Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie faellt man im M3 durch?
JulchenC
02.05.2024, 09:03
Genervte Prüfer im M3? Nein... Physikum? Ja... Aber der Kollege hat sich auch wirklich selten dämlich angestellt.
Hey Feuerblick, weißt du, wie die Fächer gewertet werden? Einzeln, oder zusammen. Also wenn man in einem Fach gar nicht gut und der Prüfer dieses Fach nicht bestehen lasssen will, fällt man dann komplett durch, oder kann man ausgleichen?
Feuerblick
02.05.2024, 09:25
Meine Prüfung ist lange her… aber damals war es so, dass man EIGENTLICH durchgefallen war, wenn man ein Fach nicht bestanden hatte. ABER in der Realität haben sich die Prüfenden zusammengerauft, man bekam im schlechten Fach die schlechtest mögliche Note, die man zum Bestehen noch brauchte und in den anderen Fächern die Note, die man wirklich erreicht hatte. Zumindest bei uns ist wegen eines Faches damals (!!) keiner durchgefallen. Ich hatte in Biochemie einen Prüfer, der sehr spezielle Dinge wissen wollte. Allerdings hat er honoriert, dass ich die Grundlagen offenbar wusste, auch wenn er mich da nicht hat ausreden lassen und ich die Specials nicht wirklich konnte.
Ich würde mir da keinen Kopf machen. Gerade wenn der Prüfer bei den Kollegen schon bekannt ist.
JulchenC
02.05.2024, 09:38
Meine Prüfung ist lange her… aber damals war es so, dass man EIGENTLICH durchgefallen war, wenn man ein Fach nicht bestanden hatte. ABER in der Realität haben sich die Prüfenden zusammengerauft, man bekam im schlechten Fach die schlechtest mögliche Note, die man zum Bestehen noch brauchte und in den anderen Fächern die Note, die man wirklich erreicht hatte. Zumindest bei uns ist wegen eines Faches damals (!!) keiner durchgefallen. Ich hatte in Biochemie einen Prüfer, der sehr spezielle Dinge wissen wollte. Allerdings hat er honoriert, dass ich die Grundlagen offenbar wusste, auch wenn er mich da nicht hat ausreden lassen und ich die Specials nicht wirklich konnte.
Ich würde mir da keinen Kopf machen. Gerade wenn der Prüfer bei den Kollegen schon bekannt ist.
Vielen lieben Dank für deine Antwort!!! Und wie ist das im M3? Muss man jedes Fach einzeln bestehen oder zählt der Gesamteindruck?
Feuerblick
02.05.2024, 10:59
Kann ich dir nicht sagen. Ich war Einzelprüfling im M3 und hatte da keine ernsthaften Probleme - trotz privatem Ausnahmezustand.
Im M3 durchzufallen dürfte aber auch sehr schwierig sein. Dazu müsste man im Studium und PJ wohl durchgehend geistig abwesend gewesen sein.
Jetzt meine Frage, sollte ich das im Vorgespräch mit meinem Prüfungsvorsitz dezent ansprechen, oder nicht?
Was erhoffst du dir denn davon, dass du es beim Prüfungsvorsitz ansprichst? Was willst du damit erreichen?
Ich wüsste nicht, was das bringen soll. Der kann ja auch nichts gegen diesen Prüfer machen und in der Regel kennt man sich auch untereinander und der schwierige Prüfer mit all seinen Macken wird schon bekannt sein.
JulchenC
02.05.2024, 19:28
Meine Prüfung ist lange her… aber damals war es so, dass man EIGENTLICH durchgefallen war, wenn man ein Fach nicht bestanden hatte. ABER in der Realität haben sich die Prüfenden zusammengerauft, man bekam im schlechten Fach die schlechtest mögliche Note, die man zum Bestehen noch brauchte und in den anderen Fächern die Note, die man wirklich erreicht hatte. Zumindest bei uns ist wegen eines Faches damals (!!) keiner durchgefallen. Ich hatte in Biochemie einen Prüfer, der sehr spezielle Dinge wissen wollte. Allerdings hat er honoriert, dass ich die Grundlagen offenbar wusste, auch wenn er mich da nicht hat ausreden lassen und ich die Specials nicht wirklich konnte.
