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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trauer über die Terroranschläge



Denis
14.09.2001, 13:32
Hallo,

die schrecklichen Ereignisse in New York und Washington sind in den letzten Tagen das Thema, dass alle Medien auf der ganzen Welt beschäftigt. Nahezu alle Völker der Erde, alle ethnischen Gruppen, Berufszweige sowie kulturelle Vereinigungen solidarisieren sich in Trauer mit den Amerikaner.
Die verschiedensten Aktionen sollen genau diese Solidarität ausdrücken. So werden zum Beispiel Emails mit dem folgenden Text verschickt:



[Zitat aus einer Email]

Information nebst Bitte betreffend der Ereignisse / Unsere Anteilnahme

Werte Internet-User,

bitte entschuldigen Sie diese unaufgeforderte Email, die keine Werbung und KEIN SPAM sein soll. (und auch ausnahmsweise keine kostenlos-Tipps enthält, Anm: Börm Bruckmeier Verlag)

Aufgrund des unfaßbaren Geschehens vom 11.9 möchten wir mit diesem Brief an Sie herantreten und bitten Sie, diesen kurz
durchzulesen.

Unsere stille Anteilnahme gilt in diesen Stunden und Tagen allen Opfern mit ihren trauernden Angehörigen. In wenigen Sekunden hat das Leben tausender Familien eine dramatische Wendung genommen. Familien, mit Plänen, Zielen und Wünschen, seit den Vormittagsstunden des 11. September 2001 haben alle diese keinen Bestand mehr. Mit Worten ist dieses Leid unmöglich auszudrücken.

Jeder von uns, JEDER!!!, kann diese Welt ein klein wenig besser machen, anderen Menschen ein Lichtblick sein. Jeder nach seinen Möglichkeiten, oftmals nur sehr bescheidenen Möglichkeiten, die aber in der Summe eine beachtliche
Vielzahl darstellen. Dies alles nach der Devise: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Teilen wir dieses Leid! Heute, Morgen, an einem jedem Tag. Heute hilft es anderen, morgen eventuell DIR und MIR. Wir möchten Sie hiermit um folgendes bitten.

Drücken auch Sie Ihre Anteilnahme betreffend der Geschehnisse für die Opfer und deren Angehörige aus. Die Anregung und Bitte hierzu lieferte uns ein befreundetes amerikanisches Internetunternehmen.

Dies ginge recht einfach anhand einer Lichterkette.

Da statistisch gesehen Samstags am Abend die meisten Leute daheim sind, bitten wir Sie, am kommenden Samstag, dem 15.09.2001 ab 20:00 Uhr eine Kerze oder ein anderes Licht in ein oder mehreren Fenstern Ihrer Wohnung aufzustellen.

Wir hoffen, auf diese Art unsere Städte in Deutschland ein wenig SICHTBAR zu erhellen und somit einmal mehr unsere gemeinsame uneingeschränkte Anteilnahme bekunden zu können.

Bitte leiten Sie diese Information an Ihre Bekannten und Freunde weiter, um somit meistmögliche Internetuser vom Vorhaben zu informieren!

mit großer Ausnahme weitergeleitet von
Börm Bruckmeier Verlag aus München
www.media4u.com

[Ende: Zitat aus einer Email]


Mich selbst bestürzen die Ereignisse in einer Form, die sich nur sehr schwer mit Worten ausdrücken lässt. Werden die Ereignisse doch an der ein oder anderen Stelle sogar mit dem Angriff auf Pearl Harbor verglichen. Mir läuft es kalt den Rücken herunter, wenn ich nur ansatzweise darüber nachdenke, was dies in der heutigen Zeit, beim heutigen Stand der Waffentechnik bedeuten kann und wahrscheinlich wird.

Ich fordere alle im Forum auf neben den anderen Aktionen (u.a. Email oben), mit einen kurzen Worten Ihre Solidarität für die Opfer des Terrors ausdrücken. Allein das Schreiben der eigenen Gefühle erleichtert die Verarbeitung. Ich möchte hier mit diesem Beitrag den Anfang machen.

