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Relaxometrie
05.05.2021, 20:30
Doch, es ist sehr befremdlich (auch wenn ich mit der Frage nicht gemeint war).
Aber ich finde es schade, dass schnell wieder Beiträge gepostet werden, die den Fall ins Lächerliche ziehen. Und dann noch rafiki, der sich sonst immer -sorry- als Fachmann für Psychiatrie und Psychosomatik und als Menschenversteher aufspielt und jetzt beleidigend und alles andere als differenziert antwortet.

Reflex
05.05.2021, 20:46
Ich frage mich, was man da weiter differenzieren muss. Das Problem liegt definitiv beim TE und nicht an den Genitalien. Da erübrigt sich jede weitere sachliche Diskussion (falls sie überhaupt je gewollt war) und ich empfinde es irgendwie menschlich, dass Menschen dem mit Sarkasmus oder auch Ironie begegnen.

Espressa
05.05.2021, 21:15
Ja doch, schräg finde ich es schon, diese „besondere Einstellung“...
Aber Menschen haben nun mal ihre Spleens, und man kann durchaus hinterfragen ob die mit dem Berufswunsch vereinbar sind.

Genitalien kann man schon mal viel leichter aus dem Weg gehen als zb Blut oder Berührungen im allgemeinen. Könnte mir also verrücktere „will ich vermeiden“ vorstellen.

Bleibt doch einfach cool und steht darüber...

daCapo
05.05.2021, 21:57
Es gibt auch Facharzt für Biochemie oder Physiologie.... Anatomie ginge auch, allerdings hat man da mit Leichen zu tun. Aber man könnte aushandeln nur Forschung und histo Kurs... Oder Facharzt für Pharmakologie

WiWi18
05.05.2021, 22:27
Darüber lustig machen sollte man sich nicht. Aber solche Beiträge sind, wenn denn kein Troll dahintersteht, immer mal wieder Anlass, die Zulassungskriterien zum Medizinstudium zu überdenken.

Ich würde mich mal etwas weiter aus dem Fenster lehnen: Wenn du ein solches Problem mit den Intimbereichen anderer Menschen hast solltest du kein Fach der Patientenversorgung anstreben. Auch in der HNO kann es sein, dass du mal einen Patienten hast, der auch Probleme unterhalb des Kopfes hat. Oder du arbeitest an deinem Problem.

Relaxometrie
05.05.2021, 22:29
Da sich der Fragesteller nicht wieder gemeldet hat, ist eh davon auszugehen, dass die Frage nicht ernst gemeint ist. Davon bin ich sogar fast ausgegangen. Die Antworten der diversen User sind trotzdem vielsagend.

Kackbratze
05.05.2021, 22:49
Deine auch, dementsprechend sollte man vielleicht mal einen Thread über Ethik und Moral eröffnen und schauen was passiert.

daCapo
05.05.2021, 22:52
Auch in der nch oder Neurologie wird man da Probleme haben. Am besten wäre ein Job im Archiv, aber da sind auch manchmal Bilder in Akten.

Langsam kommt die cancel culture und man darf garnix mehr sagen. Am Ende darf es dann keine Proktologie oder viszeralchirurgie mehr geben, Gefäßchirurgie nur außerhalb der Leiste....zu intim. Müssen die Patienten ihre Probleme dann alleine lösen?

Ist es unethisch und unmoralisch ein Medizinstudium zu beginnen, wenn intime Krankheiten oder intimes Beiwerk unerwünscht sind? Fragen über Fragen. Aber es ist unethisch und unmoralisch darüber selbst sachlich zu diskutieren. Es könnte sich jmd verletzt fühlen.

GelbeKlamotten
05.05.2021, 23:42
Auch in der nch oder Neurologie wird man da Probleme haben. Am besten wäre ein Job im Archiv, aber da sind auch manchmal Bilder in Akten.

Langsam kommt die cancel culture und man darf garnix mehr sagen. Am Ende darf es dann keine Proktologie oder viszeralchirurgie mehr geben, Gefäßchirurgie nur außerhalb der Leiste....zu intim. Müssen die Patienten ihre Probleme dann alleine lösen?

