Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Löhne steigen um 3%, und bei euch?
Die Verteilung des Pools ist fair wenn es keine Poolbeteiligung gibt.
Change my mind!
Für EUCH gibt es keinen Pool. Kleiner Unterschied.
Eine Uniklinik, wo es bis rauf zum LOA keine Poolbeteiligung gibt, dürfte es in den westlichen Bundesländern eher nicht geben.
Heißt dann aber auch, daß eine "laaaaange" Vorbereitung irgendeines Tumorboards und halherziges Supervidieren von WB-Befunden letztendlich mehr "gewertschätzt" wird als ein 24H "Bereitschaftsdienst" ohne manifeste Unterstützung.
Ich stelle das gar nicht infrage. Ob das in Zukunft auch so ist- hast Du das schriftlich? Recht gewagte Aussage.
Du verdrehst da schon wieder was: Derjenige, der eine gewagte Aussage getätigt hat, warst Du selber (die Zahl der Praxen mit Rö sinkt weiter, etc.) ich habe Dir schlicht ein Gegenbeispiel genannt.
Derjenige, der keine Belege bringt, bist mal wieder Du. Auch wenn Deine Schlußfolgerungen noch so plausibel klingen (was nur teilweise der Fall ist), es sind überwiegend theoretische Überlegungen.
Eine Uniklinik, wo es bis rauf zum LOA keine Poolbeteiligung gibt, dürfte es in den westlichen Bundesländern eher nicht geben.
NRW meldet sich zum Dienst. Keine Poolbeteiligung, bis rauf zum LOA. :-top
Ich habe leider keine Statistik bzgl. der Gesamtzahl nach RöV zugelassenen Röntgen-Geräte und deren Entwicklung in den letzten 30 Jahren gefunden. Mit ein wenig Suchen wird man aber überall Landkreise finden, in denen Röntgen ambulant entweder gar nicht mehr oder nur vereinzelt angeboten wird. Und von anderen Fachrichtungen gar nicht mehr.
Die Zunahme der Großgeräte dagegen ist ja wohl ausreichend dokumentiert.
Ein paar Hintergrundgespräche mit den Herstellern oder den RadiologInnen Deiner Wahl könnten hier auch erhellendes beitragen, hätten aber Dir zufolge dann auch wieder nur "rein anekdotischen Charakter".
Oder andersrum gefragt: sind bei Euch die Wartezeiten für CT oder Mammografie kürzer? Und wenn ja, warum?
Zeit- und Personalaufwand sind annähernd gleich, und die Männerquote beim CT wird ja eher nicht die Ursache sein.
NRW meldet sich zum Dienst. Keine Poolbeteiligung, bis rauf zum LOA. :-top
Das ist das, was sie DIR erzählen, oder? Dann dürfte es ja auch per Definition gar keinen Pool geben, weil der Chef oder das KH gleich alles behält. Und wie ist das in den anderen Abteilungen der gleichen Uni?
Nein, das weiß ich aus zuverlässiger Quelle. Wie die anderen Abteilungen das handhaben weiß ich nicht.
Nein, das weiß ich aus zuverlässiger Quelle. Wie die anderen Abteilungen das handhaben weiß ich nicht.
Das wäre das Interessante. CA, die den Pool komplett behalten und deren nachgeordnete Ärzte, warum auch immer (z.B. nur um bei Prof Dr. XY arbeiten zu "dürfen"), nichts einfordern, soll es ja geben. Das heißt dann aber nicht, daß es im ganzen KH so ist. In manchen Bundesländern ist es ja sogar verpflichtend.
Eigentlich ging es im Thread aber um die Grundvergütung.
Genauso läuft es wohl an unserer Uni. Keine (vernünftige) Poolbeteiligung für Fachärzte, deswegen gibt es wohl auch sehr große Probleme, Fachärzte bis hin zu Oberärzten zu halten, weil die eben in die lukrativere Praxis gehen.
Oder ist die Verteilung des Pools z.B. jederzeit nachvollziehbar?
Das macht der Chefarzt und der muss seine Mitarbeiter kennen und korrekt einschätzen, wer wieviel zusätzlich erhält. Ihm wird sehr viel Verantwortung / Macht von den Beitragszahlern/Solidargemeinschaft übertragen. Letztendlich hängt doch alles in einer Abteilung (und vor allem wie gut die Abteilung ist) an ihm. Geräte/Gelder handelt er mit der Verwaltung aus, Mitarbeiter sucht er aus, wie setzt er sich für Mitarbeiter/Klinik an (oder nicht) usw
Genauso läuft es wohl an unserer Uni. Keine (vernünftige) Poolbeteiligung für Fachärzte, deswegen gibt es wohl auch sehr große Probleme, Fachärzte bis hin zu Oberärzten zu halten, weil die eben in die lukrativere Praxis gehen.
