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Mukopolysaccharid
21.06.2020, 12:02
ich glaub du machst dir zu viele Gedanken. Du hast eine Doktorarbeit und klinische Erfahrung, das sollte genügen. Nicht jeder will Pädiatrie machen, schon gar nicht unbedingt an der Uni... viel Arbeit mit schlechter Bezahlung.

Kandra
21.06.2020, 12:34
Das du forschungstechnisch in irgendeinem Gebiet etabliert bist, bringt dir für die Allgemeinpädiatrie doch garnichts. Wenn du also nicht in der Abteilung in der du forschen willst, später auch anfängst, verschwende nicht das Jahr und bewirb dich einfach direkt in Kinderkliniken.

WHSmith
21.06.2020, 12:36
Das du forschungstechnisch in irgendeinem Gebiet etabliert bist, bringt dir für die Allgemeinpädiatrie doch garnichts. Wenn du also nicht in der Abteilung in der du forschen willst, später auch anfängst, verschwende nicht das Jahr und bewirb dich einfach direkt in Kinderkliniken.

Danke für den Ratschlag. Werde es mir überlegen.

Kaya777
21.06.2020, 13:02
Ganz großen Dank für die Motivation. Hast du an einem peripheren Haus oder Uni angenfangen?
Wie war es für dich da sowohl praktisch als auch fachlich/inhaltlich reinzukommen und wie hast du das dem Chef begründet. Mein vorheriger Lebenslauf war halt voll auf Innere ausgerichtet. Während des Studiums klin. Aufenthalte in der intervent. Kardio in Harvard etc. Forschung gemacht in der Kardio und sonst nur publiziert im Bereich Kardio und Onko.

Würde es halt mit meinem Interesse an der Pädiatrie begründen. Habe im Studium Famulaturen und Blockpraktika in der KiChi gehabt, aber leider nicht PJ Pädiatrie. Ist zwar schade, aber ich traue mir zu, da reinzukommen.

Über den Forschungsaufenthalt in der Ki.Kardio wäre es natürlich etwas einfacher, da ich mich dann etwas etablieren kann in dem Gebiet.

Ist bei mir schon ne Weile her. Ich hatte im PJ KJP gemacht, weil ich mir vorstellen konnte, dass das was für mich wäre. War es dann überhaupt nicht. In der Inneren hab ich dann im PJ ein Jobangebot bekommen und weil mir das Spaß gemacht hat, hab ich da begonnen. Im Lauf der Zeit bin ich dann in mich gegangen (während eines zweijährigen Forschungsaufenthalts im Ausland) und hab mir gedacht, eigentlich war Pädiatrie nach einer Famulatur immer mein Wunschfach. Ich hab das offen mit meinem Chef besprochen und er hat mich unterstützt (dazu muss man natürlich ein einigermaßen gutes Verhältnis zum Chef haben, ich weiß nicht, wie das bei dir ist). Ich denke, er hat den Pädiatriechef dann angerufen, genau weiß ich es allerdings nicht. Ich hab mich beworben, wurde genommen. Uniklinik.

Es gibt in der Pädiatrie längst nicht mehr so viele Bewerber wie früher. Die meisten sind Frauen. Ich kann mir vorstellen, dass du als Mann schon mal etwas bessere Chancen hast, weil es nicht zu erwarten ist, dass du zur Kinderbetreuung in den nächsten Jahren ausfallen oder reduzieren wirst. Wenn du klinische Erfahrung irgendeiner Art hast, sind das Pluspunkte, wenn du forschst, zeigst du einem potenziellen Chef auch, dass du arbeiten und dich organisieren kannst. Ich glaub, du musst dir gar keine Sorgen machen.

Postdoc würde ich nur machen, wenn es dich fachlich und örtlich anspricht. Es kann ja schon sehr cool sein, eine Weile im Ausland zu leben (ist für mich trotz null Nutzen für meine aktuelle Tätigkeit eine sehr tolle Erfahrung gewesen), aber grade USA oder so würde ich mir derzeit gut überlegen. Und ich glaube nicht, dass du es für deine Bewerbung brauchst.

