Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwangerschaft
sweety92
03.02.2020, 13:00
Ihr habt vollkommen recht es dank einem nichtmal jemand im nachhinein. Würdet ihr es sagen, bevor die Gyn das bestätigt hat? Habe erst in 2 Wochen einen Termin.. hab heute doch gemerkt, dass mir der Dienst mehr zusetzt als gedacht bzw. mein Gewissen. Bei dem heutigen Dienst habe ich ja auch erst den Test gemacht.
Dass ich das noch erleben darf ;-)
Ich kritisiere ja nicht grundsätzliche andere Forenmitglieder, sondern hinterfrage getätigte Aussagen.
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Auch in der Ersten Hilfe gilt als Allererstes die Eigensicherung. Oder wie im Flugzeug: "erst dann helfen Sie Ihren Mitreisenden.."
denkstdu
03.02.2020, 14:10
Also solange es nicht vom Gyn bestätigt ist, dass da was Lebendes drin ist an richtiger Stelle, würde ich nichts sagen.Der Betriebsarzt will auch ne Bestätigung vom Gyn und am Anfang zählt eh das Alles oder Nichts Prinzip.
vanilleeis
03.02.2020, 15:25
Ich würde mit Hinweis auf berufliche Exposition einen Gyn-Termin in den nächsten Tagen ausmachen und es dann mitteilen. Alternativ AU bis zum Termin
denkstdu
03.02.2020, 15:53
Aber es bringt doch nur was wenn man das Kleine etwas eingenistet im Ultraschall sieht.Vielleicht hat die auch deswegen erst in 2 Wo Termin.
vanilleeis
03.02.2020, 16:04
Trotzdem würde ich ganz sicher keine 24h-Dienste mehr machen, daher entweder AU oder Bestätigung von FA
AU durch Hausarzt wegen grippalen Infekt bis zum Gyn-Termin. Glaube nicht, dass wenn es nicht stimmt hinterher allen Leuten das erklären willst...
FirebirdUSA
03.02.2020, 18:45
Ich kenne viele die das erste Trimenon noch normal gearbeitet haben, aus den unterschiedlichsten Gründen und andere die direkt mit der Bestätigung des Gynies sich gemeldet haben.
Du musst doch für dich entscheiden, mit was du dich wohl fühlst. In den ersten Wochen sind die Spontanabortraten ja nicht niedrig und viele wollen deshalb es noch nicht allen offiziell mitteilen. Andere habe mehr Sorge sie könnten etwas falsch machen und sich dann Vorwürfe machen wenn doch etwas passiert.
Ich denke hier gibt es kein richtig oder falsch, das deutsche Mutterschutzgesetz schützt dich ab Bestätigung durch den Gynie wenn du es willst und das ist auch gut so. Das Risiko eines 24h Dienste in den ersten Wochen ist vermutlich extrem viel niedriger, als das es spontan zu einer Beendigung der Schwangerschaft kommt. Du hast aber ja den Vorteil dir tatsächlich überlegen zu können was du willst und ggf. dich eben auch einfach krank schreiben zu lassen und erstmal ab zu warten.
Ich wünsch dir erstmal alles Gute, hoffe das sich die Schwangerschaft bestätigt und du für dich eine gute Lösung findest. Las dich von niemanden in die eine oder andere Richtung verrückt machen, nehm die dir offene Möglichkeiten an und überleg einfach was es für dich bedeutet.
sweety92
04.02.2020, 09:08
@Firebird: vielen Dank.. ja das sind alles Dinge, die mir durch den Kopf gehen.
Zu den andern: genau in der 5.ssw kann man idR noch nichts sehen. Habe mich aber heute krank gemeldet, weil es mir nicht gut geht und habe einen zwischengeschobenen Termin beim Gyn. Mal gucken was die sagt.
Wenn sie sagt lieber krank schreiben werde ich das tun.. danke euch allen nochmal. Ich möchte eigebtlich genai das Szenario vermeiden, dass ich am Ende eine Mole oder iwas habe, was am Ende eh abgeht.
Herzlichen Glückwunsch :-)
Ich gehöre auch zu der Fraktion "sofort Bescheid gesagt"- und kann es uneingeschränkt empfehlen.
1. weil es wirklich niemand dankt und 2. weil ich für jüngere Kolleginnen (und Chefärzte) nicht vorleben will dass "man das eben so macht"
Ich habe keine Tätigkeiten gemacht, die laut Mutterschutzgesetz verboten sind, ja, da gab es wirklich Diskussionen. Und ich hätte bei Kolleginnen die bis kurz vor der 20. SSW volle Dienste gemacht haben lieber Dienste übernommen als sie total fertig nach 24h Diensten zu sehen.