Unterschiedliches gehört: von einem OA bis mehrere, sogar Assistent mit Extraqualifikationen.
Fachärzte halten sich nie lange an der Uniklinik, entweder werden sie OA in der Uniklinik, woanders oder gehen in eine Praxis.
Ohne gute Oberärzte wird die Klinik langfristig "mittelmäßig"
Das macht der Chefarzt und der muss seine Mitarbeiter kennen und korrekt einschätzen, wer wieviel zusätzlich erhält.
Damit ist Tür und Tor zum Mißbrauch geöffnet. Wir hatten (auf WB-Ebene) ein nachvollziehbares Punktesystem (VZ/TZ, Teilnahme an Diensten ja/nein etc.) so daß es hier so gut wie nie zu Streit kam. Aber solange noch nicht mal die WBA landesweit alle Poolbeteiligung bekommen....
John Silver
05.01.2020, 10:23
Der MB argumentiert immer, man könne keine höheren Gehälter verlangen, weil die Kliniken das nicht finanzieren könnten. Wenn kaufmännische Direktoren etwas von mir wollen, wird stets versucht, mich einfach zu zwingen. Es interessiert keine Sau, ob ich die geforderten Leistungen erbringen kann, geschweige denn will. Warum muss ich auf die Situation des kaufm. Direktors Rücksicht nehmen, wenn es umgekehrt nicht geschieht? Wenn der MB wirklich Eier in der Hose hätte, hätte man 2006 die damals geforderten +30% durchgesetzt. Ich werde übrigens jetzt austreten, und mir lieber fürs Geld einen unabhängigen Berufsrechtschutz zulegen. Gewerkschaften werden durch die Hintertür entmachtet, und machen da auch noch bereitwillig mit. Warum soll ich dieses Fest mittragen?
Als Viszeralchirurg kann man sich übrigens gut niederlassen; man sollte halt nicht die hepatobiliäre Chirurgie als (einzigen) Schwerpunkt haben, sondern kolorektale (insb. Proktologie) und Hernien.
In Bezug auf die Diskussion des ambulanten Röntgens ist es so, dass es nur aus sekundären Gründen vorgehalten wird, weil es für niedergelassene Radiologen ein Verlustgeschäft darstellt. Das von Tarumo gezeichnete Szenario ist durchaus realistisch, denn sobald die Niedergelassenen bzw. Kettengeschäftsführer die sekundären Gründe als nicht mehr relevant ansehen sollten, wird das ambulante Röntgen abgeschafft werden.
Leider muss man konstatieren, dass es ab Facharzt tatsächlich nur zwei Möglichkeiten gibt, ein angemessenes Einkommen zu erzielen: Wechsel mit übertariflichem Vertrag oder Praxis. Die Kliniksdirektoren glauben immer noch, einen guten Oberarzt zum Tarifvertrag bekommen zu können (wenn man die Stellenanzeigen liest, steht da etwas von „leistungsgerechter Vergütung nach XYZ-Tarifvertrag). Viel Glück.
Bei den privaten Trägern gibt es teils prinzipiell keinen Pool, auch nicht für die Chefärzte, bspw. bei Helios.
Relaxometrie
05.01.2020, 10:35
In Bezug auf die Diskussion des ambulanten Röntgens ist es so, dass es nur aus sekundären Gründen vorgehalten wird, weil es für niedergelassene Radiologen ein Verlustgeschäft darstellt.
Was sind die von Dir genannten "sekundären Gründe". Meinst Du damit, daß ambulante Röntgenuntersuchungen halt zähneknirschend noch durchgeführt werden, weil sie ja durchaus noch Sinn ergeben und ein CT/ MRT in einigen Fällen übertrieben wäre und man die Einweiser, die ja auch lukrativere Untersuchungen in Auftrag geben, nicht vergraulen will?
Die Kliniksdirektoren glauben immer noch, einen guten Oberarzt zum Tarifvertrag bekommen zu können (wenn man die Stellenanzeigen liest, steht da etwas von „leistungsgerechter Vergütung nach XYZ-Tarifvertrag). Viel Glück.
