fragen angefechtet.

Tag 1
A45: Längerfristige Therapie der Akne
A66: Therapieempfehlung von benigner Prostatahyperplasie
A74: Trommelschlägelfigner/Uhrglasnägel – Pierre-Marie-Bamberger-Krankheit
A76: Staging Bronchialkarzinom
A77: Kombinierte Radiochemotherapie/Operative Sanierung
A102: Elektroschweißer – welcher weitere Befund
A105-107: Harnwegsinfekt/Dehydratation Fall

Tag 2
A47: Vorliegendes ERCP Bild
A106: Stillen nach Anästhesie mit Propofol und Remifentanil

Tag 3

A3: Binge-Eating-Störung
A29: Narkolepsie Behandlung
A80: Purpura – Management
A91: Einlage einer Pleuradrainage bei Pneumothorax

Cicerito65
16.10.2019, 23:31
Polyneuropathie vs Restless-Legs-Syndrom
Tag 3, Auflage A, Frage 97 (und die folgenden zwei Fragen mit möglichem Folgefehler 98 und 99)

Darstellung:

Bei der vorliegenden Frage nach der wahrscheinlichsten Diagnose kann anhand der gegebenen Informationen nicht mit der für ein Examen erforderlichen Trennschärfe zwischen zwei möglichen Antworten entschieden werden. Eine seriöse Aussage darüber, ob Antwort (C) "Polyneuropathie" oder Antwort (E) "Restless-Legs-Syndrom" wahrscheinlicher ist, kann hier nicht getroffen werden. Deshalb müssten hier beide Diagnosen als richtig gewertet werden und im Folgenden auch die jeweils korrespondieren Antworten in den Fragen 98 und 99.
Im Konkreten würde dies bedeuten, dass folgende zwei "Pfade" richtig wären: Pfad 1: Frage 97 (C) Frage 98 (B) Frage 99 (E) Pfad 2: Frage 97 (E) Frage 98 (C) Frage 99 (B)


