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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stex2 Tag 3 A 56 / B31 - Meningokokkenmeningitis-Frage



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MEDI-LEARN
16.04.2021, 11:42
Hallo zusammen,
vielen Dank für die Diskussion und Anregungen.

Wir haben unsere Lösung für Tag 3 Frage A56/B31 von E auf jetzt C geändert.

Schöne Grüße
MEDI-LEARN

edimitro
16.04.2021, 13:11
Hallo,
ich weiß leider nicht wie ich einen Eintrag unter Frage Nr. 56 (Auflage A) erstellen kann, deswegen schreibe ich hier. In der Antwort E, die als richtig angegeben wurde, steht, dass man eine empirische antiinfektive Therapie gibt. Das macht man aber erst wenn der Erreger sicher nachgewiesen wurde. Das steht in den Leitlinien:
'' Bei erwachsenen Patienten mit Verdacht auf bakterielle Meningitis (ohne Bewusstseinsstörung, ohne fokal-neurologisches Defizit, ohne epileptische Anfälle in den vergangenen Tagen, ohne Immunsuppression) soll unmittelbar nach der klinischen Unter- suchung die lumbale Liquorpunktion angeschlossen werden. Ebenso ist die Abnahme von mindestens zwei Blutkultursets erforderlich. Nach Abnahme von Blutkulturen werden sofort Dexamethason (10 mg) und Antibiotika i.v. verabreicht. Bei unbekanntem Erreger wird kalkuliert unter Berücksichtigung des Alters des Patienten, der prädisponierenden Faktoren und der damit wahrscheinlichsten bakteriellen Erreger behandelt. ''

Was denkt ihr?

Quelle: Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie
Ambulant erworbene bakterielle (eitrige) Meningoenzephalitis im Erwachsenenalter

xgq20
17.04.2021, 10:53
Hallo zusammen,
vielen Dank für die Diskussion und Anregungen.

Wir haben unsere Lösung für Tag 3 Frage A56/B31 von E auf jetzt C geändert.

Schöne Grüße
MEDI-LEARN

Hey, könntet ihr das vllt begründen? Vielen Dank schonmal :-winky

FireFighterFw
18.04.2021, 17:32
In aller Regel bedeutet empirische und kalkulierte Antibiotikatherapie das Gleiche.

Zuul
19.04.2021, 17:42
Also ich finde die Frage absolut unbeantwortbar. Das die Patientinisoliert werden muss ist klar, schließt aber B ja nicht aus, wiel ja nur nach den nächsten schritt gefragt wird und nicht nach dem ganzen Ablauf. Und ob man jetzt die PEP der 1. Wahl aka Rifampicin für einen Tag länger gibt als bei Amboss steht oder Ciprofloxacin Einzeldosis wahllos allen gibt obwohl hierfür ein Rote-Hand-Brief des BfArM vorliegt: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RHB/2019/rhb-fluorchinolone.html ist ziemlich fraglich.

Phiwi
19.04.2021, 20:37
Denke, die Frage lässt sich eindeutig beantworten und C ist richtig. Ich habe sie leider auch falsch und B genommen. Den Empfehlungen des RKI entspricht nur Antwort C, daran lässt sich nichts rütteln. Der Rote Hand Brief für Flourchinolone betrifft die PEP als Einmalgabe ausdrücklich nicht: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RV_STP/a-f/fluorchinolone-bewegungsapparat.html

Seven_of_Nine
19.04.2021, 20:52
Ich habe die Frage angefochten, da es meiner Meinung nach 2 richtige Antworten geben kann, wozu aber einfach Infos fehlen!

Ich muss von den Mitarbeitern wissen, wie sie geschützt waren. In Zeiten von Corona arbeitet man im KH seit über 1 Jahr zumindest mit OP-Maske, wenn nicht sogar mit FFP2 und diverser anderer Schutzausrüstung. Wenn auch die Mitarbeiter in diesem Fall so geschützt waren, bedarf es keiner PEP, waren sie nicht geschützt, dann PEP mit einmaliger Gabe von Ciprofloxacin. Eine sofortige Isolation der Patientin steht natürlich außer Frage.

Zuul
19.04.2021, 21:57
naja der Rote Hand Brief bedeutet trotzdem das man zuerst Rifampicin nehmen sollte/würde und nur bei Kontraindikation auf die Cipro/Fluorchinolone ausweicht. Ob man die Therapie jetzt über 2 oder 3 tage macht ist denke ich relativ unerheblich