Woher weiß man denn, wieviel man wert ist? Nachdem man in der Weiterbildung ja fix nach TV bezahlt wird, lernt man ja nicht zu Beginn das Verhandeln.
Und Vergleiche zu anderen Kliniken sind ja dann auch nicht so einfach, wenn die meisten mit dem TV "zufrieden" sind und man dementsprechend keine AT-Daten hat.
Damit ist Tür und Tor zum Mißbrauch geöffnet. Wir hatten (auf WB-Ebene) ein nachvollziehbares Punktesystem (VZ/TZ, Teilnahme an Diensten ja/nein etc.) so daß es hier so gut wie nie zu Streit kam. Aber solange noch nicht mal die WBA landesweit alle Poolbeteiligung bekommen....
Ja das wäre fair.
Woher weiß man denn, wieviel man wert ist? Nachdem man in der Weiterbildung ja fix nach TV bezahlt wird, lernt man ja nicht zu Beginn das Verhandeln.
Und Vergleiche zu anderen Kliniken sind ja dann auch nicht so einfach, wenn die meisten mit dem TV "zufrieden" sind und man dementsprechend keine AT-Daten hat.
Er schreibt ja einen guten Oberarzt zum Tarifvertrag ist unrealistisch. Vielleicht gibt sich der Chefarzt auch mit nur einen mäßigen Oberarzt [andere würden sagen fortgeschrittener Assistent mit FA Status, gerade erst FA geworden oder anderen kleineren Defiziten] zufrieden und kann dann TV bezahlen. Ob die Anstellung dann längerfristig (zunehmende Erfahrung) hält, ist eine andere Frage.
Zum Verhandeln: Man sollte die Angebote der Praxen vor Augen haben. Dann fragt man, welches Gehalt man geboten bekommt für die Stelle und dann abwiegen. An der Uniklinik hat man beispielweise die Chance Karriere zu machen und Chefarzt in einer anderen Klinik zu werden oder interessante Forschung (meist in der Freizeit) zu machen. Das geht in der Praxis oder an einem periphren Haus natürlich nicht. Vielleicht trifft diese Vorstellung auch nicht auf alle Fächer zu, z.B. in der Gyn oder Uro könnte es anders sein.
John Silver
05.01.2020, 12:44
Sekundäre Gründe sind z.B. eine Bindung der niedergelassenen Kollegen, die dann eben alles andere auch schicken (CT, MRT) und man das Verlustgeschäft „Röntgen“ als Werbung betrachtet.
Wieviel man wert ist, erfährt man durch Gespräche. Kongresse, Fortbildungen etc. Rein gehaltsseitig lohnt sich ein Wechsel bei einer Steigerung von mindestens 25%.
Der MB argumentiert immer, man könne keine höheren Gehälter verlangen, weil die Kliniken das nicht finanzieren könnten..
Witzig, wenn sich die "Gewerkschaft" schon gleich die Argumentation der Gegenseite zu eigen macht. ist aber auch nicht anders zu erwarten, wenn man als MB-Vorstand fünf- bis sechsstellige "Nebeneinkünfte" von Kliniken und Versicherungen erhält, sowie im Fall Henke gerne auch sein lukratives Bundestagsmandat behalten möchte.
Die Geschäftsführer (z.B. im VKA-Bereich) geben sich selbstverständlich NICHT mit der ihnen zustehenden Vergütung als Werkleiter eines kommunalen Eigenbetriebes zufrieden.
Übrigens ist die (Gegen-)Finanzierung von irgendwelchen Mehrkosten primär Aufgabe der Klinikgeschäftsführung, die für genau diesen Fall gut bezahlt wird.
Ich hoffe, daß diese Posts wenigstens auch von der MB-Führungsebene gelesen werden, damit man dort in der nächsten Runde weniger frech/unfähig/kompromissbereit (nichtzutreffendes bitte streichen) vorgeht...
Was sind die von Dir genannten "sekundären Gründe".
Ich zitiere mich mal selbst, der Übersichtlichkeit halber tabellenweise, mit Ergänzungen
-In dem konkreten Falle trägt womöglich eine Konkurrenzsituation dazu bei. Dann hofft man vielleicht auf einen gewissen "Ansaugeffekt bzgl. weiterer Bildgebung, ("empfehlen wir ein MRT"...)