Begündung:
In der Frage geht es um eine 64 Jahre alte Patientin, die sich "wegen eines brennenden Gefühls in beiden Beinen" vorstellt, welches "am schlimmsten [...] nachts" ist. Die Patientin müsse "sich manchmal die Beine kalt abduschen".
Zur Vorgeschichte werden nun ein seit 10 Jahren bestehender Diabetes mellitus Typ 2 erwähnt, der mit Metformin und basalem Insulin zur Nacht behandelt wird, eine chronische Niereninsuffizienz, eine diabetische Retinopathie und ein arterieller Hypertonus, der mit Ramipril behandelt wird. Unabhängig davon, ob die Polyneuropathie oder das Restless-Legs-Syndrom (RLS) vom impp als die wahrscheinlichere Diagnose angedacht wurde, sind die Gegenargumente für das jeweils andere Krankheitsbild zu schwerwiegend, um hier die erforderliche Trennschärfe zu gewährleisten. Die Anamnese und das klinische Bild sprechen zunächst einmal lediglich für ein RLS, bei dem es zu den erwähnten Missempfindungen in beiden Beinen kommen kann. Besonders wichtig ist hierbei nicht nur, dass die Beschwerden nachts zunehmen, was auch bei einer Polyneuropathie der Fall sein kann. Wichtigstes klinisches Unterscheidungsmerkmal zwischen RLS und Polyneuropathie ist insbesondere, dass es bei der Polyneuropathie nur zu einer ungenügenden Beschwerdebesserung durch Bewegung kommt. [1] Hier wird ausdrücklich auch erwähnt, dass die Patientin sich die Beine abduscht, um die Beschwerden zu lindern, was erstens ein typisches Verhalten von Patientin mit RLS ist und zweitens bei einer Polyneuropathie wiederum nicht zur Besserung führen würde. [1] Wichtig ist auch, dass das sekundäre RLS, das hier wahrscheinlich vorliegen würde, sich von der klinischen Symptomatik nicht von der primären Form unterscheiden. [1] Darüber hinaus würden bei einer Polyneuropathie die Beschwerden typischerweise distal an den Füßen beginnen und nach proximal aufsteigen, während hier von einem Gefühl in beiden Beinen die Rede ist, wie es beim RLS direkt vorkommt. Während beim RLS keine weiteren neurologischen Auffälligkeiten zu erwarten sind, wäre solche Auffälligkeiten ein Hinweis auf eine Polyneuropathie, doch hierzu gibt es keine Angaben. [2] Im Gegenteil spürt die Patientin das Wasser auch explizit als "kalt". Im Gegenzug sprechen die diabetischen Folgeerkrankungen, die die Patientin bereits aufweist natürlich auch stark für eine diabetische Polyneuropathie. Allein von den gegebenen Informationen macht dies die Diagnose aber gleich nicht wahrscheinlicher als ein sekundäres RLS, zumal die Prävalenz des RLS bei Diabetikern im Vergleich zur Normalbevölkerung auch erhöht ist. [2] Zumindest eine Angabe zum Vibrationsempfinden wäre hier wichtig, das bei Diabetikern frühzeitig abgeschwächt ist. Dieses diagnostische Mittel ist sehr schnell ergriffen im klinischen Alltag und macht die Frage nach einer Wahrscheinlichkeit vor Stimmgabelprüfung auch nicht sinnvoll. Wenn man die anamnestischen Hinweise gegeneinander abwiegt sind hier beide Diagnosen als ebenso wahrscheinlich zu werten bzw. ist keine klar wahrscheinlichere Diagnose zu ermitteln. Besonders in Hinblick darauf, dass von der Beantwortung der Frage 97 die richtige Beantwortung der Fragen 98 und 99 abhängt, bitte ich hier sowohl die Diagnose Polyneuropathie als auch Restless-Legs-Syndrom als richtig zu werten. Eine Differenzierung zwischen diesen beiden Entitäten ist anhand der gegebenen Informationen besonders im Rahmen eines Examens so nicht zu treffen, wenn dies selbst im klinischen Alltag mit der Möglichkeit umfassenderer Anamneseerhebung und klinischer Untersuchung eine bekannte Schwierigkeit darstellt. [2]

Literatur:
[1] https://www.aerzteblatt.de/archiv/24884/Restless-Legs-Syndrom-Die-vergessene-Krankheit
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6104281/#CR7

leonieleoniee
17.10.2019, 08:18
danke für die Mühe. Ich sah das in der Klausur genauso - habe extrem lange überlegt und hatte jedes mal sowohl für PNP als auch für RLS Argumente..

Pialein92!!
17.10.2019, 14:03
Kann ich direkt dem IMPP schreiben um Fragen anzufechten? An welche Adresse geht das? und wie?

leonieleoniee
17.10.2019, 14:22
ja direkt ans IMPP - über folgendes Formular:

https://www.impp.de/pruefungen/allgemein/prüfungskommentare.html

nef50
30.10.2019, 00:10
Also wurden bei so vielen Anmerkungen nur vier Fragen rausgenommen?

Ichibald
30.10.2019, 00:22
Also wurden bei so vielen Anmerkungen nur vier Fragen rausgenommen?

Jap, deshalb sind viele frustriert. Abgesehen von der Ungerechtigkeit, klar fehlerhafte Fragen nicht rauszunehmen, habe die Leute viel Zeit und Arbeit investiert um sie anzufechten\kommentieren. Das Ergebnis 4 Fragen.

nef50
30.10.2019, 06:44
Jap, deshalb sind viele frustriert. Abgesehen von der Ungerechtigkeit, klar fehlerhafte Fragen nicht rauszunehmen, habe die Leute viel Zeit und Arbeit investiert um sie anzufechten\kommentieren. Das Ergebnis 4 Fragen.

Gibt es jetzt noch eine andere Möglichkeit die Fragen anzufechten? Mir fehlt 1 Punkt zum Bestehen... das ist wirklich bitter.

