Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wechsel von US Uni an Deutsche Uni nach USMLE Step 1
Halli Hallo!:-winky
Ich hab hier mal etwas herumgestöbert, war aber erfolglos. Ich studiere momentan an einer US Uni Medizin und würde gerne wieder nach Hause kommen. Ich kann es mir zwar kaum vorstellen, aber weiss jemand ob das USMLE in Deutschland anerkannt wird? Oder müsste ich das Physikum auch nochmal absolvieren? Wenn das der Fall wäre, müsste ich mich wahrscheinlich erstmal um einen Quereinstieg ins höhere Fachsemester bewerben, hoffen dass ich angenommen werde und dann mich auf das Physikum vorbereiten?
Ich hab auch eine Landesärztekammer angeschrieben. Wollte nur mal wissen ob jemand Erfahrung oder gute Tipps hat :-)
Danke euch schonmal!
Anerkannt werden dir nur Studienleistungen, kein USMLE. Die Anerkennung von Studienleistungen läuft über das LPA. Nachdem dir zu 99% irgendein vorklinisches Fach fehlen wird, sei es Med. Psych./Soz., sei es Terminologie, wirst du zu 99% in die Vorklinik einsteigen und das Physikum machen müssen.
Die Landesärztekammer hat damit überhaupt nichts zu tun. Die ist nur für die ärztliche Weiterbildung zuständig, nicht für das Studium. Zuerst lässt du dir deine Studienleistungen beim zuständigen LPA anerkennen (das solltest du also mal kontaktieren), und dann bewirbst du dich direkt bei den Unis in ein höheres Semester.
Ich würde dir aber, wie schon in deinem vorigen Thread erwähnt, zuerst einmal dringend dazu raten, an deutschen Krankenhäusern zu hospitieren. Vielleicht willst du, sobald du das gemacht hast, dann ohnehin nicht mehr zurück nach Deutschland.
Du könntest auch an der PMU Salzburg bzw. Nürnberg anfragen. Sind halt Privatunis, aber von den Studiengebühren nicht vergleichbar mit amerikanischen Unis ;-) Die sind vielleicht etwas flexibler mit dem Anerkennen von Studienleistungen. Außerdem ist der USMLE Step 1 Voraussetzung für den Studienabschluss.
Anerkannt werden dir nur Studienleistungen, kein USMLE. Die Anerkennung von Studienleistungen läuft über das LPA. Nachdem dir zu 99% irgendein vorklinisches Fach fehlen wird, sei es Med. Psych./Soz., sei es Terminologie, wirst du zu 99% in die Vorklinik einsteigen und das Physikum machen müssen.
Die Landesärztekammer hat damit überhaupt nichts zu tun. Die ist nur für die ärztliche Weiterbildung zuständig, nicht für das Studium. Zuerst lässt du dir deine Studienleistungen beim zuständigen LPA anerkennen (das solltest du also mal kontaktieren), und dann bewirbst du dich direkt bei den Unis in ein höheres Semester.
Ich würde dir aber, wie schon in deinem vorigen Thread erwähnt, zuerst einmal dringend dazu raten, an deutschen Krankenhäusern zu hospitieren. Vielleicht willst du, sobald du das gemacht hast, dann ohnehin nicht mehr zurück nach Deutschland.
Hallo @davo!
Danke erstmal für deine Antwort. Upps, ich meinte das LPA, das ich angeschrieben habe und nicht die Ärztekammer. War wohl zu viel am Browsen gestern.
Also Terminologie würde mir schonmal fehlen, da hast du recht. Vielleicht auch noch ein paar andere Fächer. Ich wollte dieses Sommer eigentlich nach D reisen und hospitieren. Leider ist das aufgrund der Pandemie in Wasser gefallen. Was mich aber interessieren würde ist warum du meinst dass ich nach einer Hospitation wahrscheinlich nicht mehr zurückkehren wollen würde? Da ich mir selbst erstmal kein Bild machen kann würde ich mich über Erfahrungsberichte freuen!
Ganz liebe Grüsse!!
Du könntest auch an der PMU Salzburg bzw. Nürnberg anfragen. Sind halt Privatunis, aber von den Studiengebühren nicht vergleichbar mit amerikanischen Unis ;-) Die sind vielleicht etwas flexibler mit dem Anerkennen von Studienleistungen. Außerdem ist der USMLE Step 1 Voraussetzung für den Studienabschluss.
Hallo @lio!
Ich hab mir gerade mal die Website angeschaut. Klingt sehr interessant, hab von den Unis vorher noch nie was gehört! Vielen Dank für den Tipp!
