Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stex2 Tag 2 - A95/B84 Negativ-prädktiver Wert
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14.04.2021, 19:08
Also die elegante Lösung:
Sensitivität 0,93 = Richtig Positive (RP) / Kranke (K) --> RP = 0,93*K
Spezifität 0,976 = Richtig Negative (RN) / Gesunde (G) --> FP (Falsch positive) = 0,024 (1-Spez) * G
Gesund (G)+ Krank (K) = 1000
Alle positiven (AP) = 30
30 (AP) = RP + FP (falsch positiv)
30 = 0,93* K + 0,024*G
K+G = 1000 --> G = 1000-K --> Einsetzten in die Formel oben
--> 30 = 0,93*K + 0,024*(1000-K) --> Auflösen nach K --> K=6,6 (Das ist jetzt die Prävalenz)
Jetzt noch die richtig positiven ausrechnen: RP= 0,93*6,6 = 6,12
Dann den PPW ausrechnen: PPW= 6,12/30= 20%
Oha, ein "Mathemann!" (Mit der Betonung der Youtubevideos aussprechen) Mein Superheld!
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14.04.2021, 19:30
Bin ich der einzige, der erst dachte, er müsste da ein Gleichungssystem lösen, dann aber dachte, das verlangen die doch nicht und dann die Aufgabenstellung so gelesen habe, dass einfach 30 "tatsächlich positiv" sind?
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14.04.2021, 19:36
In den Altfragen war bei diesen Prädiktiv-Wert Fragen immer das niedrigste korrekt. Hab deshalb 20% gewählt, was ja auch richtig war.
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14.04.2021, 19:44
Ohne Prävalenz kann man für jeden positiven prädiktiven Wert eine passende Vierfeldertafel aufmalen, das bringt doch nichts. Und die war nicht gegeben, also ist die Aufgabe so nicht zu lösen.
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14.04.2021, 20:15
Bin ich der einzige, der erst dachte, er müsste da ein Gleichungssystem lösen, dann aber dachte, das verlangen die doch nicht und dann die Aufgabenstellung so gelesen habe, dass einfach 30 "tatsächlich positiv" sind?
Ich habe tatsächlich genau dasselbe gedacht. Denn in der Aufgabenstellung stand ja "Bei der Untersuchung von 1000 Serien sind 30 Proben positiv" und nicht "...sind 30 Proben positiv getestet worden". Und da man immer im Hinterkopf hatte, dass man doch die Prävalenz benötigt (und man die wohl nicht selbst herleiten muss), dachte ich, es wird schon so gemeint sein, dass sie tatsächlich positiv sind. Das werde ich auch angeben beim Versuch die Frage anzufechten....
Ohne Prävalenz kann man für jeden positiven prädiktiven Wert eine passende Vierfeldertafel aufmalen, das bringt doch nichts. Und die war nicht gegeben, also ist die Aufgabe so nicht zu lösen.
Es geht schon. Die Frage ist, wie viele Ärzte im Berufsleben jemals ein lineares Gleichungssystem lösen mussten...
Denkt ihr, ein Anfechten wegen nicht eindeutiger Aufgabenstellung (30 "sind positiv" vs 30 wurden positiv getestet) hätte hier eine gewisse Aussicht?
Immerhin wäre, wenn man die 30 als tatsächliche Prävalenz interpretiert C und nicht A richtig, wenn ich mich nicht täusche.
lena123444
16.04.2021, 16:14
Die Frage ist ziemlich eindeutig lösbar, du hast zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten. Dass das praktisch gesehen in der Prüfung eher auf ein Ausprobieren denn ein Rechnen hinausläuft ist eine andere Sache. Das würde ich dann aber eher als generelle Anmerkung zum ganzen Examen (unnötige Synonyme wie radiographische Schnittbild oder was die da geschrieben haben statt CT und antimuskarinerg anstatt anticholinerg, Vasculitis allergica etc. und unklar formulierte Fragen a la TEE vs TTE und ggf. vaginale Sono bei EUG) machen...
lena123444
16.04.2021, 16:20
du kannst auch nicht 30 als Prävalenz interpretieren, da du dann ja immer noch die falsch Positiven von den Gesunden hättest, die darauf kommen würden. Die lägen dann auch deutlich über den falsch negativen. es gibt dabei nur einen Wert, der passt, ohne Taschenrechner aber eher durch ausprobieren herauszufinden... :(
Tamibami
16.04.2021, 17:08
Es geht schon. Die Frage ist, wie viele Ärzte im Berufsleben jemals ein lineares Gleichungssystem lösen mussten...
Denkt ihr, ein Anfechten wegen nicht eindeutiger Aufgabenstellung (30 "sind positiv" vs 30 wurden positiv getestet) hätte hier eine gewisse Aussicht?
Immerhin wäre, wenn man die 30 als tatsächliche Prävalenz interpretiert C und nicht A richtig, wenn ich mich nicht täusche.
Genau, ich habe es aus dem Grund einfach mal versucht, diese Frage anzufechten.
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