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DrSkywalker
10.09.2021, 20:03
Entschuldige, aber schreib doch hier nicht so einen Quatsch!
Halten wir fest:
1. Aktuell gibt es die Versorgungswerke und es gibt nicht die Alternative in die DRV zu gehen ohne doppelt Beiträge zu zahlen.
2. Auch bei PKV und GKV gibt es keine Wahlfreiheit. Denn du brauchst ein bestimmtes Einkommen oder eine bestimmte Art der Beschäftigung um der PKV beizutreten.
Also schreibe keinen Unsinn! Und bitte mach dir die Mühe Beiträge zusammen zu fassen statt für alles einen speraten Beitrag zu erstellen.
Das ist jetzt aber etwas hart von dir, denke Thomas Punkt wird trotzdem klar, ihm ging es eher um die Krankenversicherung bei der Formulierung.
Aber schon bitter, falls RGR kommt wird man als Arzt auf dem harten Boden der RGR Realität landen:
Pkv weg, für einen selbst und die pkv Patienten
Versorgungswerk weg
Steuern deutlich erhöht
Ganz sicher neue gängelungen der Ärzte durch RGR (Wer kennt noch Ulla Schmidt?)
Das wird schon ein bisschen bitter für einige, der kleine Assistenzarzt merkt es erstmal nicht so sehr, ich als Praxisinhaber würde aber bluten....
Matzexc1
10.09.2021, 20:29
Ulla Schmidt sagt mir genug. Stichwort: DRG
Es ist mir egal ob es der Assistenzarzt oder Praxisinhaber stärker merkt. Der erstere wird ja häufig zum zweiten.
Ulla Schmidt sagt mir genug. Stichwort: DRG
Es ist mir egal ob es der Assistenzarzt oder Praxisinhaber stärker merkt. Der erstere wird ja häufig zum zweiten.
Achja das alte Mischsystem vorher war ja so effizient. Tagessätze....und noch ein Tag länger und noch ein Tag länger und noch ein Bett mehr. Wer will es verachten, die Leute lange halten lohnte sich...daher wurde umgestellt, eine Reform war überfällig nach australischem Modell, wobei ich aus Australien nicht dieselben Klagen höre wie hier. Pflege erhält mehr Geld, es gibt insgesamt mehr Personal, aber meist in riesigen Zentren. Wer in der Pampa wohnt (wo man einen GP findet), darf zum Spezialisten auch gerne mal mehrere Hundert Kilometer fahren.
Nun ist Ullala seit 2009 nicht mehr Gesundheitsministerin...und Spahn (CDU), Pflege-Bahr...Pharma-Rösler (FDP):-oopss; was haben die nochmal genau reformiert:-D
Nebenbei wurde das AiP auch unter Ullala abgeschafft...wenn man schon in der Vergangenheit stöbert.
Ja? Gibt es eine Statistik wieviel Assis Praxisinhaber werden? In meinem Umfeld gilt das nur für Allgemeinmediziner (in Gemeinschaft meist) und dann ländlich. Sonst an angestellter FA in Praxis, OA in Klinik.
Auch wenn es um dein Leseverständnis eher bescheiden bestellt ist, solltest du wenigstens versuchen, die Diskussionsstränge den richtigen Teilnehmern zuzuordnen. Weder Feuerblick, noch Lava stehen im Verdacht der FDP besonders nahe zu stehen :-D Bittedanke gern geschehen.
Das weiß ich doch ...:-))
...gegenüber "Medizinern und anderen" Berufsgruppen solidarisch zu sein und ihnen den Zutritt zur gesetzlichen Rente verweigert hat, so dass Sie Ihre eigenen Rentenversicherungssysteme aufbauen mussten. Jetzt dürfen diese wiederum "Solidarität" beweisen, und ihre eigene Vorsorge in ein zunehmend instabiles Schneeball- System einbringen. Funny, how things turn out. Mit exakt derselben Begründung "Solidarität" einmal eine Berufsgruppe von Leistungen auszuschließen und später dieselbe Berufsgruppe um ihre angesparte Beiträge enteignen zu wollen.
PS: bin übrigens ebenfalls freiwillig gesetzlich versichert, empfinde aber weder die Existenz der PKV, noch der Versorgungswerke als "Rosinenpickerei". Im Gegenteil, ich finde die Existenz von Alternativen für den Endkunden gut, im Sinne von "Wahlfreiheit".
Hahahaha, was für eine Verdrehung von Tatsachen. Typisch FDP.
