Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 1 A54/B101 Sekund. Hyperparathyroidismus
Unregistriert
06.10.2020, 19:45
Es wird nach dem sensitivsten Verfahren gefragt, um (neben Labor) den sek. Hyperparathyreoidismus zu diagnostizieren. Unsere Experten sagen die Knochendichtemessung (Antwort E) sei richtig, mMn dürfte C) mit "99m Tc-Sestamibi-Szintigraphie" aber richtig sein.
Sagen auch diverse Quellen: https://nuklearmedizin.berlin-dtz.de/de/nebenschilddruese.html
Die Knochendichtemessung dürfte doch für DD von Interesse sein oder?
Unregistriert
06.10.2020, 19:53
Das habe ich auch gelesen.
Ich finde den ganzen Fragenkomplex uneindeutig. Welche Krankheit meint das IMPP mit Grundleiden? Die Niere? Die Nebenschilddrüse? Die Hyperphosphatämie? Der eventuelle VitD Mangel? Oder was ganz anderes...
Unregistriert
06.10.2020, 20:21
Ich vermute mal die meinte ne renale Osteopathie. Der Patient war ja langjährig niereninsuffizient, in dem Rahmen ist die vermutlich entstanden und in dem Rahmen ist auch der sekundäre Hyperparathyreoidismus zu sehen. Zum Glück fragt das IMPP so etwas ab, was würde bloß passieren, wenn jemand ohne dieses Schlüsselwissen ins PJ geht (*Ironie off*).
Unregistriert
06.10.2020, 20:51
Ich habe die Frage beim IMPP kommentiert und somit inhaltlich angefochten, da meiner Meinung (und der einiger Kommilitonen) nicht eindeutig ist, auf welche Grunderkrankung der Fragenkomplex abziehlt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass eine Niereninsuffizienz (die der Grund für die Dialyse ist) nicht de novo entsteht, sondern auf dem Boden diverser Grundleiden.
Unregistriert
06.10.2020, 21:05
Gut, aber es steht dort ja explizit: Es wird ein sek. HPT vermutet. Welches Verfahren weist die höchste Sensitivität auf, um die (..) Erkrankung zu diagnostizieren?
Abgesehen davon ist der liebe Patient 78, hat zu 200% sowieso Osteoporose und da sehe ich die Sensitivität einer Knochendichtemessung nicht als gegeben, denn die wird so oder so auch ohne Nierenschaden erniedrigt sein.
Andererseits ist die renale Osteopathie ja eine Folge des sekundären Hyperparathyreoidismus (infolge Niereninsuffizienz). Bin daher bei der dem Threadersteller/in
Susi Klotz
10.10.2020, 15:28
Ich würde auch sagen der Patient hat eine renale Osteopathie, aber habe die Frage auch so verstanden dass sie nach der Diagnostikmöglichkeit für den sekundären Hyperparathyreoidismus abzielen, ist wirklich sehr uneindeutig. Vor allem weil die Osteomalazie ja die Nebenwirkung der Grunderkrankung ist und nicht die Grunderkrankung selber...
kornapps
11.10.2020, 05:16
Diagnostisch scheint die 99Tc-Sestamibi-Szintigraphie im Vergleich zur MRT, CT und
zum Ultraschall die höchste Sensitivität aufzuweisen. Und nach der Methode höchster Sensitivität ist ja gefragt
Quelle: Clinical Practice Guidelines for Bone Metabolism and Disease in Chronic Kidney Disease:
https://www.ajkd.org/article/S0272-6386(03)00905-3/fulltext
Ergänzend dazu:
"Die radiologische Knochendichtemessung liefert allenfalls im Stadium III verwertbare Hinweise
auf das potenzielle Vorliegen einer primären Osteoporose, in späteren Stadien kann aus einer
verminderten Knochendichte alleine keine ursächliche Diagnose mehr und damit auch keine
Therapie unmittelbar abgeleitet werden. Bei klinisch symptomatischer Osteopathie (Frakturen,
Schmerzen etc.) und nicht eindeutiger Labordiagnostik bei CKD-Patienten empfiehlt sich die
Durchfüuhrung einer Knochenbiopsie. (...)
Quelle: Chronische Niereninsuffizienz: Störungen im Mineral- und Knochenstoffwechsel
Ketteler M, Floege J. Chronische Niereninsuffizienz: Störungen im Mineral- und Knochenstoffwechsel.
In: SpringerReference Innere Medizin 10.1007/978-3-642-54676-1_81-1.
kornapps
11.10.2020, 08:22
hier nochmal weiter ergänzt (verstehentlich einen Extrathread erstellt ...)
mE: C, Sestamibi-Szinti.
"Common clinical indications for bone scan: (...) 5. Metabolic bone disease(...) Hyperparathyroidism (primary and secondary), Osteomalacia, Renal osteodystrophy (...) The radionuclide bone scan is the cornerstone of skeletal nuclear medicine imaging. Bone scintigraphy is a highly sensitive diagnostic nuclear medicine imaging technique that uses a radiotracer to evaluate the distribution of active bone formation in the skeleton related to malignant and benign diseases, as well as physiological processes." [3]
Ergänzend: "The role of parathyroid scintigraphy in the setting of reoperation is well established. Useful information might be obtained by performing a parathyroid scintigraphy prior to initial PTx in patients with sHPT: detection of an eventual ectopic gland, thus avoiding surgical failure or reducing the extent of dissection; identification of an eventual supernumerary parathyroid gland; and identification of the parathyroid gland with the lowest 99mTc-MIBI uptake intensity, intended to be partially autografted or maintained." [4]
Literatur:
[1] Clinical Practice Guidelines for Bone Metabolism and Disease in Chronic Kidney Disease: https://www.ajkd.org/article/S0272-6...905-3/fulltext
[2] Chronische Niereninsuffizienz: Störungen im Mineral- und Knochenstoffwechsel Ketteler M, Floege J. Chronische Niereninsuffizienz: Störungen im Mineral- und Knochenstoffwechsel.
In: SpringerReference Innere Medizin 10.1007/978-3-642-54676-1_81-1.
[3] The EANM practice guidelines for bone scintigraphy. Eur J Nucl Med Mol Imaging (2016) 43:1723–1738 DOI 10.1007/s00259-016-3415-4
[4] Taïeb, David et al. “Parathyroid scintigraphy in renal hyperparathyroidism: the added diagnostic value of SPECT and SPECT/CT.” Clinical nuclear medicine vol. 38,8 (2013): 630-5. doi:10.1097/RLU.0b013e31829af5bf
[5] Recommendations for medical imaging procedures: Recommendation by the German Commission on Radiological Protection Adopted at the 300th SSK meeting on 27 June 2019, ebenda Empfehlung B4
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