Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der große Coronathread
Christoph_A
26.08.2022, 14:58
Wir müssen meiner Meinung nach aufpassen, daß wir uns nicht in ein theoretisches Konstrukt verrennen, sondern wieder zu pragmatisch-medizinischem Handeln zurückfinden. Die Covid Regularien inklusive lockdowns etc waren initial zwingend notwendig, mittlerweile handelt es sich, Impfungen und allgemeiner Virus- wie Durchseuchungsentwicklung sei Dank, um ein beherrschbares, endemisches Atemwegsvirus, was auch medizinisch als solches betrachtet werden muß. Diese Einschätzung teilt ein Großteil unserer europäischen Kollegen und handelt danach. In D hat sich irgendwie ein gallisches Dorf von Theoretikern, die entweder, wie Frau Brinkmann keine Ärzte sind oder wie Hr. Lauterbach noch keinen einzigen Tag an Patienten gearbeitet haben, herausgebildet, das eine fundamental andere Sicht auf die Heransgehensweise bzgl der Covidstrategie hat. Diesen Stilblüten sollte man mittlerweile deutlich entgegentreten, da sonst ein Verharren in einem status quo droht, der hinten und vorne nichts mit der medizinischen Relevanz des Virus im Jahr 2022 zu tun hat und auf Jahre hinaus ein Fortbestehen diverster Coronaregeln ermöglichen würde.
Bin ganz klar auf Seite der schweizer, englischen, spanischen oder österreichischen Kollegen, die eine Abschaffung aller verbliebenen Maßnahmen, außer im Umgang mit Hochrisikopatienten, fordern respektive bereits durchgesetzt haben.
Coxy-Baby
26.08.2022, 15:02
Da bin ich bei dir Christoph, befürchte aber das Karlchen hat noch das ein oder andere in petto.
Heute erst gelesen:
"Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will das Corona-Medikament Paxlovid zu einem essentiellen Instrument in der Pandemiebekämpfung machen. Deshalb dürften Hausärzte das Mittel ab sofort in ihrer Praxis vorrätig haben und direkt an Corona-Patienten abgeben, sagte Lauterbach dem "Spiegel". Der Umweg über die Apotheken sei damit nicht mehr notwendig. Eine Verordnung solle zudem mit 15 Euro vergütet werden. Darüber hinaus solle jedes Pflegeheim neben einem Impf- auch einen Paxlovid-Beauftragten ernennen, der sich um alles Organisatorische kümmere. Auch dort solle künftig ein Vorrat des Medikaments gelagert werden dürfen, damit es schnell eingesetzt werden könne." Weiß ich auch nicht was ich dazu sagen soll.....
Christoph_A
26.08.2022, 15:05
Muß man beim Kalle immer gucken, ob er nicht wieder nen Lobbyvertrag für Paxlovid hat, der propagiert mir das etwas zu offensiv.....
Nefazodon
26.08.2022, 15:14
Paxlovid hat bestimmt auch keine Nebenwirkungen...
EDIT: Habe mir gerade einmal die Fachinformation zu Paxlovid von der Seite des BfARM zur Gemüte geführt....
Die geschätze Risikoreduktion für einen schweren Verlauf liegt bei 6,3%
Demgegenüber stehen die Nebenwirkungen Geschmacksstörungen (5,6 %), Diarrhö (3,1 %), Kopfschmerzen (1,4 %) und Erbrechen (1,1%).
Zu beachten ist allerdings das Paxlovid ein CYP3A Inhibitor ist, sodass es viele Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Kontraindikationen gibt! Außerdem soll Paxlovid nicht zusammen mit CYP Induktoren eingesetzt werden, da dann die Wirksamkeit nicht gegeben ist.
Als kontraindiziert werden u.a. Diazepam, Simvastatin, Amiodaron angeführt....
Quelle: https://www.bfarm.de
Hier noch mehr zu den Kontraindikationen (auch auf der Seite des BfARM zu finden): https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/COVRIIN_Dok/Arzneimittelwechselwirkungen_Paxlovid.pdf?__blob=p ublicationFile
da sind dann auch Clopidogrel und DOAKS dabei....