Wenn zahlreichen Grüppchen nicht in die ungeliebte DRV zahlt, ist da weniger drin. Ganz einfach. Da gibt's ja auch die Gruppe Beamte mit Pensionen. Die Wahlfreiheit zwischen DRV und Versorgungswerk hat die Pflegekraft XYZ, die ja leider die Augen geschlossen hatte bei der Berufswahl, nicht.
Genauso PKV. Da kann ein Großteil der Bevölkerung nicht rein, weil sie nicht genug verdienen. Bei der Berufswahl hatten die geschlossene Augen. Deshalb können sie jetzt kein Cherry-Picking machen. Schade. Es gibt eine Runde Mitleid von der FDP-Fraktion. Gelebte Solidarität.
Übrigens neuer Werbeslogan für die FDP
FDP...Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Kackbratze
10.09.2021, 23:02
Die Gründung der Versorgungswerke erfolgte, damit die entsprechenden Gruppen explizit nicht von der gesetzlichen Rente profitieren sollten.
Da hatte die FDP nix mit zu tun.
Das ist jetzt aber etwas hart von dir, denke Thomas Punkt wird trotzdem klar, ihm ging es eher um die Krankenversicherung bei der Formulierung.
Aber schon bitter, falls RGR kommt wird man als Arzt auf dem harten Boden der RGR Realität landen:
Pkv weg, für einen selbst und die pkv Patienten
Versorgungswerk weg
Steuern deutlich erhöht
Ganz sicher neue gängelungen der Ärzte durch RGR (Wer kennt noch Ulla Schmidt?)
Das wird schon ein bisschen bitter für einige, der kleine Assistenzarzt merkt es erstmal nicht so sehr, ich als Praxisinhaber würde aber bluten....
Ach das glaubste doch selber nicht.
Wenn die PKV weg soll, wird es richtig teuer (weil manche Leute dann weniger Geld verdienen und dies nicht akzeptieren werden) oder es entstehen jahrelang Rechtstreitigkeiten. In NL hat man's übers Geld gelöst. Der professionelle Weg.
Steuern erhöht...tja die hohen Einkommen 250k - 2 Mio solls treffen, naja werden sie überleben.
Wie die FDP/CDU einerseits massiv investieren will (Digitalisierung, Infrastruktur, Wohnen) und andererseits alle Steuern für die Reichen senken will? Wahrscheinlich läufts einfach aufs Steuersenken raus und Sprüche: Der Markt machts.
Ulla Schmidt geht in Rente.
Achherrje der wohlhabende Praxisinhaber, eine seltene sozial-prekär lebende Spezies. Ja wenn da weniger Geld rüberwandert, dann gehen hier aber die Lichter aus. Daher wird es niemals zu einer PKV/GKV Abschaffung kommen und wenn doch wird diese entsprechend monetär versüsst.
Die Gründung der Versorgungswerke erfolgte, damit die entsprechenden Gruppen explizit nicht von der gesetzlichen Rente profitieren sollten.
Da hatte die FDP nix mit zu tun.
Schön und gut diese Geschichtsstunde. Eine Rentenkasse kann sich nicht Rentenkasse nennen, wenn dort nicht alle einzahlen. Es ist ganz einfach und diese Ausflüge in die Geschichte (die KV wurde übrigens als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch NS Staat gegründet) sollen nur ablenken.
Thomas24
10.09.2021, 23:12
Entschuldige, aber schreib doch hier nicht so einen Quatsch!
Halten wir fest:
1. Aktuell gibt es die Versorgungswerke und es gibt nicht die Alternative in die DRV zu gehen ohne doppelt Beiträge zu zahlen.
2. Auch bei PKV und GKV gibt es keine Wahlfreiheit. Denn du brauchst ein bestimmtes Einkommen oder eine bestimmte Art der Beschäftigung um der PKV beizutreten.
Also schreibe keinen Unsinn! Und bitte mach dir die Mühe Beiträge zusammen zu fassen statt für alles einen speraten Beitrag zu erstellen.
Ja, das ist inhaltlich völlig richtig. War unpräzise formuliert - *aktuell* gibt es diese Möglichkeit nicht, perspektivisch aber schon. Steht in den Wahlprogrammen dreier Parteien, die auch sonst ein Sachen Sozialpolitik einen großen gemeinsamen Nenner haben: noch mehr staatliche Leistungen eben. Daher auch meine Aufforderung an Lava und co. Wer meint, sich noch "solidarischer" als bereits jetzt schon verhalten zu müssen, darf gerne (oder präziser: dafür abstimmen, in Zukunft) perspektivisch seine Altersversorge in ein gemeinsames Rentenversicherungswerk "für alle" einzuzahlen. Das kommt zwar einer Enteignung aller bisher angesparten Beträge gleich und stabilisiert das umlagebasierte System zwar nur für einige Jahre, aber hey- das ist dann das Problem für eine kommende Regierung. Die Verantwortlichen sind dann schon lange aus dem Amt. Nur unser aller Beiträge sind dann schon ausgegeben, da im aktuellen BfA System keine Rücklagen gebildet werden, sondern alle Einnahmen direkt an die aktuelle Rentner Generation ausgezahlt werden.
