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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : und noch eine Frage zur Note 3 im Examen...



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escitalopram
27.11.2019, 04:56
Ja, dann habe ich mich doch bezüglich des "h" verschrieben, meine Güte. :-oopss Wie schlimm! :) Englische Bezeichnungen/Abkürzungen benutzt jeder, bei mir gerade wegen Publikationen/Forschung. Ich werde ab jetzt einfach nur "Auge" schreiben. Hoffe, alle haben genau so viel Faszination und Freude für/an ihre/n Fächer/n wie Augenheilkunde bei mir. :-)

Feuerblick
27.11.2019, 07:43
Nee, englische Bezeichnungen benutzen nur die, die pseudocool forschend sein wollen ;-) Ehrlich, das klingt im Gespräch mit Kollegen einfach albern, wenn gerade ein Jungassistent mit irgendwelchen englischen Begriffen kommt. Würde ich an deiner Stelle allenfalls im direkten Kollegenkreis (wenn die da alle so drauf sind) benutzen, aber niemals außerhalb der eigenen Abteilung.

sweety92
27.11.2019, 17:27
Hi, ich arbeite seit nun knapp 5 Monaten.. Habe wenige Gespräche gehabt. Man muss sagen, dass es wirklich auf das Fach ankommt und nicht auf die Note. Das ist zumindest das, was ich "zu spüren" bekommen habe. HNO ist eben von den Stellen her in beliebten Städten schwierig. Hier hat mir das PJ wirklich den Weg frei geräumt. Mit Geduld hätte es, denke ich, auch ohne PJ in dem Fach geklappt. Die Frage ist, wie flexibel man ist. Ich hätte auch vorerst in der Chirurgie angefangen, bis ich eine Stelle bekommen hätte. Man kann sich auch oft was anrechnen lassen. Dr. Arbeit habe ich auch noch nicht ganz fertig. es wurde auf jeden Fall in jedem Gespräch danach gefragt, war aber kein K.O. Kriterium. Man muss ich letztenendes gut "verkaufen". Nach meiner Note hat mich nie jemand gefragt.

IVR
29.11.2019, 12:39
Hi sweety92,
,,Man muss sagen, dass es wirklich auf das Fach ankommt und nicht auf die Note." Willst du damit sagen, dass glaubhaftes Interesse (durch PJ-Tertial und Dr. Arbeit) an dem Fach in der Regel wichtiger ist als die Examensnote?
Also z.b. auch, wenn man das PJ-Tertial in dem Fach, aber nem anderen KH macht, als wo man sich bewirbt?

Colourful
29.11.2019, 12:52
Hi sweety92,,,Man muss sagen, dass es wirklich auf das Fach ankommt und nicht auf die Note." Willst du damit sagen, dass glaubhaftes Interesse (durch PJ-Tertial und Dr. Arbeit) an dem Fach in der Regel wichtiger ist als die Examensnote?Also z.b. auch, wenn man das PJ-Tertial in dem Fach, aber nem anderen KH macht, als wo man sich bewirbt?Ja, und du sprichst Deutsch und hast eine deutsche Approbation, bist doch auch ohne gutes Examen nicht doof und gut ausgebildet. Meine Güte, ich habe auch eine drei im Examen, das hat niemanden je wieder interessiert und es hat auch nichts damit zu tun, ob man ein guter Arzt wird oder nicht. Das Examen testet vor allem, wie gut du das Examen absolvierst.

davo
29.11.2019, 13:15
Willst du damit sagen, dass glaubhaftes Interesse (durch PJ-Tertial und Dr. Arbeit) an dem Fach in der Regel wichtiger ist als die Examensnote?
Also z.b. auch, wenn man das PJ-Tertial in dem Fach, aber nem anderen KH macht, als wo man sich bewirbt?

Das ist doch irgendwie völlig logisch, oder?! :-)) Natürlich ist ein PJ im richtigen Fach wichtiger als irgendwelche doofen Noten... denn wer will schon wen, der nach ein paar Monaten wieder weg ist, weil das Fach in Wahrheit doch nicht das Richtige ist? Aber keine Angst, in den meisten Fächern findet man auch ohne dem richtigen Wahlfach was :-))

Rahmspinat
29.11.2019, 17:53
Hi sweety92,
,,Man muss sagen, dass es wirklich auf das Fach ankommt und nicht auf die Note." Willst du damit sagen, dass glaubhaftes Interesse (durch PJ-Tertial und Dr. Arbeit) an dem Fach in der Regel wichtiger ist als die Examensnote?
Also z.b. auch, wenn man das PJ-Tertial in dem Fach, aber nem anderen KH macht, als wo man sich bewirbt?

Natürlich. Immer wieder diese Mär, dass Examensnoten so wichtig seien. An mindestens 95% der Häuser in diesem Land wird man sich nicht weiter für deine Noten interessieren. Am Ende des Tages ist deine Approbation eine deutsche und die ist schon mehr wert als man denkt. Das Tertial am Wunschhaus zu machen, ist definitiv ein Vorteil, allerdings verbaut man sich nicht den Weg wenn man es woanders gemacht hat. Kenne genug Leute (inklusive mir), die an einem völlig fremden Haus angefangen haben.
Natürlich wird es Häuser (gerade in Großstädten) geben, die eher keine Berufsanfänger einstellen. Das wird dann aber auch eine 1 im Examen nicht rausreißen.

geisterhome
30.11.2019, 08:33
Ich weiß gar nicht was ich für eine Note hatte, wo muss man das denn erwähnen bei einer Bewerbung??