Aha. Klingt für mich nicht nach einem "Skandal" wie der Spiegel schreibt, sondern nach nem Rohrkrepierer....
Christoph_A
26.08.2022, 17:51
Das eine schliesst das andere nicht aus, oder? Passend halt zum Weltbild von Covid Kalle.
Holthusen
26.08.2022, 18:48
Wir müssen meiner Meinung nach aufpassen, daß wir uns nicht in ein theoretisches Konstrukt verrennen, sondern wieder zu pragmatisch-medizinischem Handeln zurückfinden. (...)
Bin ganz klar auf Seite der schweizer, englischen, spanischen oder österreichischen Kollegen, die eine Abschaffung aller verbliebenen Maßnahmen, außer im Umgang mit Hochrisikopatienten, fordern respektive bereits durchgesetzt haben.
Das sehe ich auch so. Wir sind da die totale Schlafmütze, die den Zug verpasst hat.
Man kann sich nur damit trösten, dass es in China noch strenger ist.
Wir müssen meiner Meinung nach aufpassen, daß wir uns nicht in ein theoretisches Konstrukt verrennen, sondern wieder zu pragmatisch-medizinischem Handeln zurückfinden. Die Covid Regularien inklusive lockdowns etc waren initial zwingend notwendig, mittlerweile handelt es sich, Impfungen und allgemeiner Virus- wie Durchseuchungsentwicklung sei Dank, um ein beherrschbares, endemisches Atemwegsvirus, was auch medizinisch als solches betrachtet werden muß. Diese Einschätzung teilt ein Großteil unserer europäischen Kollegen und handelt danach. In D hat sich irgendwie ein gallisches Dorf von Theoretikern, die entweder, wie Frau Brinkmann keine Ärzte sind oder wie Hr. Lauterbach noch keinen einzigen Tag an Patienten gearbeitet haben, herausgebildet, das eine fundamental andere Sicht auf die Heransgehensweise bzgl der Covidstrategie hat. Diesen Stilblüten sollte man mittlerweile deutlich entgegentreten, da sonst ein Verharren in einem status quo droht, der hinten und vorne nichts mit der medizinischen Relevanz des Virus im Jahr 2022 zu tun hat und auf Jahre hinaus ein Fortbestehen diverster Coronaregeln ermöglichen würde.
Bin ganz klar auf Seite der schweizer, englischen, spanischen oder österreichischen Kollegen, die eine Abschaffung aller verbliebenen Maßnahmen, außer im Umgang mit Hochrisikopatienten, fordern respektive bereits durchgesetzt haben.
Wie schon geschrieben: Ich tippe drauf, dass es im Frühjahr weiterhin "Basismaßnahmen" gibt und dann im Herbst 2023 wieder die "Winterreifen" ausgepackt werden. In Deutschland hat sich schon 2020/21 die eigenwillige Mentalität herausgebildet, dass man an COVID nicht sterben darf...
...abgesehen davon, dass die wirklich schweren Verläufe (ARDS) doch mittlerweile sehr selten geworden sind und sich die Frage "an oder mit" mehr stellt denn je.
Zur Erinnerung: Dass wir im Herbst wieder verschärfte "Maßnahmen" haben wurde erst damit begründet, dass ja eine "Killervariante" auftauchen könnte. Die ist nicht in Sicht, bei einer weltweit anhaltend hohen Fallzahl. Aber die theoretische Möglichkeit reicht mittlerweile als Begründung schon aus - wobei man davon eigentlich nichts mehr liest...es wird eigentlich gar nicht mehr wirklich begründet. Was gelegentlich auftaucht ist das Argument der "kritischen Infrastruktur", wobei die, beim Blick auf meine eigene Klinik, größte Gefahr für die Aufrechterhaltung des Betriebes nicht Corona, sondern die Corona-Maßnahmen sind. Symptomlos infiziert? 5 Tage heim. Halsweh? Abstrich, bevor das Ergebnis feststeht striktes Arbeitsverbot. Und 8h und länger am Stück FFP2-Maskenpflicht machen halt auch z.B. in der Pflege immer weniger mit.