Aktivier mal die privaten Nachrichten. (Das funktioniert am PC via Aktionen -> Einstellungen -> Einstellungen ändern -> Private Nachrichten aktivieren.)
Sollte jetzt funktionieren. Danke Dir!!
Ja aber warum willst du denn zurück nach Deutschland? Überlege es dir wirklich sehr gut denn du bekommst mit US Med School und Residency eine wirklich solide Ausbildung und mit abgeschlossener Ausbildung bist du äußerst attraktiv und hast sehr viele Möglichkeiten die du jetzt in deiner momentanen Lage nicht hast. Was genau zieht dich zurück und wie kannst du es schaffen, dieses etwas in den USA zu bekommen? Beispiel - ich wollte eigentlich Chirurg werden, bekam aber "nur" in der Inneren eine Residency. Aber das was mir so an der Chirurgie gefällt, also die Eingriffe und das Arbeiten mit den Händen, kannst du in recht vielen internistischen Fachrichtungen auch bekommen, etwa Kardio oder Gastro. Kannst ja nach der Med School (wo bist du?) irgendwohin wo es europäischer ist ziehen für die Residency zum Beispiel. Die USA ist keineswegs homogen, im Süden lebt sich es deutlich anders als im Westen und umgekehrt. In Deutschland Teile deines Studiums anerkannt zu bekommen ist nicht ohne, ich erinnere an einen Diplom Biochemiker der bei uns im Medizinstudium in München den Biochemie Schein machen musste! Lauter solcher Sachen, es wird äußert nervig.
Attraktiv als Kandidat in Deutschland?
Ich stimme Dir zu, die Qualität der Ausbildung ist auf jeden Fall spitzenmässig. Einen Stress wie im ersten Jahr habe ich noch nie erlebt, aber ich habe mir mittlerweile schon eine Menge praktisches und theoretisches Wissen angeeignet, durfte schon an echten Patienten die Anamnese durchführen, Herztöne abhören und bei der Differentialdiagnose mithelfen. Das alles war natürlich nur möglich, weil wir hier an der Uni eine sog. "free clinic" haben, in der wir uns gemeinsam mit Ärzten um unversicherte Patienten kümmern.
Ich lebe momentan im Süden. Ich möchte zurück nach D weil mir die Familie und meine Freunde fehlen. Weiterhin denke ich dass man in D definitiv eine höhere Lebensqualität hat. Allein die Tatsache dass ich hier ohne Auto nirgendwo hin kann, nicht mal zum Bäcker oder zum Einkaufen, finde ich ziemlich frustrierend. Wenn es sein muss, bin ich auf jeden Fall bereit bis nach dem Abschluss zu warten bevor ich zurück komme. Allerdings nur dann, wenn ich nach 4 Jahren Medschool hier nicht nochmal das Physikum in D machen muss wenn ich ohne Facharztausbildung komme.
Ich interessiere mich übrigens auch für die Innere- aus den gleichen Gründen :)
Sicher bist du mit abgeschlossenem Studium und US Facharztausbildung in Deutschland interessant, keine Frage.
Eine Free Clinic im Süden ist wirklich sehr gut zum lernen, so was hat man eigentlich sonst nur in der dritten Welt. Gut, dass man in den USA überall mit dem Auto hinfahren muss ist schon nervig - aber trifft nicht in vielen Städten zu wie New York, Chicago, San Francisco etwa. Dass du nicht einfach so die Familie besuchen kannst ist natürlich besonders jetzt mit Covid19 und den Reisebeschränkungen hart, keine Frage. Aber das wird schon wieder, spätestens wenn du fertig bist gibts die Impfung. Kuck dir echt die anderen Regionen in den USA an, die sind definitiv anders wie der Süden.
Wenn du die Med School in den USA fertig machst bist du ja Arzt und dann müsstest "nur" die Gleichwertigkeitsprüfung in Deutschland machen. Also nicht mehr studieren. Dauert trotzdem 6-12 Monate das alles fertig zu machen. Wenn du während des Studiums nach Deutschland wechselst dann müsstest du im schlimmsten Fall das deutsche Medizinstudium nachmachen. Da kenne ich Fälle aus Russland die bei 0 anfangen mussten (wobei das russische System vielleicht nicht vergleichbar ist; aus Sicht der Behörden ist aber alles was nicht-Deutschland und nicht-EU ist ein Drittstatt).
