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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freiwillig in GRV einzahlen? Macht das jemand bzw. hat sich informiert?



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Evil
26.11.2020, 06:06
Faszinierend, wie hier viele so genau zu wissen meinen, in welche Richtungen sich unsere System in Zukunft entwickeln werden, und dann hochmütig auf andere einprügeln, die anderer Meinung sind. Bald haben wir nicht nur 80 Millionen Bundestrainer und Virologen, sondern auch 80 Millionen high-performer-Anlageberater :-D

ehem-user-02-08-2021-1033
26.11.2020, 12:18
Faszinierend, wie hier viele so genau zu wissen meinen, in welche Richtungen sich unsere System in Zukunft entwickeln werden, und dann hochmütig auf andere einprügeln, die anderer Meinung sind. Bald haben wir nicht nur 80 Millionen Bundestrainer und Virologen, sondern auch 80 Millionen high-performer-Anlageberater :-D

Keine Meinung zu haben ist ein Zeichen von Unmündigkeit.
Man muss wegen einer Meinung allerdings nicht zwangsläufig ein Experte sein.
Seit der Aufklärung achten demokratische Gesellschaften eigentlich die Meinung. Andere Staatsformen verachten sie.

Thomas24
26.11.2020, 12:20
Faszinierend, wie hier viele so genau zu wissen meinen, in welche Richtungen sich unsere System in Zukunft entwickeln werden, und dann hochmütig auf andere einprügeln, die anderer Meinung sind. Bald haben wir nicht nur 80 Millionen Bundestrainer und Virologen, sondern auch 80 Millionen high-performer-Anlageberater :-D

Stehen drei Kliniker am Krankenbett, bekommst du halt vier Prognosen :-D
Zwei sind der Auffassung, dass der Patient palliativ ist, der dritte meint "alles nicht so wild - der im Nachbarbett ist noch schlechter dran" :-D

Evil
26.11.2020, 12:24
Keine Meinung zu haben ist ein Zeichen von Unmündigkeit.
Das ist falsch. Wenn mir nicht genügend Informationen zu einem Sachverhalt zur Verfügung stehen oder mir aus anderen Gründen nötige Kenntnisse fehlen, dann halte ich gefälligst die Klappe und belehre erst recht niemand anderes.

ehem-user-02-08-2021-1033
26.11.2020, 13:30
Das ist falsch. Wenn mir nicht genügend Informationen zu einem Sachverhalt zur Verfügung stehen oder mir aus anderen Gründen nötige Kenntnisse fehlen, dann halte ich gefälligst die Klappe und belehre erst recht niemand anderes.

Der Nuhr`sche Imperativ ist sicherlich populär, aber rein bezogen auf unser Demokratieverständnis falsch und autoritär.

Jede Mitteilung einer Meinung funktioniert immer nach dem 4-Seiten-Modell:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell

Wenn man Menschen, die "keine Ahnung" haben nicht hört, dann überhört man ihre Bedürfnisse. Das ist falsch und gefährlich. Manchmal führt es auch dazu, dass man dadurch unbewusst anderen Menschen Schaden zufügt, weil sie in den Augen des Empfängers ihre Grundbedürfnisse nicht "formal" korrekt artikulieren.

anignu
26.11.2020, 15:09
Wir wenden also das 4-Seiten-Modell auf die Fragestellung von der PKV in Bezug auf die DRV an? Oder was war nochmal das Thema bevor es (mal wieder) entglitten ist?
Ah, stimmt. Das Thema war dass in Zeiten von Corona auffällig viele Diskussionsthemen häufig und schnell entgleiten ;-)
Ich schlage daher vor darüber zu diskutieren auf welche der 4 Ebenen sich der Smiley bezieht.

ehem-user-02-08-2021-1033
26.11.2020, 15:25
https://sozialversicherung-kompetent.de/krankenversicherung/versicherungsrecht/925-krankenversicherung-der-rentner.html
Um wirklich zum Ursprung zurück zu kehren... Ist gibt da wohl eine obligatorische Vorversicherung Zeit in der GKV.

FirebirdUSA
26.11.2020, 15:53
https://sozialversicherung-kompetent.de/krankenversicherung/versicherungsrecht/925-krankenversicherung-der-rentner.html
Um wirklich zum Ursprung zurück zu kehren... Ist gibt da wohl eine obligatorische Vorversicherung Zeit in der GKV.