WHSmith
21.06.2020, 13:21
Ist bei mir schon ne Weile her. Ich hatte im PJ KJP gemacht, weil ich mir vorstellen konnte, dass das was für mich wäre. War es dann überhaupt nicht. In der Inneren hab ich dann im PJ ein Jobangebot bekommen und weil mir das Spaß gemacht hat, hab ich da begonnen. Im Lauf der Zeit bin ich dann in mich gegangen (während eines zweijährigen Forschungsaufenthalts im Ausland) und hab mir gedacht, eigentlich war Pädiatrie nach einer Famulatur immer mein Wunschfach. Ich hab das offen mit meinem Chef besprochen und er hat mich unterstützt (dazu muss man natürlich ein einigermaßen gutes Verhältnis zum Chef haben, ich weiß nicht, wie das bei dir ist). Ich denke, er hat den Pädiatriechef dann angerufen, genau weiß ich es allerdings nicht. Ich hab mich beworben, wurde genommen. Uniklinik.

Es gibt in der Pädiatrie längst nicht mehr so viele Bewerber wie früher. Die meisten sind Frauen. Ich kann mir vorstellen, dass du als Mann schon mal etwas bessere Chancen hast, weil es nicht zu erwarten ist, dass du zur Kinderbetreuung in den nächsten Jahren ausfallen oder reduzieren wirst. Wenn du klinische Erfahrung irgendeiner Art hast, sind das Pluspunkte, wenn du forschst, zeigst du einem potenziellen Chef auch, dass du arbeiten und dich organisieren kannst. Ich glaub, du musst dir gar keine Sorgen machen.

Postdoc würde ich nur machen, wenn es dich fachlich und örtlich anspricht. Es kann ja schon sehr cool sein, eine Weile im Ausland zu leben (ist für mich trotz null Nutzen für meine aktuelle Tätigkeit eine sehr tolle Erfahrung gewesen), aber grade USA oder so würde ich mir derzeit gut überlegen. Und ich glaube nicht, dass du es für deine Bewerbung brauchst.

Danke für die Offenheit. Also ich bin aktuell in einer sehr kompetitiven Kardio Abteilung in Süddeutschland. Mein Chef wird das unter keinen Umständen unterstützen. Er ist noch von der alten Schule und wird mir eine dicke Ansage machen.

Den Postdoc wollte ich nur machen, um meine Chancen für Pädiatrie zu erhöhen. Ich habe im Studium bereits mehrere Acting Internships in den USA gemacht und sowohl von Deutschland als auch innerhalb der USA mit Arbeitsgruppen dort geforscht. Bin jetzt nicht der erfahrene Forscher, aber habe ein paar Paper draußen und mir macht die klinische Forschung Spaß (basic science ist nicht meins).

Ich werde mich mal bewerben und den Päd. Chefs meine Situation erklären. Ich habe zwar nicht die Erfahrung, die sich einige Chefs wünschen würden, aber besitze dafür andere Fähigkeiten.

jw
21.06.2020, 13:48
Bin an einer Uniklinik in Süddeutschland. Wir haben jede Menge Quereinsteiger in der Pädiatrie. Vorerfahrung in der Pädiatrie ist nicht notwendig. Schön ist Berufserfahrung im Allgemeinen
. Unserer Quereinsteiger kommen aus der Inneren, Chirurgie, Anästhesie, manchmal auch aus der KJP, Psychiatrie. Alles möglich. Die Chancen eine Stelle zu bekommen sind äußerst gut. Ggf. wartet man auf den nächstfreiwerdenden Vertrag. Das dauert meist 4 bis Max. 12 Wochen. Was Ja durchaus akzeptabel ist.

WHSmith
21.06.2020, 14:07
Bin an einer Uniklinik in Süddeutschland. Wir haben jede Menge Quereinsteiger in der Pädiatrie. Vorerfahrung in der Pädiatrie ist nicht notwendig. Schön ist Berufserfahrung im Allgemeinen
. Unserer Quereinsteiger kommen aus der Inneren, Chirurgie, Anästhesie, manchmal auch aus der KJP, Psychiatrie. Alles möglich. Die Chancen eine Stelle zu bekommen sind äußerst gut. Ggf. wartet man auf den nächstfreiwerdenden Vertrag. Das dauert meist 4 bis Max. 12 Wochen. Was Ja durchaus akzeptabel ist.

