Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie spart oder investiert ihr?
MissGarfield83
21.05.2022, 08:39
In meinen Augen hat der ganze Sektor aber weiter viel Wachstumspotential.
Das ist wohl in meinen Augen das Entscheidende. Hast du so viel Vertrauen in einen Wert, dass du auch bereit bist Durststrecken mit ihm durchzustehen? Wirst du nicht zu nervös wenn der Wert gerade einfach underperformed? ETFs sind ja eher der Marathon, als der Sprint.
Panarteriitis nodosa
27.05.2022, 14:52
@Kaas: Das stimmt nur teilweise. Zurzeit werden cashflownegative Unternehmen übermäßig hart abgestraft. Die US Aktien inklusive Tech Sektor sind verhältnismäßig noch hoch bewertet. Ob man jetzt investiert, muss jeder selbst wissen.
Jemand auch in Einzelwerte investiert? Was sind eure größten Positionen?
Panarteriitis nodosa
27.05.2022, 14:58
Btw. Werbt niemals über Trade republic. 3x hintereinander gabs für mich und andere nur ne Aktie im Wert von unter 5€ geschenkt, das ist ein Witz
DrSkywalker
28.05.2022, 08:49
@Kaas: Das stimmt nur teilweise. Zurzeit werden cashflownegative Unternehmen übermäßig hart abgestraft. Die US Aktien inklusive Tech Sektor sind verhältnismäßig noch hoch bewertet. Ob man jetzt investiert, muss jeder selbst wissen.
Jemand auch in Einzelwerte investiert? Was sind eure größten Positionen?
Realty income, Procter and Gamble, abbvie, Starbucks, Essex property trust, avalon bay, pepsico, MC Donalds
Panarteriitis nodosa
28.05.2022, 08:58
Realty income, Procter and Gamble, abbvie, Starbucks, Essex property trust, avalon bay, pepsico, MC Donalds
Durchaus solide Titel, die nicht viel abgegeben haben müssten in letzter Zeit
Ich nenne Mal meine größten Flops, von denen ich mir allerdings noch viel verspreche: Bico group, Hellofresh und Sea Limited. Extreme Wachstumsunternehmen, von denen nur Hellofresh Cashflow Positiv ist. Sea und bico werden vermutlich weiter leiden, wenn es zu einer Rezession kommt. Hellofresh ist aktuell ein absolutes Schnäppchen von starken Aktienkennzahlen her
Matzexc1
28.05.2022, 20:14
Aktuelle Top 10 bei mir:
Novo Nordisk, Royal Dutch, Healthineers,BB Biotech,Glencore(lagen seit 2011 im Depot, lange im Minus),
Nestle,ING Group Johnsons&Johnson, Pfizer
Größte Flops: Morphosys und Tencent
Morphosys lehrte mich den Wert des Stops bei spekulativeren Einzelaktien.
Einzelkäufe oder Sparpläne? Was favoriert ihr?
Sonic the Hedgehog
29.05.2022, 11:07
Mal eine provokante Frage. Ist eigentlich einer schon Millionär durch seine Aktieninvestments geworden? Hier gbit es offensichtlich Leute die schon mehrere Jahre investieren.
][truba][
29.05.2022, 13:56
Also ich ganz sicher nicht. Aber schön wärs
LasseReinböng
29.05.2022, 17:00
Mal eine provokante Frage. Ist eigentlich einer schon Millionär durch seine Aktieninvestments geworden? Hier gbit es offensichtlich Leute die schon mehrere Jahre investieren.
The easiest way to make a million in the stock market is to start with a billion ….😉
Nee, mal im Ernst… wer vor 10 Jahren eine halbe Million geerbt hat und das Geld komplett in einen Index ETF wie SPY o.ä. investiert hat ist jetzt sicherlich Millionär… was hat man jetzt von der Erkenntnis ? Es geht doch nicht um absolute sondern um prozentuale Gewinne.
DrSkywalker
30.05.2022, 05:47
Mal eine provokante Frage. Ist eigentlich einer schon Millionär durch seine Aktieninvestments geworden? Hier gbit es offensichtlich Leute die schon mehrere Jahre investieren.
Bin seit 2000 an der Börse aktiv, habe anfangs alle Fehler gemacht, aber mit sehr kleinen Beträgen. Seit ca zehn Jahren arbeite ich und lege regelmäßig Geld an. Allerdings wird man nicht innerhalb weniger Jahre Millionär, es sei denn man geht extrem ins Risiko und hat Glück.
Dann kommt noch Praxis Gründung, Hauskauf und Weltreise dazwischen.