- das Gerät ist noch intakt, aber abgeschrieben (beim nächsten größeren Defekt ist es vorbei...)
- wird KV-technisch "illegal" und damit kostengünstig vom WBA genutzt (Lohnkosten entfallen in der Kalkulation)
- wird für eine WBE (wenn die ÄK für die WBE Röntgen verlangt, muß ich auch eine Anlage vorhalten)
- oder für einen guten Zuweiser benötigt (mache Fächer wie UC oder NC brauchen explizit Summmationsaufnahme für Messungen...)
Das gilt für die Radiologie. Die anderen Fachrichtungen (Orthopädie z.B.) haben das Röntgen schon länger eingestellt. Da ich persönlich an der ersatzlosen Stillegung von mehr als einer Röntgen- oder Sonoanlage innerhalb einer Radiologieeinrichtung beteiligt war, kann ich das, glaube ich, ganz gut beurteilen.
Viele KVen haben übrigens eine Suchfunktion, die man auch grafisch darstellen kann. In der südlichen Hälfte Thüringens stehen z.B. südlich einer gedachten Linie Eisenach-Erfurt-Jena 30 Jahre nach der Wiedervereinigung zwar flächendeckend Südfrüchte und Autos zur Verfügung, aber keine ambulante Mammografie mehr (Röntgen wird schon gar nicht mehr ausgewiesen). Größere Städte wie Suhl sind in den Mangel mit einbezogen- und 150km Anfahrtweg nach >sechs Monaten Wartezeit für eine relativ simple Untersuchung mit therapeutischer Relevanz in einem der am dichten besiedelsten und angeblich reichsten Länder Europas... da gibt es wirklich nichts zu beschönigen.
Aber für einen Betrag von derzeit weniger als 30 EUR in manchen KVen ist das ganze halt (Aufnahmen/Sono/Tastung) inkl. Geräte und MTRA mit einem Zeitaufwand von mind. 20 min nicht mehr kostendeckend zu erbringen. In der Stunde bei drei Pat. Brutto 90 EUR erwirtschaftet, die sämtliche Unkosten der Praxis und die Vergütung von Arzt, MTRA und der Anmeldung decken sollen?
Röntgen liegt bei ca 5 EUR- die Briefmarke für den Befund abgezogen (für die die KK immerhin ganze 55 ct erstatten) bleibt da nicht mehr viel übrig...
Leider muss man konstatieren, dass es ab Facharzt tatsächlich nur zwei Möglichkeiten gibt, ein angemessenes Einkommen zu erzielen: Wechsel mit übertariflichem Vertrag oder Praxis..
Der MB hat das übrigens erkannt und versucht derzeit massiv, Einfluß auf die Vergütung außerhalb der Kliniken zu bekommen, was durch den zunehmenden Trend zu MVZ und Ketten erleichtert wird. Als Einstieg wird es die WBA der Allgemeinmedizin "erwischen". Erste Musterverträge gibt es schon.
Im Sozialismus wird selbstverständlich nicht geduldet, daß irgendjemand mehr verdient als jemand anders (bis auf die Führungsriege).
Sollte sich der MB hier durchsetzen, werden genau zwei Dinge passieren:
- der Ausweg "Praxis" wird zugeschlagen
- und im zweiten Schritt werden auch die Vergütungen der KrankenhausärztInnen sinken (tariflich und AT) , weil eben die Konkurrenz oder die Ausweichmöglichkeit entfallen ist.
Wehret den Anfängen!
Woher weiß man denn, wieviel man wert ist? Nachdem man in der Weiterbildung ja fix nach TV bezahlt wird, lernt man ja nicht zu Beginn das Verhandeln.
Verhandeln lernt man in der Schule des Lebens, in entsprechenden Kursen, z.B. bei den VHSen und auch "on the job" schon als WBA , zum Beispiel wenn es um die Einstufung in eine höhere Stufe, Überstundenerfassung oder Poolbeteiligung geht. Und aus genau dem Grund empfehle ich immer, möglichst viele Gespräche zu absolvieren, auch an Kliniken, die vielleicht nicht so infrage kommen.
"Wert" ist man in einer Marktwirtschaft immer soviel, wie die andere Seite zu bezahlen bereit ist. Da reicht ein Blick auf AT- oder ANÜ-Verträge, wobei es z.B in meinem Fach zumindest für die Sommerzeit immer mal wieder Anfragen für fortgeschrittene WBA (mit FK) gibt, denen man für vier oder acht Wochen ein Arbeitnehmerbrutto von 60-80 EUR/h zahlen würde.