2. Natürlich hast du desweiteren mit deine Einschränkung Recht, dass "man" erstmal über die Beitragsbemessungsgrenze kommen muss, um in den Genuß der Wahlfreiheit zwischen GKV und PKV zu kommen, aber - ich empfinde die Existenz der PKV nicht als "Rosinenpickerei", sondern positiv, da (präziser formuliert: sich hierfür über das Einkommen und Gesundheitsstatus qualifizierende) Endkunden eben eine Wahlfreiheit für sich und ihre Familien haben. Und eine Wahlmöglichkeit aus verschiedenen Optionen zu haben, ist immer zu begrüßen - anstatt "one size, fits all" akzeptieren zu müssen.
3. Tippe manchmal unterwegs vom Handy, da ist Zusammenfassen auf dem kleinen Screen etwas schwierig. Sorry.
@Skywalker: erschwerend kommt die Absicht hinzu, alle Beitragsbemessungsgrenzen bei den Sozialkassen zu streichen. Du kannst ja für dich mal ausrechnen, wenn du auf dein komplettes zu versteuerndes Einkommen deiner Praxis (inkl. der Mieteinnahmen deiner drei Wohnungen usw., da Kapitaleinkünfte etc. einbezogen werden sollen) und nicht "nur" bis zur Beitragsbemessungsgrenze Sozialabgaben zu zahlen wären. Das sind erhebliche Mehrbelastungen, die auf deine Familie und dich zukämen.
Das weiß ich doch Thomaschen....:-))
Attaboy, hast du fein gemacht. Nimm dir nen Keks, bist ein braver Junge :-D
Natürlich ist das Rosinenpicken von Berufsgruppen bzw. Angestellter über der Beitragsbemessungsgrenze, was sonst. Beamte (übrigens der Großteil der PKV Mitglieder) haben nicht mal die Beitragsbessensgrenze.
Ich nehme mich da garnicht aus.
Das ärztliche Gehalt ist so variabel, abhängig vom Dienstsystem etc. pp.. Ich hab als Assistenzärztin in Vollzeit netto von 2100 bis zu 5400€ verdient, letzteres allerdings unter maximalem Verzicht auf Freizeit.
Wobei die 2100 auch schon längere Zeit zurückliegen dürften, aber passt so
Hmmm, sorry. Das sollte doch so stimmen. Wie du sehen kannst, arbeitet er 50h die Woche. Ich nehme mal daher an, dass er keine Dienste macht.
Die meisten Assis machen jedoch Dienste.
Dogs4Life
12.09.2021, 00:45
Die meisten Assis machen jedoch Dienste.
So und jetzt nochmal meine Beiträge auf den letzten 2-3 Seiten lesen. Vielleicht merkst du dann, dass dein Satz hier absolut keinen Sinn macht und von was weiß ich woher kam.
Anne1970
12.09.2021, 00:49
So. Jetzt kehren wir zurück zur Netiquette und mäßigen den Ton. Speziell @Bikopa .
Anne1970, Mod.
Ok.
Die Pflege verabschiedet sich ja bereits in bemerkbarer Zahl, und das liegt nicht primär an der Bezahlung meiner Ansicht nach, sondern eher an den Bedingungen. Selbst in beliebten Metropolen ist es schwierig Leute zu finden.
Man könnte natürlich Haarspalterei betreiben und sich die Frage stellen, ob es reiner Zufall gewesen ist, dass sich die beiden ausgerechnet die ÖDP, respektive die Linke als politische Wirkungsstätten aussuchten.
Natürlich kann man hier aufgrund isolierter, personeller Verfehlungen keinen Pauschalverdacht gegen die ÖDP oder die Linke aussprechen.
So etwas wäre unredlich und du würdest es sicher auch nicht in Bezug auf andere Parteien tun.
Jedenfalls betrachte ich die ÖDP nicht wirklich als wählbare Option.
Trotzdem nochmals vielen Dank für deine Empfehlung.
