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WackenDoc
08.01.2020, 18:54
Es gibt auch kleine Kliniken, die zwar kleine, aber feine und spezialisierte Fachabteilungen haben.

davo
08.01.2020, 19:08
Ich glaub du machst dir da echt viiiel zu viele Gedanken. Guten Eindruck hinterlassen... ja, manchmal nett, aber am Ende bringt das meiner Wahrnehmung nach nur wenig. Ich hatte einige Vorstellungsgespräche und mein Eindruck war, dass meist schon in den ersten Sekunden klar war, ob ich die Stelle bekommen werde oder nicht. Das hatte in meiner kleinen persönlichen Stichprobe auch überhaupt nichts mit dem Ruf oder der Größe der Klinik oder anderen objektiven Faktoren zu tun. Und wie schon erwähnt haben einige meiner Kommilitonen jede Innere-Stelle angeboten bekommen, für die sie ein Vorstellungsgespräch hatten. Nachdem deine Suchregion eh recht groß definiert ist, wird es dir nicht schwer fallen, eine Stelle zu finden. Das Problem wird IMHO eher, eine Stelle zu finden, die dir gefällt, in der du was lernst, in der die Arbeitsbedingungen erträglich sind, bei der dir Krankenhaus, Stadt und Region gefallen.

Es gibt viele Leute, die einem aktiv davon abraten, in der Geriatrie oder an einer Rehaklinik anzufangen.

Atya
08.01.2020, 21:44
Geriatie und Reha hmm warum davon abraten ? Ist das so schlimm?

Rahmspinat
08.01.2020, 22:08
Weil es als Anfänger schon Sinn macht, zumindest etwas Akutmedizin gemacht zu haben

davo
08.01.2020, 22:28
Genau. Die übliche Argumentation ist, dass es sinnvoll ist, sich in der Akutversorgung, Triage, Prozedere, etc., auszukennen, "normale" Stationsarbeit zu kennen. Mit meinen paar Tagen Arbeitserfahrung als Arzt kann ich das selbst klarerweise noch nicht beurteilen, aber irgendwo ist die Argumentation ja durchaus nachvollziehbar.

Trotzdem gibt es natürlich Leute, die dennoch in der Geriatrie oder in einer Rehaklinik anfangen, aus den verschiedensten Gründen. Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, dass in diesem konkreten Fall, nachdem der OP ja kein echtes Interesse an der Geriatrie oder der Rehamedizin zu haben scheint, sondern diese Möglichkeit nur aus Angst, keine normale Innere-Stelle zu bekommen, ins Auge gefasst hat (und diese Angst ist meiner Ansicht nach eben völlig unbegründet, nachdem er geographisch recht flexibel ist), eigentlich gar keine Notwendigkeit besteht, diesen "Umweg" zu gehen. Das war der Grund, warum ich das erwähnt hab.

MartinGraf
09.01.2020, 00:00
Ich möchte nicht aufgrund der Stellensituation in der Geriatrie/Reha anfangen. Sondern weil mir dsöfteren von Assistenzärzten gesagt wurde, dass man da mehr Zeit für die Patienten hat, sich demnach besser einarbeiten kann und mehr Zeit hat sich mit diversen Medikamenten, deren Einstellung etc. zu befassen. Ausserdem sei die Arbeitsbelastung im Vergleich zu anderen internistischen Stationen humaner und folglich für den Einstieg einfacher. Aber das ist mir nur con einigen zugetragen worden. Muss nicht zwingend stimmen.
Ich frag mich manchmal schon wie es Studenten schaffen an einem akademischen Lehrkrankenhaus, welches nicht komplett in der Papa ist, im Pj so zu punkten, dass sie darüber die Stelle bekommen. Ich krieg den Chef ja kaum zu sehen, also wie soll er sich überhaupt eine Meinung bilden? Das ist ja eine ganz andere Situation wie beim Hospitieren. Und obwohl ich behaupten würde, dass ich internistisch für einen Studenten nicht wenig weiß ( einfach weil es mich total interessiert), kann ich nicht immer alles beantworten bzw unterscheidet sich ja bei einigem die Vorgehensweise je nach Klinik.
Der Druck, wenn die Noten nicht gut sind, anderweitig zu punkten ist einfach da. Auch wenn ich dank Euch weiß, dass die Sorge kaum berechtigt ist.

