Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 140.000€ in Teilzeit als Opthalmologe im Angestelltenverhältnis
John Silver
01.04.2021, 10:35
Es ist außerordentlich unhöflich, ein Posting a la „klar geht das, ihr habt doch alle keine Ahnung, ich bin ein Checker“ zu verfassen, wenn man tatsächlich nicht die blasseste Ahnung vom Gesprächsgegenstand hat. Wenn man selbst unhöflich ist, muss man es schon aushalten, wenn man eine entsprechende Antwort bekommt. Hier gibt es die typische Situation, in der Person A Unsinn verbreitet, jedoch im Tonfall eines Checkers; dann kommt Person B und sagt, man möge sich doch erst informieren, bevor man den Checker gibt; und Person A, statt beschämt endlich die Klappe zuzumachen und sich vorzunehmen, immer erst dann zu sprechen, wenn man auch tatsächlich etwas über den Gegenstand des Gesprächs weiß, fängt an, „mimimi“ zu schreien und über den pöhsen Ton zu lamentieren. Selbst unhöflich sein - ja bitte, im Gegenzug Unhöflichkeit auszuhalten - mimimi.
Thomas24
01.04.2021, 10:46
4. In der Summe muss der Angestellte, der pro Jahr 140.000 Gehalt kassieren will, minimum locker-flockige 350-400 T Umsatz pro Jahr machen, eher mehr. Sonst lohnt sich die Kiste für den Inhaber nicht. Wenn man nur 3 Tage pro Woche arbeitet, muss man davon mindestens einen Tag Sprechstunde machen, weil die komischen Patienten immer so reeeden wollen, und immer erst die Diagnose vor der OP gestellt sein will, und die Nachuntersuchung wollen diese Memmen auch noch. Mit maximal 2 OP-Tagen pro Woche müssen lauter Selbstzahler-OPs dabei sein, um den o.g. Umsatz zu erwirtschaften. Um mit einem Sprechstundentag 2 OP-Säle mit Selbstzahlereingriffen zu füllen, muss man einen exorbitant guten Ruf als Operateur haben. Wer einen so exorbitant guten Ruf hat, arbeitet in der Regel für sich, und nicht, um einen Kollegen reich zu machen, lässt sich also kaum anstellen, sondern nimmt sich eine eigene Praxis.
Wenn man selbst aus dem eigenen Patientenklienten mit nur einem Sprechstundentag pro Woche, zwei volle Op Tage generieren möchte, wird das kaum gehen. Dafür ist zu viel "nicht operativer Beifang" dabei- die alle Behandlungs- pder Redebedarf haben, aber eben konservativ geführt werden, Kontrollen brauchen usw. -aber eben keine Op.
Stattdessen funktionieren einige der größeren überregionalen Augenzentren über eine andere Strategie: Aufkauf der regionalen konservativen Zuweiserpraxen (gerne das Auslaufmodell Einzelkämpfer auf dem Land), die das Patientengut screenen, die konservativen Patienten behandeln usw. und die operativen Fälle an das angeschlossene Op Zentrum schicken. Aber auch in einem solchen Modell (das ja eine gewisse Mindestgröße an Sitzen etc. erfordert), muss der Operateur selbst noch genügend Zeit für Sprechstunden anbieten. Faustregel: ca. 4 bis 5 KV Sitze, um mit deren Zuweisungen einen Operateur voll auszulasten. Und bevor wieder jemand: jaaaaa, aber das sind doch alles Selbstzahlerleistungen, da braucht man ja weniger Operationen, ruft. Nein. Das Gros sind GKV Patienten, die über den EBM abgerechnet werden und der allgemeine Vergütungstrend in der EBM Medizin ist abwärts gerichtet. Wenn man tatsächlich primär Operationen nach Strukturverträgen, IGEL bzw. Selbstzahler Ops und Privatpatienten operieren sollte, dann kann die Rechnung aufgehen. Aber da hat Evil natürlich Recht: wer so ein Klientel bedient, der macht das im Regelfall nicht in einem Anstellungsverhältnis für jemand anderen.
In drei bis fünf Jahren kann das anders aussehen.
Und es wäre jetzt nicht möglich gewesen, diese Rechnung in normalem Umgangston zur Diskussion zu stellen?
Ist halt der gleiche Duktus wie im Krankenhaus. Aber muss doch eigentlich hier nicht sein.
Vielleicht hat Knugs tatsächlich einfach nicht die nötige Erfahrung das abschätzen zu können. Aber es gilt ja nicht: Entweder normaler Ton oder Sachverstand, sondern es soll gerüchteweise tatsächlich möglich sein, beides an den Tag zu legen.
So sollte es sein, und genau das ist eigentlich auch der Umgang, den wir uns im Forum im Großen und Ganzen wünschen.