Die größte Belastungsprobe für die kritische Infrastruktur wird die tägliche Testpflicht für das Klinikpersonal. Unmöglich zu organisieren, es werden noch mehr künstliche COVID-Krankenstände erzeugt und ist letztlich eine Schikane fürs Personal.
Holthusen
27.08.2022, 09:55
Wie schon geschrieben: Ich tippe drauf, dass es im Frühjahr weiterhin "Basismaßnahmen" gibt und dann im Herbst 2023 wieder die "Winterreifen" ausgepackt werden. In Deutschland hat sich schon 2020/21 die eigenwillige Mentalität herausgebildet, dass man an COVID nicht sterben darf...
Das europäische Ausland fährt mit sehr wenigen Ausnahmen alle Beschränkungen wegen Covid-19 zurück. Nur hier hat sich die Kunde noch nicht verbreitet. Eine Mischung aus Übervorsichtigkeit und Überregulierung und ggfs. auch Krisengewinnler, die das langsame Ende der Pandemie nicht fassen können.
Irgendwann wird der Druck zu groß werden und der Groschen fallen.
Ein Beispiel:
https://www.rnd.de/politik/corona-schweden-hebt-pandemiegesetz-auf-keine-massnahmen-mehr-DNV5NNWPBHJNINRFF7QZ33ITEU.html
(seit April!)
Das europäische Ausland fährt mit sehr wenigen Ausnahmen alle Beschränkungen wegen Covid-19 zurück. Nur hier hat sich die Kunde noch nicht verbreitet. Eine Mischung aus Übervorsichtigkeit und Überregulierung und ggfs. auch Krisengewinnler, die das langsame Ende der Pandemie nicht fassen können.
Irgendwann wird der Druck zu groß werden und der Groschen fallen.
Ein Beispiel:
https://www.rnd.de/politik/corona-schweden-hebt-pandemiegesetz-auf-keine-massnahmen-mehr-DNV5NNWPBHJNINRFF7QZ33ITEU.html
(seit April!)
Ich weiß.
Aber leider wurden erhebliche Teile der dt. Gesellschaft durch die dauernde Corona-Beschallung so verängstigt, dass es Mehrheit das begrüßt.
Isr doch dasselbe mit anderen Aspekten deutscher Regelungswut.
Holthusen
27.08.2022, 11:48
Ich weiß.
Aber leider wurden erhebliche Teile der dt. Gesellschaft durch die dauernde Corona-Beschallung so verängstigt, dass es Mehrheit das begrüßt.
Isr doch dasselbe mit anderen Aspekten deutscher Regelungswut.
Diese ganze Angstmacherei ist zum jetzigen Zeitpunkt vor einem heißen Covid-Herbst vollkommen unbegründet. Oder warum gibt es das nicht im europäischen Ausland? Leben die auf einem anderen Planeten oder sind alle dumm?
Es gibt jetzt schon genug Preissteigerungen in anderen Bereichen wie Energie oder Lebensmittel, da ist es unverantwortlich extrem teure Maßnahmen und Gängelungen des eh weiter schwindenden medizinischen Personals durchzuführen. Das kann Buschmann / Lauterbach aus ihrer eigenen Tasche zahlen oder die Leute, die die Maßnahmen befürworten. Keiner hat Bock noch mehr für Gesundheit zu zahlen. Ein Basic-Programm ist ausreichend, wer mehr will, kann das selbst zahlen.
Die Covidstory geht dem Ende zu (dem ganz natürlichen Verlauf einer Pandemie entsprechend) und die letzten haben es immer noch nicht gehört und nerven einfach nur noch..
Paxlovid hat bestimmt auch keine Nebenwirkungen...
EDIT: Habe mir gerade einmal die Fachinformation zu Paxlovid von der Seite des BfARM zur Gemüte geführt....