Feuerblick
09.01.2020, 04:33
„Punkten“ wird man damit, dass man überhaupt PJ dort gemacht hat, mit Interesse an einer Stelle in der bestimmten Abteilung und ggf. durch die Einschätzung der Oberärzte. Aber du stellst dir das alles viel zu romantisch vor. Die Chefs sind längst nicht so an ihren Assistenzärzten interessiert wie du glaubst. Hauptsache, der Laden läuft.

anignu
09.01.2020, 12:54
"punkten"? Naja, der Chef merkt schon ob man als PJler einen halbwegs interessierten zukünftigen Mediziner oder einen desinteressierten Vollpfosten hat. Ein halbwegs interessierter frischer Assistenzarzt der kein Vollpfosten ist ist immerhin schonmal gar nicht so schlecht. Die Alternative ist ja ein Assistenzarzt den man noch nie vorher gesehen hat und aufgrund der Papierform beurteilen soll. Und glaub mir, es gibt viel zu viele Kollegen die ein vollkommener Griff ins Klo sind. Wirklich traurig was es teils für Kollegen gibt. Also einfach "normal" benehmen und quasi automatisch hat man gepunktet :-)

Und eines sollte dir auch klar sein: es wird sehr viel geredet im Krankenhaus. Sehr viel. Jeder in der Abteilung weiß wie der PJler ist, auch wenn man selbst mit dem PJler nie gesprochen hat. Einfach weil man sich über den PJler unterhält. Wir haben auch grad einen neuen Kollegen und jeder macht sich grad so seinen Eindruck und der wird fleißig ausgetauscht.

MartinGraf
09.01.2020, 16:14
Bin ja aktuell auf der Gastro und wenn der ein oder andere Oberarzt mich fragt (bin aktuell der einzige PJler in der Inneren) dann weiß ich halt nicht alles. Manches erkenne ich dann wenn man es mir sagt und ich ärgere mich, dass ich da nicht darauf gekommen bin. Den Chef seh ich kaum und die für die Station zuständige Oberärztin ist sehr nett, aber hat bisher nur zwei Sätze mit mir gesprochen und ist weder auf Visite dabei noch sieht sie mehr von mir wie, dass ich auf Station rumspringe.
Und die Stationärztin ist komplett überfordert und selbst wenn sie über mich sprechen sollte, was soll da schon positives bei rumkommen?
Ich denke es wird darauf hinauslaufen, dass man sagt ich solle mich bewegen und dann würde man weitersehen. Dann wird man meine Noten sehen und da die Klinik sehr beliebt ist ( und es normalerweise viele PJler gibt und der jetzige Zustand Zufall ist) wird man mich dann eher nicht nehmen.
Ich würde mich selbst vermutlich auch nicht einstellen wenn ich nur das Offensichtliche zum Bewerten hätte.

Feuerblick
09.01.2020, 16:22
Das ist die PERFEKTE Einstellung... NICHT! Kein PJler weiß alles und wenn man sich nicht völlig dämlich anstellt, bekommt man selbst als nichtswissender Prüfungswiederholer mit einer 4 in allen Prüfungen einen Job in der Inneren, wenn man nur der deutschen Sprache mächtig ist. Wenn du wirklich der Sache so derart pessimistisch gegenüberstehst, solltest du deine grundsätzliche Einstellung mal überprüfen und dich ggf. coachen lassen.

h3nni
10.01.2020, 19:25
wenn man nur der deutschen Sprache mächtig ist.

Bist du dir da wirklich sicher? Ich habe schon viele seehr zweifelhafte Sprachkenntnisse gesehen.

Aber On topic: viele Kliniken suchen wirklich händeringend, und wenn du halbwegs Interesse und vielleicht Ahnung hast, wird das schon werden. Man lernt eh so viel nochmal nach dem Berufseinstieg, dass eh alles groß und viel scheinen wird. Selbst mit nur Bestnoten. Studium ist eben nicht wirklich Arbeit. Aber kommt Zeit kommt Rat. Man hat nochmal soviel Zeit bis zum Facharzt wie man studiert hat und selbst dann ist man noch kein Alleskönner.

Das wird! Anfangen, dann läuft das schon! :)

davo
10.01.2020, 19:46
Bin ja aktuell auf der Gastro und wenn der ein oder andere Oberarzt mich fragt (bin aktuell der einzige PJler in der Inneren) dann weiß ich halt nicht alles.

