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Thomas24
13.06.2021, 19:43
Vielleicht darfst du dabei nicht zu sehr auf andere schließen. Die allermeisten Menschen sind eben NICHT der reine Homo ekonomicus, der rein monetär interessiert ist. Aktuell haben in der Corona-Krise sogar noch mehr Menschen gemerkt, dass sie zwar vielleicht gutbezahlt sind, aber eben Bullshit-Jobs machen, nicht systemrelevant sind, weil ihre Produkte/Produktion niemand wirklich braucht.

Erstens, es heißt: Homo oeconomicus.
Zweitens die Verhaltensforschung hat das Modell des reinen Homo oeconomicus gut widerlegt, aber klar gezeigt, dass Menschen auf Anreize reagieren. Wenn man die Anreize so setzt, dass sich überproportionales Engagement nicht lohnt, dann hat das Konsequenzen.


Und ob man so schnell auswandert, nur des Geldes wegen und Freunde und Familie deswegen hinter sich lässt, wage ich auch zu bezweifeln. Zumindest dürfte der Effekt nicht allzu groß sein.

Bleiben wir mal bei den Fakten. Jedes Jahr verlassen 250.000 Menschen Deutschland.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76972/umfrage/zahl-der-auswanderer-aus-deutschland/

Wenn du die Grafik von Statista genauer betrachtest, wird dir die Verdoppelung der Auswanderer von 2015 bis 2016 aufgefallen sein. Ich denke, jedem wird klar sein, welches Ereignis im 2015 stattgefunden hat und den Auswanderungsboom (und um nichts anderes handelt es sich), befeuert hat. Unter bei den auswandernden Deutschen handelt gewiss nicht nur um unsere Faulen und Dummen. Es hat einen Grund, warum du in deiner Klinik immer mehr rumänisch sprechende Kollegen hast, während man in einigen Kliniken Skandinaviens etc. auch deutschsprachige Ansprechpartner finden kann.
https://www.nzz.ch/meinung/deutschlands-doppeltes-migrationsproblem-zu-und-abwanderung-ld.1464988

Fun fact: 76% der Auswanderer besitzen einen Hochschulabschluss. Meistens nicht in Gender Studies, sondern Menschen, die wir hier gut hätten gebrauchen können.

Der Hauptgrund das Land zu verlassen ist bei weitem nicht das Geld, das aber auch. (Wer könnte es einem jungen Ingenieur, Arzt oder Handwerker verdenken, einfach mehr netto von seinem Brutto zu behalten?). Eines der am häufigsten genannten Motive ist die Ablehnung eines gesellschaftlich -politischen Klimas, in dem es opportun, ja von einigen Kreisen sogar ausdrücklich gewünscht ist- immer mehr staatliche Einmischung in die eigene Lebensführung hinnehmen zu müssen, dabei gepaart mit der wachsenden Anspruchshaltung doch gefälligst "noch mehr Solidarität" zeigen zu sollen.

Wir kommen zunehmend in ein Klima kollektivistischen Denkens. Das hatten wir schon mehrfach in unserer jüngeren Geschichte, und es ist nie gut ausgegangen. Die Begründungen, warum Menschen eine Einmischung in ihr Leben hinnehmen sollen, haben über die Jahre gewechselt, aber die Effekte sind die gleichen.

Thomas24
13.06.2021, 19:46
Rede mal mit ein paar wohlhabenden Unternehmern. Ich kenne einige und so gut wie ausnahmslos erwägen davon alle, die dazu irgendeine Möglichkeit hätten, im Falle einer rotgrünen Regierung und entsprechenden Steuerpolitik, das Land zu verlassen. Diejenigen, die für unsere Wirtschaft am wichtigsten sind, sind nunmal auch diejenigen, die große ökonomische Interessen haben.

Jobs, die deiner Meinung nach nicht „systemrelevant“ sind als Bullshit-Jobs abzutun ist völlig daneben.

Diese Diskussion ist bis weit in die Mittelschicht vorgedrungen. Ich kenne viele Kollegen, Ingenieure etc., die dem Gedanken der Auswanderung gegenüber sehr aufgeschlossen sind.

Evil
13.06.2021, 19:57
One of the great mistakes is to judge policies and programs by their intentions rather than their results.
Das ist die Quintessenz.
Ehrlicherweise muss ich zugeben, daß ich beides sehr wichtig finde, würde aber die Ergebnisse doch ein wenig stärker als die Intentionen priorisieren.