Ich zitiere mich mal selbst, der Übersichtlichkeit halber tabellenweise, mit Ergänzungen
Viele KVen haben übrigens eine Suchfunktion, die man auch grafisch darstellen kann. In der südlichen Hälfte Thüringens stehen z.B. südlich einer gedachten Linie Eisenach-Erfurt-Jena 30 Jahre nach der Wiedervereinigung zwar flächendeckend Südfrüchte und Autos zur Verfügung, aber keine ambulante Mammografie mehr (Röntgen wird schon gar nicht mehr ausgewiesen). Größere Städte wie Suhl sind in den Mangel mit einbezogen- und 150km Anfahrtweg nach >sechs Monaten Wartezeit für eine relativ simple Untersuchung mit therapeutischer Relevanz in einem der am dichten besiedelsten und angeblich reichsten Länder Europas... da gibt es wirklich nichts zu beschönigen.
Seit wann gehört denn der Thüringer Wald zu den dichtesten besiedelsten Ländern Europas und angeblich reichsten Ländern Europas? Diese Landstriche im Osten leiden unter Bevölkerungsrückgang, einer zunehmend alten Bevölkerung und sind eher arm im Bundedurchschnitt. Im Übrigen gibt es das Mammamobil in Thüringen, https://www.zentralklinikum-suhl.de/poliklinik/unsere-poliklinik-praxen.html -->Das ist eine ambulante Mammographie in >Suhl (Poliklinik-Praxen-->ambulant)
https://www.screening-thueringen-nordwestx.de/
Der MB hat das übrigens erkannt und versucht derzeit massiv, Einfluß auf die Vergütung außerhalb der Kliniken zu bekommen, was durch den zunehmenden Trend zu MVZ und Ketten erleichtert wird. Als Einstieg wird es die WBA der Allgemeinmedizin "erwischen". Erste Musterverträge gibt es schon.
Im Sozialismus wird selbstverständlich nicht geduldet, daß irgendjemand mehr verdient als jemand anders (bis auf die Führungsriege).
Sollte sich der MB hier durchsetzen, werden genau zwei Dinge passieren:
- der Ausweg "Praxis" wird zugeschlagen
- und im zweiten Schritt werden auch die Vergütungen der KrankenhausärztInnen sinken (tariflich und AT) , weil eben die Konkurrenz oder die Ausweichmöglichkeit entfallen ist.
Wehret den Anfängen!
Das sind Spekulationen.
Ich habe selber Fachärzte ohne Oberarztstatus an einer großen Klinik erlebt, die dort seit >8 Jahren arbeiten:
Person A Mitte 50 arbeitet 100%, kriegt Ä2 Stufe 6, macht keine-kaum Dienste, kein Wochenende, keine Arbeit auf den Stationen, komplexere Arbeit am PC wegen Erkrankung/Alter nicht möglich, Zugänge legen/Blutabnehmen nur in wenig komplizierten Fällen möglich, kann es sich immer erlauben pünktlich zu gehen aufgrund ihrer Sonderkonditionen
Person B Mitte 50 arbeitet 60%, kriegt Ä2 Stufe 6, öfters krank, (Wochen-bis Monate immer mal wieder, auch schon 1 ganzes Jahr, 6 Wochen Urlaub hiervon natürlich nachgeholt), beteiligt sich garnicht an Diensten, keine Arbeit auf den Stationen, auch mal beim Joggen in der Stadt während einer Erkrankung gesehen worden, Zugänge/Aufklärung für Kontrastmittel ca. 20-40 Min. ; Arztbrief schreiben (für den man nach Übung 10 Min braucht) 1h; macht keine komplexere Arbeit am PC, da hierfür keine Zeit hat (würde wahrscheinlich auch überdurchschnittlich lange dauern), kann es sich immer erlauben pünktlich zu gehen aufgrund ihrer Sonderkonditionen.
-->Dafür ist der Tarifvertrag eine tolle Gehaltsgrundlage
Auch Fachärzte an einer kleineren Inneren Klinik können 3-5 Jahre bleiben, davon haben auch einige gut gelernt die Arbeit abzuschieben. In eine Praxis zu gehen haben sich manche nicht sofort getraut. Ihr Weg nach 3-5 Jahren war meist Praxis oder OA im KH oder externe Klinik
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