Naja, Fr. G. von der Partei ausgeschlossen. Was kann die Partei dafür, dass sich jemand von ihr "angezogen fühlt", der dann kriminell handelt? Der Nicht-Ausschluss der verdächtig antisemitischen Herrn Maaßen aus der CDU ist da schon eher fragwürdig. In einem Fall handelt die Partei, im anderen nicht.
Hat jemand gestern das Triell gesehen? Scholz hat behauptet, Pflegende würden nach 7-9 Jahren den Beriuf wechseln. Ohne dass jetzt nachgeprüft zu haben, wäre das ja auch ein Zeichen dafür, dass nicht das Gehalt, sondern die Arbeitsbedingungen in der Pflege das Problem sind.
Laschet will die zahllosen PKVen erhalten, das Gesundheitssystem sei gut so (sic!). Ich verstehe nicht, warum man nicht wenigstens eine Versicherung für alle macht, meinetwegen mit diversen wählbaren "Luxus"-Tarifen, für die die es wollen und zuzahlen können. Es wäre dann aber insgesamt ein größerer Topf vorhanden, man würde sich viel Verwaltungsstruktur der 1000 Kassen sparen (wobei ein Teil des Personals ja sicher dann in der Bürgerversicherung unterkommen würde) und eine Basis-Versorgung für jeden wäre gewährleistet.
Ja ich weiß, Enteignung der aktuell gezahlten Versorgungswerk- etc Bezüge, aber da müsste man halt gerechte Übergangslösungen schaffen. Das ist ja kein unlösbares Problem.
Partyarthy
13.09.2021, 17:57
Hat jemand gestern das Triell gesehen? Scholz hat behauptet, Pflegende würden nach 7-9 Jahren den Beriuf wechseln. Ohne dass jetzt nachgeprüft zu haben, wäre das ja auch ein Zeichen dafür, dass nicht das Gehalt, sondern die Arbeitsbedingungen in der Pflege das Problem sind.
Ja und er hat gesagt, dass man die Löhne der Pflege erhöhen soll. Ein Zeichen für mich, dass er sich mit dem Thema nicht auseinander gesetzt hat. Wozu auch mit dem eigenen Volk reden?
Kackbratze
13.09.2021, 18:59
Die zahllosen PKV arbeiten nach dem Prinzip des freien Marktes. Interessanter ist die Frage, warum man so viele GKV benötigt.
Loreleye
13.09.2021, 19:23
Lohne zu erhöhen würde zu mehr Personal und als Folge zu den besseren Arbeitsbedingungen führen. Zudem weniger Bürokratie in der Pflege wäre hilfreich, es hat ja keinen Sinn, den halbem Arbeitstag am PC zu verbringen.
Loreleye
13.09.2021, 19:31
Hier ist eine Analyse und Zusammenfassung von den Programmen der Parteien, was die Pflegesituation angeht.
https://youtu.be/OpYgOvhsaA4
Irgendwie fehlen in der Diskussion Interessen der Kinder, mehr Investitionen in die Bildung, Gesungheitsförderung. Das wären bestimmt beste Returns on Investment.
Dann hätten wir viele gesunde glückliche Menschen, die Ihre Beiträge zahlen, und wir hätten wiederum viel Zeit, uns um die wenigen Patienten zu kümmern, die ihre Erkrankung durch Schicksal und nicht durch Rauchen, falsche Ernährung, Bewegungsmangel etc bekommen haben. Irgendwie ist man vor allem beim Feuerlöschen statt Brandursachen zu bekämpfen.
John Silver
14.09.2021, 05:52
Hat jemand gestern das Triell gesehen? Scholz hat behauptet, Pflegende würden nach 7-9 Jahren den Beriuf wechseln. Ohne dass jetzt nachgeprüft zu haben, wäre das ja auch ein Zeichen dafür, dass nicht das Gehalt, sondern die Arbeitsbedingungen in der Pflege das Problem sind.
Laschet will die zahllosen PKVen erhalten, das Gesundheitssystem sei gut so (sic!). Ich verstehe nicht, warum man nicht wenigstens eine Versicherung für alle macht, meinetwegen mit diversen wählbaren "Luxus"-Tarifen, für die die es wollen und zuzahlen können. Es wäre dann aber insgesamt ein größerer Topf vorhanden, man würde sich viel Verwaltungsstruktur der 1000 Kassen sparen (wobei ein Teil des Personals ja sicher dann in der Bürgerversicherung unterkommen würde) und eine Basis-Versorgung für jeden wäre gewährleistet.
