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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium und Arztsein: der Lottogewinn meines Lebens!!!



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urinbeutel
19.06.2021, 08:20
allgemeinmedizin. wo soll denn das sonst gehen mit anfang mitte 30

Reflex
19.06.2021, 09:02
allgemeinmedizin. wo soll denn das sonst gehen mit anfang mitte 30

Das geht sogar, wenn man zwei Fachärzte nur in Teilzeit gemacht hat.

ProximaCentauri
19.06.2021, 10:16
Ich liebe den Job an und für sich - das heisst ja nicht, dass es nicht ordentlich Verbesserungspotential gäbe.
Ich mag, dass die Arbeit sinnvoll ist. Ich kann Abends ins Bett gehen und weiss, dass ich tagsüber Leuten geholfen habe (meistens). Das muss nicht einmal immer "Leben retten" sein, ich finde z.B. eine gute Palliativversorgung etwas vom dankbarsten, was ich mache.
Ich mag auch das Arbeiten im Team (wir haben aktuell wirklich tolle Mitarbeiter), die Patienten, das Spektrum der Erkrankungen und das medizinische Fachgebiet an sich.
Ausserdem ist die Jobsicherheit natürlich auch ganz toll.

ehem-user-25-04-2022-1131
19.06.2021, 11:07
Das geht sogar, wenn man zwei Fachärzte nur in Teilzeit gemacht hat.

Ich bin trotzdem noch immer von der Rolle - so gute Arbeitsbedingungen in der Allgemeinmedizin ? Da hab ich wohl immer falsch gedacht :D

Welche zwei Fachärzte ?

daCapo
19.06.2021, 11:26
Ich bin trotzdem noch immer von der Rolle - so gute Arbeitsbedingungen in der Allgemeinmedizin ? Da hab ich wohl immer falsch gedacht :D

Welche zwei Fachärzte ?

A) Ja warum nicht...als Facharzt für Allgemeinmedizin.

B) Steht bereits im Profil des Nutzers Reflex

ehem-user-25-04-2022-1131
19.06.2021, 11:44
A) Ja warum nicht...als Facharzt für Allgemeinmedizin.

B) Steht bereits im Profil des Nutzers Reflex

Nicht falsch verstehen bin positiv überrascht und finde es super. Ist ja auch verdient

agouti_lilac
19.06.2021, 12:40
... Das muss nicht einmal immer "Leben retten" sein, ich finde z.B. eine gute Palliativversorgung etwas vom dankbarsten, was ich mache. ...

Ja, ich mache das auch recht gerne. Bin gerade im Notarzt-Dienst häufiger mal damit konfrontiert und ich kann da oft akut was tun und die Angehörigen und/oder das Pflegepersonal unterstützen und deren Stress abmildern, abgesehen natürlich auch beim Patienten.

Shade
20.06.2021, 16:18
Finde ich eine sehr gute Idee diesen Thread, bei der ganzen Klagerei über den Arztberuf könnte man manchmal fast meinen, man hätte uns dazu gezwungen, uns durch 6 Jahre Studium zu kämpfen ;) Womit ich die teils sehr schlechten Arbeitsbedingungen nicht klein reden möchte.

Ich gehe meist gern zur Arbeit, da mein Beruf eine Mischung aus Schreibtischarbeit (ja, tatsächlich, finde ich das nicht schlimm) und Arbeit mit Menschen ist. Dabei Menschen jeder Couleur oder jedes Hintergrundes und nicht nur z.B. KollegInnen mit ähnlichem Bildungsniveau. Dazu hilft mein Wissen praktisch Menschen zu einer Verbesserung ihres wichtigsten Gutes, der Gesundheit. Man erfährt oft viel Dankbarkeit, Respekt und Vertrauen, was mich ehrt. Ich habe auch mit Anfang 30 längst noch nicht ausgelernt, sondern lerne immer noch Wichtiges dazu. Man arbeitet interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen, was meist Spaß macht.

davo
21.06.2021, 08:30
Ich find es zwar etwas schade, dass der Threadtitel so sehr an Klondike erinnert, aber davon abgesehen finde ich es sehr schön, dass es diesen Thread gibt, nachdem in letzter Zeit in diesem Forum ja doch die Fraktion der notorischen Nörgler überhandgenommen hat :-))

Ich arbeite jetzt seit 1,5 Jahren als Arzt und finde den Beruf ebenfalls toll. Man bekommt oft ein sehr direktes Feedback von den Patienten, man kann oft mit sehr kleinen Interventionen dafür sorgen, dass der Patient erleichtert ist, dass es ihm besser geht, etc. Man kann etwas bewirken, auch wenn es oft kleine Dinge sind, auch wenn die Linderung oft nur für eine gewisse Zeitdauer anhält. Und es ist, zumindest in meinem Fach, auch ein sehr abwechslungsreicher Job - jeder Tag ist anders.

