Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Depression im klinischen Abschnitt
Rahmspinat
02.11.2019, 08:48
Wie gesagt: Ich habe in der engsten Familie Fälle von ausgeprägter Depression, weshalb mir persönlich der Begriff "Depression" als solcher viel zu leicht verwendet wird. Der User fällt ja sowieso schon mit ziemlich irrationalen Sorgen auf (PJ blöd, weil andere es blöd fanden, Examen plötzlich nicht mehr bestehbar, weil auf einmal 4% statt 1,6% durchfallen), aber gut - ist ja auch irgendwie Teil der Pathologie.
Dass dann Leute hier meinen von Empathielosigkeit zu sprechen oder was auch immer, naja. Hat schon etwas von Wutbürgertum.
Aber zurück zum eigentlichen Thema @Hein81: Du hast hier wirklich aufschlussreiche Antworten bekommen. Wenn du das Gefühl hast, dass es dich trotzdem noch stark belastet, dann such dir bitte professionelle Hilfe.
Ichibald
02.11.2019, 09:32
Wie gesagt: Ich habe in der engsten Familie Fälle von ausgeprägter Depression, weshalb mir persönlich der Begriff "Depression" als solcher viel zu leicht verwendet wird. Der User fällt ja sowieso schon mit ziemlich irrationalen Sorgen auf (PJ blöd, weil andere es blöd fanden, Examen plötzlich nicht mehr bestehbar, weil auf einmal 4% statt 1,6% durchfallen), aber gut - ist ja auch irgendwie Teil der Pathologie.
Dass dann Leute hier meinen von Empathielosigkeit zu sprechen oder was auch immer, naja. Hat schon etwas von Wutbürgertum.
Aber zurück zum eigentlichen Thema @Hein81: Du hast hier wirklich aufschlussreiche Antworten bekommen. Wenn du das Gefühl hast, dass es dich trotzdem noch stark belastet, dann such dir bitte professionelle Hilfe.
Von Empathielosigkeit war nie die Rede. Eher ein Frage nach mehr Empathie. Du bist nicht die Person und kannst demnach nicht ihren Leidensdruck beurteilen, diesen dann nicht Ernst nehmen ist ein grober Fehler. In welchen Ansatz das nun an Wutbürgertum erinnert bleibt nun allerdings offen.
pineapple
02.11.2019, 10:33
Mich hat der Begriff Depression auch hellhörig gemacht, hatte inhaltlich aber dann anderes erwartet.
Trotz allem: Das man in eine Depressive Verstimmung mit derartigen Symptomen gerät, ohne überhaupt die Prüfung gesehen zu haben, seinen Kenntnisstand selbst überprüft zu haben oder den Wahrheitsgehalt der Aussagen hier kennt, halte ich aber auch nicht für gesund. Außer man hat im Studium tatsächlich nichts gelernt.
Deshalb ist der Rat mit professioneller Hilfe sicher nicht falsch. Besonders da ähnliche Situationen wohl schon öfter vorkamen.
Rahmspinat
02.11.2019, 11:14
Von Empathielosigkeit war nie die Rede. Eher ein Frage nach mehr Empathie. Du bist nicht die Person und kannst demnach nicht ihren Leidensdruck beurteilen, diesen dann nicht Ernst nehmen ist ein grober Fehler. In welchen Ansatz das nun an Wutbürgertum erinnert bleibt nun allerdings offen.
Von nicht ernst nehmen war niemals die Rede. Bin bloß der Meinung, dass das für mich der Begriff der Depression zu leicht verwendet wird und ich die dargestellte Reaktion für übertrieben halte. In jedem Fall aber eine Sache für den Fachmann.
Ich könnte ja genauso behaupten, dass ihr mich nicht als Person kennt und das Raushauen von Platitüden wie "Mediziner sind alle so unsensibel" oder "Empathie?!?" unangemessen ist. So klingt das von eurer Seite auch nur wie Empörung, nur des Empörens wegen. Also für mich durchaus als Wutbürger vereinbar. :)
Ichibald
02.11.2019, 11:59
Nun gut. Meine ursprüngliche Antwort war im übrigen auf " Du solltest dir die Definition von Depression anschauen", hier wurde die Person mit ihren Beschwerden nicht ernst genommenen. Es war aber eher "Empathie?" und dadurch weniger Empörung, als du draus machst.
timothy007
02.11.2019, 12:06
Wenn wir nun auch wohl nicht mehr dahinter kommen werden, ob der/die ThreaderstellerIn nun unter einer Depression per definitionem leidet oder nicht, so zeigt die Diskussion doch wenigstens eins Mal wieder sehr deutlich: Dass viele Mediziner nen Schaden haben und es sich lohnt, gesund und ihnen fern zu bleiben. Also mich wundert es beim ein oder anderen Beitrag
hier nicht, dass der Heilpraktiker-Markt boomt.
Alles Gute an den/die ThreaderstellerIn
ehem-user-02-09-2022-0919
02.11.2019, 12:11
Ich denke, hier wurde alles Wichtige gesagt. Jetzt irgendwelche Diagnosekriterien aufzuzählen mag ja für den einzelnen Poster sehr befriedigend sein, aber dem OP hilft das auch nichts.
Mein Senf dazu:
1. sich extern Hilfe holen (psychologische Beratungsstelle, qualifizierter Allgemeinmediziner)
2. in Hinsicht auf das Examen
- den eigenen Lerntyp reflektieren
- mit Examenskandidaten sprechen, die ähnliche Typen sind wie man selbst
- eigene Ziele definieren (bestimmte Note? Durchkommen?)
- schafft man das mit der momentanen gesundheitlichen Belastung? Evtl. auch die Lernberatung der Uni aktivieren.
- Abwägen und mit einer Vertrauensperson aus dem eigenen Umfeld eine Entscheidung treffen (z.B. sofort durchziehen, ein Semester in Therapie/Regeneration investieren).
Alles Gute!
ehem-user-31-01-2020-1555
02.11.2019, 12:49
Ich bedanke mich für die gutgemeinten Ratschläge von einigen Usern und werde mir fachkundige Hilfe ausserhalb eines Internetforums suchen. Das es Episoden im Studium gibt, wo man alles negativ sieht und infrage stellt, kommt durchaus vor. Hatte nicht damit gerechnet, dass hier so eine Diskussion entsteht.
pashtunwali
02.11.2019, 12:59
Wenn wir nun auch wohl nicht mehr dahinter kommen werden, ob der/die ThreaderstellerIn nun unter einer Depression per definitionem leidet oder nicht, so zeigt die Diskussion doch wenigstens eins Mal wieder sehr deutlich: Dass viele Mediziner nen Schaden haben und es sich lohnt, gesund und ihnen fern zu bleiben. Also mich wundert es beim ein oder anderen Beitrag
hier nicht, dass der Heilpraktiker-Markt boomt.
Alles Gute an den/die ThreaderstellerIn
100000000000% :D
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