Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Relaxometrie
21.12.2021, 20:17
Bei uns tatsächlich nicht. Pflegerin aus Osteuropa, war beim Hausarzt, hatte keine G-Karte dabei, wurde wieder heimgeschickt. Geil. Solche Kollegen braucht man, um Pandemien zu bekämpfen
Die Pflegerin hätte nach Coronaimpfverordung (https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/1U7ND2LBkcBq1zwYKou/content/1U7ND2LBkcBq1zwYKou/BAnz%20AT%2001.04.2021%20V1.pdf?inline) in Deutschland geimpft werden dürfen. Die Versichertenkarte ist dabei unerheblich.
Die Abrechnung erfolgt über das Bundesamt für soziale Sicherung, daher bekommen ja auch Privatversicherte keine Rechnung.
Die Pflegerin hätte nach Coronaimpfverordung (https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/1U7ND2LBkcBq1zwYKou/content/1U7ND2LBkcBq1zwYKou/BAnz%20AT%2001.04.2021%20V1.pdf?inline) in Deutschland geimpft werden dürfen. Die Versichertenkarte ist dabei unerheblich.
Das hat den Hausarzt oder seine Angestellten wohl nicht interessiert :(
Wisst Ihr Klugsch**** , wie aufwendig es ist, im PVS eine Patientenakte manuell zur erstellen ohne die Versichertenkarte?
Aber klar, der Hausarzt und seine Miezen haben ja sonst nix zu tun :-???
Naja, weißt du, wie aufwendig es ist, im Nachhinein Stellung zu nehmen, wenn die Kunden der Pflegerin sich ansprechen, die Zeitung auf dich hetzen usw?
Wieso impfen Hausärzte denn dann überhaupt auch bei freien Aktionen? Ich finde deine Reaktion eher schwierig und finde, besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen
Relaxometrie
21.12.2021, 22:24
Wisst Ihr Klugsch****
Ok, mal wieder Admin mit Sonderrechten zum Motzen.
Wisst Ihr, wie aufwendig es ist, im PVS eine Patientenakte manuell zur erstellen ohne die Versichertenkarte?
Das kann man dem Patienten gegenüber ja offen kommunizieren und ihn wenigstens ins lokale Impfzentrum schicken.
FirebirdUSA
21.12.2021, 23:01
Die Pflegerin hätte nach Coronaimpfverordung (https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/1U7ND2LBkcBq1zwYKou/content/1U7ND2LBkcBq1zwYKou/BAnz%20AT%2001.04.2021%20V1.pdf?inline) in Deutschland geimpft werden dürfen. Die Versichertenkarte ist dabei unerheblich.
Der Nachweis über die Berechtigung (gemeldeter Wohnsitz, o.ä.) aber nicht. Sprich ohne Arbeitsvertrag, Nachweis des Wohnsitz o.ä. darf er erstmal nicht... kann man unkompliziert handhaben, aber wer schonmal Regress hatte ist vermutlich un Zukunft ggf übervorsichtig. Kann ich schon verstehen
Relaxometrie
21.12.2021, 23:14
Der Nachweis über die Berechtigung (gemeldeter Wohnsitz, o.ä.) aber nicht. Sprich ohne Arbeitsvertrag, Nachweis des Wohnsitz o.ä. darf er erstmal nicht... kann man unkompliziert handhaben, aber wer schonmal Regress hatte ist vermutlich un Zukunft ggf übervorsichtig. Kann ich schon verstehen
Wenn man das offen kommuniziert und der Pflegerin sagt, dass sie sich ans örtliche Impfzentrum wenden soll und dort dann auch den Arbeitsvertrag vorlegen soll, ist es ok, wenn der "Hausarzt" (ich setze das ein Anführungsstriche, weil er eine echte hausärztliche Versorgung wohl eher nicht übernommen hat, wenn er die Arbeitssituation der Dame nicht kennt) sie wegschickt. Aber letztlich wissen wir nicht, mit welchen Tips versehen sie vom Hausarzt weggeschickt wurde; deswegen lohnt sich eine weitere Diskussion über dann Fall mMn nicht.
Man kann nicht explizit von einer Impflicht absehen und dann sauer werden, dass nicht vergleichbar viele Menschen sich freiwillig impfen lassen wie wenn es eine Pflicht hierzu gegeben hätte.
Da hast du natürlich Recht: man darf nicht erwarten dass die Menschen sich vernünftig verhalten wenn es nicht per Gesetz und Zwang angeordnet ist...
Ich würde jetzt gern einen emotionalen Ausbruch darüber verfassen, wie sehr mich das mitnimmt, wenn die Schulen nach den Ferien zu bleiben. Nicht nur wegen der Lernrückstände, der sozialen Folgen etc - sondern weil es für mich wirklich der Gipfel der Ausnahmesituation ist - aber das Wüten hilft ja auch keinem weiter.
Da dreh ich jetzt schon gefühlt durch, wenn die die Schulferien verlängern. Diese Woche haben wir die Info bekommen dass die Schulleitung die Schulpflicht aussetzt und "in Anbetracht der aktuellen Situation den Eltern frei stellt ob sie die Kinder in die Schule schicken". Könnt ich schon wieder kotzen.