Thomas24
13.06.2021, 20:00
Umweltschutz? Ressourcen schonenderes wirtschaften? Solidarisches Miteinander? Gerne, sofort.
Die Grünen wählen? No way, das läuft auf das genaue Gegenteil des Beabsichtigten hinaus :-nix

Fr.Pelz
13.06.2021, 20:10
Finanzielle Freiheit, bedeutet die Freiheit: Nein sagen zu können. Sei es ein übergriffiger Arbeitgeber, ein übergriffiger Staat, oder sonst irgendjemand. Da ich davon ausgehen darf, dass du das auch wieder missverstehen willst, hier nochmal die ganz einfache Darstellung.
https://www.youtube.com/watch?v=xdfeXqHFmPI

Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass das beklagenswerte Niveau der finanziellen und politischen Bildung gewollt ist, um eine abhängige und möglichst folgsame Bevölkerungsmehrheit zu erhalten, die viel leichter zu (ver)führen ist, als eine Bevölkerung, die das selbständige Denken, fühlen und handeln nicht systematisch aberzogen bekommen hat und der man vorkauen darf, was richtig und falsch ist.

Hm, dann bin ich wohl ein komischer Mensch, aber die "position of fuck you" hat man doch ab einer gewissen Grundsicherheit im Einkommen. Ich habe z.b auch null Angst vor Einbrechern, weil die mir einfach mal nichts wirklich Wertvolles klauen könnten. Wenn der Arbeitgeber von mir will, dass ich Aufgabe xy übernehme und ich möchte lieber kündigen, dann ist es egal ob ich 4000 oder 7000 Euro verdient habe. Ja, vielleicht habe ich dann erstmal mehr Reserven auf der hohen Kante, muss mir aber im Gegenzug mehr Gedanken machen, wie ich das Geld anlege, damit es nicht schwindet. Das hört sich für mich auch nicht nach "fuck you" an, sondern nach dem Einsatz von viel Gehirnschmalz und/oder Risiko. Für mich bedeutet es gerade MEHR Freiheit, nicht dauernd über Geld nachdenken zu müssen und wie es mehr werden könnte. Ich weiß, ich kann meine Familie ernähren, wozu immer mehr haben?

Naja, wahrscheinlich werden wir uns nie gegenseitig verstehen. Hier nochmal was zum Thema: Warum werden z.B Beiträge für die chronisch unterfinanzierten Pflege- und Sozialkassen nicht aus Mieteinnahmen herangezogen? Werden nicht in solchen und anderen Schlupflöchern reiche (aka "Leistungsträger der Gesellschaft") eh schon oft genug bevorzugt?

GelbeKlamotten
13.06.2021, 20:42
Hm, dann bin ich wohl ein komischer Mensch, aber die "position of fuck you" hat man doch ab einer gewissen Grundsicherheit im Einkommen. Ich habe z.b auch null Angst vor Einbrechern, weil die mir einfach mal nichts wirklich Wertvolles klauen könnten. Wenn der Arbeitgeber von mir will, dass ich Aufgabe xy übernehme und ich möchte lieber kündigen, dann ist es egal ob ich 4000 oder 7000 Euro verdient habe. Ja, vielleicht habe ich dann erstmal mehr Reserven auf der hohen Kante, muss mir aber im Gegenzug mehr Gedanken machen, wie ich das Geld anlege, damit es nicht schwindet. Das hört sich für mich auch nicht nach "fuck you" an, sondern nach dem Einsatz von viel Gehirnschmalz und/oder Risiko. Für mich bedeutet es gerade MEHR Freiheit, nicht dauernd über Geld nachdenken zu müssen und wie es mehr werden könnte. Ich weiß, ich kann meine Familie ernähren, wozu immer mehr haben?

Naja, wahrscheinlich werden wir uns nie gegenseitig verstehen. Hier nochmal was zum Thema: Warum werden z.B Beiträge für die chronisch unterfinanzierten Pflege- und Sozialkassen nicht aus Mieteinnahmen herangezogen? Werden nicht in solchen und anderen Schlupflöchern reiche (aka "Leistungsträger der Gesellschaft") eh schon oft genug bevorzugt?

Und wenn in 10 Jahren Ärzteschwemme ist und man statt dir lieber jemand anders einstellt, dann ists von heute auf morgen vorbei mit dem angenehmen leben und der gut versorgten Familie, wenn du nichts angespart hast.

