Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie geht es Ihnen?
Mich hat, soweit ich mich erinnere, noch nie ein Chef im dienstlichen Rahmen gefragt, wie es mir geht. Direkt vorgesetzte (OÄ) schon ab und an. das waren aber dann meist persönlichere Gespräche unter 4 Augen. So morgens zur Begrüßung käme mir das komisch vor.
Ich kenne das als Floskel aus dem angelsächsischen Raum, dort wird man ständig gefragt, wie es einem geht, auch die Gegenfrage wird erwartet. Nur eine ehrliche Antwort will keiner hören ;-)
QuovadisMedizin
25.01.2021, 15:18
Hallo epeline,
was meinst du mit persönlichere Gespräche unter 4 Augen? Schon auf der Arbeit, oder?
Hallo epeline,
was meinst du mit persönlichere Gespräche unter 4 Augen? Schon auf der Arbeit, oder?
Ja, aber wir haben eben ein freundschaftliches Miteinander und reden auch mal über Privates. Mit manchen ist man natürlich enger als mit anderen
Choranaptyxis
25.01.2021, 15:25
Ich kenne das als Floskel aus dem angelsächsischen Raum, dort wird man ständig gefragt, wie es einem geht, auch die Gegenfrage wird erwartet. Nur eine ehrliche Antwort will keiner hören ;-)
How are you? Good, how are you? Good
Wie ich diese sinnfreien Konversationen gehasst habe, und die gibt es ja sogar an der Supermarktkasse dort. Ich hab sie tatsächlich ab und an mal platzen lassen. Die erschrockenen Gesichter war es wert ;)
Ich bin das vor einigen Jahren tatsächlich auch als Begrüssung in einem Mitarbeitergespräch gefragt worden. Von einem Chef, der sich die Anleitungen zur Führung von Mitarbeitern sehr ernst nahm und nimmt - und habe mich in dem Augenblick überrumpelt gefühlt, aber dann das als angenehmen Einstieg in das Gespräch angenommen.
Das kann man als Gefragte/r von ‚Danke gut‘ über ‚im beruflichem Kontext habe ich das und das erreicht/nicht erreicht‘ zu ‚ich nehme das jetzt persönlich und erzähle Dir, wie es mir geht, aber dann wird das hier jetzt auch ein emotionaleres Gespräch‘ annehmen. Entsprechend kommt der Chef dort hin, wo das Mitarbeitergespräch auch hinzielen soll.
Im normalen Arbeitsablauf empfinde ich ein ‚wie geht es Ihnen/Dir’, egal auf welcher Ebene als entweder interessierte Frage entre deux, die bei entsprechendem Verhältnis auch so beantwortet wird/deren Beantwortung ich so gerne hätte - oder aber, wenn man sich eigentlich nicht wirklich kennt oder schätzt, als schlechte Floskel, die dann auch entsprechend, wie nie es sagte, mit ‚Danke, gut.‘ beantwortet werden will... Smalltalk Ende, weiter zirkulieren.
Feuerblick
25.01.2021, 15:44
*grins* Ich habe ja eine heftige Abneigung gegen Smalltalk jeglicher Art. Besonders im Job. :-))
Hoppla-Daisy
25.01.2021, 15:46
Ich erwarte auch weder von Freunden noch Familie, dass sie mich fragen, wie es mir geht. Zumindest, wenn dafür kein ersichtlicher Anlass besteht. Das ist doch meist eine Verlegenheitsfloskel, wenn man nicht weiß, wie man ein Gespräch eröffnen soll. Brauche ich nicht. Wenn wirkliches Interesse besteht, dann gerne.
Pöh, ich frach dich nie wieder, Frollein! :-))
QuovadisMedizin
25.01.2021, 15:51
Billie11,
danke für Deine schöne und interessante Antwort.
Es gefällt mir, dass Dir diese Frage im Gedächtnis geblieben ist vom Mitarbeitergespräch vor einigen Jahren. Das sagt schon sehr viel aus in meinen Augen 🤗. Warum hast Du Dich überrumpelt gefühlt? Weil es so selten ist, das gefragt zu werden? Auch Deine Ausführung dazu, dass es einem frei bleibt zu antworten wie man es für angemessen hält, finde ich sehr angenehm.
Sehr schön!
Feuerblick
25.01.2021, 15:52
Pöh, ich frach dich nie wieder, Frollein! :-))DU fragst das ja nich einfach so (genauso wenig wie ich das einfach so frage ;) ). WENN, dann willste es ja auch wissen. :-))
QuovadisMedizin
25.01.2021, 15:53
😂😂👍👍👍
Billie11,
danke für Deine schöne und interessante Antwort.