Ich würde mir da keinen Kopf machen. Gerade wenn der Prüfer bei den Kollegen schon bekannt ist.
Danke für deine Hilfe!!!
Staph.Aureus
26.05.2024, 19:33
Hallo ins Forum, leider gehöre ich der Minderheit an, die das M3 nicht bestanden haben. Ich hätte eine Frage, die Zeit wurde bei uns gar nicht gestoppt, sondern es wurde einfach so wage auf die Armbanduhr geschaut. Aufgeschrieben hat sich der Prüfungsvorsitz nur sehr wenig, statt dessen während er nicht geprüft hat, auf seinem Handy Nachrichten gelesen, was übrigens auch die anderen Prüfer gemacht haben! Wären das Gründe eine Prüfung anzufechten? Die Begründung war für mich auch nicht ausreichend! Basics auf jeden Fall da, aber es reicht trotzdem nicht... Danke schon mal für eure Antworten
Nachtschrank
26.05.2024, 19:43
Hallo ins Forum, leider gehöre ich der Minderheit an, die das M3 nicht bestanden haben. Ich hätte eine Frage, die Zeit wurde bei uns gar nicht gestoppt, sondern es wurde einfach so wage auf die Armbanduhr geschaut. Aufgeschrieben hat sich der Prüfungsvorsitz nur sehr wenig, statt dessen während er nicht geprüft hat, auf seinem Handy Nachrichten gelesen, was übrigens auch die anderen Prüfer gemacht haben! Wären das Gründe eine Prüfung anzufechten? Die Begründung war für mich auch nicht ausreichend! Basics auf jeden Fall da, aber es reicht trotzdem nicht... Danke schon mal für eure Antworten
Was waren denn die genannten Gründe?
Staph.Aureus
26.05.2024, 19:49
Was waren denn die genannten Gründe?
Wie gesagt, Basics sind da, reicht aber nicht. Ja, bei den tiefergehenden Sachen brauchte ich Hilfestellung, aber dann ging es. Schwer gefährdete Patienten hätte ich nie im Leben nach Hause geschickt.
Kackbratze
26.05.2024, 21:06
Wären das Gründe eine Prüfung anzufechten?
Das musst Du einen Juristen fragen und nicht Mediziner.
Staph.Aureus
26.05.2024, 21:12
Das musst Du einen Juristen fragen und nicht Mediziner.
Danke! Ich dachte, vielleicht hat hier jemand Erfahrung.
Theoretisch könnte ich mir schon vorstellen, dass solche Formfehler ausreichen könnten. Formfehler sind wahrscheinlich viel eher erfolgversprechend als inhaltliche Fragen, da sich kaum ein Richter anmaßen wird, zu beurteilen, ob du inhaltlich gut genug warst oder nicht.
Aber die erste Frage ist ja schonmal, wie du überhaupt belegen willst, dass es so war, wie du sagst. Und vielleicht waren die Notizen ja eher kurz, aber das Prüfungsprotokoll trotzdem von einer üblichen Länge. Außerdem ist es ja keine offizielle Anforderung, dass die Zeit gestoppt werden muss, sondern nur, dass die Zeit mindestens 45 und höchstens 60 Minuten je Prüfling betragen muss. Usw.
Kackbratze hat sicher Recht, dass dir da nur ein Anwalt mit Erfahrung im Hochschulprüfungsrecht bzw. der Prüfungsanfechtung weiterhelfen kann, da der viel mehr Erfahrung mit dieser Fragestellung haben wird als jeder von uns.
Staph.Aureus
27.05.2024, 08:45
Theoretisch könnte ich mir schon vorstellen, dass solche Formfehler ausreichen könnten. Formfehler sind wahrscheinlich viel eher erfolgversprechend als inhaltliche Fragen, da sich kaum ein Richter anmaßen wird, zu beurteilen, ob du inhaltlich gut genug warst oder nicht.