WackenDoc
05.02.2020, 20:16
Um das als Schwangere abschätzen zu können, wann man es meldet, soll ja VORAB eine GB im Bezug auf Schwangerschaft gemacht und ALLE Mitarbeiter über das Ergebnis unterrichtet werden.
Herzlichen Glückwunsch. Ich habe die erste Schwangerschaft erst in der 10. Woche bemerkt und da dann noch 3 Dienste gemacht (Ostern!), aber den Dienstkollegen Bescheid gegeben, damit ich nicht gerade den HIV+HCV+TBC positiven Patienten annehme (ja, so was gibt es und ja, genau in meinem Dienst musste der 2 mal drankommen), oder Angios mache. In der zweiten Schwangerschaft war ich auf Intensiv und hab den Gyntermin und dann noch 2 Wochen bis Intensivende abgewartet und normal gearbeitet, trotz Übelkeit und Erbrechen etc. Und dann wollte ich nur noch 3 Tage warten, bis zum nächsten Frauenarzttermin in der 11.Woche. Da war ein Kind schon gestorben, das nächste folgte ein paar Tage später. Auch ein paar Jahre später mache ich mir noch Vorwürfe.
Bei der dritten Schwangerschaft habe ich es sofort gewusst (2 Tage vor Regel getestet) und sofort eine Hebamme gesucht und 2 Tage später dem Arbeitgeber Bescheid gegeben, da ich so Panik hatte, dass wieder etwas passiert.
In der ersten Schwangerschaft wollte ich dringend arbeiten, hab ganz viele Studien etc gesammelt dazu, wie man normal arbeiten kann und wurde von der Betriebsärztin prompt in ein BV geschickt. In der dritten gab es nur Prämed, da wollten sie mir aber nichtmal einen Stuhl an den Tisch anpassen und ich hab durch das Sitzen massive Beckenprobleme bekommen, zudem kamen immer mal wieder infektiöse Patienten. Mal abgesehen von Hyperemesis, insbesondere bei Patienten. Meine Idee war auf Intensiv Briefe zu schreiben und Frühdienst zu machen, dafür hätte ich aber der Klinik unterschreiben müssen, dass sie für Infektionen nicht haften. Letztendlich fand meine Gyn das Ganze so doof, dass sie mich ins BV geschickt hat. Ich war aber eh um die 13. Wochen krank geschrieben und hab nur 2 Tage gearbeitet.
Ich glaube, ich decke somit alle Fälle ab. Ich bin jetzt ein Fan von früh sagen. Und, ja. Niemand dankt es einem. Bei der 2. Schwangerschaft wurde mir sogar bei Fehlgeburt noch vorgeworfen, dass ich keine gute Ärztin wäre, denn ich würde wohl wegen nichts zu Hause bleiben. (es gab aber auch natürlich Kollegen, die mitgeweint haben. Heimlich waren nämlich einige eingeweiht, damit ich eben nicht zu Acinetobacterpatienten muss etc)
Und, was arbeiten angeht, so habe ich auch schon alles gesehen, inklusive Schwangere auf Intensiv und im OP, sogar als Pflege am OPTisch (und da ist es ja durchaus gefährlich).
ninakatharina
06.02.2020, 06:21
Also solange es nicht vom Gyn bestätigt ist, dass da was Lebendes drin ist an richtiger Stelle, würde ich nichts sagen.Der Betriebsarzt will auch ne Bestätigung vom Gyn und am Anfang zählt eh das Alles oder Nichts Prinzip.
So sehe ich das prinzipiell auch, kann aber im Einzelfall schwierig werden, je nachdem wann man einen Termin in der Gyn bekommt... Ich hab ab SS-Beginn bis zur 9. SSW noch voll im Schichtdienst auf ITS gearbeitet... Ins Röntgen hab ich keine Patienten mehr begleitet, aber ZVKs gelegt, mit infektiösen Patienten gearbeitet, etc. sehr wohl. Ich wollte die 4 Wochen Rotation die mir noch fehlten einfach noch fertig haben. Dann hatte ich eine AU wegen Emesis. Den Gyn-Termin hatte ich dann in der 11.ssw, vorher gab's einfach nix. Da hatte ich meine frische CMV-Infektion dann schon. Letztlich muss die nicht aus dem Krankenhaus kommen. Aber wissen wird man's nie, und danken tut es einem sowieso keiner.
WackenDoc
06.02.2020, 15:13
Von wegen, dass man dem AG unterschreibt, dass der nicht haftet- gibt es nicht. Der AG DARF dich nicht einsetzen und ist dran, wenn was passiert.
Und nein, die Betriebsärzte sind in den seltensten Fällen für das BV zuständig. Hauptaufgabe für einen Betriebsarzt ist die Feststellung der Immunität gegenüber bestimmten Erregern. Das ist auch einer de rwenigen Fälle in dem der Betriebsarzt für das BV zuständig ist.
denkstdu
06.02.2020, 17:57
Jeder Arzt kann ein BV ausstellen.