Ja, ich denke auch dass der Wechsel während des Studiums viel schwieriger ist und auch nochmal zeitaufwendiger sein wird. Was andere Orte in den USA angeht hast auf jeden Fall recht, aber bei solchen Großstädten ist auch zu bedenken dass man mit VIEL höheren Lebenshaltungskosten und einer deutlich höheren Kriminalitätsrate rechnen muss.
Hast du dir darüber eigentlich gar keine Gedanken machen, bevor du in die USA ausgewandert bist? :-nix Also an deiner Stelle würde ich es einfach durchziehen. Evtl. bleibst du ja tatsächlich dort. Allein die Verdienstmöglichkeiten im Vergleich zu Deutschland sind so viel besser und die Ausbildung natürlich auch. In Deutschland arbeitest du fast genau so viel wie in den USA, verdienst aber natürlich nur 1/4 davon und die Ausbildung ist einfach nur schlecht!
Hast du dir darüber eigentlich gar keine Gedanken machen, bevor du in die USA ausgewandert bist? :-nix Also an deiner Stelle würde ich es einfach durchziehen. Evtl. bleibst du ja tatsächlich dort. Allein die Verdienstmöglichkeiten im Vergleich zu Deutschland sind so viel besser und die Ausbildung natürlich auch. In Deutschland arbeitest du fast genau so viel wie in den USA, verdienst aber natürlich nur 1/4 davon und die Ausbildung ist einfach nur schlecht!
Hi Sait! Ich bin nicht ausgewandert, mein Mann wurde beruflich in die USA versetzt. Ich hab mich dann für diesen beruflichen Weg entschieden, mit dem Wissen dass ich mir das Studium an sich in D anrechnen lassen kann. Das mit dem Verdienst und der Ausbildung habe ich jetzt schon so oft gehört, dass ich mich jetzt entschieden habe zu warten bis ich hospitiert habe. Ich denke dass ich mir dadurch ein besseres Bild machen kann.
Es gibt so viele Ärzte die aufgrund der finanziellen Lage auswandern. Sehr verständlich, aber auch echt schade.
Vor solchen Schritten möchte ich warnen, gemäß dem Motto "nobody likes a quitter...".
Ich denke die meisten Deutschen expats haben Heimweh und viele, mich eingeschlossen, werden zustimmen, dass das Leben in Deutschland insgesamt angenehmer ist.
Beim Arbeiten und insbesondere bei der medizinischen Aus- und Weiterbildung sieht es aber etwas anders aus. Wenn man die Zeit und den Aufwand betrachtet, die Du bereits investiert hast (soweit ich verstehe bist Du ein MS2!?!), und was Du noch mindestens machen müsstest (zwei Jahre med school, drei Jahre Residency), verglichen mit dem was Du in Deutschland noch vor Dir hättest (im besten Fall wird Dir in Deutschland ein Jahr angerechnet, also noch mindestens 5 Jahre Studium), denke ich dass, auch mit der langfristigen Absicht nach DE zurückzugehen, der aktuell eingeschlagene Pfad besser weg kommt.
Schliesslich gibt es Möglichkeiten sich nicht-EU Weiterbildungszeiten anrechnen zu lassen. Und dann gibt es noch ein paar Optionen von Deutschland aus im amerikanischen System weiterzuarbeiten.
Ich hab die Tage noch weiter recherchiert, und ich muss dir recht geben @GOMER. Während dem Studium zu wechseln macht nicht viel Sinn weil ich vieles nachholen müsste. Auch das Physikum müsste ich dann noch machen. Ja, ich bin ein MS II und freue mich darauf in ein paar Monaten nicht mehr im Klassenraum sitzen zu müssen! Ich habe beschlossen das Studium und wahrscheinlich auch die Residency hier fertig zu machen. Dann schauen wir mal weiter.
Welche Optionen gibt es denn von D aus im amerikanischen System weiterzuarbeiten? Das macht mich doch neugierig!! Wo bist du denn in den USA?
Welche Optionen gibt es denn von D aus im amerikanischen System weiterzuarbeiten? Das macht mich doch neugierig!! Wo bist du denn in den USA?
Für die US Armee zu arbeiten oder für den US diplomatischen Dienst in Deutschland etwa. Telemedizin ginge von Deutschland auch aus, wohl eher Teleradiologie. In größeren Städten gibt es auch eine große Expatcommunity die gerne zu "amerikanischen" Ärzten geht. Sind jetzt aber recht spezifische Einzelfälle. Aber gibts schon.
Sehr interessant! An die Diplomaten habe ich garnicht gedacht. Das mit der US Armee hatte ich mir auch schon überlegt, aber muss man dazu nicht auch die US Staatsangehörigkeit haben?
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