Das hatten wir auf Seite 2 oder 3 schon geklärt, einschließlich dem Hinweis von GK ihr ginge es nur um den Zuschlag zur PKV (der sich aber nach der Rente bemisst und dann völlig egal ist). Wurde aber unübersichtlich

ehem-user-02-08-2021-1033
26.11.2020, 16:09
Stimmt. Was ich aber dennoch nicht so Recht glauben kann und möchte: mit den Paar Euro Mindestbetrag in die RV würde ich eine sehr günstige GKV bekommen? Da bin ich einfach unschlüssig. Ist das heute so? Oder gilt man da nur als"Nebenerwerbs-Rentner" und der Rest bemisst sich nach der berufständischen Versorgung?

FirebirdUSA
26.11.2020, 17:08
Stimmt. Was ich aber dennoch nicht so Recht glauben kann und möchte: mit den Paar Euro Mindestbetrag in die RV würde ich eine sehr günstige GKV bekommen? Da bin ich einfach unschlüssig. Ist das heute so? Oder gilt man da nur als"Nebenerwerbs-Rentner" und der Rest bemisst sich nach der berufständischen Versorgung?

Du zahlst natürlich auch auf deine BV Bezüge KV Beiträge, aber eben nicht auf Zins und Mieteinnahmen, etc

Evil
26.11.2020, 19:14
Der Nuhr`sche Imperativ ist sicherlich populär, aber rein bezogen auf unser Demokratieverständnis falsch und autoritär.
Du hast es nicht verstanden.
Erstens ist diese Einsicht grundsätzlich und weitaus älter als der doofe Nuhr, zweitens gibt es einen Unterschied zwischen "keine Meinung haben" und "die eigene Meinung nicht äußern, wenn sie nichts zur Sache beiträgt".
Wenn Dein Demokratieverständnis darin besteht, daß jeder jeden Furz laut äußert, hege ich ernsthafte Zweifel an der demokratischen Luftqualität :-))

ehem-user-02-08-2021-1033
26.11.2020, 19:46
Du zahlst natürlich auch auf deine BV Bezüge KV Beiträge, aber eben nicht auf Zins und Mieteinnahmen, etc

Das verstehe ich schon. Du sparst dir aber, falls du Superverdiener bist als Rentner und in der GKV, ca. 380 € jeden Monat an Krankenkassenbeiträgen.
Mit der Berufsständischen bist du ja, wie ein "Selbstständiger" versichert.
Mit der Krankenversicherung der Rentner bist du, wie ein "Angestellter" versichert.

FirebirdUSA
26.11.2020, 21:57
Das verstehe ich schon. Du sparst dir aber, falls du Superverdiener bist als Rentner und in der GKV, ca. 380 € jeden Monat an Krankenkassenbeiträgen.
Mit der Berufsständischen bist du ja, wie ein "Selbstständiger" versichert.
Mit der Krankenversicherung der Rentner bist du, wie ein "Angestellter" versichert.

Den Ag Zuschuss bekommst du nur auf den Rentenanteil, insofern ist die Ersparnis auch hier deutlich niedriger.

tarumo
28.11.2020, 08:56
Im gerade erschienenen Rentenversicherungsbericht wird übrigens das Rentenniveau der gesetzlichen Rente für die nächste Dekade von jetzt 48% auf nur noch 46% festgelegt, Tendenz weiter fallend. Eine richtige Erfolgsgeschichte, zumal sich von 2015 bis 2020 die herbeibemühten positiven Migrationseffekte sich bereits bemerkbar gemacht haben sollten.
Daß Corona für die nächsten Jahre eine Delle in der Einkommensentwicklung und damit in der Höhe der Beitragseinzahlung als Referenz bewirkt, ist noch nicht einmal eingerechnet. Zusätzlich kommt noch die Inflation dazu... so daß die Bezieher einer DRV-Rente dann wieder deutlich weniger in der Tasche haben werden.
Frei nach Norbert Blüm "Die Rende is sischää"- aber in welcher Höhe?
Immer wieder erfrischend ist dann auch der Vergleich mit den Nachbarländern-insbesondere Österreich. Mit fast 80% Quote und 14maliger Auszahlung. Jetzt warte ich gespannt auf den/die Erste/n, der erklärt, warum es nun in ´schland absolut nur so geht und das österreichische Modell keine Option ist. Aber vielleicht liegt es auch nur an den Bergen.

tarumo
28.11.2020, 09:19
Und dass die Versorgungswerke die nächsten 50 Jahre aufgelöst werden halte ich für extrem unwahrscheinlich.