Wenn ich in 10 Jahren längerfristig berufsunfähig werde, sinkt mein Lebensstandard ohne Ersparnisse auf einen Schlag massiv ab und mir droht die Altersarmut.

Wenn in 10 Jahren die Zustände im Gesundheitswesen noch unerträglicher geworden sind und ich stattdessen ein kleines Cafe am Meer aufmachen möchte, kann ich das ohne Ersparnisse nur mit sehr hohem Risiko.

Usw.

Finanzielle Absicherung bedeutet persönliche Sicherheit und Freiheit. Mit ehrlicher Arbeit Geld verdienen und es investieren ist weder böse, noch unsolidarisch.

Thomas24
13.06.2021, 20:49
Hm, dann bin ich wohl ein komischer Mensch, aber die "position of fuck you" hat man doch ab einer gewissen Grundsicherheit im Einkommen.

Ach, Frau Pelz: du hast den kurzen Youtube Filmausschnitt wieder nicht verstanden. Dein Englisch müsste doch ausreichend gut sein? "Fuck you Money" bedeutet eben nicht, eine "gewisse Grundsicherheit im Einkommen" zu haben. "Fuck you Money" bedeutet: den kompletten und dauerhaften Ausfall (!) deines Einkommens aus Erwerbstätigkeit (!) mit einer Buddha- haften Gleichmut hinnehmen zu können. Je nach Lebensstandard bedeutet das: Jahresausgaben deiner Familie x Faktor 25 oder 30. Bescheidener Lebenstandard: weniger, Lebensstandard wie Graf Koks vom Gaswerk: mehr. Viel mehr. Nix mit "Grundsicherheit im Einkommen". Das ist damit nicht gemeint.


Ich habe z.b auch null Angst vor Einbrechern, weil die mir einfach mal nichts wirklich Wertvolles klauen könnten.

Der wertvollste Besitz sind deine Fähigkeiten, dein Mindset und deine Fähigkeit und der Willen zu unabhängigem Denken. Sapere aude. Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Dein wertvollster Besitz, ist nichts materielles. "Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt". Hat der größte Sohn meiner Stadt gesagt. Dem stimme ich zu, und- no offense- deine Bildung ist in Sachen Ökonomie (die ja nichts anderes ist, als die Lehre von menschlichen Verhalten unter Knappheitsbedingungen): sehr ausbaufähig. Wenn auch vermutlich noch im Durchschnitt, wenn man die deutsche Allgemeinbevölkerung als Vergleichsgruppe heranzieht.


Wenn der Arbeitgeber von mir will, dass ich Aufgabe xy übernehme und ich möchte lieber kündigen, dann ist es egal ob ich 4000 oder 7000 Euro verdient habe. Ja, vielleicht habe ich dann erstmal mehr Reserven auf der hohen Kante, muss mir aber im Gegenzug mehr Gedanken machen, wie ich das Geld anlege, damit es nicht schwindet.

Ich sag nur eins: US Headline Inflation 5%. Du musst dir keine Gedanken machen, wie du das Geld anlegst, damit es nicht schwindet. Es verschwindet auch ganz von selbst. Es wäre aber besser für dich und deine Familie, wenn du dir wenigstens die Grundlagen der Ökonomie aneignen würdest. Es weitet deinen Horizont über die Zusammenhänge in dieser Welt ganz erheblich. Und der ein oder andere lieb gewonnene Glaubenssatz, der aber faktisch falsch ist, geht über Bord.


Das hört sich für mich auch nicht nach "fuck you" an, sondern nach dem Einsatz von viel Gehirnschmalz und/oder Risiko. Für mich bedeutet es gerade MEHR Freiheit, nicht dauernd über Geld nachdenken zu müssen und wie es mehr werden könnte. Ich weiß, ich kann meine Familie ernähren, wozu immer mehr haben?

Erstens kann sich deine Welt von heute auf morgen ändern. Einmal unglücklich vom Fahrrad gefallen und schon sieht die Welt für deine Familie ganz anders aus. Die Welt ist voller Leute, die gedacht haben, Sie könnten ihre Familie dauerhaft ernähren. Zweitens: wenn du schon nicht über Geld nachdenken möchtest, dann denk wenigstens über die Welt nach. Du wirst zwanglos erkennen, dass so vieles, was dir tagtäglich als Wahrheit präsentiert wird, einer genaueren Betrachtung nicht standhält. "Think lightly of yourself, but think deeply about the world".


