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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jobwechsel Labormedizin-Innere/Onkologie (Im Bewerbungsschreiben begründen)



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Evil
23.03.2021, 07:21
Ich möchte mal ungefragt meinen Senf zu obigem Satz geben: die ARBEIT ist nicht dazu da, Erfüllung zu geben.
Das ist -meiner Meinung nach- eine unrealistische Erwartungshaltung an seine ARBEIT. Eine Herausforderung zu suchen ist völlig ok. Man kann bittedanke gerne hingehen und auch engagiert seinem Job nachgehen usw. Aber "Erfüllung" geben, oder "Sinn" muss die Arbeit nicht machen.
Das ist aber jetzt Wortklauberei. Es sollte schon so sein, daß man seinen Job ganz gern macht und eine gewisse Befriedigung daraus zieht, immerhin macht die Arbeit im Erwachsenenalter den größten Teil der Zeit aus. Und damit ist meiner Ansicht nach "Sinn" und "Erfüllung" bereits gegeben, wobei ich Letzteres für eine ziemlich schmalzige Wortwahl halte. Da sollte der Job zwar schon ganz weit vorn in der Prioritätenliste stehen, aber niemals allein.

Unrealistische Erwartungshaltung oder übersteigertes Selbstbild/Anspruchshaltung ist dagegen, daß man jeden Tag Patienten und am besten die ganze Welt rettet, oder als z.B. Radiologe ganz überwiegend lebensentscheidende Diagnosen stellt. Da ist Frust vorprogrammiert.

Hnesel1
23.03.2021, 08:19
Wollen wir mal versuchen, dass dieser Thread zur Abwechslung nicht komplett off-topic wird? Für solche Themen gibt's doch andere

Spadix
24.03.2021, 05:40
Darf ich fragen, was genau stört dich an der Fachrichtung ?

Die Fachrichtung ist total interessant, mich stört einfach die Arbeitsroutine auf Station. Man macht den ganzen Tag nichts außer Termine vereinbaren, Aufklären zu Punktionen oder zur Chemo, Vorbefunde anfordern und diese und alles weitere in seitenlange Briefe einfügen. Dazu kommen dann noch die ganzen Anträge für SAPV, Hospiz, oder häusliche Hilfsmittel und der gesamte Tag ist wieder rum. Leider ist kaum Zeit sich inhaltlich mit den hämatologischen oder onkologischen Krankheitsbildern und Therapiekonzepten auseinanderzusetzen. Man lernt zwar schon viel nebenbei, aber ich würde mich auch gerne während der Arbeitszeit mit den Patienten tiefergehend auseinandersetzen möchten und das nicht immer nur am Abend oder am Wochenende machen müssen.
Zudem kommen dann noch die Nachtdienste, in denen man zu 80% nur neue Zugänge legt und Blut abnimmt oder Schlaftabletten und Schmerzmedis anordnen soll und trotzdem nur 2h zum schlafen kam.

Zusammengefasst liegt es überhaupt nicht am Fach wieso ich mich nach was anderem umschaue, sondern an der Arbeit auf einer internistischen Station, welche mir einfach keinen Spaß macht.

kaii
25.03.2021, 13:27
Für Labormedizin braucht man 12 Monate in der stationären Patientenversorgung im Gebiet Innere Medizin und/oder Kinder- und Jugendmedizin, auch eine gute Begründung, möchte das klinische Jahr machen und dann gefällt es einem so gut da, dass man bleibt oder eben nicht

Also muss man 12 Monate in der Innere Medizin oder 12 Monate in der stationären Patientenversorgung wie Strahlentherapie oder Psychiatrie Bsw.

roxolana
25.03.2021, 13:44
Das ist je nach Bundesland unterschiedlich, am besten in die jeweilige WBO schauen.

Bonnerin
25.03.2021, 14:35
Neue WBO (Musterweiterbildungsordnung 2020): stationäre Versorgung.

Ältere WBO: Innere (ggf. auch Pädiatrie möglich).

Ich hab einfach höflich bei meiner ÄK gefragt (Tipp von hier, danke), die mir bestätigt haben, dass in ihrem Geltungsbereich mein klinisches Fach als Klinisches Jahr für Laboratoriumsmedizin zählt. Die haben letztes Jahr die neue WBO umgesetzt.

Endoplasmatisches Reticulum
25.03.2021, 19:22
Mal aus Interesse: Wie ist das eigentlich mit ZNA, Ambulanz etc? Erwarten die ein Zeugnis, wo drinsteht, dass man wirklich 1 Jahr kumulativ Stationsäffchen war?

Bonnerin
25.03.2021, 19:27
Mal aus Interesse: Wie ist das eigentlich mit ZNA, Ambulanz etc? Erwarten die ein Zeugnis, wo drinsteht, dass man wirklich 1 Jahr kumulativ Stationsäffchen war?

Die ÄK Nordrhein meinte, dass bei mir Anästhesie anerkannt wird, weil es im Krankenhaus (= Einrichtung der stationären Versorgung) abgeleistet wurde. Bei denen gehts halt nur darum, dass man in nem Krankenhaus war, wo 24h-Versorgung ist. So hab ich es zumindest aus der Mail gelesen. Frag besser mal deine zuständige ÄK.