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hebdo
03.05.2021, 13:01
Ich bin auch eher jemand, der Work-Life-Balance auf dem zweiten Wort betont. Aber der Verdienst ist verglichen mit den Möglichkeiten in der Niederlassung eher unterdurchschnittlich. Gerade wenn die Aufstiegschancen eher gering sind. Als agestellter Facharzt kann man in einer Praxis mehr rausholen bei ähnlich guten Arbeitsbedingungen.

Die Frage ist auch, ob man die Tätigkeit an sich mag. Es hat Vorteile, der Patientenversorgung den Rücken zu kehren; hängt aber alles von den individuellen Präferenzen ab.

Dogs4Life
03.05.2021, 13:12
Habe den Schritt aus der Klinik auch nie bereut. Das einzige, was mir fehlt, ist das interdisziplinäre Zusammenarbeiten und die doch etwas spannenderen und komplexen Fälle, für die man in der Niederlassung einfach zu wenig Zeit und Ressourcen hat. Aber dafür hab ich regelmäßige Mittagspausen, schlafe nachts im eigenen Bett anstatt in der Klinik, schlage mir die Wochenenden und Feiertage nicht mehr um die Ohren usw. Retrospektiv hätte ich früher die Klinik Tretmühle verlassen sollen, ohne noch ein paar Jahre OA zu spielen.

Hättest du aber dann auch ohne die Jahre als OA den Ausbildungsstand erreicht, den du jetzt hast bzw. die Skills erlernt, die es dir dann ermöglicht haben deine jetzige Stelle zu bekommen?

Finde das ganz interessant, aber stelle es mir schwierig vor, besonders wenn man etwas Operatives macht, sich direkt nach Erhalt des Facharztes niederzulassen. In theoretischen Fächern kann ich es mir viel besser vorstellen.

Feuerblick
03.05.2021, 14:09
Ich bin auch eher jemand, der Work-Life-Balance auf dem zweiten Wort betont. Aber der Verdienst ist verglichen mit den Möglichkeiten in der Niederlassung eher unterdurchschnittlich. Gerade wenn die Aufstiegschancen eher gering sind. Als agestellter Facharzt kann man in einer Praxis mehr rausholen bei ähnlich guten Arbeitsbedingungen.

Die Frage ist auch, ob man die Tätigkeit an sich mag. Es hat Vorteile, der Patientenversorgung den Rücken zu kehren; hängt aber alles von den individuellen Präferenzen ab.
Ich denke, das ist überall so. Natürlich kann man als angestellter Facharzt unter Umständen (das ist ja auch von Fach zu Fach unterschiedlich) mehr verdienen. Man ist aber auch sehr viel weniger flexibel (im Sinne von: „Ich brauche am Freitag mal frei…“ Das geht in der Praxis nicht, da muss man Minimum drei Monate im voraus planen) und man muss zumindest manchmal auch Dienste schieben.
Insofern ist es immer eine Frage der persönlichen Präferenzen, was man für mehr Geld an Nachteilen in Kauf nehmen möchte. Für mich war es ziemlich klar, dass ich die Praxislangeweile mit eher nicht mehr Geld (weil rein konservativ), dafür aber mit nervenden Patienten, definitiv nicht mehr haben wollte. Insofern ist die Entscheidung für mich persönlich genau richtig gewesen. Aufstiegsmöglichkeiten hätte ich seit Jahren - will ich aber gar nicht. ;-)

hebdo
03.05.2021, 18:17
Wie du schon sagst, ob die Tätigkeit gefällt ist Geschmackssache. Man hört von vielen, dass sie die eigene Tätigkeit als abwechslungsreich, spannend und interessant finden. Ich empfinde meine Arbeit in der Praxis als sehr routinelastig, wenig anspruchsvoll und hinsichtlich der Forderungen und Erwartungen der Patienten sehr sehr anstrengend.

Hinsichtlich der Flexibilität kommt es sehr auf Fachrichtung und Organisation an. Meist aber sicher schwierig

Für eine interessante Tätigkeit würde ich aber auch Gehaltseinbußen von 10-15% akzeptieren.