Danke für die ehrliche Info. Ich werde es demnächst mit meinem Chef besprechen. Ich stelle mich schon mal darauf ein, dass er mich zur Sau machen wird, aber das ist es mir wert.
Das mit der Post-Doc Stelle überlege ich mir. Aktuell würde ich ungerne in die USA. Ich dachte halt nur, dass ich meinen Lebenslauf, der in Sachen Pädiatrie dürftig ist, dadurch stärken könnte und das dem Chef gefallen könnte.

davo
21.06.2020, 14:19
Du machst es dir unnötig kompliziert. Es ist völlig egal, was dein Chef sich denkt oder was er dir sagt. Und nachdem Leute frisch von der Uni problemlos eine Stelle finden, wirst wohl auch du problemlos eine Stelle finden. Ganz egal wie dein Lebenslauf aussieht. Alles nicht so schwer ;-)

WHSmith
21.06.2020, 14:21
Du machst es dir unnötig kompliziert. Es ist völlig egal, was dein Chef sich denkt oder was er dir sagt. Und nachdem Leute frisch von der Uni problemlos eine Stelle finden, wirst wohl auch du problemlos eine Stelle finden. Ganz egal wie dein Lebenslauf aussieht. Alles nicht so schwer ;-)

Danke Lieber Davo. Ja ich mache es mir leider kompliziert hahaha
Werde mir aber dieses mal eine Uniklinik oder Abteilung suchen, die nicht so ist wie meine aktuelle. Wir haben eine sehr rigide Forschungspflicht mit kumulativen IF pro Jahr und kurze Verträge. Es ist hart und hoffe sehr auf eine Pädiatriestelle, die natürlich fordernd und fördernd ist, aber in Sachen Umgebung etwas "lockerer"

Kaya777
21.06.2020, 14:25
Danke für die ehrliche Info. Ich werde es demnächst mit meinem Chef besprechen. Ich stelle mich schon mal darauf ein, dass er mich zur Sau machen wird, aber das ist es mir wert.
Das mit der Post-Doc Stelle überlege ich mir. Aktuell würde ich ungerne in die USA. Ich dachte halt nur, dass ich meinen Lebenslauf, der in Sachen Pädiatrie dürftig ist, dadurch stärken könnte und das dem Chef gefallen könnte.

Wenn es ein maligner Chef ist, würde ich ihn eher vor vollendete Tatsachen stellen. Frühestens, wenn du die Bewerbung abgeschickt hast. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren, wenn jemand das anders sieht. Meiner Meinung nach bist du ihm keine Rechenschaft schuldig. Ich hatte das nur frühzeitig gemacht, weil ich ein entspanntes Verhältnis zum Chef hatte.

WHSmith
21.06.2020, 14:34
Wenn es ein maligner Chef ist, würde ich ihn eher vor vollendete Tatsachen stellen. Frühestens, wenn du die Bewerbung abgeschickt hast. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren, wenn jemand das anders sieht. Meiner Meinung nach bist du ihm keine Rechenschaft schuldig. Ich hatte das nur frühzeitig gemacht, weil ich ein entspanntes Verhältnis zum Chef hatte.

Er ist nicht maligne, aber sehr sehr fordernd und wird gerne mal laut. Er ist von der alten Schule und sehr sehr berühmt innerhalb der europäischen Kardiologie. Hat viel Einfluss innerhalb der DGK und ESC. Er ist hart , aber fair. Klar, dass er manchmal aggressiv wird oder "härter", gehört in der Abteilung dazu.

Ich werde erstmal paar Bewerbungen abschicken und beten, dass die pädiatr. Chefs mit meinem CV zufrieden sind und mir eine Chance geben :D

davo
21.06.2020, 14:41
Deine Beiträge klingen immer so sehr nach Gottkönigtum :-)) Die ägyptischen Sklaven, die sich vor dem Pharao in den Sand werfen... in Wahrheit gehts doch einfach nur um einen Job.