Aber die erste Frage ist ja schonmal, wie du überhaupt belegen willst, dass es so war, wie du sagst. Und vielleicht waren die Notizen ja eher kurz, aber das Prüfungsprotokoll trotzdem von einer üblichen Länge. Außerdem ist es ja keine offizielle Anforderung, dass die Zeit gestoppt werden muss, sondern nur, dass die Zeit mindestens 45 und höchstens 60 Minuten je Prüfling betragen muss. Usw.
Kackbratze hat sicher Recht, dass dir da nur ein Anwalt mit Erfahrung im Hochschulprüfungsrecht bzw. der Prüfungsanfechtung weiterhelfen kann, da der viel mehr Erfahrung mit dieser Fragestellung haben wird als jeder von uns.
Vielen Dank!! Was ich noch gerne fragen würde... Kann man das dem Prüfungsamt auch sagen, dass in den Protokollen steht, dass alle Prüflinge den Patienten einen Tag VOR der eigentlichen Prüfung bekommen haben, somit viel mehr Zeit hatten, sowie auch Hilfestellung... Was ja eigentlich nicht erlaubt ist... Ich hab den am ersten Prüfungstag bekommen, und stand somit sehr unter Zeitdruck. Ach ja, und gibt es bei Medilearn Juristen, die man anschreiben kann?
Nudelsalat20
14.06.2024, 20:23
Hey staph Aureus, ich würde gerne mit dir in Kontakt kommen. Könntest du mir eine private Mail schicken?
Hallo ins Forum, leider gehöre ich der Minderheit an, die das M3 nicht bestanden haben. Ich hätte eine Frage, die Zeit wurde bei uns gar nicht gestoppt, sondern es wurde einfach so wage auf die Armbanduhr geschaut. Aufgeschrieben hat sich der Prüfungsvorsitz nur sehr wenig, statt dessen während er nicht geprüft hat, auf seinem Handy Nachrichten gelesen, was übrigens auch die anderen Prüfer gemacht haben! Wären das Gründe eine Prüfung anzufechten? Die Begründung war für mich auch nicht ausreichend! Basics auf jeden Fall da, aber es reicht trotzdem nicht... Danke schon mal für eure Antworten
Ich war fast betroffen und meine Prüfung war eine ziemliche Unverschämtheit. Basics saßen und ich bin stets strukturiert vorgegangen. Ich konnte auch die schwierigen Fragen gut beantworten (z.B. stadienabhängiges Vorgehen bei den Lungen-Ca (nur auf die Tumorkonferenz zu verweisen hätte nicht gereicht) sowie bei der LAE, Hintergründe der EKG-Lagetypen bzw. deren Bedeutung, usw) , war aber aus Prinzip alles falsch. Eine Risikostratifizierung bei der LAE brauche man nicht, High-risk LAE lysiere man nicht, eine LAE sei eine chronische Erkrankung, den M. gluteus medius gibt's nicht, usw. :/ Bei einem Fall wurde ich zudem bewusst in die Irre geführt (Mann, 30 Jahre alt, Nichtraucher, leichte Dyspnoe seit etwa zwei Wochen, keine weiteren Beschwerden, keine B-Symptomatik, Röntgen unauffällig, usw). Bin strukturiert vorgegangen und hab sonst alles schön der Reihe nach ausgeschlossen bis ich nicht mehr weiterkam. Dann wurde mir ein CT mit einem fetten Bronchial-Ca mit Bronchusinfiltration gezeigt... Ich bin so wütend geworden!
Die Probleme begannen bereits am ersten Tag, als mein Prüfer des Wahlfachs meinte die Muskulatur der unteren Extremität inkl. Innervation, Ursprung und Ansatzpunkte abzufragen. Da war ich leider raus und mein Prüfer sah es nicht ein, das Thema zu wechseln. Anschließend hatte ich das Gefühl, dass es nur noch darum ging, die Behauptung aufrecht zu erhalten, dass die Prüflinge, die schlecht abschneiden oder durchfallen, an beiden Tagen in allen Fächern schlecht gewesen wären. Hätte sich der Prüfer meines Losfachs nicht für mich eingesetzt, wäre ich vermutlich ebenfalls durchgefallen.
