Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Von Radiologie zu Allgemeinmedizin wechseln?
DrSkywalker
21.03.2021, 07:22
Medizinisch „relevanter“ und „wichtiger“ ist allerdings die Radiologie. Als Radiologin stellst du am Fließband relevante Diagnosen, die den Patienten weiterhelfen. .
Haha, welch Perle. Man könnte ja mal die Patienten fragen wer für sie medizinisch relevanter und wichtiger ist... der anonyme Typ der die Bildchen befundet oder der Vertraute Arzt der von Anamnese, Diagnostik und Therapie alles plant oder zumindest koordiniert?
Gk, du lebst wirklich in deiner eigenen Welt aber das ist schon ok....
GelbeKlamotten
21.03.2021, 17:15
Haha, welch Perle. Man könnte ja mal die Patienten fragen wer für sie medizinisch relevanter und wichtiger ist... der anonyme Typ der die Bildchen befundet oder der Vertraute Arzt der von Anamnese, Diagnostik und Therapie alles plant oder zumindest koordiniert?
Gk, du lebst wirklich in deiner eigenen Welt aber das ist schon ok....
Es ist ja nun kein Geheimnis, dass das subjektive Empfinden der Patienten oft nicht viel mit der tatsächlichen medizinischen Relevanz zu tun hat.
Der Klassiker ist: Patient kommt mit schwerer Erkrankung ins Krankenhaus, bekommt Diagnostik auf höchstem medizinischen Niveau, dann eine komplizierte mehrstündige OP, die erfolgreich und ohne wesentliche Komplikationen verläuft. Am Ende ist er aber unzufrieden, weil der PJler ihn beim Blutabnehmen immer mehrmals gepiekst hat, er vor und nach der OP kaum was zu Essen bekommen hat und das Brot morgens beim Frühstück sowieso zu trocken war. "In das Krankenhaus geh ich nie wieder."
Wenn es einem rein um die Anerkennung der Patienten geht, dann ist man sicher in der Allgemeinmedizin besser aufgehoben als in der Radiologie. Aber wenn man das fürs eigene Ego nicht braucht, sondern eben vor allem einfach medizinisch-fachlich etwas leisten will, dann ist die Radiologie ohne Zweifel die bessere Fachrichtung. In der Radiologie besteht der Job nämlich nicht zu 75% aus Smalltalk und Organisatorischem, sondern zu fast 100% aus der Anwendung von medizinischem Fachwissen. Das gibt es so in kaum einer anderen Fachrichtung.
In der Radiologie besteht der Job nämlich nicht zu 75% aus Smalltalk und Organisatorischem, sondern zu fast 100% aus der Anwendung von medizinischem Fachwissen. Das gibt es so in kaum einer anderen Fachrichtung.
Ach immer diese Provokationen und Wunsch nach Konfrontation. In meiner Zeit in der Allgemeinmed. Praxis war das nicht so. Sehr viel Psychosomatische Fälle, schon damals.
Wenn Mans fürs eigenen Ego nicht braucht, wählt man einfach die Fachrichtung, die einem liegt und interessiert und macht möglichst gute Arbeit. Ohne in Internetforen darüber zu diskutieren welche Fachrichtung relevanter ist. :-nix
Ohne in Internetforen darüber zu diskutieren welche Fachrichtung relevanter ist. :-nix
Darum ging es hier auch nie; die Diskussion ist müßig; wir sind abseits das Themas
GelbeKlamotten
21.03.2021, 17:40
Wenn Mans fürs eigenen Ego nicht braucht, wählt man einfach die Fachrichtung, die einem liegt und interessiert und macht möglichst gute Arbeit. Ohne in Internetforen darüber zu diskutieren welche Fachrichtung relevanter ist. :-nix
Das stimmt. Die Aussage von Minga30, die Radiologie wäre nicht relevant oder wichtig, wollte ich trotzdem so nicht stehen lassen. Und offenbar hat das für sie ja schon eine Bedeutung. Ich hätte durchaus Zweifel, ob sie sich am Ende als Hausärztin wirklich wichtiger und relevanter fühlt. Kommt eben schon darauf an, was man will. Hausärzte haben eben oft eher eine soziale Relevanz als eine medizinisch-fachliche. Wenn einen das erfüllt, dann ist ja alles gut.
Das stimmt. Die Aussage von Minga30, die Radiologie wäre nicht relevant oder wichtig
Achso und dann hast du dich gekränkt gefühlt. Und daher diese unnötigen Provokationen hier.
Sie schreibt ja explizit: Für SIE ist das so, andere Leute lieben es und relevant ist es auf jeden Fall. Habe überdurchschnittlich viele ehemal. Kommilitonen aus dem Semester, die in Radio Uniklinik glücklich sind, zwei schon mit PD.
Feuerblick
21.03.2021, 18:13
Ich würde ja sagen, ihr könntet mal wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren. Ob etwas relevant ist oder nicht, ist ja dann doch sehr subjektiv und in aller Regel nicht das schlagende Argument für oder gegen eine Fachrichtung.
Ich würde ja sagen, ihr könntet mal wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren. Ob etwas relevant ist oder nicht, ist ja dann doch sehr subjektiv und in aller Regel nicht das schlagende Argument für oder gegen eine Fachrichtung.
Eigentlich hatten wir bereits ausführlich im anderen Thread Minga beraten. Wie gesagt: Hospitation, um zu schauen ob es passt.
Feuerblick
21.03.2021, 18:27
Na, dann muss man doch auch gar nichts mehr schreiben. :-)
Hey zusammen,
ich habe die letzten Tage Eure Beiträge verfolgt und erst einmal vielen Dank dafür.