Mal ausnahmsweise ein bißchen derber argumentieren in der Hitze der Diskussion oder wenn bestimmte 3-Buchstaben-User sich als komplett lern- und beratungsresistent erweisen ist ja ok, aber das sollte halt nicht die Regel sein.
Respekt, ich bin ernsthaft positiv beeindruckt ob Deiner Lernfähigkeit, und das meine ich ausnahmsweise nicht ironisch :-top
Und ich bin dann diejenige, die verwarnt wird und wochenlang gesperrt wird. Und auch auf sehr höfliche Nachfrage an die Moderatorin bekomme ich keine Antwort, um welche(n) meiner Posts es überhaupt ging. Wirklich sehr fair wie das hier läuft :/
Na, erstens war das exakt 1 Woche, zweitens hat es sich bei Dir offensichtlich gelohnt, und drittens war das nicht an einzelnen Beiträgen festgemacht, sondern an der Gesamtwirkung/Auftreten. Im geheimen Iluminaten-Modforum ausführlich diskutiert worden, das haben wir uns nicht leicht gemacht ;-)
Wie übrigens ganz aktuell das auch bei einigen anderen Usern zur Debatte steht.
Ich wollte nur noch mal anmerken, dass es "der" Kommentar ist.
Empfehle dringend, mehr Bücher und weniger Kommentare unter Youtube-Videos zu lesen.
Kann man allerdings auch höflicher sagen...
Das werden die hier nie lernen.
Das werden die hier nie lernen.
Willst Du damit sagen, unfreundlich und begriffsstutzig? Na, dann passt Du doch hervorragend hierher :-D
Willst Du damit sagen, unfreundlich und begriffsstutzig? Na, dann passt Du doch hervorragend hierher :-D
Höflich Ist etwas anderes.
Naja Kritik vertragen ist auch schwer, beleidigen einfach... nicht wahr?
Es ist außerordentlich unhöflich, ein Posting a la „klar geht das, ihr habt doch alle keine Ahnung, ich bin ein Checker“ zu verfassen, wenn man tatsächlich nicht die blasseste Ahnung vom Gesprächsgegenstand hat. Wenn man selbst unhöflich ist, muss man es schon aushalten, wenn man eine entsprechende Antwort bekommt. Hier gibt es die typische Situation, in der Person A Unsinn verbreitet, jedoch im Tonfall eines Checkers; dann kommt Person B und sagt, man möge sich doch erst informieren, bevor man den Checker gibt; und Person A, statt beschämt endlich die Klappe zuzumachen und sich vorzunehmen, immer erst dann zu sprechen, wenn man auch tatsächlich etwas über den Gegenstand des Gesprächs weiß, fängt an, „mimimi“ zu schreien und über den pöhsen Ton zu lamentieren. Selbst unhöflich sein - ja bitte, im Gegenzug Unhöflichkeit auszuhalten - mimimi.
Geht man so miteinander oder gar mit Patienten um? Nö.
Sachlich und bestimmt bleiben.
Wenn ein Patient dir erklärt mit Voodoo heilt man sein Rektumkarzinom besser als mit Chirurgie, dann beleidigst du ihn doch nicht nur weil der Patient "die optimale Therapie nicht erkennt".
cartablanca
01.04.2021, 21:54
Ich würd mal gern wissen, ob es eine Studie über die Prävalenz von Narzissmus unter Medizinern gibt. So viele Überhebliche findet man echt in kaum einem anderen Beruf.
GelbeKlamotten
01.04.2021, 22:53
Ich würd mal gern wissen, ob es eine Studie über die Prävalenz von Narzissmus unter Medizinern gibt. So viele Überhebliche findet man echt in kaum einem anderen Beruf.
Da kann ich nur Empfehlen mal ein Praktikum im Investment Banking zu machen :)
Ich würd mal gern wissen, ob es eine Studie über die Prävalenz von Narzissmus unter Medizinern gibt. So viele Überhebliche findet man echt in kaum einem anderen Beruf.
Im Klinikalltag gehen sehr viele miteinander so um und denken hier im Forum kann man so weiter machen. Nein!
Das endet in der Klinik mit Sprüchen wie "Gehen Sie zurück in ihr Heimatland XY, wo sie herkommen, da können sie sowas machen" oder einfach "Sie sind dumm". Tja und dann ist das der Chefarzt und niemand sagt was. Ist auch nicht so gemeint vom ihm und am nächsten Tag vergessen. Dieser respektlose Umgang (egal ob jmd Ahnung von Praxisumsatz hat oder nicht) ist nicht tolerierbar.
Die Ursprungsfrage scheint hinreichend diskutiert zu sein. Persönliche Empfindlichkeiten, was respektlos ist oder nicht, können gerne per PN erörtert werden.
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