Als Privatmann sollte man an der Börse über die Jahre Renditen von fünf bis zehn Prozent pro Jahr erwarten und nicht mehr.
Reich werden kann man als Arzt vor allen Dingen durch eigene Arbeit, solides Wirtschaften und möglichst fehlerfreie Geldanlage, dh keine Verträge bei mlp, dvag oder apobank sondern die Dinge selbst in die Hand nehmen.
Matzexc1
30.05.2022, 08:45
Bin seit 2000 an der Börse aktiv, habe anfangs alle Fehler gemacht, aber mit sehr kleinen Beträgen. Seit ca zehn Jahren arbeite ich und lege regelmäßig Geld an. Allerdings wird man nicht innerhalb weniger Jahre Millionär, es sei denn man geht extrem ins Risiko und hat Glück.
Dann kommt noch Praxis Gründung, Hauskauf und Weltreise dazwischen.
Als Privatmann sollte man an der Börse über die Jahre Renditen von fünf bis zehn Prozent pro Jahr erwarten und nicht mehr.
Reich werden kann man als Arzt vor allen Dingen durch eigene Arbeit, solides Wirtschaften und möglichst fehlerfreie Geldanlage, dh keine Verträge bei mlp, dvag oder apobank sondern die Dinge selbst in die Hand nehmen.
Kann ich nur zustimmen, bin seit 2009 dabei und mir kam das Studium dazwischen.
Wenn ich Millionär wäre würde ich das garantiert nicht in einem öffentlichen Forum schreiben, also würde ich nicht mit bejahenden Antworten auf die Frage rechnen.
Cor_magna
30.05.2022, 19:22
Gibt genug ältere Leute, die durch Aktien und Immobilieninvestments wohlhabend geworden sind. Das sind aber meiner Erfahrung nach (Fallzahl n=3 Im Bekanntenkreis) genau die, die bescheiden leben, es niemandem auf die Nase binden und deswegen niemand vermutet, dass sie Millionäre sind ( bei einem alten Skoda und nem kleinen EFH auf dem Land.)
Lesetipp: the millionaire next door
Ich habe einen Bekannten, der ist mit NFTs reich geworden. Quasi vom armen Schlucker/Künstler zum Millionär. Ein anderer ist „quasi“ Millionär, weil seine 170qm Bude in Kreuzberg, die er vor 12 Jahren gekauft hat, halt jetzt viermal so viel wert ist wie damals. An der Börse reich werden ist schwierig. Sein Geld an der Börse vermehren, wenn man schon reich ist, ist schon einfacher.
Ich habe eine Frage an die Investitionsexperten: Ich halte aktuell u.a. drei ETFs. Einer ist der Vanguard FTSE All World, der natürlich abrauscht gerade. Das ist mir aber relativ egal, da ich den natürlich trotzdem weiter bespare bei Anlagehorizont von mindestens 25 Jahren. Daneben hatte ich mit denkbar schlechtem Timing zwei ETFs als Sektorwetten angelegt, die beide ebenfalls abrutschen. Beide ETFs werden nicht bespart und ich wollte die eigentlich bis mindestens Anfang/Mitte 2023 halten (u.a. ein Agrubusiness ETF).
Meine Frage wäre nun: alle drei ETFs sind in den letzten Monaten vergleichbar gefallen, was die Prozentpunkte angeht (in meinem Portfolio jedenfalls). Wenn ich die Sektor-ETFs nun verkaufe, realisiere ich natürlich die Verluste. Aber wenn ich gleichzeitig das Geld direkt in den Vanguard FTSE reinvestiere, könnte ich dafür eben auch entsprechend günstiger einsteigen, so dass sich das ganze doch eigentlich bei langem Anlagehorizont wieder ausgleiche könnte. Oder hab ich da einen Denkfehler oder übersehe was?
Aber wenn ich gleichzeitig das Geld direkt in den Vanguard FTSE reinvestiere, könnte ich dafür eben auch entsprechend günstiger einsteigen, so dass sich das ganze doch eigentlich bei langem Anlagehorizont wieder ausgleiche könnte. Oder hab ich da einen Denkfehler oder übersehe was?
Ich denke das Ganze ist wie immer eine Wette. Die Frage ist was du glaubst dass in Zukunft mehr steigt oder sich wieder normalisiert. Glaubst du dass deine Sektoren-ETFs grad übermäßig gefallen sind und sie sich in Zukunft wieder auf das Vorniveau normalisieren wäre es falsch, glaubst du dass die Sektoren-ETFs in Zukunft auch schlecht performen wäre es richtig. Ein "Ausgleich" findet meiner Meinung nach nicht statt. Wieso genau ein Agribusiness ETF abrauscht und sich nicht wieder erholen sollte erklärt sich mir nicht. Da steck ich zu wenig drin. Ich persönlich glaub ich würde eher die ETFs halten, so hart es sein mag. Denn ja, die Verluste werden realisiert.