Naja, wahrscheinlich werden wir uns nie gegenseitig verstehen.

Doch, ich versteh dich. Du kennst die Aesop Fabel von der Heuschrecke, die im Sommer auf der Fiedel spielt und der Ameise? Ich wette, dir war die Heuschrecke immer viel sympathischer als die Ameise.
Mein Motto hingegen: Akzeptiere die Welt, so wie Sie ist. (M. Musashi) Mir war die Ameise sympathisch.


Hier nochmal was zum Thema: Warum werden z.B Beiträge für die chronisch unterfinanzierten Pflege- und Sozialkassen nicht aus Mieteinnahmen herangezogen? Werden nicht in solchen und anderen Schlupflöchern reiche (aka "Leistungsträger der Gesellschaft") eh schon oft genug bevorzugt?

Puuuh... wo soll man da bloß anfangen? :-nix

Matzexc1
13.06.2021, 20:52
Hm, dann bin ich wohl ein komischer Mensch, aber die "position of fuck you" hat man doch ab einer gewissen Grundsicherheit im Einkommen. Ich habe z.b auch null Angst vor Einbrechern, weil die mir einfach mal nichts wirklich Wertvolles klauen könnten. Wenn der Arbeitgeber von mir will, dass ich Aufgabe xy übernehme und ich möchte lieber kündigen, dann ist es egal ob ich 4000 oder 7000 Euro verdient habe. Ja, vielleicht habe ich dann erstmal mehr Reserven auf der hohen Kante, muss mir aber im Gegenzug mehr Gedanken machen, wie ich das Geld anlege, damit es nicht schwindet. Das hört sich für mich auch nicht nach "fuck you" an, sondern nach dem Einsatz von viel Gehirnschmalz und/oder Risiko. Für mich bedeutet es gerade MEHR Freiheit, nicht dauernd über Geld nachdenken zu müssen und wie es mehr werden könnte. Ich weiß, ich kann meine Familie ernähren, wozu immer mehr haben?


Nein bist du nicht. Für mich hört sich das nach einem großen teil der Bevölkerung an, der unter anderem Sätze wie "Geld ist nicht wichtig""Geld macht nicht glücklich""Geld ist böse""Man soll nicht über Geld reden" als Weisheiten serviert bekommt und diese verinnerlicht. In der Realität bleibt davon wenig übrig, vor allem dann wenn man geld braucht und man weiss nie wieviel Geld man im nächsten Lebensabschnitt braucht. Mit 80 Jahren freut man sich über das Geld für ie ebenerdige Dusche oder den Treppenlift

Lese ich aus deinen Worten die Angst heraus dir selbst Gedeanken machen zu müssen? Diese Haltung ist Nährboden für jede Menge "Berater" bei Banken und Versicherungen. Vor allem sagt sie aus das du dir bisher gar keine gedanken gemacht hast.

Fr.Pelz
13.06.2021, 20:54
Und wenn in 10 Jahren Ärzteschwemme ist und man statt dir lieber jemand anders einstellt, dann ists von heute auf morgen vorbei mit dem angenehmen leben und der gut versorgten Familie, wenn du nichts angespart hast.

Wenn ich in 10 Jahren längerfristig berufsunfähig werde, sinkt mein Lebensstandard ohne Ersparnisse auf einen Schlag massiv ab und mir droht die Altersarmut.

Wenn in 10 Jahren die Zustände im Gesundheitswesen noch unerträglicher geworden sind und ich stattdessen ein kleines Cafe am Meer aufmachen möchte, kann ich das ohne Ersparnisse nur mit sehr hohem Risiko.

Usw.

Finanzielle Absicherung bedeutet persönliche Sicherheit und Freiheit. Mit ehrlicher Arbeit Geld verdienen und es investieren ist weder böse, noch unsolidarisch.

Und wenn ich extra alles hinter mir gelassen habe um in ein Land zu ziehen, dass mir mehr Netto vom Brutto lässt und dann ändern sich dort die Verhältnisse?

Und wenn ich extra etwas angelegt habe und crashen die Börsenkurse und ich verliere einen Teil meines Vermögens? Mein als Anlage gekauftes Haus hat einen Wasserschaden? Das sind doch IMMER nur VERMEINTLICHE Sicherheiten. Und wenn ich all mein Gekd behalte und mein Ehemann wird so krank, dass kein Geld der Welt ihn gesund machen wird, bin ich dann immer noch glücklich über all meine "Sicherheit und Freiheit"?