Ich hab zwar keine Kinder kann dich aber sehr gut verstehen, vor allem warum man nicht die Sommerferien genutzt hat...ach halt da mussten ja alle schön in Urlaub fahren.
Offensichtlich hast du keine Kinder denn sonst würdest du vielleicht verstehen warum man mit Kindern nach eineinhalb Jahren Corona in den Urlaub fahren muss...
Solidarität ist keine Einbahnstraße. Auch Schüler und Einzelhandelskaufleute verdienen Solidarität. Auch der Teil der Bevölkerung, der nicht zur Risikogruppe gehört, verdient Solidarität.
Korrekt. Die Leute verdienen es geschützt zu werden, die Leute verdienen Solidarität. Nur nochmal zur Erinnerung: es gibt auch Leute die sich nicht impfen lassen können. Auch die verdienen Solidarität. Und wie könnte man in Anbetracht der aktuellen Situation am ehesten Solidarität zeigen als mit einer hohen Impfquote?
Solidarität bedeutet nicht nur Verantwortung für andere zu übernehmen, sondern für sich selbst. Ich denke, man darf auch mal selektiv an die Risikogruppe und deren Angehörige Forderungen stellen.
Aktuell sind auch z.B. ungeimpfte Männer ab 30 Jahren ohne Vorerkrankungen deutlich betroffen. DAS sind die Leute die bei uns auf Intensivation liegen. Das Problem ist dass diese Leute nicht kapieren dass sie eigentlich auch eine gewisse Risikogruppe sind. Beim Wildtyp war das noch anders. Das traf eher die Älteren. Aber spätestens seit Delta sind auf unserer Intensivstation mehr <60 als >60. Vielleicht auch weil die tatsächlich Älteren sich solidarisch zeigen, eine Vorsorgevollmacht haben und daher einfach auf Normalstation alleine sterben statt dass sie noch einen ITS-Platz wegnehmen. Ist auch eine gewisse Form der Solidarität. Nicht das was ich mir als Arzt vorstelle ...
cartablanca
22.12.2021, 01:56
Aktuell sind auch z.B. ungeimpfte Männer ab 30 Jahren ohne Vorerkrankungen deutlich betroffen. DAS sind die Leute die bei uns auf Intensivation liegen. Das Problem ist dass diese Leute nicht kapieren dass sie eigentlich auch eine gewisse Risikogruppe sind. Beim Wildtyp war das noch anders. Das traf eher die Älteren. Aber spätestens seit Delta sind auf unserer Intensivstation mehr <60 als >60.
Bei EUCH, aber deutschlandweit ist das nicht so. Das geht eindeutig aus den Statistiken hervor. Da muss man noch berücksichtigen wie groß der Anteil der Ü60 Gruppe an der Gesamtbevölkerung ist. Und bei den Unter 60 Jährigen werden auch viele dabei sein, die ohnehin vorerkrankt sind aber meinen sich unter Leute mischen zu müssen.
Die Leute verdienen es zwar geschützt zu werden, aber sie müssen sich auch selbst schützen und vorsorgen. Ich weiß: Eigenverantwortung ist bei vielen Menschen ein Fremdwort. Und Eigenverantwortung fordern ist auch nicht angesagt, sonst ist man halt der Bösewicht.
Wenn man das offen kommuniziert und der Pflegerin sagt, dass sie sich ans örtliche Impfzentrum wenden soll und dort dann auch den Arbeitsvertrag vorlegen soll, ist es ok, wenn der "Hausarzt" (ich setze das ein Anführungsstriche, weil er eine echte hausärztliche Versorgung wohl eher nicht übernommen hat, wenn er die Arbeitssituation der Dame nicht kennt) sie wegschickt. Aber letztlich wissen wir nicht, mit welchen Tips versehen sie vom Hausarzt weggeschickt wurde; deswegen lohnt sich eine weitere Diskussion über dann Fall mMn nicht.
Ok, dann entschuldige ich mich für den Kl…. und ersetze durch die Bezeichnung „anmaßend urteilende Grundhaltung ohne Kenntnis von Details oder Kontext“, wie Du hier gerade selbst dargelegt hast. Was Dich nicht an einem weiteren anmaßenden Urteil hindert, selbst wenn Du es hübsch in Klammern verpackst.
Feuerblick
22.12.2021, 06:31
So, Freunde, und die persönlichen Anfeindungen hören jetzt bitte von beiden Seiten auf!
Relaxo, du bist nach wie vor keine Moderatorin und überlässt es bitte uns, was wir moderieren! Darauf wurdest du jetzt wirklich oft genug hingewiesen. Und bevor du was schreibst: Das ist kein Aufruf zur Diskussion sondern lediglich die letzte Warnung!
Und Evil… ey, was los? Schnauf mal durch ;-) Nicht beißen so kurz vor Weihnachten! Katerbisse entzünden sich doch so leicht und wir wollen doch die Notaufnahmen nicht überlasten. :-))
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin
Anne1970
22.12.2021, 07:13
Echt @Relaxo: hat die stille Treppe nicht ausgereicht? @Evil: lass dich nicht provozieren.