Feuerblick
03.05.2021, 18:43
Mein Tätigkeit war eben auch wenig anspruchsvoll und sehr routinelastig. Etwas mehr ausbauen hinsichtlich interessanterer und anspruchsvoller Fälle war nicht erwünscht.
Jetzt habe ich nur wenig Routine (die ich genieße) und viel anspruchsvolle Fragestellungen, für die ich meinen Kopf jeden Tag mehr brauche als für die Praxistätigkeit.
Dazu diese besondere Flexibilität, die mir persönlich halt sehr entgegenkommt, weil mir schon mal spontan einfällt, dass ich mitten in der Woche einen Tag frei brauche, weil ich was Nettes vorhabe.
Und die Gehaltseinbußen waren zumindest im Vergleich zu der Praxis, in der ich war, marginal und sind inzwischen auch komplett aufgehoben.
Aber es gibt eben auch Menschen, für die nichts schlimmer sein kann, als Gutachten zu erstellen. :-))

Kurz: Reich wird man beim MDK nicht. Ein gutes Auskommen bei sehr guten Arbeitsbedingungen hat man aber ganz eindeutig.

Feuerblick
03.05.2021, 20:29
Nein. Wie kommst du darauf? Und wie kommst du darauf, dass man beim MDK bei der Krankenkasse arbeitet?

Feuerblick
03.05.2021, 20:42
Hihi, kein Problem. Ich weiß, dass solche Gerüchte immer wieder umgehen. ;-)
Also, mal ganz einfach gesagt: Der MDK wird zwar auch von den Krankenkassen (von fast allen) mitfinanziert, hat aber sonst nichts mit den Krankenkassen zu tun. Auch wenn immer gerne verbreitet wird, dass man ja für die Krankenkassen arbeitet und daher in deren Sinn entscheidet. Das trifft nicht zu.
Und verbeamtet wird man auch nicht. Aber immerhin öffentlicher Dienst. ;-)

Feuerblick
03.05.2021, 21:18
So ne Art Dienstleistung ist das. Nur dass der Auftraggeber nicht vorgeben darf, welches Ergebnis er gern hätte. ;-)

daCapo
03.05.2021, 23:57
Hihi, kein Problem. Ich weiß, dass solche Gerüchte immer wieder umgehen. ;-)
Also, mal ganz einfach gesagt: Der MDK wird zwar auch von den Krankenkassen (von fast allen) mitfinanziert, hat aber sonst nichts mit den Krankenkassen zu tun. Auch wenn immer gerne verbreitet wird, dass man ja für die Krankenkassen arbeitet und daher in deren Sinn entscheidet. Das trifft nicht zu.
Und verbeamtet wird man auch nicht. Aber immerhin öffentlicher Dienst. ;-)

Ganz im Gegenteil. Der MDK ist eher sowas wie der Tropfen auf dem heißen Stein. Es geht soviel durch. Letztendlich sind es die Kassen selbst schuld.

Feuerblick
04.05.2021, 13:04
@daCapo: Der MDK kann den Kassen nur vorschlagen. Der MDK lehnt nicht ab und stimmt nicht zu. Das ist ganz allein Job der Kassen. Und glaub mir, es gibt schon immer mal Entscheidungen der Kasse, die wir nicht ganz verstehen. Sowohl im Positiven (Leistung gewährt, obwohl sie Unsinn ist oder es etwas Gleichwertiges als Kassenleistung gäbe) als auch im Negativen (Leistung nicht gewährt, obwohl wir der Meinung waren, dass diese Leistung sinnvoll ist). Oftmals müssen wir uns dann mit dem Widerspruch rumplagen… Man darf aber auch nicht vergessen, dass es viele Leistungserbringer (Ärzte, Krankenhäuser, Optiker, Orthopädietechniker etc.) gibt, die sehr…äh…kreativ ihre Regeln auslegen und nur auf diese Weise mit kostspieligen Ideen auffallen. Da gibt es eine Menge Potenzial… :-))
@Lena: Pflegegutachten (Pflegegrad), Gutachten zu Arbeitsunfähigkeit (Rente oder nicht? Erwerbsunfähig oder nicht? Wie lange AU?), Krankenhausgutachten (DRG, Verweildauer), ambulante Versorgung (Off-Label-Medikamente, Methoden, die nicht im EBM sind, Hilfsmittel, Heilmittel, ambulantes Operieren, SAPV, ambulante Pflege, ASV uvm.). Das nur als Stichworte.