Muss aber auch anmerken dass ich da definitiv kein Experte bin. Bin eher so der Schmalspur-Anleger bei Aktien mit bissl ETF buy&hold.
JinTonic
19.06.2022, 22:12
Nach kurzer Recherche habe ich keine aktuelle Diskussion über Immobilienkauf gefunden, und dieses Thema verfolge ich seit langem, so dass ich euch gerne fragen wollte, was haltet ihr in der aktuellen Situation vom Immobilienkauf für Eigennutzung?
Da ich erst seit kurzem ärztlich tätig bin (Radiologie) und noch nicht so viel Eigenkapital habe, ist der Einstieg für mich leider nicht ideal, zudem sind die Zinsen aktuell leider im Vergleich zur Vorjahr deutlich gestiegen. Und ich wünsche mir tatsächlich einen Neubau da ich kein großer Fan von Renovierung etc. bin. Aber wenn ich mit die Preise anschaue bei mittlerweile 4500 € pro Quadratmeter... Dazu noch die 10% Nebenkosten beim Kauf, dann Hausgeld, Rücklagen für Instandhaltung, Kauf einer neuen Küche und Möbel, das wird natürlich nicht einfach direkt nach dem Kauf.
Nun könnte man sagen, Miete und ETFs sind viel besser, so reden z.B. auch Finanzfluss und Finanztipps, jedoch mehr als 3-5 ETF's zu verwalten werde ich auch nicht und wenn man bedenkt dass es evtl. eine Rezession in den nächsten Jahren kommt, und die Miete ist nicht wesentlich günstiger als Tilgung+Zinsen, bin ich mir nicht sicher ob ich wirklich da nach 10 Jahren viel mehr vorankomme.
Das letzte, was ihr mir vielleicht verraten könnt, ich kann gerade nicht abschätzen, mit wie viel Netto kann ich so grob geschätzt nach 2-3 Jahren rechnen. Bin gerade erst in A2 Stufe gekommen und bekomme bald meinen ersten Dienstzuschlag, ich mache im Schnitt 4 24h-Dienste pro Monat, eine davon ist meistens Samstagdienst mit ziemlich viel Kohle, wie mir die Kollegen schon berichtet haben. Bisher habe ich immer nur bescheidende 3000 netto bekommen, damit wird natürlich ein Kredit mit ~1500 € pro Monat knapp, aber wenn man damit rechnen könnte, dass Netto in den nächsten Jahren durch Dienste, Erfahrungsstufe und Vertragsverhandlungen 4000 übersteigt, wäre es mehr oder weniger akzeptabel für mich.
Freue mich auf eure Ideen und wünsche schönen Start der Woche!
cartablanca
02.07.2022, 04:47
Nach kurzer Recherche habe ich keine aktuelle Diskussion über Immobilienkauf gefunden, und dieses Thema verfolge ich seit langem, so dass ich euch gerne fragen wollte, was haltet ihr in der aktuellen Situation vom Immobilienkauf für Eigennutzung?
Wenn du 8000 netto pro Monat verdienst ist es vielleicht finanzierbar. Lohnen tut es sich nicht.
DrSkywalker
02.07.2022, 12:36
Falls du wirklich Antworten auf die Fragen möchtest solltest du mal konkrete Zahlen nennen. Objekt? Kaufpreis? Eigenkapital? Familienstand? Alter? Sonstiges Vermögen?
Miete plus ETF besser als eigenes Haus? In Modellrechnungen vielleicht, im echten Leben ist es mir egal ob ich ETFs für X oder Y Euro habe, ein schönes Eigenheim mit allem drum und dran ist etwas traumhaftes wenn man es sich leisten kann.
cartablanca
11.07.2022, 13:03
Im Moment sieht man ja auf den Immobilienseiten viele nicht fertig gestellte Rohbau-Angebote. Wie seht ihr die Möglichkeit dass aufgrund von Finanzierungsproblemen/ Materialausfall viele Bauvorhaben scheitern und daher die Preise für Immobilien sinken?
Thomas24
11.07.2022, 16:25
Im Moment sieht man ja auf den Immobilienseiten viele nicht fertig gestellte Rohbau-Angebote. Wie seht ihr die Möglichkeit dass aufgrund von Finanzierungsproblemen/ Materialausfall viele Bauvorhaben scheitern und daher die Preise für Immobilien sinken?