Und einfach nur dem Arbeitgeber sagen ich bin schwanger, da wird halt jeder Arbeitgeber ne Bestätigung haben wollen.Und die nicht als positiven Schwangerschaftstest denn dieser kann von jedem kommen.
Und bis das nicht entgültig geklärt ist, ob das jetzt eine "richtige" Schwangerschaft ist oder nicht und wie es mit der Immunitätslage ausschaut, die ja auch im KH der Betriebsarzt prüfen sollte, gab's ein vorläufiges BV.
Oder in der Hausarztpraxis ne AU bis Gyn Termin.
sweety92
19.02.2020, 13:02
Hallihallo, wollte mich nochmal melden. Also mein Arbeitgeber weiß nun Bescheid, es ging leider nicht anders, da ich krank geschrieben werden musste und schon alles mögliche getuschelt wurde, von evtl. Schwanger bis Arbeitsverweigerung. Hach ja die lieben Kollegen, für die man immer und immer wieder eingesprungen ist, fallen einem doch schneller in den Rücken, als man denkt... Traurig! Ich bin laut deren Aussage mit "Absicht" schwanger geworden. Finde es echt schlimm. Konnte mich noch gar nicht richtig darauf freuen. Nun möchte man mich auch noch ins BV zwingen... Sorry musste es mal eben rau lassen. Ich habe nie gegen iwelche Kollegen, die Kindkrank nehmen mussten oder wegen anderen Dingen mal länger ausgefallen sind solch negative Gedanken gehabt und die auch noch wissentlich gegenüber dem Chef geäußert. Ich finde, dass es nicht an einer oder zwei Personen hängen sollte, ob der Laden funktioniert oder eben kurz davor ist unter zu gehen. Tja kaum bin ich selber betroffen.. naja
Espressa
19.02.2020, 13:12
Ahja, neuerdings kriegt man Kinder, um seinen Kollegen eins auszuwischen? Den kannte ich noch nicht...
Ich hatte leider auch den Fall, dass ein verärgerter Chef mich ins BV turfen wollte, irgendwie scheint es keinen richtigen Weg zu geben. Begründet man mit seinem befinden, ist man eine Mimose, beruft man sich aufs Gesetz, wirkt man gefährlich. Egal wie macht man sich nicht beliebt...
Aber hey, du bist bald Mama, da wird der Job ganz schnell auf eine viel niedrigere prioritätsstufe zurückgesetzt, ärgere dich nicht!
sweety92
19.02.2020, 14:09
@Espressa: Ja sowas war mir auch neu.. Ich weiß ja, dass ich eher temperamentvoll bin und auch durchaus mal Dinge anspreche, die vllt. nicht jedem gefallen, um eben konstruktive Lösungen zu finden. Manche mögen es und manche eben nicht, ist ja auch vollkommen ok. Aber naja, dass jetzt hinter meinem Rücken auch noch Sachen von Assistentenseite verbreitet werden, damit diese besser dastehen und ich eben nicht, finde ich unmöglich.. Immer diese Ar*chkriecher (sorry). Dabei hieß es davor ich sei die Frau, die gut "aufräumt" an stressigen Tagen! Tja so schnell ändert sich sowas! Ist mir echt egal, habe es auch so kommuniziert, dass das nichts wird mit dem BV! (tut mir leid, bin sehr genervt und auch enttäuscht)
tragezwerg
19.02.2020, 14:29
Als Frau ist man auf dem Arbeitsmarkt leider spätestens ab der ersten Schwangerschaft nix mehr wert. Es ist hart, das zu akzeptieren, aber es bleibt einem letztendlich nichts anderes übrig.
Hat man es erstmal akzeptiert und sich von Karrierewünschen etc. innerlich verabschiedet, lebt es sich ganz entspannt im Berufsleben. Man kann dann ganz ungeniert den anderen beim speichellecken zuschauen ;-)
sweety92
19.02.2020, 14:50
@tragezwerg: Oh man.. genau das, was ich nicht wollte *gefaelltmirnicht* Das bin ich einfach echt nicht.. da kommt glaube ich noch einiges auf mich zu :-kotz ich bin schon der totale Karrieremensch, mein Mann nicht und das passt! Ich bin echt mit dem falschen Geschlecht auf die Welt gekommen! Wenn ich mich durchsetzte heißt es, ich sei zickig, setzt sich mein Kollege durch heißt es, er könne sehr gut durchgreifen! Was für eine verkorkste Welt.. Ich hoffe, dass sich das mit den Chefs der neuen Generation ändern wird. Ach ja wenn ich jetzt was sage/anmerke, sind es die Hormone.. AHHH :-wand
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