Und an alle: Hey, bald ist Weihnachten! Wünsche Frieden für alle :D !!!
Anne1970, Mod.
Wenn man das offen kommuniziert und der Pflegerin sagt, dass sie sich ans örtliche Impfzentrum wenden soll und dort dann auch den Arbeitsvertrag vorlegen soll, ist es ok, wenn der "Hausarzt" (ich setze das ein Anführungsstriche, weil er eine echte hausärztliche Versorgung wohl eher nicht übernommen hat, wenn er die Arbeitssituation der Dame nicht kennt) sie wegschickt. Aber letztlich wissen wir nicht, mit welchen Tips versehen sie vom Hausarzt weggeschickt wurde; deswegen lohnt sich eine weitere Diskussion über dann Fall mMn nicht.
Komm mal von deinem hohen Ross runter! Alleine an solchen Aussagen erkennt man, dass Du wenig Einblicke in die Arbeit einer ambulanten Praxis hast. Selbst ich als Psychiaterin habe nicht bei jedem meiner Patienten ad hoc die Arbeitssituation im Kopf und ein Hausarzt hat noch deutlich weniger Zeit in den Patientenkontakten und sieht manche Patienten auch nur sporadisch, wenn sie keine chronischen Erkrankungen haben. Dazu kommt, dass ich als Arzt manche Dinge gar nicht mit bekomme, die an der Anmeldung laufen. Denn das ist auch eine Aufgabe der MFAs: mir den Rücken frei zu halten. Dann wird dort nach den Anweisungen erst einmal gehandelt und es ist auch gar nicht bei der derzeitigen Arbeitsbelastung möglich alles in epischer Bandbreite zu kommunizieren. Dann trifft es im Einzelfall mal den falschen, aber dann suche ich als Patient auch vielleicht noch einmal den persönlichen Kontakt und bespreche das Problem, um ne Lösung zu finden.
Feuerblick
22.12.2021, 07:23
Ganz :-meinung !
Gerade bei meckernden Patienten, die über andere Praxen herziehen und ihren Unmut kundtun, fahre ich ganz gut damit, an Dr House zu denken. Von einem Patientengespräch bleiben doch mal maximal 50% hängen und wenn etwas nicht passt, fallen weitere 40% bewusst unter den Tisch. Dazu der absolute Nicht-Einblick in die Arbeit einer Praxis. Wie oft ich schon meiner Mutter, die sich über irgendwas aufregte, erklären durfte, dass so manche Handlungsweise evtl unangenehm für sie aber absolut korrekt oder verständlich war. (Es gibt nur einen Kollegoiden in unserer Nähe, über den ich tatsächlich alles glaube, was mir erzählt wird, dazu gleichen sich die Geschichten nur allzu sehr und ich habe diverse schriftliche fassungslos machende Beweise gesehen).
Feuerblick
22.12.2021, 08:15
An Dr. House dachte ich auch. Es ist schon interessant, wenn man beide Seiten hört, wie sehr sich die Geschichten unterscheiden. Ich spiele da auch immer wieder den Erklärbär.
Dass es Pappenheimer gibt, bei denen jede Story glaubwürdig ist, ist klar. Aber das ist dann doch eine eher geringe Anzahl.
Thomas24
22.12.2021, 08:15
An der Frage "Allgemeine Impfpflicht" oder nicht, hat ja auch der nationale Ethikrat zu knabbern. Die eine Fraktion befürwortet die allgemeine Impfpflicht nur für ältere und vulnerable Personen (begründet mit der erhöhten Wahrscheinlichkeit einen intensivpflichtigen Verlauf zu entwickeln und die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems vorzubeugen), die andere Fraktion für alle Erwachsenen (vor allem mit Hinblick auf die Situation der Jugendlichen, Kinder und Jungen Erwachsenen, die von Kontaktbeschränkungen etc besonders betroffen sind). Von einer Impfpflicht für die gesamte Bevölkerung (also inkl. Kindern, zb als off label use ) ist in der Stellungnahme nicht die Rede.
Es ist ja auch ein ethisches Dilemma. Natürlich ist es sehr sehr unwahrscheinlich, aber was ist, wenn die Impfstoffe doch irgendwelche Spätfolgen haben? Ich selbst glaube nicht dran- aber ich weiß, dass es in der Medizin nie 100%Gewissheit gibt. Der Erkenntnisgewinn schreitet voran und vielleicht fällt es erst in 10 Jahren auf? Aber wir müssen jetzt entscheiden, ob wir unsere Kinder impfen lassen. (Ich werde das tun- aber ich kann irgendwie auch eine Freundin verstehen, die da sehr sehr dran zu knabbern hat an dieser Entscheidung, ebenfalls Ärztin, ebenfalls selbst geimpft).
In der Medizin wie im Leben ist nichts 100%. Langzeitfolgen sind ein Mythos. Es gibt seltene Nebenwirkungen, die erst auffallen wenn man genügend Menschen geimpft hat, aber es gibt (bis dato) keine Impfung, die nach Jahren eine Erkrankung auslösen.
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