Feuerblick
30.11.2019, 08:42
Nirgends. Aber die Note steht ja im Zeugnis, das man beilegt...

geisterhome
30.11.2019, 09:05
Achso, bisher wollten die nur die Approbation bzw. die letzte Beurteilung durch den Chef.

Absolute Arrhythmie
30.11.2019, 09:08
Achso, bisher wollten die nur die Approbation bzw. die letzte Beurteilung durch den Chef.

Wenn man sich auf die erste Stelle bewirbt ist es durchaus üblich, Zeugnisse beizulegen, in Ermangelung anderer Qualifikation.

anignu
30.11.2019, 12:22
Die letzte Beurteilung durch den Chef ist ja oft nicht möglich, weil man sich ja meist in ungekündigter Stellung befindet. Insofern schickt man halt das was man hat. Die wichtigsten Dinge, aber meiner Meinung nach nicht übertreiben. Wenn die was wissen wollen, melden sie sich schon.
Wie richtig bemerkt ist am Anfang mangels Arbeitszeugnissen das Examenszeugnis mitzuschicken, später dann die Arbeitszeugnisse.
Außerdem würde ich immer die wichtigsten Dokumente für die entsprechende Arbeit mitschicken. Also Approbationsurkunde, mögliche Fachkunden, mögliche Facharzt- oder Zusatzbezeichnungsanerkennungen etc. Einfach um unmissverständlich dokumentiert zu haben, dass man diese Qualifikationen besitzt.

IVR
07.12.2019, 23:53
Wisst ihr, wie wichtig die deutsche Examensnote ist oder was sonst noch zählt, wenn man sich im europäischen Ausland bewirbt, vor allem UK, Oesterreich, Schweiz? Ich glaube, dort herrscht (bzw. evtl. herrschte vor dem Brexit) noch mehr Konkurrenz, als hier. Vor allem die Schweiz ist ja ziemlich beliebt...

davo
08.12.2019, 00:26
Es ist glaub ich unsinnig, darauf eine allgemeingültige Antwort zu erhoffen. Es gibt in Österreich und der Schweiz genug Abteilungen, die jeden interessierten und halbwegs fähigen Bewerber nehmen, und andere, die aus vielen guten Bewerbern wählen können. Dasselbe in Großbritannien - in Allgemeinmedizin gibt es schon seit einiger Zeit in einigen Regionen weniger Bewerber als Stellen (was natürlich nicht heißt, dass jeder eingestellt wird, aber die Chancen stehen, wenn man fähig ist, zumindest gut), während es manche Fächer gibt, die viele sehr gute Bewerber haben.

Meines Erachtens ist im Ausland einer der wichtigsten Faktoren, dass sie das Gefühl haben, dass du, zumindest bis zum Facharzt, auch dort bleiben willst. Niemand will jemanden einstellen, der dann nach einem halben Jahr wieder weg ist, für den das nur die zweite Wahl war, weil er im Heimatland nichts gutes gefunden hat.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Großbritannien einerseits und der Schweiz und Österreich andererseits ist IMHO, dass Großbritannien durch das zentralisierte Bewerbungssystem viel stärker sortieren kann. Schlechte Bewerber haben dort wahrscheinlich weniger Chancen und weniger Auswahl als in den anderen beiden Ländern. Außerdem kann man sich als deutscher Absolvent in Großbritannien, da man durch das PJ ein internship absolviert hat, weder auf die Foundation Programmes noch direkt auf die Weiterbildungsstellen bewerben, sondern muss zunächst einmal einen Umweg gehen. In Österreich und der Schweiz hingegen kann man sich einfach direkt bewerben.

Ich kann dir nicht sagen, wie wichtig Noten in Großbritannien bei der Bewerbung auf Weiterbildungsstellen sind, aber als jemand, der einige Jahre dort gelebt hat, kann ich dir auf jeden Fall sagen, dass dort ganz allgemein gesprochen Noten und Leistung eindeutig deutlich wichtiger als in Deutschland sind.

In der Schweiz und in Österreich (ich hab mich in beiden Ländern beworben und in beiden Ländern Stellenangebote bekommen) war mein Eindruck jedenfalls, dass es genau wie in Deutschland ist - den meisten sind Noten völlig egal, ein paar machen sich im Vorstellungsgespräch darüber lustig und meinen, dass Noten sowieso überhaupt nicht aussagekräftig sind, und einige wenige (v.a. in den Hauptstädten ;-)) fangen dann halt zu meckern an, sobald ihnen irgendeine Note nicht gefällt. Das ist IMHO auch ein guter psychologischer Test - so weiß man dann gleich, wo man nicht arbeiten will.

Und das mit dem Brexit - ich glaube nicht, dass sich der auswirken wird. Wenn, dann vielleicht sogar eher andersrum - denn wer jetzt noch einen Fuß in die Tür bekommt, kann dann auch dort bleiben. Für viele EU-Bürger bestimmt eine interessante Option.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich deine Notenobsession und deine wiederholten Fragen zu diesem Thema nicht so ganz verstehen kann. Du hast das Studium ja schon hinter dir, deine Noten kannst du nicht mehr ändern. Ist also völlig unsinnig, sich da endlos Gedanken zu machen. Bewirb dich einfach, dann wirst du schon sehen wo du eine Stelle angeboten bekommst und wo nicht.