So what? Ist doch völlig normal. Ich wusste auch das meiste nicht, außer im Wahltertial.

Wenn die an deinem PJ-Haus so seltsam sind, dann bewirb dich halt woanders. Gibt ja unendlich viele Stellen - viele sind nichtmal ausgeschrieben, weil sich ohnehin nur so wenige Leute bewerben. Aber wahrscheinlich sind die in Wahrheit eh ganz normal, und diese negativen Gedanken entspringen nur deiner Phantasie.

Bewirb dich einfach, arbeite an deinen persistenten negativen Gedanken, und schon wirst du einen Job finden. Alles nicht so schwer.


Bist du dir da wirklich sicher? Ich habe schon viele seehr zweifelhafte Sprachkenntnisse gesehen.

Ja, und? Ist ja kein Widerspruch :-p

h3nni
10.01.2020, 20:13
Eben. Spricht noch viel mehr dafür, dass man, wenn man atmet, ne Stelle kriegt. Oder so.

][truba][
10.01.2020, 20:15
Ich weiß nach 3 Jahren als Arzt nicht alles was meine Oberärzte fragen und pssssst, nicht weitersagen aber auch Oberärzte wissen nicht alles 🙊

anna.k.
13.01.2020, 22:50
ich spiele auch mit dem Gedanken evtl nur die Seite wegzuschicken, auf dem stex 2 drauf ist und nicht die Seite mit den einzelnen Noten..hat das jd schon mal so gemacht, bzw ist das sehr unüblich?

Sonnenschein89x
14.01.2020, 07:38
ich spiele auch mit dem Gedanken evtl nur die Seite wegzuschicken, auf dem stex 2 drauf ist und nicht die Seite mit den einzelnen Noten..hat das jd schon mal so gemacht, bzw ist das sehr unüblich?



Klar, das geht auch. Oder einfach nur das endzeugnis und nicht stex 2

daCapo
18.01.2020, 10:49
Nee ich würde alles beilegen, sobald eine Einladung kommt, besteht Interesse: Noten haben sie ggfs gelesen (oder auch nicht), sollten nicht ausschlaggebend sein. Verträge sind eh mit Probezeit und befristet.

Lin07
31.01.2020, 10:57
Ich hätte nochmal eine andere Frage...ich habe mich an einer Uniklinik beworben für Rheumatologie. Habe dann eine eMail bekommen vom Professor ich sollte mit der Sekretärin ein Vorstellungsgespräch vereinbaren. Hab mich super gefreut nur leider war die Sekretärin krank und hab dann erst drei Tage später über die Vertretung einen Termin vereinbaren können...sie konnte mir in der Woche drauf nur 2 Termine anbieten wobei mir einer gerade weggeschnappt wurde und am anderen habe ich noch einen anderen Termin. D.h. mein Bewerbungsgespräch ist jetzt erst in der darauffolgenden Woche und nun hab ich Angst weniger Chancen zu haben nach dem Motto wer zuerst mahlt bzw. zuerst einem super Eindruck hinterlässt wird eher genommen..deswegen meine Frage nach Erfahrungen ob die Chefs da eher fair abwarten oder eher nicht. Ich hätte die Stelle super gerne und hab aber leider noch gar keine Erfahrungen wie so ein Gespräch abläuft und wie schnell man Antwort kriegt.

Würde mich über Erfahrungen super freuen....

Markian
31.01.2020, 12:53
Du kannst es doch eh nicht ändern?? Außerdem wer sagt denn, dass es nur eine Stelle gibt

davo
31.01.2020, 13:03
Eben, du kannst eh nix dran ändern... ist also unsinnig, sich darüber Gedanken zu machen. Allgemeine Aussagen kann man dazu IMHO nicht treffen... manchmal wird abgewartet bis die Runde zu Ende ist, manchmal werden sofort Angebote gemacht... manchmal wird schnell entschieden, manchmal langsam... und außerdem kann es ja durchaus sein, dass die Konkurrenz abspringt oder auf Zeit spielt. Oder dass die Konkurrenz so schlecht war, dass man dir, wenn du als zweites dran bist, eher ein Angebot macht, als wenn du als erstes drangewesen wärst. In diesem Sinne: einfach hingehen und schauen was dabei rauskommt...