Es gefällt mir, dass Dir diese Frage im Gedächtnis geblieben ist vom Mitarbeitergespräch vor einigen Jahren. Das sagt schon sehr viel aus in meinen Augen ��. Warum hast Du Dich überrumpelt gefühlt? Weil es so selten ist, das gefragt zu werden? Auch Deine Ausführung dazu, dass es einem frei bleibt zu antworten wie man es für angemessen hält, finde ich sehr angenehm.
Sehr schön!
Ui, danke!
Nun, es hat mich überrumpelt, weil es ein ‚untypisch‘ sanfter Einstieg in das Gespräch war, dabei aber auch eine gute Form des, ‚führen Sie mal aus - und steuern Sie! das Gespräch‘ darstellte.
Zu dem Zeitpunkt war ich wegen der ein oder anderen Sache etwas nah am Wasser gebaut. Mein Chef und ich hatten genügend nahen Kontakt beruflicher Seitens, dass er das wusste und auch, dass diese Frage auch zu einem emotionalen Ausbruch hätte führen können. Da war ich mir spontan nicht ganz sicher, was das sollte.
Letztlich habe ich mich dann entschieden - wie es wohl professionell auch erwünscht ist - offen zu antworten, einen Abriss über die vergangene Zeit mit Bewertung der Erfolge und der fehlenden Erfolge (nah am Wasser gebaut- Gründe) zu bringen. Damit hatten wir dann schon einen Grossteil des Jahresabrisses ‚was war gut, was war schlecht‘ abgehakt und er konnte seine Sicht darauf bringen. Dann geht es schnell auf die Zielgerade ‚was wollen Sie erreichen‘ - ‚diese und jene Fähigkeit/Funktion‘ - okay.. danke und tschüss, bis zum nächsten Mal.
—
*grins* Ich habe ja eine heftige Abneigung gegen Smalltalk jeglicher Art. Besonders im Job. :-))
Im alltäglichen Ablauf jedoch dürfte es weitestgehend als Floskel wirken - zuletzt habe ich meinen Chef zuerst angefloskelt, brav kam die Rückfloskel, dann das ‚okay, jeder macht sein Ding‘ weiter..
QuovadisMedizin
25.01.2021, 16:27
Bille11,
schön. Hört sich wirklich angemessen an. In welchem Fach ist das gewesen?
QuovadisMedizin - ist Dein Chef vielleicht aus dem Angloamerikanischen Raum..? Vielleicht zeitweise gewesen?
Auch wenn er nicht immer die beste Persönlichkeit sein sollte, vielleicht macht er doch das ein oder andere richtig :-)
QuovadisMedizin
25.01.2021, 17:50
Bille11,
oh, mein aktueller Chef ist toll. Ich hoffe bei vieles in Punkto Personalführung an ihm abschauen zu können! Das was ich vorher so erzählte betraf meine vorherigen Chefs...
Nein, im angloamerikanischen Raum ist er nicht gewesen...
Eigentlich sollte es eine menschliche Selbstverständlichkeit sein, dass man ein Interesse am Befinden seiner Kollegen hat. Bei uns ist das glücklicherweise völlig alltäglich, und natürlich sagt da nicht jeder immer nur, dass alles super ist.
QuovadisMedizin
26.01.2021, 09:12
Davo, wie schön. Ja, so ähnlich sehe ich es auch. In welchem Fach arbeitest Du?
Schade, dass hier schon lange niemand mehr geantwortet hat.
Tut mir leid, dass ich diesen Thread anstoße, aber ich weiß nicht, was ich tun soll.
Ich bin Student und mag meine Universität, aber letzten Sommer habe ich einen Mann aus den USA kennengelernt. Wir sind seit fast einem Jahr zusammen und haben uns kürzlich verlobt. Er schlägt vor, in die USA zu ziehen und dort mein Studium abzuschließen. Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird. Ich möchte mit ihm zusammen sein, bin mir aber nicht sicher, ob ich die Universität wechseln sollte.
Schade, dass hier schon lange niemand mehr geantwortet hat.
Tut mir leid, dass ich diesen Thread anstoße, aber ich weiß nicht, was ich tun soll.
Ich bin Student und mag meine Universität, aber letzten Sommer habe ich einen Mann aus den USA kennengelernt. Wir sind seit fast einem Jahr zusammen und haben uns kürzlich verlobt. Er schlägt vor, in die USA zu ziehen und dort mein Studium abzuschließen. Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird. Ich möchte mit ihm zusammen sein, bin mir aber nicht sicher, ob ich die Universität wechseln sollte.
Wie weit bist du denn mit deinem Studium? Hast du dich schon über die Bedingungen informiert, wie man in den USA Arzt werden kann?
(Ich sehe gerade, dass der Thread nicht unbedingt passend ist, vllt mag ein Mod das berichtigen?)
Könnte auch ein Bot sein. So schreibt doch kein Mensch.
Feuerblick
06.06.2023, 09:58
Sehe ich ähnlich.
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