daCapo
04.05.2021, 16:59
Man darf aber auch nicht vergessen, dass es viele Leistungserbringer (Ärzte, Krankenhäuser, Optiker, Orthopädietechniker etc.) gibt, die sehr…äh…kreativ ihre Regeln auslegen und nur auf diese Weise mit kostspieligen Ideen auffallen. Da gibt es eine Menge Potenzial… :-))

Genau und nicht jeder Fall wird vom MDK geprüft, war ein Geschäftsmodell der alten Klinik...Letztendlich nicht nur unnötig teuer für die Krankenkassen, sondern auch nervig für das Personal. Das Argument: Ja irgendwie müssen wir unsere Betten füllen, finde ich wenig überzeugend. Und das ist nur ein Beispiel. Im ambulanten Bereich ist es genauso möglich, möglichst profitabel abzurechnen für dasselbe Ergebnis. Es ist viel Geld im System und man kann sich solche Spielchen leisten.

Feuerblick
04.05.2021, 17:08
Im ambulanten Bereich kann man sich fast noch mehr Spielchen treiben. Die KV kontrolliert relativ wenig und will wenig wissen. Wenn man dann plötzlich ein anderes Abrechnungsmodell (z.B. ASV) mitmachen will, staunt man nicht schlecht, was der MDK bei der Abrechnungsprüfung alles wissen will. Mist, hat man alles gar nicht so wirklich gemacht, kann man also auch nicht nachweisen und eigentlich hat man dafür gar nicht die personellen Kapazitäten. Aber mit der KV ging es doch auch immer… Da bekommen so einige Schnappatmung. Und der MDK ist dann wieder böse (dabei spielen wir nur nach den öffentlich zugänglichen Spielregeln).
Demnächst sollen die ambulanten Operationen im Krankenhaus aus der Prüfung rausfallen. So möchte es die Politik. Prima, ich hab auch so genug Arbiet. Ich brauche aber nicht zu betonen, was man da an Kreativität ausleben kann, wenn man weiß, dass man nicht kontrolliert wird. Je nach Eingriff wird da aus kleinem Eingriff nach EBM für ein paar Kreuzer eine große ambulante OP für das zehnfache der Kreuzer. Wenns keiner mehr kontrolliert… :-nix
Und ja, jegliche Kontrolle ist supernervig fürs Personal. Ich weiß noch, wie ich geflucht habe. Aber ich hatte einen Oberarzt, der auf MDK-Kontrollen reagierte und uns erklärt hat, was wir falsch gemacht haben bzw. was fehlte. Damit hatte man marginal mehr Arbeit im Tagesgeschäft, aber deutlich weniger Prüfungen und deutlich weniger Arbeit vor den Kontrollen.

daCapo
04.05.2021, 17:25
Ja furchtbar so eine Geldverschwendung. Bei OPs springt da wahrscheinlich viel mehr raus, du kannst die Kreativität eigentlich auch Betrügerei nennen. Und dann erzählt uns Thomas, wie wenig Geld doch da sei.
Meine Vorgesetzten waren immer gegen die MDK-Prüfungen und zeigten sich genervt davon, obwohl berechtigt: Meistens zu lange stationär bzw Leistungen, die man auch ambulant durchführen kann.
Am besten war in einem Bericht die Aussage einer Kollegin: Der Patient blieb solang stationär, weil die Oberärztin es wollte. Fand das Controlling nicht witzig. Dabei ist es einfach die Wahrheit.

Feuerblick
04.05.2021, 17:51
Ja nun… kann man alles machen. Aber man darf dann nicht meckern, wenn man es nicht bezahlt bekommt und der böse MDK was wegstreicht. Es ist ja nicht so, als wären die Abrechnungs-Regularien furchtbar geheim und ein Buch mit sieben Siegeln. Die kann man alle einfach nachlesen. Online. Letztlich ist es durchaus auch legitim, die Regeln im Rahmen des legal Möglichen auch für sich selbst auszunutzen. Dafür muss man sich nur auskennen. Dann ist „Kreativität“ gar nicht notwendig.
Wenn man das nicht tut, ist man einfach selbst schuld. Und wenn man meint, man könne sich darüber hinwegsetzen, weil das alles sowieso doof ist (was ich in manchen Bereichen gar nicht bestreiten will ;-) ), dann muss man halt auch die Konsequenzen tragen.
Wenn ich beim Fußball jemanden umtrete, bekomme ich halt auch die rote Karte. Meine Entscheidung, mein Problem. :-nix