Eine perspektivische Auflösung der Versorgungswerke (selbstverständlich der für Ärzte, nicht für Juristen) steht mehr oder weniger verklausuliert im Parteiprogramm der 1) Grünen 2) SPD 3) Linken. Von wegen "sozial gerecht", "solidarisch" usw.. "Corona" liefert dann gleich noch eine weitere Begründung. Und für den "Herz-Jesu-Flügel" der Union möchte ich auch nicht meine Hand ins Feuer legen. Welche Parteien derzeit in den Umfragen führen und welche Konstellationen nach der nächsten Bundestagswahl möglich sind, darfst Du jetzt selbst herausfinden.

Da "die Ärzte" sowieso generell als überbezahlt wenn nicht sogar" reich" angesehen werden, ist das ganze sicher auch der wählenden Bevölkerung sehr gut vermittelbar. Und daß man eine Gruppe per Gesetz herausnehmen kann, die andere aber nicht, hat man schon mehrfach bewiesen, Stichwort "Abhören von Gesprächen".
Von daher ist so eine Aussage seeeehr gewagt und eher der Wunsch der Vater des Gedankens.
irgendwie erinnert mich Deine Aussage an dieses Krustentier.

32679

GelbeKlamotten
28.11.2020, 11:04
Es lebt sich was das angeht deutlich entspannter, wenn man seine Ansprüche an die gesetzliche/Versorgungswerk-Rente von vorne rein drastisch reduziert. Ich habe die Hoffnung, dass meine Rente im Alter meine PKV-Beiträge finanziert, alles was darüber hinaus geht wäre ein Bonus, aber für den Rest werde ich prinzipiell privat vorsorgen. Hat auch den Vorteil, dass es einem ziemlich egal sein kann, wenn mal wieder das offizielle Rentenalter angehoben wird. Bis 67 werde ich jedenfalls nicht des Geldes wegen arbeiten.

h3nni
02.12.2020, 16:04
C) durch den Mindestbeitrag würde man auch Zugang zu Reha Leistungen etc bekommen, die unsere Versorgungswerke kaum kennen.

Das finde ich einen sehr spannenden Punkt. Sorgt ihr diesbezüglich vor? Springt die GKV da automatisch in die Bresche? Ist ja im Berufsleben eigentlich nicht zuständig? Und bei der PKV müsste man vermutlich ein entsprechendes Zusatzmodul abschließen?
Oder ist euch das einfach gleich, weil ihr euch den Arbeitsausfall durch Reha eh nicht leisten wollt/könnt?

Muriel
02.12.2020, 20:50
Nicht die GKV, sondern die Rentenversicherung. Deswegen ist es ja bei gesetzlich versicherten Ärzten nicht so einfach mit Rehas, da sie ja in das Versorgungswerk, das keine Reha bezahlt, einzahlen.

h3nni
02.12.2020, 21:05
Eben das war meine Frage, was ihr so macht? Hätte ja sein können (haha), dass die GKV sagt, wer nicht von der DRV versorgt wird, kriegt das halt von denen (obwohl eigentlich nicht zuständig im Berufsleben).

tarumo
04.12.2020, 21:50
Ich selbst zahle in die DRV ein (und dafür weniger ins Versorgungswerk). Einfach weil ich sie für zukunftsfähiger halte. Sobald das Rentensystem die Babyboomer-Generation "überstanden" hat und sofern wir insbesondere durch Zuwanderung langfristig wieder zu einem gesünderen Verhältnis von jung zu alt gelangen, wird das Umlagesystem auch wieder brauchbar sein.

Laut aktuellem Rentenbericht beträgt das Defizit der DRV aktuell ca 4,7 Milliarden EUR.
Und bis 2034 wird das Rentenniveau nochmal deutlich abgesenkt
https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-11/rente-rentenniveau-bundeskabinett-rentenversicherungsbericht

Corona "läuft" jetzt gerade mal ein 3/4 Jahr. Und nach fünf Jahren Merkel´scher Migrationspolitik sollten hier auch positive Effekte zum tragen kommen- wenn es sie denn gäbe.
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Solide und zukunftsfähig ist was anderes. Auch Schweden stellt gerade auf ein vollständig kapitalgedecktes Rentenmodell um.