Die geschätze Risikoreduktion für einen schweren Verlauf liegt bei 6,3%
Demgegenüber stehen die Nebenwirkungen Geschmacksstörungen (5,6 %), Diarrhö (3,1 %), Kopfschmerzen (1,4 %) und Erbrechen (1,1%).
Zu beachten ist allerdings das Paxlovid ein CYP3A Inhibitor ist, sodass es viele Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Kontraindikationen gibt! Außerdem soll Paxlovid nicht zusammen mit CYP Induktoren eingesetzt werden, da dann die Wirksamkeit nicht gegeben ist.
Als kontraindiziert werden u.a. Diazepam, Simvastatin, Amiodaron angeführt....
Quelle: https://www.bfarm.de
Hier noch mehr zu den Kontraindikationen (auch auf der Seite des BfARM zu finden): https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/COVRIIN_Dok/Arzneimittelwechselwirkungen_Paxlovid.pdf?__blob=p ublicationFile
da sind dann auch Clopidogrel und DOAKS dabei....
Aha. Klingt für mich nicht nach einem "Skandal" wie der Spiegel schreibt, sondern nach nem Rohrkrepierer....
Verschwiegen wird allerdings, daß die Zulassungsstudien ausschließlich an Ungeimpften und bis dato Nichtinfizierten durchgeführt wurden. Die Risikoreduktion ist selbst bei Hochbetagten nach 3- oder sogar 4facher Impfung nicht belegt.
Und der neueste Geniestreich von Lauterbach ist, daß die STIKO als Antikorruptionspolizei den Abrechnungsbetrug bei den Testzentren unterbinden soll, nachdem die KVen die Sinnlosigkeit eingesehen und abgewunken haben.. :-oopss
Christoph_A
27.08.2022, 15:54
Tja, wie sagte der Scholz so schln, ihr wolltet ihn, jetzt kriegt ihr ihn. Dieser Mann ist noch eine größere Luftpumpe, als in den schlimmsten Alpträumen befürchtet.
Holthusen
27.08.2022, 16:22
Testzentren sollte oder kann es weiter geben, aber zum vollen Preis ohne Subventionen für die Tests. Wer soll das bezahlen? Das ist alles viel zu teuer und inzwischen nicht mehr nötig wie im jetzigen Ausmaß.
Morgen Livewebinar zum Thema LongCovid und MeCFS (mit Weiterbildungspunkten).
Programm und Anmeldung unter
https://www.mecfs.de/onlinefortbildung/
Feuerblick
20.09.2022, 18:38
Oh! Danke für den Tipp!
Danke auch von mir! Hoffentlich passt es hier zeitlich.
LG
Ally
Wieviel wird eigentlich aktuell noch sequenziert? Und haben Varianten-PCRs noch einen Stellenwert?
Hat da jemand aktuelle Infos? :)
Bonnerin
27.09.2022, 09:59
Das RKI bringt jeden Donnerstag den aktuellen Corona-Wochenbericht raus, den ich bei entsprechendem Interesse empfehle.
Sequenzierungen gibts aktuell weiterhin nur stichprobenartig oder bei expliziter Anforderung. Aktuell ca. +/- 2000 pro Woche.
Was definierst du als Variantenbestimmung? Es gab zwischendurch verschiedene Panels, bei denen einzelne Mutationen untersucht wurden um Hinweise auf Delta/Omikron und später Omikron/BA.1/BA.2 zu liefern. Mangels Zahlung wird das nicht mehr gemacht.
Im Rahmen der Sequenzierungen werden aber natürlich weiter genaue Bestimmungen gemacht. Aktuell sind aber fast alles Sublinien von BA.5.
Auch dazu der RKI-Bericht, Seite 22-28. :-)
Ah, danke dir. Ich hab nur die ExcelTabelle gefunden, in der ganz viele Nullen waren, das hat mich nicht angesprochen. Und bezüglich der Strategie stand da ja auch nichts ;)
Ja genau, die Panels meinte ich. Im Februar haben sie das im KIS noch ausgegeben, bei einem aktuellen ambulanten Befund stand nichts mehr bzgl Varianten dort.
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