Ich bin gerade mit dem Verzicht auf das Streben nach mehr in der "position of fuck you" Der Staat will mir mehr abschwatzen? Mir doch egal, ist doch nur Geld. Die Leute, die wirklich ihre Heimat und Familie zurücklassen, um mehr Geld haben zu können, tun mir aufrichtig leid. Ich werde garantiert nicht auf meinen Grabstein meißeln lassen "mein Leben war scheiße, ich hatte zu wenig Geld".

Und eben WEIL mir klar ist, dass auch ich berufsunfähig, krank etc werden könnte, bin ich gewillt, in die Solidargemeinschaften und Versicherungen einzuzahlen.

Fr.Pelz
13.06.2021, 20:59
Lese ich aus deinen Worten die Angst heraus dir selbst Gedeanken machen zu müssen? Diese Haltung ist Nährboden für jede Menge "Berater" bei Banken und Versicherungen. Vor allem sagt sie aus das du dir bisher gar keine gedanken gemacht hast.

Doch, ich habe mir Gedanken gemacht und stell dir vor, ich habe meinen Berater ernsthaft erstaunt, weil ich nicht die, seiner Aussage nach gewinnträchtigste Anlageform gewählt habe, weil das gehießen hätte, ich hätte in ein paar ekelhafte Heuschreckenfirmen investiert. Vielleicht ist es auch andererseits Gehirnwäsche, dass man immer aus allem das maximale herausholen muss. Und ja, natürlich hätte ich auch gern die Sicherheit, mir mit 80 einen Treppenlift leisten zu können, aber 1. hab ich die tatsächlich jetzt schon einigermaßen und 2. bin ich mir bewusst, dass auch alles ganz anders kommen kann und vesruche nicht, mir mit immer mehr Geld, immer mehr vermeintliche Sicherheiten zu schaffen.

Thomas24
13.06.2021, 21:03
Nein bist du nicht. Für mich hört sich das nach einem großen teil der Bevölkerung an, der unter anderem Sätze wie "Geld ist nicht wichtig""Geld macht nicht glücklich""Geld ist böse""Man soll nicht über Geld reden" als Weisheiten serviert bekommt und diese verinnerlicht. In der Realität bleibt davon wenig übrig, vor allem dann wenn man geld braucht und man weiss nie wieviel Geld man im nächsten Lebensabschnitt braucht.

Unter anderem DAS meinte ich, mit verinnerlichten Glaubenssätzen, die über Bord gehen...

Fun fact: durchschnittliche Rente (Single, Westdeutschland) 1.875 Euro/Monat. Bitte bedenken, dass das alles in Zukunft a)versteuert wird, b)Sozialabgaben darauf fällig werden und c) die Inflation noch on Top wirksam werden wird (Zinseszins). Und falls sich die Pläne unserer grünen Weltretter wirklich als mehrheitsfähig herausstellen sollten, dann wird das ganze nochmal um eine Größenordnung schlimmer.

Wenn ich polemisch wäre, würde ich den Grünen vorschlagen, als Lösung für die durch ihre Politik absehbar verschlimmerte Altersarmut für weite Bevölkerungsschichten a) das Dosenpfand zu erhöhen (hey, so kommen die alten Herrschaften noch an Bewegung an der frischen Luft und tun gleichzeitig was für die Umwelt). Und b) das grüne Umweltministerium gibt gemeinsam mit dem Verbraucherschutzministerium eine Broschüre: "Lecker Kochen mit Katzenfutter- 1000 einfache Rezepte" heraus. /Sarkasmus aus.



Lese ich aus deinen Worten die Angst heraus dir selbst Gedeanken machen zu müssen? Diese Haltung ist Nährboden für jede Menge "Berater" bei Banken und Versicherungen. Vor allem sagt sie aus das du dir bisher gar keine gedanken gemacht hast.

Frau Pelz mag im persönlichen Umgang ein lieber und wohlmeinender Mensch sein, Sie macht sich in ökonomischen Dingen aber leider lauter sehr übersichtliche Gedanken (siehe ihr Vorschlag: Vermietungen noch unattraktiver zu machen).

