Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Voll-, Teilzeit oder 0,8%
Hallo ihr Lieben,
kann mir jemand erklären, ob es einen Hacken bei einer 0,8 Stelle gibt, außer das es etwas weniger Geld am ENde des Monats gibt? Wirkt sich das auch auf die Weiterbildungsdauer aus: also dann nicht in 5 Jahren KJP, sondern 6?
Herzlichen Dank im Voraus!
0,8% klingt entspannt.
Ja, natürlich verlängert sich auch die Weiterbildungszeit entsprechend.
GelbeKlamotten
27.11.2020, 13:34
Hoffentlich ist das ein Trollpost :-((
Dogs4Life
27.11.2020, 15:39
Verkürzt sich sogar um ein Jahr. Ist ja auch logisch. 5x0,8=4 👨🏾*🏫
Wirkt sich das auch auf die Weiterbildungsdauer aus: also dann nicht in 5 Jahren KJP, sondern 6?
Rechne nochmal nach...
Also bei einer 0,8% Stelle sagen wir 1% musst du das 100fache von 5 Jahren machen also nur 500 Jahre.
][truba][
27.11.2020, 16:23
Ich denke der Threadersteller hat verstanden, dass die Antwort auf ihre Nachfrage "Ja" ist.
Es wird aber nach weiteren Nachteilen außer den zwei genannten gefragt.
Was ist los mit euch?
GelbeKlamotten
27.11.2020, 16:36
Ein weiterer Nachteil einer 80% Stelle ist, dass man immer noch an 4 Tagen pro Woche arbeiten muss.
[truba][;2169203']Es wird aber nach weiteren Nachteilen außer den zwei genannten gefragt.
Gabs schon mehrfach. In diesem Jahr:
www.medi-learn.de/foren/showthread.php?103779-Berufseinstieg-in-Teilzeit
www.medi-learn.de/foren/showthread.php?102999-Teilzeit-Vor-und-Nachteile-Auswirkungen-f%FCr-sp%E4ter
https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?102881-Weiterbildung-in-Teilzeit
Und dann findet man Erfahrungen wie:
Meine restliche Neurologie Zeit war in Teilzeit aufgrund der mangelhaften Organisation/Personalplanung der Abteilung echt anstrengend, weil man sich extrem gut abgrenzen musste. [...] Dort habe ich effektiv Vollzeitarbeit in 20% weniger Zeit erledigt.
oder auch
In meiner Klinik arbeitet der Großteil in TZ (es gibt dann freie Tage, kein früher Gehen). Ich habe auch ne TZ-Stelle, mir wurde diese auch so angeboten (kam aus nem Vollzeit-Beschäftigungsverhältnis). Konnte dann nach 6 Monaten unkompliziert aufstocken (immer noch nicht Vollzeit ;-) ), weil eine Kollegin ein paar Prozente abgeben wollte. Das ging super easy.
Jukka666
01.12.2020, 15:45
herzlichen Dank!
Ich bin momentan auch (noch) zu 80% in der Klinik angestellt, und hatte eigentlich eine weitere Reduktion geplant.
Wenn (WENN!) es gut organisiert ist, möchte ich persönlich nie wieder Vollzeit arbeiten:
- ich habe ca. alle 3-4 Wochen ca. 1 Woche frei. Es gibt Monate (wie jetzt im Dez.), da muss ich ganz normal arbeiten (5 Tage, 4 Wochenenden Dienste). Aber dann gibt es Zeiträume, da arbeite ich nur 2 Wochen, dann 2 Wochen TZ, und im Anschluss Urlaub. Man hat ja noch regulären Urlaubsanspruch (30 Tage bei mir) zusätzlich!
- Geschickt kombiniert hat man gefühlt noch länger (weil besser am Stück) frei.
- Es ist für die Psyche wesentlich entspannter, nach dem Motto "scheiss Woche, egal, nächste Woche hab ich frei". Früher hat man sich monatelang auf den Jahresurlaub gefreut, jetzt habe ich öfter frei.
- Man macht wenn man da ist immer Überstunden, die werden durchaus besser bezahlt. Ich arbeite zB regulär wie alle anderen 8 Stunden. Davon muss ich aber eigentlich nur 6,x arbeiten.D.h. 1-2 Stunden sind immer Üst.
- Steuerlich: ich kriege zwar 20% weniger brutto, muss dann aber weniger Steuern zahlen (ca. 3-4 % machen das glaub ich aus).
- Man kommt auch mal zu privaten Dingen (Erledigungen, Werkstatt etc.).
Nachteile:
- weniger Geld
- weniger Altersvorsorge
- geringerer Zuschuss zur Krankenversicherung falls privat
- Verlängerte Weiterbildungszeit
- Weniger Karrierechancen (?)