Immobilien sind nicht meine Assetklasse- aber einige grundsätzliche Überlegungen. Ausgangslage: die Finanzierungskosten für Immobilien haben sich seit letztem Jahr Verdreifacht.
Sowohl Handwerker, als auch Materialkosten haben explosionsartig verteuert. Klauseln, die bei Verteuerung von Materialien die Neuanpassung der Angebote ermöglichen, werden vermehrt gezogen. Supply Chains für alle möglichen Rohstoffe und halbfertigen Produkte werden noch auf Monate weiter gestresst bleiben, sowohl durch exogene Faktoren (weiter Zero Covid Politik in China, Sanktionen gegen Russland), als auch durch den normalen Business Zyklus (der Peak ist vorbei, Stagflation im vollen Gange, weiterer Abschwung Richtung Rezession).
In den US sieht man jetzt schon den Rückgang neuer Baugenehmigungen, bzw. den Abfall der Zahlen bei den "Home buidling starts" https://tradingeconomics.com/united-states/housing-starts (recht deutlich sogar, fast vergleichbar mit dem Beginn der Covid Krise 2020).
Ich würde, wenn du von einer Abkühlung des Immobilienmarktes ausgehst, an deiner Stelle mal deine These testen und online recherchieren, ob a) Objekte länger am Markt bleiben, bzw. die Transaktionsgeschwindigkeit nachlässt (würde vermuten: Ja), bzw. dieselben Objekte vom Portal genommen werden, um danach mit niedrigerem Preis erneut eingestellt zu werden. Sprich mal mit dem ein oder anderen aus der Branche, ob die Partystimmung noch weiter anhält.
Für den deutschen Markt würde ich annehmen -wenn es zu einer signifikanten konjunkturellen Eintrübung kommen wird (meines Erachtens nach befinden wir uns bereits in einer Rezession)- dass zuerst die Halb-fertiggestellten Bauten noch zu Ende gebaut werden, vor allem im gewerblichen Bereich. Neubauprojekte hingegen würden dann erstmal auf Eis gelegt. Da Handwerker aber noch volle Auftragsbücher haben (es sei denn, es käme zu einer massiven Auftragsstornierungswelle, die ich jetzt aber *noch* nicht sehe), kann es noch gut 6 Monate dauern, bis wir wieder Handwerker, die zu vernünftigen Konditionen für dich arbeiten wollen, sehen. Das heißt: weniger Angebot im Neubaubereich. Dort würde ich keinen relevanten Rückgang der Preise erwarten.
Auf breiter Front - also vor allem bei Objekten mit Sanierungsrückstau in der Pampa, ca. 30 Jahre alt usw. - ist die Partystimmung für unverschämt teure Angebote aber erstmal vorbei. Nur darf man nicht vergessen: selbst wenn das Objekt sich im Preis beispielsweise um 20% verringern sollte, wenn deine Finanzierungskosten sich verdreifachen, zahlst du eben halt weniger für das Objekt, sondern mehr für die Finanzierung. Auf massenweise platzende Finanzierungen von Menschen, die sich finanziell zu Zeiten der 1% Zinsphase überhoben haben und nun zeitnah nachfinanzieren müssen, würde ich auch nicht setzen. (Cave: worst Case Szenario totale Energieblockade durch Russland. Dann haben wir Massenarbeitslosigkeit und du bekommst deinen Firesale).
1) Die Zinsen sind der Faktor mit der geringsten Bedeutung
Holy f*cking Moly... das ist mit Abstand die Dümmste Aussage, die ich je im Zusammenhang mit Finanzen lesen musste :-oopss
On the positive: solange es solche Marktteilnehmer gibt, die sich sowas ausdenken und dann auch noch laut aussprechen (:-oopss), werden du, deine Kumpels, dein Nachbar und dein Friseur immer einen Vorteil haben.
Zweitens durch die absehbare Abnahme des Wohlstandes bei breiten Bevölkerungsschichten bei gleichzeitig restriktiver werdender Vergabe von Liquidität an Menschen mit besserer Bonität durch die Banken, fallen in den kommenden Jahren viele potentielle Käufer aus der jetzigen Mittelschicht, die mit dir um attraktive Immobilien konkurrieren würden, erstmal weg und müssen gezwungenermaßen Mieter bleiben. Gut für dich, als Angehöriger der oberen 10%. Mometasonfumoarat ist in Immos aktiv unterwegs und kann Dir sicher mehr sagen. Viel Erfolg!
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