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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studium mit Ende 30?



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LaCorr
16.10.2021, 22:03
Manche Unis werten in der ZEQ nach Wegfallen der Wartesemester nur noch den TMS. Gerade für Leute mit Abi >2,5 ist der TMS DER Weg zu einem deutschen Studienplatz.

Swift
17.10.2021, 19:59
Ausschliesslich TMS? Wo denn das? Kriegt man nicht überall die verschiedensten Boni?

HawaiiSchnitzel
17.10.2021, 21:52
Seien wir ehrlich: Wenn ich nicht alleinig mit einem guten TMS reinkomme, dann hat sich das erledigt. Jetzt noch Boni sammeln, indem man zusätzlich eine Ausbildung anfängt in meinem Alter wäre dumm. Ich habe damals Zivildienst gemacht, aber nicht mal der wird noch berücksichtigt. Wenn ich diesen Online-Chancenrechner befrage lag die Chance, zumindest für das WS 21 bei 0, selbst bei einem TMS von 100%. In wie fern das Teil Aussagekraft hat; keine Ahnung. Entweder jetzt oder nie.

AlexStudent
18.10.2021, 07:42
Genau, jetzt oder nie, dass habe ich mir damals auch gesagt. Das Studium war schon richtig gut und auch im Alter noch gut machbar. Der Anfang war hart, die Vorklinik halt. Aber, großes aber, vielfach hier auch im Forum genannt: Willst Du wirklich in deinem Alter noch einige Jahre in der Klinik knechten?

rwolf
18.10.2021, 15:50
Hallo Hawaiischnitzel,

kannst du mich privat anschreiben? Ich hätte eine Idee und vielleicht auch ein paar Tips

HawaiiSchnitzel
18.10.2021, 16:35
Wie alt bist du bzw wann hast du angefangen @AlexStudent?

Puh, ob man in meinem „Alter“ noch in der Klinik knechten will oder kann, lässt sich irgendwie schlecht beantworten, wenn man noch nicht 37/38 + 6 ist bzw. noch nie in einer Klinik geknechtet hat und keine Dienste geschoben hat. Da ist vermutlich auch sehr individuell. Die Frage ist, ob man das zwangsläufig überhaupt muss, oder ob man sich bewusst eine Nische suchen kann, die das Problem halbwegs umgeht. Vllt auch gar keine Klinik…
Zur Not könnte man ja wieder in die Softwareentwicklung/IT zurück. Und dort dann vllt sogar in einen Bereich, der medizinisch angehaucht ist, oder Lösungen für die Medizin entwickelt. Das ist das gute an der IT, da herrscht aktuell genau so ein Mangel an Personal wie in der Medizin.

Was das Finanzielle angeht habe ich zumindest das Glück, dass sowohl Chefs und Personaler super drauf sind und immer mit sich reden lassen. Ich könnte den Personaler im Fall der Fälle ansprechen und ihn bitten erstmal die Klappe zu halten, wenn ich konkret damit ankäme. Es ist nicht so unwahrscheinlich, dass man vllt eine Lösung fände. Zum Beispiel 2 Tage arbeiten, 16h mit weitestgehend freier Zeiteinteilung. Das wäre natürlich optimal.

lasstmichdurchichbinarzt
20.10.2021, 16:49
Also erst mal wünsche ich dir, dass du für dich die richtige Entscheidung treffen kannst. Im Endeffekt musst du halt schauen inwieweit das Studium für dich in deiner individuellen Situation realistisch ist. Ich denke aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und bezüglich späterer Arbeitsbedingung ( Nachtdienste etc) gibt es sicherlich auch Bereiche die auch mit einem Alter von 40+ kompatibel sind.
Bezüglich des Studienplatzes würde ich dir empfehlen , es vielleicht auch in Österreich zu versuchen.
Dort kann man einmal im Jahr am MedAT teilnehmen (Bewerbungsfrist bis ca. Ende März), der eine Kombination aus Wissens und Intelligenztest darstellt. Es gibt zwar viele Bewerber auf wenig Plätze, aber wenn du dich sehr gut vorbereitest stehen die Chancen auf einen Platz gar nicht so schlecht.
Das Studium dort ist kostenlos und wird auch mWn ohne Probleme in Deutschland anerkannt.
Ich weiß allerdings nicht ob es eine Altersgrenze gibt.

Viel Erfolg dir auf alle Fälle.

HopeDoc
31.10.2021, 12:51
Mit deinen Vorkenntnissen könntest du auch Data Analyst im Bereich medical Informatics einschlagen. Dort arbeitest du eng mit Ärzten etc. zusammen.

Freund der Medizin
01.11.2021, 00:02
Liebes HawaiiSchnitzel,

mach es und fang endlich an!

Schluss mit dem Zögern und Zaudern. Dieser Gedanke schwirrt nun schon so lange in deinem Kopf und alles in dir sagt, dass du in die Medizin gehen sollst. Der einzige, der dich zurückhält, bist du selbst: Angst, die Komfortzone ist bequem, Zweifler, die dir einreden, du seist zu alt. Blödsinn.

Du wirst es eines Tages bereuen, nicht den Mut gehabt zu haben, einen anderen Weg auszuprobieren. Es ist nie zu spät. Und es ist alles machbar: es gibt notfalls Universitäten im Ausland, an denen du studieren kannst, eine online-basierte Universität wurde ja oben schon erwähnt. Es wird heutzutage bei der Gleichwertigkeitsprüfung so viel anerkannt - alles machbar.

Wenn du nun deinen Weg so weitergehst, hast du ein tolles Geld, aber einen Job, der dich nicht voll ausfüllt. Zurück wirst du irgendwie können - Softwareentwickler sind sogar noch gefragter als Ärzte und du kannst dich sicher jetzt schon kaum vor Headhuntern retten. Und mit der Doppelqualifikation eröffnen sich sogar neue Felder an der Schnittstelle von Informatik und Medizin.

Ist dir das noch nicht genug?

Dann nimm dir eine einzige stille Minute für dich und schau dir dieses Video an:

vm.tiktok.com/ZM8u5wkj8

Schreib mir eine PN, wenn du Unterstützung brauchst.