- Risiko nicht wieder aufstocken zu können
Arrhythmie
01.12.2020, 15:57
Mein Ziel sind langfristig 60-80 %.
Karriere ist mir mittlerweile relativ egal. Mir auch egal ob ich dann 10 Jahre bis zum FA brauche. Von mir aus. Meine Familie ist mir mittlerweile das Allerwichtigste.
Ich habe in der letzten Zeit sehr beispielhaft gelernt wie sich Prioritäten im Leben verschieben können. Kein Job der Welt wird jemals wichtiger sein als meine Familie oder mein Seelenheil. Dafür verzichte ich dann eben auch die Dinge bzw. nehme das in Kauf was meine Vorschreiberin unter "Nachteile" aufgeführt hat.
Jukka666
01.12.2020, 16:57
Mein Ziel sind langfristig 60-80 %.
Karriere ist mir mittlerweile relativ egal. Mir auch egal ob ich dann 10 Jahre bis zum FA brauche. Von mir aus. Meine Familie ist mir mittlerweile das Allerwichtigste.
Ich habe in der letzten Zeit sehr beispielhaft gelernt wie sich Prioritäten im Leben verschieben können. Kein Job der Welt wird jemals wichtiger sein als meine Familie oder mein Seelenheil. Dafür verzichte ich dann eben auch die Dinge bzw. nehme das in Kauf was meine Vorschreiberin unter "Nachteile" aufgeführt hat.
Sehe ich genauso! Die ältere Generation versteht oft nicht, dass man nicht wie aus der Pistole geschossen ankommt, um jede Karrieremöglichkeit anzunehmen, sondern Qualität über Quantität geht. Bah, GenY-Banalitäten.
Und dass es durchaus nicht immer nur um Freizeit geht, sondern eben auch um gute Patientenversorgung, die nicht auf Kosten von Zusatzvereinbarungen/Ökonomischen Zwängen geht etc. Und die kann man genauso gut in Teilzeit leisten..
Die Mitarbeitergesundheit steigt dadurch und damit eben auch die Arbeitsqualität, wie ich finde.
Ich glaube ja, dass die Menschen in 100 Jahren zurückblicken und sich denken werden, wie krass das ist, dass wir 5 Tage die Woche 8 Stunden am Tag (oder mehr) gearbeitet haben. Genauso wie wir heute zurückblicken und es unfassbar finden, wie Menschen z.B. während der industriellen Revolution in England 6 Tage die Woche 12 bis 14 Stunden am Tag gearbeitet haben. War damals auch „normal“.
Moorhühnchen
01.12.2020, 18:24
- Man macht wenn man da ist immer Überstunden, die werden durchaus besser bezahlt. Ich arbeite zB regulär wie alle anderen 8 Stunden. Davon muss ich aber eigentlich nur 6,x arbeiten.D.h. 1-2 Stunden sind immer Üst
Ääääh, normalerweise wird alles bis 100% doch als "Mehrarbeit" und nicht als "Überstunden" gewertet...
Generell stimme ich aber zu, dass 100% kein erstrebenswertes Maß sind und auch ich mit meiner 80%-Stelle sehr glücklich bin!
Autolyse
01.12.2020, 18:50
Ääääh, normalerweise wird alles bis 100% doch als "Mehrarbeit" und nicht als "Überstunden" gewertet...
Generell stimme ich aber zu, dass 100% kein erstrebenswertes Maß sind und auch ich mit meiner 80%-Stelle sehr glücklich bin!
Nein, vgl. 10 AZR 231/18 (https://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=pm&Datum=2019&nr=22242&linked=urt).
Moorhühnchen
01.12.2020, 19:29
Nein, vgl. 10 AZR 231/18 (https://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=pm&Datum=2019&nr=22242&linked=urt).Man lernt nie aus! :-))
Das wusste ich tatsächlich nicht. Woher kommt dann mein Gedanke zur Mehrarbeit? Steht das so in den Tarifverträgen?
FirebirdUSA
01.12.2020, 19:37
Man lernt nie aus! :-))
Das wusste ich tatsächlich nicht. Woher kommt dann mein Gedanke zur Mehrarbeit? Steht das so in den Tarifverträgen?
War früher so, bis der MB erfolgreich geklagt hat
vanilleeis
01.12.2020, 19:42
Steht weiterhin so in VKA und darf man bei uns laut MB einzeln einklagen
WackenDoc
01.12.2020, 19:42
Versucht bis zum Facharzt nicht allzu sehr zu reduzieren. Sonst zieht sich das ewig.
Mein Plan sind auch 80-90% auf Dauer. Das wird dann auch über ganze freie Tage bzw. Überstundenfrei laufen, sonst lohnt sich die Pendelei nicht.
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