In den Medien wird vereinzelnd davon gesprochen, dass in New York auch die Medizinstudenten in den Krankenhäuser die Opfer der Katastrophe mitversorgen. Wie stehen Medizinstudenten im deutschsprachigen Raum zu den Terroranschlägen?

In tiefer Trauer und Bestürztheit

Denis

P.S.: Ich würde mich sehr freuen, wenn ausnahmsweise auf diesen Beitrag keine dekonstruktiven Antworten (wie schon an der ein oder anderen Stelle im Forum) geschrieben werden - das Thema ist einfach zu ernst - Danke!

14.09.2001, 14:20
Ich möchte nicht sehr viele Worte verlieren, möchte aber auch nicht gar nichts sagen. Ich bin sehr, sehr traurig über die Ereignisse in Amerika, mein Mitgefühl ist bei allen Opfer und deren Angehörigen.

Ich trauere - Irina

14.09.2001, 17:14
Also wenn ich mir überlege, wie die Amerikaner im 2. Weltkrieg Dresden in einen Feuerball verwandelt haben und unschuldige Zivilisten im Schlafe vn Feuerwalzen überrannt und verbrannt wurden,
wenn ich daran denke, dass die Amerikaner der weltgrösste Exporteur für tötliche Waffen und Tretminen sind,
wenn ich mir überlege, was die Amerikaner den Vietnamesen angetan haben,
wenn ich mir überlege, wieviele rassistische und gegen Demokratie verstossende Regierungen von der Amerikanern aufgebaut und unterstüzt worden sind (siehe Insiderbuch über das CIA)
wenn ich mir überlege, wieviele unschuldige Menschen auf dieser Welt durch die Amerikaner gestorben sind, dann
verurteile ich zwar diesen Anschlag, kann aber soetwas wie Mitleid nicht fühlen.
Übrigens, jeden Tag sterben mehr Kinder und Frauen (ca. 30000)!!! qualvoll und langsam an Hunger, als Menschen im WTC gestorben sind. Warum wird nicht um diese Menschen getrauert und warum legt man da keine Schweigeminute ein?
....

14.09.2001, 18:04
Dieser Anschlag war furchtbar und es fällt noch immer schwer, die Bilder, die die Medien beherrschen als Wirklichkeit zu begreifen.
Auch ich bin kein Freund der USA und trotzdem empfinde ich Mitleid und Trauer für die Opfer dieses Terroraktes.
Wut macht sich allerdings breit, wenn ich von den Rufen nach Rache höre. Es ist genauso unfassbar, dass über 80% der USAmerikaner jetzt schon einer Bombardierung Afghanistans zustimmen. Noch ist nicht bewiesen, dass Bin Laden hinter dem Anschlag steckt. Und leben in Afghanistan nicht auch unschuldige Menschen, die schon seit jahren unter der Herrschaft der Taliban leiden? Und warum lässt sich Europa so schnell und bereitwillig in diese absurden Vergeltungs- und Rachepläne mit hineinziehen?
Übrigens haben die USA Bin Laden erst groß gemacht und ihn mit Waffen unterstütz, als er in Afghanistan gegen die SU kämpfe. Auch damals schon drückte er seine Abneigun gegen die gesamte nicht-islamische Welt aus. Und nahc Vertreiben der SU ließ er sich die Waffen nicht mehr abnehmen... Aber die USA müssen sich ja überall als Weltpolizei einmischen.
Tatsache ist, dass die Opfer vom Dienstag unsere Anteilnahme verdienen, wie alle Menschen, die unschuldig sterben müssen.
Aber höchste Proirität hat es jetzt, den Frieden zu erhalten und wenn irgend möglich rachedurstige Politiker davon abzuhalten ihre Macht durch militärische Handlungen zu demonstrieren.