WHSmith
21.06.2020, 14:42
Deine Beiträge klingen immer so sehr nach Gottkönigtum :-)) Die ägyptischen Sklaven, die sich vor dem Pharao in den Sand werfen... in Wahrheit gehts doch einfach nur um einen Job.

hahaha jetzt wo du es sagst, merke ich es auch ;) Aber bin wsl. vorgeschädigt durch mein letztes Bewerbungsgespräch, wo ich mit dem Chef und 3 OA in einem Raum saß und mich zu jedem Punkt meines Lebenslaufs was gefragt hat :D

Rahmspinat
21.06.2020, 14:46
Wenn es ein maligner Chef ist, würde ich ihn eher vor vollendete Tatsachen stellen. Frühestens, wenn du die Bewerbung abgeschickt hast. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren, wenn jemand das anders sieht. Meiner Meinung nach bist du ihm keine Rechenschaft schuldig. Ich hatte das nur frühzeitig gemacht, weil ich ein entspanntes Verhältnis zum Chef hatte.

Würde man nicht eher erst dann was sagen, wenn man die Zusage schon hat? Im schlimmsten Fall verpokert man sich doch..

Kaya777
21.06.2020, 15:00
Würde man nicht eher erst dann was sagen, wenn man die Zusage schon hat? Im schlimmsten Fall verpokert man sich doch..

Ja, das ist die andere Möglichkeit. Wenn allerdings der neue Chef mal bei der alten Arbeitsstelle anruft und sich nach dem Bewerber erkundigt, ist man schnell aufgeflogen. Ich weiß nicht, wie oft das passiert.

WHSmith
21.06.2020, 15:02
Ja, das ist die andere Möglichkeit. Wenn allerdings der neue Chef mal bei der alten Arbeitsstelle anruft und sich nach dem Bewerber erkundigt, ist man schnell aufgeflogen. Ich weiß nicht, wie oft das passiert.

Das wäre natürlich echt doof. Aber der Thread hat mir Hoffnung gegeben, dass es selbst an Unikliniken für mich noch Optionen für einen Quereinstieg geben kann.

Kaya777
21.06.2020, 15:08
Das wäre natürlich echt doof. Aber der Thread hat mir Hoffnung gegeben, dass es selbst an Unikliniken für mich noch Optionen für einen Quereinstieg geben kann.

Auf jeden Fall! Du hast sehr gute Voraussetzungen.

WHSmith
21.06.2020, 15:13
Auf jeden Fall! Du hast sehr gute Voraussetzungen.

Danke :)

Feuerblick
21.06.2020, 16:20
Bewirb dich erst mal und sprich mit dem Chef, wenn du die Stelle hast. Nicht vorher. Und dann kann er schreien, auf dem Kopf stehen und mit den Zehen wackeln... Es ist dein Leben, deine Entscheidung und er ist NUR ein Chef unter vielen. Es ist scheissegal, was er von deiner Entscheidung hält. Er ist nicht der Kaiser, der Sklaven hält und auch kein Gott. Gewöhn dir bitte dringend diese Obrigkeitshörigkeit ab. Selbst die dollste Koryphäe ist auch nur ein Mensch, der halt Arzt von Beruf ist.

WHSmith
21.06.2020, 16:29
Bewirb dich erst mal und sprich mit dem Chef, wenn du die Stelle hast. Nicht vorher. Und dann kann er schreien, auf dem Kopf stehen und mit den Zehen wackeln... Es ist dein Leben, deine Entscheidung und er ist NUR ein Chef unter vielen. Es ist scheissegal, was er von deiner Entscheidung hält. Er ist nicht der Kaiser, der Sklaven hält und auch kein Gott. Gewöhn dir bitte dringend diese Obrigkeitshörigkeit ab. Selbst die dollste Koryphäe ist auch nur ein Mensch, der halt Arzt von Beruf ist.

Genau das werde ich tun :)