Mir tun die Leute im Controlling manchmal echt leid. Die würden ja gerne alles korrekt dokumentieren (lassen) und bei Prüfungen auch weiterleiten, aber sie rennen gegen ärztliche Trotzwände. :-))

Aber (zur Ehrenrettung vieler): Es gibt Kliniken und Praxen, die haben das entweder schon voll im Griff oder sind bemüht, die Dinge regelkonform hinzubekommen. Wir sind auch immer gern bereit, mit dem Controlling, mit Ärzten, mit Praxisinhabern zu sprechen und zu erklären. Zumindest dann, wenn man uns nicht in den ersten fünf Minuten eines Gesprächs an die Wand brüllt. Wir wollen ja niemandem Böses. Warum auch? Wir haben ja nix davon. :-)

Evil
04.05.2021, 18:15
Es ist ja nicht so, als wären die Abrechnungs-Regularien furchtbar geheim und ein Buch mit sieben Siegeln. Die kann man alle einfach nachlesen. Online. Letztlich ist es durchaus auch legitim, die Regeln im Rahmen des legal Möglichen auch für sich selbst auszunutzen. Dafür muss man sich nur auskennen. Dann ist „Kreativität“ gar nicht notwendig.
Es ist aber durchaus ziemlich zeitaufwendig, sich da auf dem Laufenden zu halten, und nervt mich tierisch an, beispielsweise bei der Heilmittelverordnung.
Dennoch, es lohnt sich, laut meinem PVS verordne ich 180% dessen, was die Richtgrößen bei mir eigentlich vorgeben, habe aber bislang keine Regressandrohung und noch nicht einmal ein Beratungsangebot bekommen. Auf Nachfrage beim entsprechenden Prüfungsausschuß liege ich wohl aufgrund meiner Verschlüsselung nach Abzug der Praxisbesonderheiten und der Diagnosen mit automatischem langfristigem Bedarf nur noch bei 110% und damit unter dem Radar.

daCapo
04.05.2021, 18:53
Ja nun… kann man alles machen. Aber man darf dann nicht meckern, wenn man es nicht bezahlt bekommt und der böse MDK was wegstreicht. Es ist ja nicht so, als wären die Abrechnungs-Regularien furchtbar geheim und ein Buch mit sieben Siegeln. Die kann man alle einfach nachlesen. Online. Letztlich ist es durchaus auch legitim, die Regeln im Rahmen des legal Möglichen auch für sich selbst auszunutzen. Dafür muss man sich nur auskennen. Dann ist „Kreativität“ gar nicht notwendig.
Wenn man das nicht tut, ist man einfach selbst schuld. Und wenn man meint, man könne sich darüber hinwegsetzen, weil das alles sowieso doof ist (was ich in manchen Bereichen gar nicht bestreiten will ;-) ), dann muss man halt auch die Konsequenzen tragen.
Wenn ich beim Fußball jemanden umtrete, bekomme ich halt auch die rote Karte. Meine Entscheidung, mein Problem. :-nix


https://www.aerzteblatt.de/archiv/206964/Krankenhausabrechnungen-Verfahrene-Situation

Ehrlich gesagt finde ich das ganze System der (DRG)-Abrechnung sehr fragwürdig. Gehört anscheinend auch zur Weiterbildung in DE: Codieren! Und dass wir überhaupt den MDK brauchen. Besser wäre es, wenn erstgekeine falschen finanziellen Anreize gesetzt werden durch die Abrechnungsregularien.
Den Schuld für die jetzige Situation, sind nicht, die die Situation ausnutzen, sondern, die die sie geschaffen haben.
Letztendlich fehlen die Leute beim MDK oder Controlling in der Krankenversorgung.