Anne

OLI
14.09.2001, 19:03
an den 2. Beitrag: (14.09., 16.14h)

Natürlich sterben täglich mehr Menschen an Hunger als in New York am Dienstag, natürlich sind die Amerikaner nicht frei von Schuld, das ist den allermeisten klar denkenden Menschen sicher bewußt, aber man kann doch in der Geschichte nicht alles immer weitertragen - diese Menschen, die in New York gestorben sind können genauso wenig für Vietnam wie wir für das Deutsche Reich.

Und wenn man bei solchen Bilder kein Mitleid empfindet, wenn unschuldige Menschen ermordet werden, dann fehlen mir die Worte.

Genauso schlimm fände ich es, wenn jetzt ganz Afghanistan bombadiert würde, oder vielleicht sogar wird. Ein Kommilitone und guter Freund von mir kommt aus Afghanistan - und glaub mir,mein Mitgefühl gilt denen, die unschuldig gestorben sind, oder noch sterben müssen, völlig egal woher sie kommen!

Wir kamen gerade aus unserer mündlichen Prüfung und waren froh, es geschafft zu haben, als wir alle (die Profs standen noch bei uns) hörten, was gerade in der Welt passiert ist. Da fragt man sich dann, warum man, wegen eines Examens, bei dem man maximal durchfallen kann, so nervös ist.

14.09.2001, 19:50
Anne, du hast völlig Recht!!!

Bravo, dass es noch Leute gibt, die auch Kentnisse übe die Hintergründe haben!!!!

14.09.2001, 19:51
Anne, du hast völlig Recht.
Bravo, dass es noch Leute gibt, die über die Hintergründe Bescheid wissen!!!

tcb
15.09.2001, 12:43
:-meinung
also leuet ich weiss nicht was die hysterie hier soll. ja es sind unschuldige menschen gestorben!!! aber sind diese menschen die in den USA gestorben bessere menschen, muss man um sie mehr trauern als um andere menschen??? jeden tag sterben in Palästina frauen und kinder mit hilfe der USA!!! in russland wird seit jahren ein krieg gegen die tschetschenen geführt wo eine stadt nach der anderen ausradiert wird...im balkan gibt es seit über 10 jahren keine ruhe und??? wieso gibt es keine schweigeminute für die palästinensischen kinder?? wieso keine trauermärsche für die toten tschetschenen???

unsere politische erziehung verbietet uns schlecht über die USA zu reden! aber die zeit ist gekommen wo jeder seine doppelmoral und einseitige sensibilität überdenken muss!!! ich bin stinkesauer! jeden tag sterben tausende von menschen nicht nur an hunger sondern auch wegen der misslungenen weltpolitik der USA...und es geht euch allen am a**** vorbei! Israel nutzt die politisch wirre situation aus und marschiert mit Panzern in autonome städte ein und tötet menschen...gleichzeitig wird gegen den vertrag von oslo und etliche UNO resolutionen verstossen...interessiert es einen von euch??? nein wenn aber in den USA jemand stirbt dann bleibt die welt stehen...ist das eurer meinung nach in ordnung??? Klar überall wo unschuldige menschen sterben muss was getan werden, aber ÜBERALL nicht nur in den USA...natürlich tun mir auch die menschenschicksale weh...aber eben nicht nur in den USA...

deswegen lasst euch das alles mal durch den kopf gehen...wir sind alle MENSCHEN! Jeder mensch der durch einen anderen stirbt ist ein toter zuviel,,,aber eben jeder nicht nur amerikaner!!!