Und fordernd sind die meisten Jobs. Diejenigen meiner Bekannten, die anspruchsvolle Jobs haben, arbeiten ebenfalls nicht wenig, haben auch nicht wenig Stress. Ich mach im Monat 3-4 Dienste - die sind zwar oft sehr intensiv, aber das ist schon OK so.

Locutus001
21.06.2021, 12:03
1. Geld
2. Sinnvoll
3. Ansehen
4. Möglichkeit Teilzeitarbeit
5. Interessant/Herausfordernd/Nicht langweilig

daCapo
21.06.2021, 19:17
1,5 Jahre im Beruf, da waren mir Dienste weitgehend egal. Mit steigendem Alter nicht mehr.

Gut sind die zahlreichen Möglichkeiten, die man nach der Weiterbildung hat. Das Studium ist interessant.

cartablanca
21.06.2021, 19:22
Vor allem 3-4 Dienste nach 1,5 Jahren. Mach mal 7-8 24 Stundendienste pro Monat 3 Jahre lang. Dann hast du etwa meine Laune.

daCapo
21.06.2021, 19:28
Hinzukommt, dass in Österreich die Pflege zahlreiche Stationstätigkeiten übernimmt, für die man in DE angeschellt wird. Aber wir kommen vom Thema ab und verlieren die positiven vibes im Thread.

RussianAngel
21.06.2021, 19:37
Ja, Leute, bitte nur beim Positiven Bleiben!!! 7-8 a 24 Stunden mehr intensive Ausbildung und weniger Stress mit dem Mann/Frau :D

Was ist denn Klondike? :) Bitte um Erklärung!

Thomas24
21.06.2021, 19:41
Bezieht sich auf den Goldrausch in Alaska https://de.m.wikipedia.org/wiki/Klondike-Goldrausch

daCapo
22.06.2021, 09:11
Toll sind die Reisemöglichkeiten im Studium, und die Möglichkeit in vielen anderen Ländern zu arbeiten (Anerkennung der DE Weiterbildung vorausgesetzt)

Würde auf jeden Fall empfehlen PJ und Famulaturen zumindest teilweise im Ausland zu machen.

crossie
22.06.2021, 16:13
Im Vergleich zu meinem ersten Job (Asset Manager in einem S-Dax gelisteten Unternehmen) ist jetzt als Klinik-Assi-Arzt alles deutlich, deutlich schlechter.
Bis auf die Tatsache, dass mir die Arbeit den weit überwiegenden Teil der Zeit Spaß macht und mir gelegentlich das Gefühl gibt, etwas sinnvolles zu tun. Und ich mit deutlich weniger Vollidioten zu tun hab (und das sage ich als Anästhesist, der tagtäglich mit Chirurgen zu tun hat :D ).

Also ich bin - trotz aller Unzumutbarkeiten - durchaus zufrieden.

medicinentia
24.06.2021, 19:28
Im Vergleich zu meinem ersten Job (Asset Manager in einem S-Dax gelisteten Unternehmen) ist jetzt als Klinik-Assi-Arzt alles deutlich, deutlich schlechter.
Bis auf die Tatsache, dass mir die Arbeit den weit überwiegenden Teil der Zeit Spaß macht und mir gelegentlich das Gefühl gibt, etwas sinnvolles zu tun. Und ich mit deutlich weniger Vollidioten zu tun hab (und das sage ich als Anästhesist, der tagtäglich mit Chirurgen zu tun hat :D ).

Also ich bin - trotz aller Unzumutbarkeiten - durchaus zufrieden.

Mich interessiert der umgekehrte Weg dort wo du sozusagen „hergekommen“ bist.
Hast du vorher etwas anderes studiert ?

crossie
24.06.2021, 23:10
Ich hab vorher BWL studiert. Retrospektiv von Anfang an für mich eine Sackgasse. Ist aber sicher typenabhängig.

mbs
25.06.2021, 21:55
Was tatsächlich gut ist, ist die Teamarbeit. Das jetzige Team mag ich ausnahmslos sehr gerne, eine tolle Truppe, genau so wie beim vorigen AG - egal ob Ärzte, Pflegekräfte oder OTAs. Keine Ahnung woran das liegt, vielleicht sind es die widrigen äußeren Bedingungen die die Leidtragenden zusammenhalten lässt.

Das wäre der Nachteil einer Praxis - dass man vermutlich überwiegend allein den ganzen Tag in einem Zimmer sitzen würde in dem man Patienten im Akkord abfertigt. In der Industrie wäre es vielleicht ähnlich - oder auch nicht, falls man eine Schnittstellenfunktion hat und diverse Projekte mit vielen Akteuren koordinieren muss.