Feuerblick
04.05.2021, 19:03
Es ist aber durchaus ziemlich zeitaufwendig, sich da auf dem Laufenden zu halten, und nervt mich tierisch an, beispielsweise bei der Heilmittelverordnung.
Dennoch, es lohnt sich, laut meinem PVS verordne ich 180% dessen, was die Richtgrößen bei mir eigentlich vorgeben, habe aber bislang keine Regressandrohung und noch nicht einmal ein Beratungsangebot bekommen. Auf Nachfrage beim entsprechenden Prüfungsausschuß liege ich wohl aufgrund meiner Verschlüsselung nach Abzug der Praxisbesonderheiten und der Diagnosen mit automatischem langfristigem Bedarf nur noch bei 110% und damit unter dem Radar.
Jau, ist für uns auch nervig, denn auch wir müssen ständig auf dem Laufenden sein und können nicht einfach unseren Stiefel fahren. Uns werden neue Regularien leider auch nicht durch G-BA und Co serviert und auch wir haben eigentlich keine Zeit, uns das ständig rauszusuchen. Wir haben nicht einmal Software, die uns automatisch irgendwas anzeigt oder durchrechnet. Wir machen das alles nach wie vor händisch. Zusätzlich dazu, dass wir in fachlichen Fragen auf Stand sein und unter Umständen aufwändig Studien recherchieren müssen für irgendwelche abgefahrenen Off-Label-Sachen. Ist halt Teil des Jobs. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Einmal eingegroovt weiß man in aller Regel ja auch, wie der Hase ungefähr läuft.

@daCapo: Ja, ich stimme dir im Prinzip zu. Nur bei einem nicht: Die allermeisten Leute beim MDK oder im Controlling wären auch dann nicht in der Patientenversorgung, wenn sie nicht beim MDK oder im Controlling wären. Man verlässt die Patientenversorgung ja nicht ohne Grund. ;-)
EDIT: Die Kritik in dem Artikel ist süß. Wenn die Krankenkassen mehr prüfen, gibt es mehr Rückerstattungen… Stimmt, aber nur dann, wenn die Krankenhäuser nicht korrekt abrechnen oder seltsame Dinge tun. Klar wird eher gekürzt als irgendwas Zusätzliches gefunden. Liegt in der Natur der Sache. Da fragt man sich, was Henne und was Ei ist.
Ich kann aber hier nochmal versichern, dass der MDK neutral prüft - entgegen jeglicher seit Jahren bestehender Gerüchte. Im Gegenteil: Wir reagieren auf unterschwellige „Wünsche“ der Kassen in aller Regel sehr zickig und verbitten uns jedwede Einmischung. Wir haben ein Gehalt, das in jedem Tarifvertrag nachzulesen ist. Mehr gibts nicht. Was hätten wir also davon, gegen Leistungserbringer zu prüfen und für die Kassen? Nix….:-))

Heerestorte
04.05.2021, 21:11
Mal ne blöde Frage, die mir so eingefallen ist:
Diejenigen, die beim MDK arbeiten, sind ja quasi Experten für Gutachten.
Für euch dürfte es doch super easy sein, mit Gutachtenerstellungen nebenher noch was dazu zu verdienen, oder?
Da das euer täglich Brot ist, müsste das euch ja viel leichter von der Hand gehen als jemandem, der das vllt 1 mal im Monat macht?

daCapo
04.05.2021, 21:22
Klar prüft der MDK neutral,nie bezweifelt. Vielmehr sind es die Oberärzte und Chefärzte,die sich ärgern,dass ihre Kreativität bzw Betrug aufliegt und die Kohle gestrichen wird.

Feuerblick
05.05.2021, 05:29
Mal ne blöde Frage, die mir so eingefallen ist:
Diejenigen, die beim MDK arbeiten, sind ja quasi Experten für Gutachten.
Für euch dürfte es doch super easy sein, mit Gutachtenerstellungen nebenher noch was dazu zu verdienen, oder?
Da das euer täglich Brot ist, müsste das euch ja viel leichter von der Hand gehen als jemandem, der das vllt 1 mal im Monat macht?Theoretisch, ja. Praktisch werden wohl die meisten in ihrer Arbeitszeit genug Gutachten schreiben… Viele Gutachten sind ja „draußen“ doch recht aufwändig, man muss die Möglichkeit haben, den Menschen zu untersuchen, man braucht unter Umständen apparative Möglichkeiten und oft viel Zeit. Privat hat man das alles nicht - man hat ja keine Praxis. Außerdem sind MDK-Gutachten von der Fragestellung her ja anders als Fragestellungen z.B. zu einer MdE.
Ja, vermutlich fällt es MDK-Gutachtern leichter, in Gutachtenform zu denken. Aber ich wüsste spontan keinen festangestellten MDK-Gutachter, der sich das in der Freizeit gibt.