grüsse

frodo
15.09.2001, 18:36
Erst einmal vorweg, um nicht mißverstanden zu werden: Ich bedaure wirklich aufrichtig den Tod jedes einzelnen Menschen, der aufgrund dieses Terroranschlages ums Leben gekommen ist. Leider scheinen nur viele Menschen nicht zu verstehen, dass diese Attacke eine absolut logische Folge amerikanischer Politik ist. Über die Unterstützung islamistischer Terrororganisationen durch die CIA (übrigens bis in die 90er Jahre, als der kalte Krieg längst Geschichte war) brauche ich ja nicht mehr viel Worte zu verlieren; erwähnenswert hierzu ist vielleicht noch, dass diese Unterstützung nicht nur Geld und Waffen, sondern auch militärisch-terroristische (!!) Ausbildung umfasste. Viele unschuldige Afghanies sind durch diese amerikanische Politik getötet worden oder haben ihr Zuhause und ihre Familien verloren. Welch ein Sarkasmus, wenn man ihnen jetzt noch Bomben auf den Kopf werfen will!!!
Zum Nah-Ost-Konflikt nur ein Satz: Israelies (von einer enorm mächtigen amerikanischen Lobby unterstützt) besaßen vor 1948 in diesem Gebiet keinen Quadratmeter Land!!!
Den Nachrichten im Fernsehen zufolge ist seit dem 11. September nichts mehr, wie es früher war. Ich hoffe, das trifft auch auf das politische Verständnis der Bevölkerung zu, die hoffentlich erkannt hat, daß sie nicht nur für die Politik der durch sie gewählten Regierung mitverantwortlich ist, sondern auch durch eigene tägliche Entscheidungen ("Kaufe ich den billigen oder den fairen Kaffee?" etc.) selbst Politik macht.
Noch ein Wort zur deutsch-amerikanischen Freundschaft (denke gerade an unsere frühere deutsch-sowjetische Freundschaft): Wenn aufgrund eines Terroranschlages tausende amerikanischer Menschen sterben, ist die gesamte westliche Zivilisation sprachlos und entsetzt. Wenn täglich zehntausende Menschen der 3. Welt sterben, weil sie aufgrund unserer Politik (s. oben) nichts zu fressen haben oder erschossen werden, dann stört das keine Sau!!!
Denkt mal drüber nach. :-(

Für weitergehende Informationen zu diesem Thema empfehle ich die Seiten:
www.zmag.org
www.g7welcomingcommittee.com

15.09.2001, 19:28
Mich kotzt diese ganze Diskussion hier an. Deswegen wollte ich auch erst gar nix dazu schreiben, denke aber doch, daß auch mal eine andere Meinung hier stehen sollte. Erstens : ich finde es tragisch, daß überhaupt diskutiert wird, ob man jetzt Mitleid mit den Opfern des Anschlags in New York und Washington haben sollte oder nicht. Absolut unmoralisch, daß man sich das erst fragen muß, und daß man Leute kritisiert, die's tun. Zweitens natürlich ist es ebenso schlimm, daß Leute in der sog. Dritten Welt verhungern, also ist man davon auch betroffen und engagiert sich. Punkt. Keine Diskussion. Finde ich pervers, die Frage überhaupt aufzuwerfen, ob das eine schlimmer ist als das andere. Okay, ihr regt euch auf, daß die Öffentlichkeit an der einen Sache mehr Anteil nimmt als an der anderen, aber so sind die Menschen halt, das gibt euch aber nicht das Recht, das eine runterzuspielen, um euch als Anwälte des anderen aufspielen zu können, nur weil es intellektueller wirkt, echt nicht.
Die USA unterstützt diktatorische Regime im Nahen Osten. Ist es deshalb okay, irgendwelche vollkommen willkürlich ausgesuchten Menschen, die zufällig Amerikaner sind zu ermorden? Ist die richtige Reaktion zu sagen "das war nicht richtig, aber der arme Terrorist wollte doch nur auf seine politische Situation aufmerksam machen?" oder "das ist mir egal, die Amis sind selbst Schuld und eh total beknackt"? Außerdem könnten wir doch morgen selbst betroffen sein. Die islamistischen Fundamentalisten kritisieren doch den ganzen Westen. Ich habe auch Angst vor einem Militärschlag der USA und dessen Folgen, ich finde es auch schrecklich, daß wahrscheinlich Unschuldige sterben werden. In meiner naiven Sichtweise dachte ich auch, okay, wenn das Problem ist, daß die Amis da in Saudi Arabien ein Regime unterstützt, das die Bevölkerung gar nicht will, nur um die Lage stabil zu halten und ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen zu wahren, dann sollen sie doch einfach da weg und fertig. Aber abgesehen davon, daß das niemals passieren wird, wie sähe es denn dann da aus? Wenn die Taliban für die Alternative stehen, dann Gute Nacht. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß das der Wunsch der weiblichen Bevölkerung dort sein kann. Und sollen wir dann die Augen zumachen und Menschen, die Meinungsfreiheit, Bildung etc wollen im Stich lassen? Frauen, die Anwältinnen, Ärztinnen, Richterinnen waren werden unterjocht und wir gucken zu?
Ich weiß nicht, es scheint zu einfach sich jetzt die Hände in Unschuld zu waschen und einen auf guten Menschen zu machen. So ist die Welt nunmal nicht. Gewisse Regeln müssen schon gelten, und Terroranschläge gegen Unschuldige sind bei aller Liebe zu Menschen, die sich unterdrückt fühlen oder auf sonstige Weise benachteiligt nicht tolerierbar. Und ich sage jetzt mal ganz persönlich, ich bin den Amis schon dankbar. Gerade mal knapp 60 Jahre nachdem die größten Greueltaten der Menschheit von meinen Vorfahren in diesem Land hier verübt worden sind, sitze ich hier, kann frei meine Meinung äußern, es stehen mir alle Türen zu jeglicher Ausbildung offen, und mir geht's gut. Das könnte auch alles ganz anders aussehen, und dann hätte ich als Deutscher immer noch nicht das Recht, mich aufzuspielen und andere Nationen wegen ihrer Politik zu verurteilen. Und Trauer zu kritisieren kann niemals richtig sein. Meine Meinung.

