Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spätes Medizinstudium - eure Erfahrungen
Anne1970
24.12.2020, 06:31
Vor allem finde ich den Teil mit „wie die Arbeitsbedingungen mittlerweile geworden sind“ tooootal niedlich... :-))
:grins:
Anne1970
24.12.2020, 06:45
Nochmals vielen Dank für eure Beiträge und eure Einschätzungen! Weil ich selber in meinem Bekanntenkreis kaum MedizinerInnen kenne, helfen mir diese wirklich weiter. Und ich bin mir sicher, dass sich bezüglich der Fachrichtung bzw. der Lebensplanung noch einiges ändern kann; aber dachte zumindest an die Fachrichtung. Und auch die Arbeitsbedingungen sind bzw. der Job an sich ist sicher sehr herausfordernd. Ich glaube, zumindest im Ansatz bin ich mir darüber aber im Klaren. Deshalb versuche ich diese Entscheidung auch nicht so leichtfertig zu treffen. Auf jeden Fall vielen Dank für eure Beiträge und eure Hilfe und viele Grüße!:-top
Das mit der Fachrichtung kann sich wandeln. Bin selbst mit Mitte dreißig auf die Idee gekommen, Medizin zu studieren. Während des Studiums kristallisierte sich der feste Wunsch „Anästhesie, definitiv!“heraus . Hab bei jeder Gelegenheit in der Anästhesie famuliert. Hatte ab Physikum einen Job im OP (neurochirurgische OP-Assistenz), daher viel zu großen Respekt davor, in dem Alter noch chirurgisch tätig werden zu wollen. Das interdisziplinäre Arbeiten in der Anästhesie, die Notfallmedizin, Intensivmedizin hatten mich fasziniert! Im PJ ( Wahlfach NCH) dann bin ich auf Neurologie gekommen. Und es macht weiterhin Freude! Mindestens genauso wichtig, wie das Fach sind die Arbeitsbedingungen. Da sollte man strategisch auswählen. Die Wahl hat man heute.
sodbrennen
25.12.2020, 15:33
Anne, warum hast du mit Mitte 30 noch mit Medizin angefangen?
Anne1970
26.12.2020, 04:41
Weil ich dazu Lust hatte. Und weil ich es konnte. :grins:
PrinzessinAmygdala
26.12.2020, 23:43
Ich kann mich auch einreihen. Hab auch mit 27 angefangen und werde das Studium hoffentlich Ende 2021 mit 33 beenden. Das Studium war überhaupt kein Problem. Allerdings merke ich das Alter, wenn ich mir über meine Zukunft Gedanken machen. Ich wäre schon gerne noch ein paar Jahre jünger, würde in Ruhe meinen Facharzt machen und meine Doktorarbeit nachholen. Bisschen Karriere machen wäre schon schön gewesen. Das geht jetzt leider nicht so ohne weiteres, weil das Thema Familienplanung dazwischen grätscht und mich diese blöde biologische Uhr etwas stresst. Um einen Stelle mache ich mir hingegen keine Gedanken. Da wird sich schon was finden lassen. Und bis zur Rente sind's auch noch ein paar Jahre, sodass es sich schon gelohnt hat.
In meinem Jahrgang gab's tatsächlich auch noch ältere, manche sogar über 40. Man sollte einfach das machen, was einem Spaß macht. Man bereut doch eher die Dinge, die man nicht getan hat, als die, die man getan hat.
Vielen Dank für deine Nachricht! Es sind genau diese Gedanken, die mir auch im Kopf rumgehen, weil ich ohne ein Medizinstudium eben doch weitaus früher ins Berufsleben starten könnte. Jedoch bietet dieses langfristig auch sehr viele Perspektiven. Und wie du sagts liegen ja doch noch ein paar Arbeitsjahr vor einem.... Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank für deine Hilfe und viele Grüße!
cartablanca
02.01.2021, 17:38
Noch ein Grund für das Medizinstudium:
der Beruf des Arztes ist vielleicht der (krisen-)sicherste Job der Welt.
cartablanca
09.01.2021, 00:20
Auf der anderen Seite gibts glaub ich keinen Job der noch totalitärer überwacht wird. Es ist schrecklich. Man muss noch dokumentieren, dass man Befunde GESEHEN hat. Und die aktuelle Digitalisierung dient nur dazu dass man im Gesundheitsministerium irgendwann zu jeder Zeit jedes Detail jedes Mitarbeiters und Patienten kontrollieren kann. Anstatt ein System zu schaffen, dass Anreize schafft kommt man mit totaler Kontrolle. Wird scheitern. Der Mensch lernt nicht aus der Geschichte.
Nichts ist krisensicher sofern das Angebot die Nachfrage übersteigt. Wenn der Bedarf mehr als gedeckt ist gehen die Überzähligen notwendigerweise leer aus. Und auch wenn es immer ein Bedürfnis nach Gesundheitsleistungen geben wird ist auch dieses endlich. Alles ist eine Frage von Angebot und Nachfrage.
"Glücklicherweise" schafft die exzessive Bürokratie aber so viel Arbeit, dass es tatsächlich unwahrscheinlich ist dass man den "Bedarf" tatsächlich je vollständig decken können wird. Nicht nur, weil mehr Arbeit entsteht sondern weil sie frustrierender und unattraktiver wird und entsprechend Alternativen gesucht werden,was das Angebot wiederum senkt.
Assistentdepp
09.01.2021, 23:00
Es gab 2342453453245634564565436 Gründe die dagegen sprachen. Es waren 2435345345346356536536 Leute die dringend abrieten
Je ne regrette rien.
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