Leider muss ich sagen, dass dieses Gespräch über das "bessere" Fach leider nicht meine Absicht war und ich mich entschuldigen möchte falls ich in meine Post ein Fach hervorgehoben habe. Ich finde beide Fächer toll, aber ich bin gerade unsicher ob es für mich nicht mehr Sinn macht auch die Patienten mit allen Ihren krankheitsbezogenen Aspekten zu betrachten. Das Soziale interessiert mich ja tatsächlich auch :-) Naja lange Rede kurzer Sinn:
Die Hospitation möchte ich nun zeitnah angehen. Wäre es klug wenn man dem Arbeitgeber nichts sagen möchte dies an einem Urlaubstag zu machen? Ich möchte mir dafür natürlich nicht zu viele Tage frei nehmen, aber was würde Ihr empfehlen ? Lieber eine ganze Woche?
Hab natürlich auch etwas bedenken, dass mein Arbeitgeber das mit bekommt...
LG :-)
Das musst du für dich selbst entscheiden, für Hospitationen nimmt man Urlaub und kriegt keinen Tag frei o.ä.
GelbeKlamotten
22.03.2021, 12:20
Ich würde - wenn denn eine Hospitation in einer Hausarztpraxis unter Coronabedingungen überhaupt möglich ist - mindestens 3 Tage, eher eine ganze Woche Urlaub opfern. Ich denke das ist sinnvoll investiert für eine Entscheidung die dein ganzes restliches Berufsleben betrifft. Einen Tag brauchst du doch schon, um die groben Abläufe in der Praxis überhaupt mal halbwegs mitzubekommen.
Du solltest dich nur vorher gut informieren, welche Praxis für dich in Frage kommt. Auch wenn hier jetzt wieder einige protestieren werden: es gibt definitiv eine ganze Menge Hausarztpraxen, in denen kaum sinnvolle Medizin gemacht wird. Auch bei uns im Studium waren die Erfahrungen bei den Hausarztpraktika sehr sehr unterschiedlich. Das reichte vom absoluten Schwurbler, der Diagnosen per Kraftfeldpendel gestellt hat bis zur sehr kompetenten und einfühlsamen Ärztin. Und ich habe nicht das Gefühl dass letztere in der Überzahl sind.
Wäre schade, wenn du deine Zeit in einer ungeeigneten Praxis verplemperst.
Speranza100
22.03.2021, 12:35
Hospitationen waren bei mir während der Pandemie in einer Hausarztpraxis kein Problem.
Ich denke der große Vorteil ist, dass man sich in der Allgemeinmedizin echt austoben kann. Da kannst du deine Schwerpunkte selber setzen und wenn es Naturheilkunde, Homöopathie und Kraftfeldanalyse werden soll ist doch ok. Gibt bestimmt Patienten, die genau das wollen.
Hast du gewechselt? Wie geht es dir jetzt mit dem Wechsel? Schwanke auch zwischen Allgemeinmedizin und Radiologie.
Hast du gewechselt? Wie geht es dir jetzt mit dem Wechsel? Schwanke auch zwischen Allgemeinmedizin und Radiologie.
Grundsätzlich beides gute Fächer .
Radiologie ist sicher eher etwas für Leute, die nicht zu viel "Soziales" im Beruf haben möchten. Ich denke, dass merkt man auch im frühen Berufsleben oder im PJ bereits: Wer sagt: Oh nee Stationsarbeit, Reden und viel Verständnis mit Patienten und Angehörigen, die viele Arbeit mit sehr vielen anderen Berufsgruppen (Pflege, Ärzte, Physio, MFA), das ist garnicht meins, macht mir überhaupt keinen Spaß. Ich liebe es lieber einen guten Befund und Bewertung zu schreiben, eine Diagnose anhand einer Bildgebung und klinischen Angaben zu stellen oder zu erhärten, Arbeit mit technischen Geräten/MTA und Kollegen, interventionelle Arbeit mit einem Katheter, dann ist Radio dein Ding.
Allgemeinmedizin ist der Allround und Ansprechspartner für alles. Familien vom Kind bis zum Großvater betreuen. Gute Kenntnisse in Innere, Psychosomatik, Neuro, Ortho und auch Pädiatrie. Die wirklich schwierigen Fälle von lapidaren Erkrankungen unterscheiden.
Viel Kontakt mit Patienten, Angehörigen, MFA, aber auch dem Krankenhaus vor Ort. Natürlich bessere Option sich niederzulassen. Generell (noch) mehr Jobömöglichkeiten als im spezialisierten Fach Radiologie.
Das ist wirklich ein Geschmacksfrage, und man muss rausfinden, was man möchte. Ich kenne Kollegen für die 1 Tag 100x RöThx der blanke Horror wäre und mit dem ganzen Tag CT oder MRT Bildgebung ohne Patienten wären sie gelangweilt. Andere Kollegen wären total genervt von ständigen Anfragen von Pflege, Oberärzten, Kollegen, Angehörigen und würden sich dort unwohl fühlen.
An Allgemeinmedizin gefällt mir das ganzheitliche, aber sonst war ich eigentlich nie so der “Innere Typ”. An Radio gefällt mir das technische und die guten Arbeitszeiten, wobei man die in der Allgemeinmedizin ja auch recht zügig haben kann. Schwierige Entscheidung. Wahrscheinlich ist es am schlausten Einfach erstmal ein Jahr innere zu machen?!
Gute Arbeitszeiten hat man da auch nicht überall, gerade im CT in großen Kliniken sind die Leute immer lang geblieben; und wenn man dann die Arbeit als wenig abwechslungsreich empfindet; ein Jahr Innere ist immer gut.
Bei mir in der Klinik ( 1000 Betten +) war es sehr entspannt, zumindest wenn man es mit anderen Fächern vergleicht. Aber denke auch, dass dann ein Jahr innere nicht verkehrt ist.
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