-Franz

15.09.2001, 19:58
"Zum Nah-Ost-Konflikt nur ein Satz: Israelies (von einer enorm mächtigen amerikanischen Lobby unterstützt) besaßen vor 1948 in diesem Gebiet keinen Quadratmeter Land!!!"

...ach ja, diese bösen Juden, wie konnten sie nur...kann man als weltoffener toleranter Deutscher ja nur verurteilen...wieso sind die da überhaupt einfach hingegangen...hmmm...ach ja, das Wetter in den netten europäischen Ländern hat ihnen nicht zugesagt, das war's, stimmt ja! WIR waren ja immer nett zu denen, nicht wahr, und tragen somit KEINERLEI ursächliche Mitverantwortung.

15.09.2001, 20:09
die Juden sind in von England in den Nahen Osten gesetzt worden, weil sie keiner in Europa haben wollte.
Schau mal in Dein Geschichtsbuch nach.
Das dort seit tausenden von Jahren aber bereits andere Menschen lebten, war den Egnändern und den Juden völlig egal.
Ich bin der Meinung, dass die Juden ihren eigenen Staat verdient haben, aber mindestens ebenso auch die Palästinenser.

Übrigens, Frodo und TCB, ich sehe das genauso wie Ihr!!!

frodo
15.09.2001, 20:20
Sorry, da bin ich wohl kräftig mißverstanden worden. Es war überhaupt nicht meine Absicht, die Trauer zu kritisieren, sondern wünsche mir nur mehr Verhältnismäßigkeit. Noch wollte ich mit irgendwelchen extremistischen und menschenverachtenden Organisationen wie den Taliban sympathisieren, sondern nur aufzeigen, dass amerikanische Außenpolitik solchen Ideen den Weg ebnet, dass die Leute, die jetzt am lautesten nach Rache schreien, zum Teil mitverantwortlich für den Tod ihrer eigenen Bürger sind. Das ist ja gerade das zynische.
Gewalt und Terror sind niemals gerechtfertigt, um irgendwelche Probleme zu lösen. Jeder getötete Mensch ist ein Toter zuviel.