Markian
30.10.2019, 07:39
Eine Klage ist die einzige noch offene Möglichkeit

WiWi18
30.10.2019, 14:20
Und das dauert Jahre, weil das IMPP durch alle Instanzen geht. Bis die Klage durch ist hast du nicht nur die M2, sondern auch die M3 bestanden und bist mitten in der Facharztausbildung.

Die aktuelle Situation gibt dem IMPP einen Freischein.

ehem-user-31-01-2020-1555
30.10.2019, 18:13
Ich hoffe die BVMD wird sich nochmal mit dem IMPP in Verbindung setzen wie nach dem F19. Es kann doch nicht sein, dass jedes Examen schlechter wird, weil zunehmend Dinge geprüft werden, die im Studium gar nicht vermittelt werden können. Im realen Leben werden wichtige Diagnoseschritte mit dem Oberarzt besprochen (teilweise täglich) und in der Prüfung wird munter geraten. Ich bin wirklich mehr als verunsichert

WiWi18
30.10.2019, 20:06
Ich glaube nicht mehr, dass es sinnvoll ist, mit dem IMPP zu reden. Die gehen ihren Weg und sind vollkommen überzeugt davon, im Recht zu sein.

Der nächste Schritt müsste der Gang in die Öffentlichkeit sein, am besten mit manchen der Fragen, die gut begründet angefochten wurden, ohne dass sie herausgenommen worden wären.

Auch die Dekanate sollten Druck machen. Durchfallquoten von 10% an manchen Universitäten machen z.B. richtig Probleme bei PJ-Verteilung.

Trendafil
30.10.2019, 20:08
hahaha, weil das Gespräch nach F19 ja offensichtlich richtig viel gebracht hat!! :-keks

Denke das wird jetzt so weitergehen. War ja schon immer sinnvoll eine Prüfung noch vor dem eigentlichen System zu ändern.

Markian
30.10.2019, 23:02
Die einzige Möglichkeit ist einen Fall an die Öffentlichkeit zu bringen, was nicht geht, weil alle Fragen rechtlich geschützt sind. Vielleicht mal einen Brief an Herrn Spahn senden, mehr fällt mir auch nicht ein. Ich denke am Ende sind wir wie immer machtlos.

ehem-user-31-01-2020-1555
30.10.2019, 23:36
Es geht vor allem darum, dass das IMPP fair und transparent eine Prüfung erstellt und durchführt. Die Chefin hat sich ja mal dazu geäußert, allerdings in meinen Augen sehr schwammig. Man weiss halt nicht mehr wie man sich vorzubereiten hat und was wirklich in der Prüfung verlangt wird. Es werden wohl weiterhin die meisten durchkommen, aber wie hier schon zu lesen war: Wer z.B. auf eine sehr gute Note angewiesen ist, weil er sich bei McKinsey oder in einem sehr nachgefragten Fach bei einer bestimmten Uniklinik bewerben will, der hat jetzt deutlich schlechtere Karten. Ich für meinen Teil möchte erstmal nur bestehen. Die 10% Durchfallquote an einigen Unis haben mich auch überrascht. Zweistellige Durchfallquoten gibt es im Physikum, das muss jetzt nicht im M2 der Fall sein. Werde mal die BVMD anschreiben. Bei solchen Sachen bin ich schon kleinlich und vielleicht auch übervorsichtig. Es geht aber um unsere Zukunft. Sicherlich wird keine/r von uns der Generation Praktikum zugerechnet, aber jede/r will für sich das beste rausholen.

davo
01.11.2019, 06:00
Es sind diesmal an einer einzigen Uni 10,4% aller Teilnehmer durchgefallen. Und zwar an der Uni, an der man unendlich viele Klausurwiederholungen hat. Sich deshalb Sorgen zu machen, bei Durchfallquoten im einstelligen Bereich (in der Referenzgruppe sind an 27 von 37 Unis NULL Leute durchgefallen!), ist IMHO echt unsinnig.

Aber wenn du dich da in irgendeine Panik reinsteigern willst... nur zu. Wird deinem Examensergebnis allerdings nicht gut tun :-p