Matzexc1
13.06.2021, 21:07
Doch, ich habe mir Gedanken gemacht und stell dir vor, ich habe meinen Berater ernsthaft erstaunt, weil ich nicht die, seiner Aussage nach gewinnträchtigste Anlageform gewählt habe, weil das gehießen hätte, ich hätte in ein paar ekelhafte Heuschreckenfirmen investiert. Vielleicht ist es auch andererseits Gehirnwäsche, dass man immer aus allem das maximale herausholen muss. Und ja, natürlich hätte ich auch gern die Sicherheit, mir mit 80 einen Treppenlift leisten zu können, aber 1. hab ich die tatsächlich jetzt schon einigermaßen und 2. bin ich mir bewusst, dass auch alles ganz anders kommen kann und vesruche nicht, mir mit immer mehr Geld, immer mehr vermeintliche Sicherheiten zu schaffen.

Und was waren das für heuschrecken? Über welches Produkt hättest du investieren sollen?

Du hast wahrscheinlich die Namen gehört und sofort die Flucht ergriffen

Was heisst hier vermeintliche Sicherheiten? Was sind denn deine Sicherheiten?
Die Immobilie mit Wasserschaden wird ein Fall für die versicherung, die abgestürtzte Aktie wird bei einem guten Unternehmen nicht im Keller stehen bleiben und vor allem verkauft man bei einem Absturz nicht(außer du hast vorher spekuliert und nicht investiert)

Feuerblick
13.06.2021, 21:09
@Pelz: Ich bin da ganz bei dir. Wer hoch steigt, wird sehr tief fallen.

@Finanzexperten: Geht es auch ein klein bisschen weniger überheblich? Auch ihr habt die Weisheit nicht für euch gepachtet.

Ansonsten: Bitte weg vom Finanzkram und hin zur Fragestellung des Threads. Danke!

schmerz2000
13.06.2021, 21:12
Fände es gar nicht so dumm der Union eine grüne Klatsche zu bescheren, dann wird sie noch weiter nach links rücken und in die Koalition gehen, das gibt dann mehr Platz in der konservativen Mitte für eine gewisse Partei, die dann auch wirklich was gegen die Masseneinwanderung tun kann.

Matzexc1
13.06.2021, 21:14
@Finanzexperten: Geht es auch ein klein bisschen weniger überheblich? Auch ihr habt die Weisheit nicht für euch gepachtet.


Was ich keineswegs behaupte, wie erfolgreich wir mit unseren Voraussagen sind sehen wir in 30 Jahren.
Ich persönlich passe mich gerne dem Ton meiner Gesprächspartner an

Matzexc1
13.06.2021, 21:15
Fände es gar nicht so dumm der Union eine grüne Klatsche zu bescheren, dann wird sie noch weiter nach links rücken und in die Koalition gehen, das gibt dann mehr Platz in der konservativen Mitte für eine gewisse Partei, die dann auch wirklich was gegen die Masseneinwanderung tun kann.

Und schon kommt das nächste Aufregungsthema.

Ich persönlich sehe die "offene-Tür" Politik mit erheblichen Fragezeichen und wünsche mir ein System wie in Kanada.

Thomas24
13.06.2021, 21:16
Ich bin gerade mit dem Verzicht auf das Streben nach mehr in der "position of fuck you" Der Staat will mir mehr abschwatzen? Mir doch egal, ist doch nur Geld. Die Leute, die wirklich ihre Heimat und Familie zurücklassen, um mehr Geld haben zu können, tun mir aufrichtig leid. Ich werde garantiert nicht auf meinen Grabstein meißeln lassen "mein Leben war scheiße, ich hatte zu wenig Geld".

Du tust so, als wäre das Ganze nur ein first world Problem für privilegierte und gepamperte Ex- Pats, die ihre persönlichen Lebensverhältnisse optimieren wollen und sich dabei total unsolidarisch verhalten. Deine Aussage strotzt nur so vor privilegierter Selbstgerechtigkeit. Nimm bitte zur Kenntnis, dass jährlich Millionen von Menschen ihre Heimat verlassen, um woanders ein besseres Leben führen zu können. Diese Menschen tun dir also Leid. Soso.