Ist es unethisch und unmoralisch ein Medizinstudium zu beginnen, wenn intime Krankheiten oder intimes Beiwerk unerwünscht sind? Fragen über Fragen. Aber es ist unethisch und unmoralisch darüber selbst sachlich zu diskutieren. Es könnte sich jmd verletzt fühlen.

Irgendwie beruhigend, dass selbst die linksgrüne Moralistenfraktion unter den Ärzten zu derartigen Einsichten fähig ist.

rafiki
06.05.2021, 06:26
Ist es unethisch und unmoralisch ein Medizinstudium zu beginnen, wenn intime Krankheiten oder intimes Beiwerk unerwünscht sind?

Das hat nichts mit Moral und Ethik zu tun (schon gar nicht aus der linksgrünen Ecke), sondern ist schlichte Dummheit.
Übrigens bin ich kein "Menschenversteher" (was auch immer das sein soll).

Espressa
06.05.2021, 06:38
Also sachlich diskutieren darf man alles.
Das Problem ist eher dass es nicht lange sachlich bleibt...

daCapo
06.05.2021, 07:01
Irgendwie beruhigend, dass selbst die linksgrüne Moralistenfraktion unter den Ärzten zu derartigen Einsichten fähig ist.

Habe weder Linke noch Grüne jemals bei der Landtagswahl oder Bundestagswahl gewählt. Nur in der Kommunalpolitik... wegen Mangel an Alternativen.
Aber wir kennen diesen weltfremden User mit seiner netten Art ja alle. Wollte der User nicht eine Pause machen weil alles so unfair ist? Versprochen ist versprochen.

daCapo
06.05.2021, 07:02
Also sachlich diskutieren darf man alles.
Das Problem ist eher dass es nicht lange sachlich bleibt...

Nee das war jetzt nicht so schlimm, vor allem weil eine gute Chance besteht dass der threadersteller das ganze nicht ernst meint. Schlimmer war die eingeleitete cancel culture von dir.

Espressa
06.05.2021, 08:04
Oh ich bitte dich, cancel culture...

Ist es wirklich so nötig Leute als dumm zu betiteln? Machst du das mit deinen Patienten auch so? „Das ist aber eine sehr dämliche Frage, Herr XY!“, „Nein, das liegt nicht am Medikament, Sie sind einfach zu doof dafür“? Ja?
Also ich hab im laufe der Zeit die Fähigkeit perfektioniert, innerlich mit den Augen zu rollen und dem betreffenden die Antwort etwas nüchterner zu verpacken.

ehem-user-02-08-2021-1033
06.05.2021, 08:21
Zwei Gedanken zu der Diskussion Assoziation mit Sexualität:
- wie viele Kolleginnen/Kollegen haben kein Problem den Penis eines lächelnden Patienten in die Hand zu nehmen? ( Ich gehe Mal davon aus: fast niemand)
- der Threadsteller sprach von sehen und berühren. Ich habe in meiner Funktion als Arzt nie eine Vagina berührt.(Facharzt Anästhesie). DK legen beim Mann habe ich (1x) gemacht... Darauf Stütze ich meine Erfahrungen...
Der Proktologe wird da sicher anders handeln...

Leuten hier eine Verhaltenstherapie mit Exposition zu empfehlen halte ich mehr als absurd. Man versucht immer unnötige Berührungen zu vermeiden, um nicht irgendwie als "seltsam" - "gestört" zu gelten. Das ist ein regulärer sozialer Mechanismus, der unsere Gesellschaft schützt.

Dass das alles von gesellschaftlichen Normen überbaut ist, zeigt ein Blick in die Medizingeschichte...
https://www.spiegel.de/geschichte/erfindung-des-vibrators-bsssssssssssssssss-a-947451.html

GelbeKlamotten
06.05.2021, 09:26
Zwei Gedanken zu der Diskussion Assoziation mit Sexualität:
- wie viele Kolleginnen/Kollegen haben kein Problem den Penis eines lächelnden Patienten in die Hand zu nehmen? ( Ich gehe Mal davon aus: fast niemand)

Hä? Muss ein Patient immer unglücklich oder böse schauen, damit du seinen Penis aus medizinischen Gründen anfassen kannst? Meine Güte. Selbst wenn irgendwann mal tatsächlich ein Exhibitionist dabei ist, wird man als Erwachsener Mensch wohl auch damit klarkommen können - da gibt es schon Mittel und Wege dem Typ das auszutreiben. Ist mir aber noch nie in irgendeiner Art und Weise untergekommen. Und ich habe schätze ich in den letzten Jahren etwa 50-100 ärztliche untersuchungen von penis und/oder hoden gemacht. Wenn man Leistenhernien mit dazuzählt dann noch um einiges mehr.