Ja ich weiß, Enteignung der aktuell gezahlten Versorgungswerk- etc Bezüge, aber da müsste man halt gerechte Übergangslösungen schaffen. Das ist ja kein unlösbares Problem.
Was Scholz behauptet, ist seit langer Zeit bekannt, und nicht erst gestern festgestellt worden. Hat die SPD, seit langer Zeit an der Regierung beteiligt, etwas dagegen getan? Wer hat wohl das DRG-System eingeführt, welches maßgeblich für die schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege verantwortlich ist? Ach.
Es erstaunt mich sehr, wie wenig Überblick bei vielen vorhanden ist.
Eine Einheitskrankenkasse wäre gut? Klare Sache. Statt das eigentliche Problem der GKV und unseres Gesundheitssystems insgesamt, nämlich die zunehmende Diskrepanz zwischen dem unbegrenzten Leistungsversprechen, mit dem weiterhin alle Politiker wider besseren Wissens hausieren gehen, und den begrenzten Ressourcen wenigstens irgendwie zu diskutieren und nach Lösungen im gesellschaftlichen Konsens zu suchen, will man einfach mehr Beitragszahler zur Einzahlung zwingen. Die Einheitskasse wird zwar dafür sorgen, dass die Bezahlung einzelner Leistungen noch steiler nach unten geht, aber diesen Ärzten geht es doch immer noch zu gut. (In diesem Zusammenhang erstaunt übrigens, wie unfassbar ahnungslos und naiv die meisten Ärzte in Bezug auf die eigene Berufspolitik unterwegs sind. Jammert dann halt nicht über eure miese (Dienst-)Bezahlung und eure miesen Arbeitsbedingungen, denn die entstammen größtenteils den von euch so glorifizierten „gerechten“ Systemen).
Eine Einheitsrentenversicherungskasse wäre gut? Klare Sache. Es ist zwar mittlerweile mehr als offensichtlich, dass das aktuelle Prinzip der direkten Umlage dauerhaft nicht funktionieren kann; aber scheiss drauf! Wir lassen alle enteignen und in das sehenden Auges vor die Wand fahrende System einzahlen, weil es so schön wohlig nach „Gerechtigkeit“ klingt; die aktuellen Renten sichern wir damit, und was diejenigen betrifft, die in 15-20 Jahren auch eine Rente haben wollen - na, da wird uns halt schon etwas einfallen, irgendwie. Später.
Das alles hat mit der vielbeschworenen „Gerechtigkeit“ nur insoweit zu tun, als dass es letztlich allen gleich schlecht gehen wird, weil man alle Reserven, die einzelne Menschen mühsam gebildet haben, verbrennen wird, um ja nicht in die Verlegenheit zu kommen, zugeben zu müssen, dass die Systeme das unbegrenzte Leistungsversprechen nicht mehr hergeben, und nie mehr hergeben werden. Die Pflicht, dies zuzugeben, wird einfach von einem Bundestag zum nächsten weitergereicht, weil niemand die eigene politische Karriere ruinieren will.
Außerdem wünsche ich allen schon mal viel Spaß dabei, ab dem Start der Bürgerversicherung mit jedem Patienten über mögliche Zuzahlungen oder privatleistungen zu diskutieren :-)) ;-)
Laschet will die zahllosen PKVen erhalten, das Gesundheitssystem sei gut so (sic!). Ich verstehe nicht, warum man nicht wenigstens eine Versicherung für alle macht, meinetwegen mit diversen wählbaren "Luxus"-Tarifen, für die die es wollen und zuzahlen können. Es wäre dann aber insgesamt ein größerer Topf vorhanden, man würde sich viel Verwaltungsstruktur der 1000 Kassen sparen (wobei ein Teil des Personals ja sicher dann in der Bürgerversicherung unterkommen würde) und eine Basis-Versorgung für jeden wäre gewährleistet.
Wenn man etwas ändern will, was ohne große Probleme machbar wäre, warum schließt man nicht erstmal alle GKVen bis auf 5 der Größten? Damit hätte man Wettbewerb in der GKV und könnte roundabout 180 (!) GKV-Kassen zumachen.
Der immer so hoch gehängte größere Topf, der dann vorhanden wäre, ist nur gar nicht so groß, weil ja auch viel mehr Versicherte Leistungen haben wollen. Und rechtlich ist das sicher auch nicht so einfach, die Rücklagen, die ja unter anderem für das "Mehr" an Versorgung im Alter angespart wurden, jetzt in die Basisversorgung zu stecken und für das Mehr kannst Du dann direkt noch mal bezahlen... :-nix
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