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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 3 A62 / B101 - von Prävalenz unabhängiger Wert



Orsino20081988
15.10.2019, 12:06
Hallo,

ich habe gesehen, dass bei dieser Frage laut Expertenmeinung Antwort D (Sensitivität) als richtige Lösung angegeben wird.

Allerdings ist die Sensitivität meines Wissens sehr wohl von der Prävalenz einer Erkrankung abhängig. Laut DocCheck kann die wie folgt berechnet werden:

SEN = PPV x (1 - PRE - NPV) / (PRE x (1 - PPV - NPV))
Sensibilität = SEN
PPV = positiver prädiktiver Wert
NPV = negativer prädiktiver Wert
PRE = Prävalenz

https://flexikon.doccheck.com/de/Sensitivit%C3%A4t

Als wirklich unabhängig von der Prävalenz sollte sich hier die Letalität erweisen.
Diese beschreibt die "Tödlichkeit" einer Krankheit, also wie viele der Erkrankten (Morbidität) an dieser Krankheit versterben (Letalität)

Ob dies nun gemäß der Prioritätensetztung besonders wichtig ist, kann ich nicht sagen, aber die Sensitivität erfüllt nicht die Maßgabe der Unabhängigkeit.

Markian
15.10.2019, 17:11
Ich hab mich auch für die Letalität entschieden und weiß auch nicht warum das falsch sein soll

rairas
15.10.2019, 17:27
Allerdings ist die Sensitivität meines Wissens sehr wohl von der Prävalenz einer Erkrankung abhängig. Laut DocCheck kann die wie folgt berechnet werden:

SEN = PPV x (1 - PRE - NPV) / (PRE x (1 - PPV - NPV))
Sensibilität = SEN
PPV = positiver prädiktiver Wert
NPV = negativer prädiktiver Wert
PRE = Prävalenz

https://flexikon.doccheck.com/de/Sensitivit%C3%A4t


Ne, das ist Quatsch. Die Sensitivität ist nicht abhängig von der Prävalenz.

Wenn du natürlich eine Formel raussuchst zur Umrechnung zwischen prädiktivem Wert, der sehr wohl abhängig von der Prävalenz ist, und Sensitivität, die es nicht ist, ist klar, dass die Prävalenz drin vorkommen muss.

Sensitivität ist einfach nur der Anteil der Erkrankten, den der Test erkennt. Mehr nicht.
Egal ob 0,1% oder 10% der Bevölkerung das haben.