hm_m
11.03.2021, 21:43
Hallo zusammen!
Meines Erachtens sind bei dieser Aufgabe alle Antwortmöglichkeiten nicht zutreffend. Dazu habe ich eine passende Textstelle aus dem Taschenlehrbuch Histologie (Lüllmann-Rauch) gefunden (zugegebenermaßen etwas länger, aber dafür sehr ausführlich):
"Durch Rezirkulation der K + -Ionen werden den Marginalzellen ständig ausreichend K+-Ionen zur Verfügung gestellt. Der Rezirkulationsweg enthält zwei Ketten von Zellen, die jeweils über Gap junctions (Connexine 26 und 30) gekoppelt sind und die K+-Ionen weiterreichen. 1. Kette: alle Stütz- und Epithelzellen des Corti-Organs bis hin zu den Wurzelzellen. 2. Kette: Fibrozyten des Lig. spirale, Basal- und Intermediärzellen der Stria. Kreislauf der K+-Ionen: Einstrom von K+ aus der Endolymphe durch die Transduktionskanäle in die Haarzellen → Austritt durch basale Kanäle in die Corti-Lymphe → Aufnahme durch einen K+/Cl–-Cotransporter in die benachbarten Stützzellen und Weitergabe über die 1. Zellkette bis ins Interstitium des Lig. spirale → Aktiver Transport in die fortsatzreichen Typ-2-Fibrozyten und Weitergabe über die 2. Zellkette bis in den Extrazellulärraum der Stria. Aktiver Transport in die Marginalzellen und Austritt durch einen apikalen K+-Kanal in die Endolymphe. Die größte Pumpleistung wird von den Typ-2-Fibrozyten und den Marginalzellen erbracht. Morphologische Korrelate hierfür sind ein großer Reichtum an Mitochondrien und eine stark vergrößerte Zelloberfläche (z.B. in Form der basolateralen Plasmamembran-Einfaltungen der Marginalzellen), in der eine sehr aktive Na+/K+-ATPase und zusätzlich ein Na+-, K+-, 2Cl–-Cotransporter lokalisiert sind."
Meiner Meinung nach suggeriert Antwort D, dass die Marginalzellen Kalium-Ionen unmittelbar über Gap junctions erhalten, was ja eben nicht der Fall ist. Glaubt ihr man kann das anfechten?
Meines Erachtens sind bei dieser Aufgabe alle Antwortmöglichkeiten nicht zutreffend. Dazu habe ich eine passende Textstelle aus dem Taschenlehrbuch Histologie (Lüllmann-Rauch) gefunden (zugegebenermaßen etwas länger, aber dafür sehr ausführlich):
"Durch Rezirkulation der K + -Ionen werden den Marginalzellen ständig ausreichend K+-Ionen zur Verfügung gestellt. Der Rezirkulationsweg enthält zwei Ketten von Zellen, die jeweils über Gap junctions (Connexine 26 und 30) gekoppelt sind und die K+-Ionen weiterreichen. 1. Kette: alle Stütz- und Epithelzellen des Corti-Organs bis hin zu den Wurzelzellen. 2. Kette: Fibrozyten des Lig. spirale, Basal- und Intermediärzellen der Stria. Kreislauf der K+-Ionen: Einstrom von K+ aus der Endolymphe durch die Transduktionskanäle in die Haarzellen → Austritt durch basale Kanäle in die Corti-Lymphe → Aufnahme durch einen K+/Cl–-Cotransporter in die benachbarten Stützzellen und Weitergabe über die 1. Zellkette bis ins Interstitium des Lig. spirale → Aktiver Transport in die fortsatzreichen Typ-2-Fibrozyten und Weitergabe über die 2. Zellkette bis in den Extrazellulärraum der Stria. Aktiver Transport in die Marginalzellen und Austritt durch einen apikalen K+-Kanal in die Endolymphe. Die größte Pumpleistung wird von den Typ-2-Fibrozyten und den Marginalzellen erbracht. Morphologische Korrelate hierfür sind ein großer Reichtum an Mitochondrien und eine stark vergrößerte Zelloberfläche (z.B. in Form der basolateralen Plasmamembran-Einfaltungen der Marginalzellen), in der eine sehr aktive Na+/K+-ATPase und zusätzlich ein Na+-, K+-, 2Cl–-Cotransporter lokalisiert sind."
Meiner Meinung nach suggeriert Antwort D, dass die Marginalzellen Kalium-Ionen unmittelbar über Gap junctions erhalten, was ja eben nicht der Fall ist. Glaubt ihr man kann das anfechten?