Es passiert übrigens wenn man Penis oder Hoden zB im Ultraschall untersucht auch öfter mal, dass der Patient eine Erektion bekommt. Unabhängig vom Geschlecht des Untersuchers und den sexuellen Vorlieben des Patienten. Das ist einfach eine natürliche Reaktion. Wenn man damit nicht umgehen kann und es einen jedes mal in eine tiefe religiöse Sinnkrise stürzt, dann ist der Arztberuf, der nunmal in nahezu allen Fachrichtungen direkten Patientenkontakt beinhaltet, einfach nicht der richtige.

ehem-user-02-08-2021-1033
06.05.2021, 09:50
Es passiert übrigens wenn man Penis oder Hoden zB im Ultraschall untersucht auch öfter mal, dass der Patient eine Erektion bekommt. Unabhängig vom Geschlecht des Untersuchers und den sexuellen Vorlieben des Patienten. Das ist einfach eine natürliche Reaktion.

Wenn das so wäre, gäbe es nur vaskuläre Errektionsstörungen... Es gibt da aber auch psychische Faktoren...

Und der Patient der dann sagt: Das ist geil, machen Sie weiter... würde ziemlich schnell ziemlich was zu hören bekommen..
Das sprengt jede Norm...

WiWi18
06.05.2021, 09:56
Ich kann den TE im Ansatz verstehen. Mir ist das Berühren intimer Regionen bei Patienten nach wie vor unangenehm; hat sich seit dem KPP gebessert, aber wohl fühle ich mich dabei immer noch nicht. Ich glaube, vor allem deswegen, weil ich merke, dass es auch den Patienten häufig unangenehm ist.

Ich mache es halt trotzdem, wenn es sein muss. Gehört zum Job.

GelbeKlamotten
06.05.2021, 10:05
Wenn das so wäre, gäbe es nur vaskuläre Errektionsstörungen... Es gibt da aber auch psychische Faktoren...

Verstehe. In einer nicht sexualisierten Situation dennoch mechanisch eine Erektion auszulösen kann also deiner Meinung nach nur möglich sein, wenn Erektionen in jeder Situation immer nur rein mechanisch ausgelöst werden könnten und es keine psychischen Faktoren gäbe? Kann ja wohl nicht dein ernst sein? Hast du denn schon mal den Genitalbereich eines Mannes untersucht?





Und der Patient der dann sagt: Das ist geil, machen Sie weiter... würde ziemlich schnell ziemlich was zu hören bekommen..
Das sprengt jede Norm...

Und? Wie gesagt, ist mir in den letzten 5 Jahren bei zahlreichen Untersuchungen nicht mal ansatzweise jemals passiert. Und wenn es doch passiert, dann zeigt man dem Patienten eben deutlich seine Grenzen auf. Ist ja nicht so, als müsste man ansonsten nie mit Patienten umgehen, die sich völlig daneben benehmen.

Was versuchst du aus diesem offensichtlich extrem seltenen, aber prinzipiell möglichen Szenario jetzt für Schlüsse zu ziehen?

Hoppla-Daisy
06.05.2021, 10:13
Himmel! Ist mir als Urologin in 10 Jahren noch nicht untergekommen, dass ein Patient bei der körperlichen Untersuchung des Genitals anzüglich daher gekommen wäre. Dass es zu einer Erektion kommt, ja, kommt vor. Ist dann halt so. Meist gebe ich dem Patienten dann nen Moment Ruhe und wende mich ab, um irgendeinen Schreibkram zu machen. Tuch drüber, feddisch. Und wenn jemand dann irgendwas von „peinlich“ murmelt, sag ich sowas in der Art wie „passiert, muss Ihnen nicht peinlich sein. Ist ne normale körperliche Reaktion“. Ansonsten verliere ich darüber kein Wort. Warum auch :-nix