Und mit besserem Leben, ist durchaus auch ein freieres Leben mit mehr Selbstbestimmung gemeint.
Es gibt einen Grund, warum die Menschen nach der Wende in Scharen aus den De-industrialisierten Gebieten nach Westdeutschland gezogen sind. Es ist ein legitimes ein Anliegen, dorthin zu gehen, wo man für sich und seine Familie eine bessere Zukunft sieht.
Genauso, wie es einen Grund gab, nach der Gründung der DDR in den Westen "rüberzumachen", wenn man keine Lust auf ein Leben im Arbeiter und Bauernstaat hatte. Und auch diese Menschen tun dir also Leid. Aha.

schmerz2000
13.06.2021, 21:19
Und schon kommt das nächste Aufregungsthema.

Ich persönlich sehe die "offene-Tür" Politik mit erheblichen Fragezeichen und wünsche mir ein System wie in Kanda.

Du meinst Dänemark? Oder vielleicht IQ basiert? Wobei das natürlich gewisse Gruppen diskriminieren würde? Das System in Kanada halte ich für überbewertet auch wenn es lange so im AfD Programm stand, ja.

Was wir brauchen ist eine negative Nettoeinwanderung und das für die nächsten 20 Jahre und zwar so schnell wie möglich!

GelbeKlamotten
13.06.2021, 21:33
Und wenn ich extra alles hinter mir gelassen habe um in ein Land zu ziehen, dass mir mehr Netto vom Brutto lässt und dann ändern sich dort die Verhältnisse?

Bei einer vollumfänglichen Durchsetzung der grünen Steuerpolitik ginge es für einen großen Teil derjenigen, die unsere Sozialsysteme derzeit noch mit hohem Steueraufkommen am Laufen halten nicht um „mehr netto von brutto“, sondern es ginge darum, dass sie wenn sie im Land bleiben trotz Arbeit kein Geld hinzuverdienen, sondern netto jedes Jahr draufzahlen.


Und wenn ich extra etwas angelegt habe und crashen die Börsenkurse und ich verliere einen Teil meines Vermögens? Mein als Anlage gekauftes Haus hat einen Wasserschaden? Das sind doch IMMER nur VERMEINTLICHE Sicherheiten.
Einfach erstmal grundlegend über Geldanlage informieren. Auf diesem Niveau macht eine Diskussion wenig Sinn.



Und wenn ich all mein Gekd behalte und mein Ehemann wird so krank, dass kein Geld der Welt ihn gesund machen wird, bin ich dann immer noch glücklich über all meine "Sicherheit und Freiheit"?
In dem Fall wärst du vermutlich durchaus froh, dass zu der enormen Belastung durch den persönlichen Verlust nicht noch finanzielle Probleme hinzukommen.


Die Leute, die wirklich ihre Heimat und Familie zurücklassen, um mehr Geld haben zu können, tun mir aufrichtig leid.
Je nach Freundeskreis werden sich auch die nicht alles bieten lassen. Nicht dass du irgendwann noch die letzte auf dem sinkenden Schiff bist ;)



Ich werde garantiert nicht auf meinen Grabstein meißeln lassen "mein Leben war scheiße, ich hatte zu wenig Geld".
Ich auch nicht.



Und eben WEIL mir klar ist, dass auch ich berufsunfähig, krank etc werden könnte, bin ich gewillt, in die Solidargemeinschaften und Versicherungen einzuzahlen.

Ich bin auch bereit in die Solidargemeinschaft und Versicherungen einzuzahlen. Leider sichert mich die Solidargemeinschaft trotzdem nicht so gegen eine Berufsunfähigkeit ab, dass ich dann den Lebensstandard halten könnte, den ich mir wünsche. Sollte es mir dann mit meinem erarbeiteten Geld nicht erlaubt sein, mich selbst entsprechend finanziell abzusichern?

eny
14.06.2021, 06:01
Und schon kommt das nächste Aufregungsthema.

Ich persönlich sehe die "offene-Tür" Politik mit erheblichen Fragezeichen und wünsche mir ein System wie in Kanada.

Die Vorfahren der damaligen Immigranten hatten keine Hürden dieser Art. Aber wenn man erstmal drin ist, dann macht man die Tür schnell zu für andere.
Trudeau entschuldigt sich in letzter Zeit für so einiges bei den First Nations...
Die Migrationspolitik ist gewollt, von gewissen Kreisen, sonst würde sie nicht stattfinden. Es kommen halt immer ein paar mehr, als man dachte...
Sollten sich die Erwartunge nicht erfüllen, dann gibt es ja noch die Freiwilligen und die Sozialkassen, die können das ja dann regeln.
Schon passiert.
Aber wir kommen vom Thema ab.