Die Prüfung anzufechten ist echt schwierig. Ich habe mich nach der Prüfung ausführlich mit der Frau vom LPA unterhalten. Auch wenn sie mir gerne geholfen hätte, war ihr nur ein einziger Fall bekannt, bei dem das etwas gebracht hätte. Ironischerweise bei meinem Prüfungsvorsitzenden. Mein Prüfungsprotokoll war ebenso mehr oder weniger nicht vorhanden, d.h. es standen drei Stichworte zu den geprüften Themen... Inhaltlich anfechten ist unmöglich.
Was ist denn bei dir rausgekommen?
Mein Prüfungsprotokoll war ebenso mehr oder weniger nicht vorhanden, d.h. es standen drei Stichworte zu den geprüften Themen... Inhaltlich anfechten ist unmöglich.Es hält sich ja ziemlich penetrant das Gerücht, dass Durchfallen für die Prüfenden im Gegensatz zu Bestehen aufwendig sei, das stimmt aber nicht. Oben beschriebenes Protokoll ist total normal, mehrmals im Physikum aber auch im M3 gesehen. Die Doku ist genauso simple wie bei der bestandenen Prüfung, i. d. R. werden da nur die Themen notiert und ein abschließender Satz beim Durchfallen beispielsweise "weitreichende und tiefe Lücken" ohne irgendwas super individuelles.
Staph.Aureus
03.03.2025, 09:47
Ich war fast betroffen und meine Prüfung war eine ziemliche Unverschämtheit. Basics saßen und ich bin stets strukturiert vorgegangen. Ich konnte auch die schwierigen Fragen gut beantworten (z.B. stadienabhängiges Vorgehen bei den Lungen-Ca (nur auf die Tumorkonferenz zu verweisen hätte nicht gereicht) sowie bei der LAE, Hintergründe der EKG-Lagetypen bzw. deren Bedeutung, usw) , war aber aus Prinzip alles falsch. Eine Risikostratifizierung bei der LAE brauche man nicht, High-risk LAE lysiere man nicht, eine LAE sei eine chronische Erkrankung, den M. gluteus medius gibt's nicht, usw. :/ Bei einem Fall wurde ich zudem bewusst in die Irre geführt (Mann, 30 Jahre alt, Nichtraucher, leichte Dyspnoe seit etwa zwei Wochen, keine weiteren Beschwerden, keine B-Symptomatik, Röntgen unauffällig, usw). Bin strukturiert vorgegangen und hab sonst alles schön der Reihe nach ausgeschlossen bis ich nicht mehr weiterkam. Dann wurde mir ein CT mit einem fetten Bronchial-Ca mit Bronchusinfiltration gezeigt... Ich bin so wütend geworden!
Die Probleme begannen bereits am ersten Tag, als mein Prüfer des Wahlfachs meinte die Muskulatur der unteren Extremität inkl. Innervation, Ursprung und Ansatzpunkte abzufragen. Da war ich leider raus und mein Prüfer sah es nicht ein, das Thema zu wechseln. Anschließend hatte ich das Gefühl, dass es nur noch darum ging, die Behauptung aufrecht zu erhalten, dass die Prüflinge, die schlecht abschneiden oder durchfallen, an beiden Tagen in allen Fächern schlecht gewesen wären. Hätte sich der Prüfer meines Losfachs nicht für mich eingesetzt, wäre ich vermutlich ebenfalls durchgefallen.
Die Prüfung anzufechten ist echt schwierig. Ich habe mich nach der Prüfung ausführlich mit der Frau vom LPA unterhalten. Auch wenn sie mir gerne geholfen hätte, war ihr nur ein einziger Fall bekannt, bei dem das etwas gebracht hätte. Ironischerweise bei meinem Prüfungsvorsitzenden. Mein Prüfungsprotokoll war ebenso mehr oder weniger nicht vorhanden, d.h. es standen drei Stichworte zu den geprüften Themen... Inhaltlich anfechten ist unmöglich.
Was ist denn bei dir rausgekommen?
Hey, so wie du das beschreibst, klingt es eigentlich nach einer guten Note... Bei mir ist noch nichts rausgekommen. Hab es erst gar nicht inhaltlich angefochten, nur formal.
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