An Franz: Die Meinungsfreiheit in unserer Demokratie ist natürlich eine Errungenschaft und nicht vergleichbar mit der in vielen anderen Staaten. Aber überschätze sie bitte nicht!!!

tcb
16.09.2001, 12:44
oh man leute meint ihr denn nicht dass die ganze diskussion für die füsse ist? muss man missstände auf der welt immer nur diskutieren wenn den amis was passiert? ist das nicht ein wenig einseitig? kapiert ihr das nicht????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ?????????????????????????????????????????????????? ??????????????????????????????

es läuft so viel verkehrt auf der welt und es ist NICHT DER WELTUNTERGANG WENN DEN AMIS WAS PASSIERT!!! die welt geht ja auch nicht unter wenn tausende von menschen woanders auf der welt sterben!!!!

macht eure vorurteilsbeladenen köpfe frei und denkt nicht so einseitig...aber das scheint ja bei medizinern sowieso schwer zu sein....

grüsse

17.09.2001, 12:38
Hallo tbc und all die anderen,

tbc, du hast völlig Recht, nur ist das Problem leider, dass einige Bereiche in den Medien Ihre extreme Einflussmöglichkeit auf die Gedanken der Leute, genauer, auf das , was die Leute denken, ausnutzen.
Da fällt es vielen Menschen schwer, dass zu durchblicken und die Realitäten zu sehen.
Übrigens, wenn ich die Bilder sehe, wie Weisse und Schwarze gemeinsam trauern, dann gebe ich Dir Brief und Siegel, dass in einigen Wochen, wenn die Sache in Vergessenheit geraten ist, jene Weisse, die mit den Schwarzen getrauert haben, wieder die Strassenseite wechseln werden, wenn Ihnen ein Schwarzer entgegenkommt.
Es ist leider so, dass die Medienwelt und die REalität manchmal sehr stark voneinander abweichen.
Und manchmal glaube ich fast, dass ist von einigen Medienleuten auch so gewollt.
Nicht umsonst werden die Medien auch als sogenannte vierte Gewalt (nach den drei Gewalten nach Montesqiueu) bezeichnet.
Das ändert nichts an meiner Einstellung, dass ich den Terroranschlag verurteile.
Nur verurteile ich es, wie die Medien damit umgehen

airmaria
19.09.2001, 00:43
Schrecklich? Klar! Trauer? Auf jeden Fall!
Was mich an dieser ganzen Sache nur stört sind diese ganzen Wichtigtuer, die jetzt eine Art Trauer-WM ausfechten.
Nehmen wir mal das Beispiel Formel eins (wo ich doch gerade auf einer Motorsportveranstaltung war und die Bild immer fett über unseren Schumi berichtet):
Da versuchen die doch glatt auszutragen, wer die größte schwarze Fläche an seinem Auto hat (super PR) oder wer das längste Gesicht zieht (da kann sowiso nur Schumi gewinnen)...
Und dann diese Kinderei, daß wir die ersten Kurven nur so tuen als ob...
Was für eine Arroganz und Wichtigtuerei?! Nein - in Amerika können wir nicht starten - zu gefährlich...
Die Terroristen haben Amerikanische Symbole angegriffen! Da gibt es noch das Weiße Haus, das Empire State Building... und wenn wir schon mal beim Sport sind: da ist jedes Nascar- oder Champ Car-Rennen, jede Basketball-, Baseball- oder Footballveranstaltung wichtiger als die F1 (die ist in Amerika so interessant wie die Deutsche Meisterschaft im Synchronschwimmen!).
Oder Fußball: .. nein, wir hätten nicht spielen sollen...
Ja mann! dann tut es eben nicht, aber hängt es nachher nicht an die große Glocke! jeder ist frei und wird zu nichts gezwungen (von denen ich hier rede!)
Mary's Meinung dazu

(Ach ja: wäre es nicht einmalig und würde es nicht seine Position noch mehr hervorheben; Schumi kriegt die Punkte aberkannt, obwohl er schon Weltmeister ist, weil er in Amerika nicht fährt: ein echter Held!!!)

mumu
24.09.2001, 02:46
Wie können Menschen so etwas tun?????????

24.09.2001, 16:51
Ich sage nur zwei Sätze dazu:

1. Fanatismus ist der Untergang der Menschheit

2. Fighting for Freedom is like Fucking for Virginity